Das erste Mal
Das erste Mal - # 76

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Violetta-TransFlower
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Re: Das erste Mal

Post 1126 im Thema

Beitrag von Violetta-TransFlower »

Liebe Céline,

Vielen Dank für Deinen ausführlichen Bericht.
Du weißt ja, das ich auch sehr gerne bei Dir lese und es mir sehr leid tut, wenn es Dir, oder auch Anderen, nicht gut geht.
Céline hat geschrieben: Mo 29. Jun 2026, 00:03eine meiner Lieblingsbands Klangstabil
Daher habe ich mal nach Deiner Band KLANGSTABIL gesucht, um Dir eine kleine musikalische Freude zu machen.
Mir sagt der Name überhaupt nichts, aber Du weißt ja was ich für Musik 🎶 bevorzuge.
Wie nennt man denn diese Musikrichtung ?

Reason to live, der Grund zu leben, finde ich, passt gut vom Titel.
Die Musik ist nichts für mich, eher Lana's Geschmack denke ich, Deiner ja sowieso.
Vielleicht gefällt es Dir ja.


Céline hat geschrieben: Mo 29. Jun 2026, 00:03 Nach 5 Minuten ziemlich böse Kritik vom anwesenden „DJ“ dem ich vielleicht im Weg war… meine Musik geht gar nicht und und und
Das hast Du, denke ich, absolut richtig entschieden, wenn Du abgereist wärst, wäre das nur eine Genugtuung für diesen Wichtigtuer gewesen.
An den sehr schönen Reaktionen des Publikums siehst Du es auch.
DU BIST AUTHENTISCH !

Alles Gute und Liebe weiterhin, das sich Deine Gesundheit wieder vollends einstellt.

Mag eher andere Musik 🤘🏻🎸
Deine Violetta 💜 🌺
🌺 Das Glück 🍀 wohnt wieder in meinem Herzen 💜🙏
Lana
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Re: Das erste Mal

Post 1127 im Thema

Beitrag von Lana »

Violetta-TransFlower hat geschrieben: Mo 29. Jun 2026, 19:41 Wie nennt man denn diese Musikrichtung ?
Sie gehört zu den unendlichen Sphären der elektronischen Musik, liebe Violetta.

Eine genauere Einordnung findest Du hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Klangstabil#Stil

LGL
Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt.
Blaise Pascal
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Re: Das erste Mal

Post 1128 im Thema

Beitrag von Violetta-TransFlower »

Liebe Céline,
Céline hat geschrieben: Mo 29. Jun 2026, 00:03380 km Fahrt
Da kommt mir eine Idee 💡.
Hättest Du grundsätzlich Interesse, auch mal in Erfurt aufzulegen, oder ist Dir das zu weit weg ?

https://www.clubfromhell.de/events/berg ... 00uhr.html

Das ist die Disco, die Frank, so ca. einmal im Vierteljahr organisiert.
Ich bin da selbst noch nicht anwesend gewesen, könnte aber den Kontakt problemlos herstellen.

hat früh Ideen
Deine Violetta 💜 🌺
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Céline
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Re: Das erste Mal

Post 1129 im Thema

Beitrag von Céline »

