Afghanistan: Hinrichtung wg. "Ehebruchs"
Afghanistan: Hinrichtung wg. "Ehebruchs"

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Anne-Mette
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Afghanistan: Hinrichtung wg. "Ehebruchs"

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

So melden es jedenfalls verschiedene Agenturen.
Ist eine Hinrichtung eines Menschen schon für die meisten Menschen nicht mit dem Gewissen zu vereinbaren, wenn es sich um Mörder handelt,
so wurde diese Frau wegen "Ehebruchs" hingerichtet...
... am Straßenrand - unter dem Gejohle von etlichen Zuschauern.

Wer sich das antun mag, findet bei TV2 einen Bericht (in dänischer Sprache) und einen Film: http://nyhederne.tv2.dk/article.php/id- ... -gade.html

NEIN

möchte ich laut schreien, wenn ich so etwas höre, lese, oder was auch immer!

Gruß
CPG
exuser-23-02-2013

Re: Afghanistan: Hinrichtung wg. "Ehebruchs"

Post 2 im Thema

Beitrag von exuser-23-02-2013 »

Wobei: Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen ...

Darf ich daran erinnern, dass Jesus auch eine Frau vor der Steinigung wegen Ehebruchs retten musste? Und das Ehebruch auch in unseren Breiten lange drakonisch bestraft wurde, während der "gehörnte" Ehemann, der seinen Nebenbuhler oder seine Frau auf frischer Tat ertappte, für einen dabei begangenen Totschlag (weitestgehend) straffrei blieb?

Ich will damit nicht verteidigen was da passiert ist, soooo fremd ist das unserem Kulturkreis allerdings auch wieder nicht. Leider gibt es auch bei uns noch etliche Vorschriften, die Dinge bestrafen, über die ich den Kopf schüttele, während andere Sachen straffrei sind, was sie meines Erachtens nicht sein sollten. Zwar kann ich mich hier für entsprechende Änderungen engagieren, habe die Regeln bis dahin aber dennoch zu beachten.

Und vielleicht gelingt es mit den zugesagten Geldern ja doch, einen langsamen Einstellungswandel zu solchen Dingen zu erreichen.
exuser-23-02-2013

Re: Afghanistan: Hinrichtung wg. "Ehebruchs"

Post 3 im Thema

Beitrag von exuser-23-02-2013 »

Liebe Heidi,

willkommen in der deutschen Realität des 21. Jahrhunderts. Ist Dir bekannt, in wie vielen Verfassungen der deutschen Bundesstaaten sehr wohl noch die Todesstrafe verankert ist?

Ich erinnere daran, dass Ehebruch hierzulande nicht mehr (mit dem Tode) bestraft wird, so furchtbar lange ist das aber alles gar nicht her. Und der Bezug zu Jesus ist durchaus gegeben, wurden doch viele Straftatbestände und auch Strafen sehr wohl aus der Bibel abgeleitet und eine Diskussion über eine christlich-abendländische Leitkultur gab es bekanntlich vor gar nicht allzu langer Zeit.

Im übrigen gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass die Fördergelder vielleicht doch noch eine Wirkung zeigen - bis in die Neuzeit hinein war das europäische Recht sehr von der Bibel geprägt, erst die französische Revolution und der Code Napoleon schufen erste Bausteine eines "modernen" Rechts. Wenn es gelingen sollte, auch in Afghanistan eine "Zivilgesellschaft" zu installieren, bestünde auch die Cahnce, dass die Sharia gegenstandslos werden könnte - einen Versuch sollte es allemal wert sein.
Lina
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Re: Afghanistan: Hinrichtung wg. "Ehebruchs"

Post 4 im Thema

Beitrag von Lina »

Heidi hat geschrieben:So ist es in der Sharia geschrieben.

Den Islam und vor allem die Sharia dürfen wir nicht kritisieren, das gibt sonst Ärger.
Christen darf man demütigen,...f)

Hör doch mit dem Jammern auf. Natürlich darf man Mord kritisieren egal im Namen von welcher Religion er begangen wird. Was da passiert ist wäre nicht nur ein Rechtsbruch hier, sondern ist es auch in Afghanistan und wird dort kritisiert. Und es darf auch offen gesagt werden, dass möglicherweise ein korrupter Machtkampf zwischen zwei fanatischen Muslimen der eigentliche Hintergrund zu dem Mord ist.

Ich finde es absolut billig und unter Niveau daraus Mitleidspunkte für eine ehemals genauso grausamen religiösen Organisation gewinnen zu wollen.
ernst_dwt

Re: Afghanistan: Hinrichtung wg. "Ehebruchs"

Post 5 im Thema

Beitrag von ernst_dwt »

Lina hat geschrieben:
Heidi hat geschrieben:So ist es in der Sharia geschrieben.

Den Islam und vor allem die Sharia dürfen wir nicht kritisieren, das gibt sonst Ärger.
Christen darf man demütigen,...f)

Hör doch mit dem Jammern auf. Natürlich darf man Mord kritisieren egal im Namen von welcher Religion er begangen wird. Was da passiert ist wäre nicht nur ein Rechtsbruch hier, sondern ist es auch in Afghanistan und wird dort kritisiert. Und es darf auch offen gesagt werden, dass möglicherweise ein korrupter Machtkampf zwischen zwei fanatischen Muslimen der eigentliche Hintergrund zu dem Mord ist.

Ich finde es absolut billig und unter Niveau daraus Mitleidspunkte für eine ehemals genauso grausamen religiösen Organisation gewinnen zu wollen.
Wenn du mit "ehemals genauso grausamen religiösen Organisation" das Christentum meinst,dann hast du dich in diesem Satz vergallopiert.
Es geht Heidi nicht um Mitleidspunkte zu sammeln für das Christentum. Nein,sondern sie will nur darauf hinweisen,das Christen in islamischen gedemütigt werden dürfen,indem man ihren Glauben an Jesus Christus,als den Sohn Gottes, verunglimpft und das straffrei.
Wenn ein Christ von Jesus Christus redet oder ein Moslem Christ wird aus Überzeugung,dann lästern sie angeblich Allah und Mohamed und dürfen getötet werden. :oops:
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