So jetzt endlich ein wenig Ruhe und Zeit..
An diesen Post schreibe ich jetzt schon wieder längere Zeit:
Nach einem ziemlich anstrengenden Monat Juli sowohl im Arbeitsleben, Ärzte Marathon, Privatleben als auch meine Liebe zur Musik am Plattenteller Sitze ich jetzt auf meiner Terrasse umgeben von zirpenden Grillen. Es sind diese Momente in denen ich die Augen schließe und meiner eigenen Welt abtauche und dieser Realität entschwinden kann.
Zuerst einmal vielen lieben Dank für Eure Antworten.
Deine Anfrage klingt doch ziemlich interessant Violetta. Momentan wäre mir das ehrlich gesagt noch zu weit und mein Terminkalender lässt fast nichts mehr zu.
Aber wer weiß… sag niemals nie.
Doch wo fange ich an weiter zu schreiben?
Tatsächlich lese ich hin und wieder hier im Forum und muss ganz ehrlich eingestehen das ich mich von vielen hier so weit weg sehe und inzwischen ein ganz eigenes Verständnis für viele Themen habe. Ich denke dann oft zurück an lange Vergangenes bis hin zu meiner Kindheit. Meine ersten Gehversuche im Leben in denen das Leben geprägt war von Kosmetik, Kleidung, Perücken und der tiefe Drang mich oberflächlich zu transformieren. Etwas das ich nicht verstand war das wirkliche Leben. Vorbei an Wünschen und unrealistischen Vorstellungen. Gerne würde ich einiges von den Möglichkeiten die sich mir täglich eröffnen an andere weitergeben. Ich sehe so viele Dinge jetzt anders…Ja ich möchte sagen tiefer. Abseits von materialistischen Dingen. Was nicht heißen soll das ich all dem entsagt habe, nein ganz und gar nicht. Ich habe nur meine Prioritäten mittlerweile anders gesetzt. Es sind die völlig unscheinbaren Momente wenn ich wie eben diese Ruhe genau jetzt mit den vielen Grillen die um mich herum zirpen, die Sonnenstrahlen wenn ich morgens auf meiner Bank sitze und ich vor dem Weg zur Arbeit noch einen Kaffee trinke. Es ist das Rascheln der Blätter und Zweige meiner Bäume im Garten. Das spüren der Erde in meinen Händen wenn ich wieder in meinen Pflanzensammlungen arbeite. Es ist das Leben…
Und dann?
Der absolute Gegensatz. Laut, Brutal, Donnernd, Aufgetackelt. Das andere Leben. Das Leben eines Partyluders, DJane, „Strenge Dame“ um es diskret auszudrücken. Der Wechsel von Jeans, Blaumann, Sicherheitsschuhen in eine andere Realität. Bin ich die gleiche Person? Ja und dann doch wieder nicht. Ein sehr guter Freund sagte einmal vor einiger Zeit das es faszinierend ist wie sich meine Persönlichkeit komplett verändert wenn ich meine geliebten Jeans gegen.. und dann doch… ein sehr feminines Outfit wechsle. Ich würde es inzwischen mehr als das ankleiden einer Dienstkleidung beschreiben die zu diesem Moment gehört. Im Unterbewusstsein geschieht natürlich vieles mehr, unsichtbar, automatisiert.
Ich denke vieles hat sich aufgrund meiner Täglichen Routine die durch sicheres und selbstbewusstes Auftreten im Umgang mit Kunden und Kollegen und Kolleginnen etabliert. Dasselbe wenn ich bei meinen Events in einem gewissen Rampenlicht stehe. Und tatsächlich ist gestern für mich total untypisch etwas geschehen was mir als „Perfektionistin“ nicht so oft passiert, besser gesagt bewusst nicht getan habe. Ich begleite mit meiner Musik im Moment einige Events und gestern fand ein Event statt mit Musik am Pool und Feuershow. Meine Anreise verlängerte sich aufgrund sehr starken Verkehr auf mehrere Stunden und mir blieb zum Aufbauen meines Pultes und Tontechnik relativ wenig Zeit und meine eigene Vorbeitung blieb auf der Strecke bis die ersten Gäste eintrafen.
Normalerweise bin ich ein wenig perfektionistisch und bei meinen Auftritten vor Freunden und Gästen muss immer alles stimmen. Bei diesem Mal war das an. Mir war es egal weil ich so vertieft in meiner Musik war und bis ich mein Set das immer aus wenigen Notizen aus dem Kopf entsteht so richtig läuft. So verzichtete ich diesen Abend komplett auf Make Up und irgendwie fühlt sich das befreit an.
Natürlich wird das nicht Alltäglich geschehen aber das zeigt mir wie mir das teilweise in den Hintergrund verschwunden ist.
Fortsetzung folgt…
Aber wie immer ich…
Céline
"Sprache und Worte können mich nicht verletzten...nur der Mensch und seine Absicht dahinter"
C.B.
Céline
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Re: Gedanken… über das Leben, Fehler, Verlorenes und die Zukunft

Post 1130 im Thema

Beitrag von Céline »

Diesen für mich ganz besondere Post widme ich meiner Frau und meinen Eltern

Guten Morgen,
Die Krähen rufen aus der Luft, im Hintergrund läuft eine alte Wolfsheim EP und ich sitze hier und denke einfach nur nach. Wieder mal ….
58 Jahre. Irgendwas kann doch stimmen. Mein Kopf sagt so aber mein Körper spricht eine andere Sprache. Mein Spiegelbild zeigt die Wahrheit. Ich werde alt, einfach nur alt. Selbst meine Haare sagen es. Mein Ansatz Weiß. Mittlerweile mehrere Zentimeter. Mein Termin ist wieder mal viel zu spät. Ich wollte vor dem Urlaub nicht da in den ersten zwei Wochen immer alles Violett wird. Das wäre im Schwimmbad und der Sauna in meiner Hotels peinlich gewesen wenn mir violette Farbe im Gesicht und Rücken runterläuft.Von den weißen Handtüchern gar nicht zu sprechen.
Meine Fehler, immer noch die gleichen. Meiner Mutter nie Auf Wiedersehen gesagt zu haben und wütend auseinander gegangen zu sein. Nur als sie tot, kalt, steif in meinem Armen war konnte ich Sie noch einmal drücken und ich schrie dabei… es sind die Momente wie jetzt wo ich ganz leise werde und mir die Tränen herunter laufen. Bis sie vom Kinn tropfen… Ich wollte Sie so gerne noch um Verzeihung bitten und für alles was für uns Kinder entbehrte zu Danken. Zu spät.
Pause…ich versuche mich zu sammeln. Mein Hund kommt und setzt sich auf meinen Schoß und drückt sich an mich. Wärme ..
Und da war der Moment als ich der Tierärztin die Erlaubnis zu geben meine Sheila einschlafen zu lassen. Mein treuester Begleiter über 13Jahre. Sie Begleitete mich jeden Tag stundenlang im Wald . Mein Rückzugsort an dem ich Stundenlang weinte vor Verzweiflung als ich immer wieder die Runde zu diesem Baum an der Lichtung ging und ich immer dieses Bild im Kopf hatte. Sie gab mir so viel Kraft weil sich in schlimmsten Momenten immer an mich drückte.
Der Moment als das Leben aus Ihren Augen verschwand, der letzte Atemzug und trotzdem schaute sie mich an. Nie werde ich unseren letzten Spaziergang im Garten vergessen als Sie noch einmal all die Plätze im Garten abging. Noch einmal pinkelte und ich sie haltend zu ihren Lieblingsplatz begleitet habe. Sie hat sich unter ihren Ahorn gelegt und ist nicht mehr aufgestanden. Selbst die Leberwurst und einen Muffin die sie früher immer gestohlen hat wollte sie nicht. Sie lag da und schaute mich an. So als wenn sie sagen wollte das sie gehen möchte. Ich trug sie auf ihre geliebte Couch und deckte sie und warte bis die Ärztin kam….
Ihre Asche ist seit 13 Jahren in Ihrer Spielzeugkiste die ich seitdem nie mehr geöffnet habe.
Pause… Ich seh nichts mehr…
Und das, für viele vielleicht unverständlich. Ich habe meiner Frau Ihren geliebten Mann genommen. Ja genommen. Ich denke das kann ich für mich so sagen. Ein Thema über das wir wenig sprechen aber ich weiß das Sie immer noch darunter leidet. Es hat sich zwar alles verbessert aber es ist für sie immer noch schwer mit mir unterwegs zu sein weil uns oft Blicke beobachten und geflüstert wird. Für mich mittlerweile Alltäglich aber für Sie leider nicht.
Und doch … Ihr Traum mit Ihrem Mann im Alter auf unserer englischen Bank vor dem Haus sitzen hat sich jetzt fast erfüllt. Etwas anders zwar aber wir sitzen oft zum Kaffee trinken.
Den Gedanken meiner Frau Ihren Mann genommen werde ich nie loslassen können. Und das ist auch gut so.
So vergesse ich nie was für eine wunderbare Frau und Freundin ich trotz all dem was ich Ihr zumute habe. Den wunderbarsten Menschen den ich mir seit 40 Jahren wünschen konnte. Danke für alles mein Schatz
Und mein Vater?
Er verlor seinen Sohn. Einen Sohn den er sich sehr nach drei Töchtern gewünscht hatte. Er verstand es bis zum Schluss nicht aber ich durfte die letzten wenigen Jahre noch viel Zeit mit Ihm verbringen. Wunderbare Stunden in denen wir viel gesprochen haben aber auch viel geschwiegen haben.
Ich werde nie vergessen wie er in seinem Dialekt geflucht hat wen wieder etwas an der Hobelmaschine in Seiner Werkstatt kaputt war und ich Ihm geholfen habe die Maschine auseinander zu bauen. Oder wenn beim Angeln die Knoten mit seinen alten Fingern nicht mehr gingen und Er dann sagte mach Du das. „Schimpfwort“ . Ich sagte dann immer. Papa das ist doch ganz einfach. Ich lachte dann immer wenn er fluchte. Worte die ich hier nie schreiben würde. Die meisten und größten Fische fing dann aber meistens ich wobei er dann wieder lustig fluchte.
Ich möchte sagen das ich trotz der vielen Differenzen die wir Jahrzehnte hatten noch unglaublich viele schöne Stunden miteinander verbringen durften. Und Er hatte mir beim Ausbau meiner letzten Wohnung unendlich viel geholfen. Beim Fliesenlegen war aber Er immer schneller, ich dafür genauer 1:1
Aber er hat Céline nie kennen gelernt. Ich habe Ihm nie gesagt das ich jetzt anders heiße oder das ich mich operieren ließ. Ich ließ Ihm seinen Sohn Franz bis zum Schluss. Wie konnte ich auch. Nie vergesse ich den Moment als Er meine Hand nahm und mich leise bittete mich nicht „umoperieren“ lassen soll.
Für was auf der Welt sollte ich das meinen Vater antun. Eine Lüge? Ja Aber so verabschiedete sich zum sein Sohn Franz bei der Grabrede von Ihm. Es gibt Dinge im Leben die andere berücksichtigen müssen.
Aber es gibt auch Dinge über die Spricht man nicht. Fehler im Leben die einen bis zum Ende im Gedächtnis bleiben und Schuldgefühle für immer bleiben. Dinge auf die ich nicht stolz bin und bis heute zu tiefst bereue.
Ich trinke meinen Kaffee aus und gehe mit meiner kleinen Maus rein.


Zeitumstellung…12 Stunden später,selbe Bank. Dunkle Nacht Gewitter, Wind und doch wunderschöne Stille. Eine einzige Latterne sorgt am Ende der Straße für gelegentliche Lichtblitze. In meiner Hand ein fast einzigartiger Single Malt. Torfig, Erdig, Ehrlich Schottisch mit einem Schuss Quellwasser den 59 % sind auch mir zu stark.
Meine Gedanken für den heutigen Tag. Kurz und knapp: Ein einsamer und doch geselliger Tag. Kein Sekt, keine Blumen. Kein schickes Outfit…nur ich.
Und doch alledem war ich zu fast keinen Zeitpunkt allein. Ich bekam so viele Anrufe und Nachrichten wie noch nie. Ein paar Stunden mit meiner Frau da sie gerade auswärts schlafen muss. Ein kurzes gemeinsames Abendessen das ich für uns gekocht habe. Nun sitze ich hier und mein Kopf will nicht aufhören nachzudenken über all das was in meinem Leben passiert ist. Ob als im Wipfel der höchsten Bäume , das heimliche Spiel in diesem wunderbaren weißen Kleid als kleiner Junge oder auch auffrisieren meines Schwarzen Vespa Ciao. Die Ermahnungen der Polizei. Der Versuch ein echter Kerl zu werden oder der erste und schönste Kuss zu der gesamten Länge von Prince‘ Maxisingel „Kiss“
Mit dem wunderbarsten Menschen in meinem Leben.. meiner geliebten und immer bei mir geblieben Frau. Danke Schatz
Der letzte Schluck aus dem Glas, die Haustür abgeschlossen und mit ein Lächeln aber auch weinen die alte knarzende Treppe hoch. Wie vor 50 Jahren als der kleine Franz zitternd vor Angst den Schlüssel im alten Schloss umdrehte und in den dunklen Dachboden hochstieg . Angst vor den Monster in den Schränken und dunklen Ecken mit knirschenden Gebälk und diffusen Licht.
Doch wenn ich mein geliebtes weißes Kleid anzog und ich in der Kälte frohr konnte mir niemand mehr etwas antun weil ich sein konnte. Ich drehte den Drehregler meiner kleinen Eisenbahn und träumte…und fuhr mit Ihr davon. Célines Reise begann.
Und was bleibt?
Die Angst das Ende nicht zu erleben… doch gibt es das Ende zum Schluß überhaupt?

Danke an Alle die hier schon so lange hier lesen und mir oft geholfen haben und mir das Leben gerettet haben. Namentlich möchte ich Fr. Poland Danken bei der ich diesen schweren Rucksack mit Balast nach all den Jahren ausleeren durfte und mir ruhig und schweigend 15 Minuten beim Weinen beigestanden hat und mich von Last Pervers und Krank zu sein nach so vielen Jahren befreite. Natürlich Danke ich auch meiner Therapeutin die mich 7 Jahre begleitete und nach 7 alles noch sagen konnte. Dieser Abschied fiel mir tatsächlich sehr schwer aber es war Zeit den Platz für jemanden anderen frei zu geben.Danke an Alle die mir in den tiefsten und dunkelsten Stunden immer geantwortet haben und Rat geschenkt haben.
Ein ganz besonderer Dank an meine Frau die mich oft aufhausige, verrücktes Wesen und nicht immer ehrliche Partnerin schon so lange Kraft und Halt gibt und so viel ertragen muss. Ihr Weg war und das kann ich guten Gewissens sage genauso wenn nicht steiniger als meine.
Und da wäre noch die Personen die mir einen Besuch der Polizei schenkte. Ich versprach im Wohnzimmer und hielt dies bis heute und die Person die mir oft an den Kopf geworfen hat“ Versuch es zuerst, wenn es überhaupt nicht geht dann …Dieser Spruch rettete mich vor dem dümmsten Gedanken meines Lebens.Heute denke ich an Beide noch als Schutzengel in den Dunkelsten Stunden.Ich bin noch da und stehe heute vor zig Menschen am Mikrofon und singe, authentisch, ehrlich, direkt
Aber wie immer ich…

Céline
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Tatjana_59
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Re: Das erste Mal

Post 1131 im Thema

Beitrag von Tatjana_59 »

Liebe Céline,

ein sehr langes Posting welches mich sehr berührt hat.
Ich habe es jetzt mehrmals gelesen und finde mich in einigen Passagen wieder.
Deine Sheila, die letzten Stunden und Minuten
Meine Kira, die letzten Stunden und Minuten.
Die Asche in der Truhe.
Bei mir die Urne im Wohnzimmer auf dem Sideboard, immer präsent, sie ist immer bei uns.
Frau Dr. Poland, als stille zuhörende und Kraft gebende Therapeutin.
Sie gab mir mehr wie mein Dr. Vogel der mich bis zur Gaop begleitete.
Meine Mutter die Tatjana nie kennen lernen durfte, sie sagte irgendwann zu mir, wenn du als Mädchen zur Welt gekommen wärst, hätte ich dich Tatjana oder Tamara taufen lassen.
Tatjana war deshalb mein gewählter Name.
Mein Vater der nichts mit mir anfangen konnte, aber meinen Gang irgendwie respektierte.
Meine Eltern sind verstorben.
Meine Frau, wir sind erst seit etwas mehr wie 20 Jahre zusammen.
Doch auch sie ging den Weg durch dick und dünn mit mir.
Ein Jahr nach Gaop habe ich sie kurzzeitig verlassen, die Hormone spielten verrückt.
Doch sie hielt auch in dieser Zeit wie ein Fels in der Brandung zu mir. Wir sind zusammen geschweißt wie nie zu vor.
Gerade die letzten Jahre wo es gesundheitlich nicht gut für uns aussieht.
Gerade auch weil es ihr so viel schlechter geht, ich ihr mit meiner Hilfe viel zurück geben kann, nur ihre Gesundheit nicht.

Ich könnte noch viel mehr schreiben........
Nun sage ich zu dir Danke, Danke das ich dich kennen lernen konnte und durfte.
Du hast damit begonnen als du kurz nach meiner Gaop noch als persönliche fremde Person an meinem Krankenhausbett standest, nach einem Vortrag von Dr Lidl meinem Operateur ich glaub abends um halb neun?
Seitdem sind acht Jahre vergangen, hoffentlich noch viele Jahre mehr in denen wir uns immer mal wieder treffen können.

Entschuldige, ich wollte dein Tagebuch nicht kapern.
Auf dein sehr langes und mich berührendes Post musste ich einfach ausgiebig antworten.

Ganz herzliche Grüße Tatjana
Der Kopf denkt und gibt Rat.
Das Bauchgefühl gibt Rat.
Doch das Herz spricht, höre auf dein Herz!
Anne-Mette
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Re: Das erste Mal

Post 1132 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Guten Morgen Céline,
Céline hat geschrieben: Mi 9. Sep 2026, 02:51 Aber wie immer ich…
Wir schreiben wirklich "Lebensgeschichten" - und Deine hat mich besonders berührt und gerührt.
Du beschreibst sehr empathisch, was viele von uns, die schon etwas älter sind, in ähnlicher Form erlebt haben (können).

Es ist mal wieder bewiesen: ich bin "nah am Wasser gebaut", besonders bei so persönlichen Schilderungen.

Viele liebe Grüße
Anne-Mette
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