Outing im Vergleich zu anderen Lebensveränderungen
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Jade
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Outing im Vergleich zu anderen Lebensveränderungen
Hallo ihr Lieben,
ich möchte hier Gaby zitieren und mit diesem Text eine neue Diskussion eröffnen, denn die gestellte Frage scheint mir sehr spannend.
Gaby schrieb (in Auszügen):
.... das Outing des Partners als CD einen Einschnitt / Änderung des Lebenstraums zur Realität mit sich bringt.
Das wurde sich nicht ausgesucht.
Diese Einschätzung wird auch von meiner Frau so beschrieben.
Unabhängig davon, dass diese Ansicht nicht zu diskutieren oder zu relativieren ist, bin ich der gleichen Ansicht.
Es wird auch beschrieben, dass es im bisherigen Leben schon viele Schicksalsschläge zu meistern gab.
Auch in meinem / unserem Leben gab es viele Situationen, in denen der Lebenstraum nicht länger haltbar war
und an die Lebensrealität angepasst werden musste,
Wir wollten in unserer Jugend, unabhängig voneinander, beide 2-3 Kinder, aus diversen,
hier nicht relevanten Gründen, hat sich das nicht realisieren lassen.
Der Lebenstraum musste mehrfach auf das heute kinderlose Dasein angepasst werden.
Eine Situation, die man sich nicht gewünscht hat, die man nicht gewählt hat.
Wenn man aus beruflichen Gründen seine Heimat verlassen muss, in der man rund 40 Jahre gelebt hat,
in der die große Familie im Umkreis von 30km lebt, das gerade neu gebaute Haus wieder verlassen muss,
dann ist das mit Sicherheit ein Einschnitt in den Lebenstraum.
Nicht gewählt, nicht ausgesucht.
Hypothetisch: Wenn aufgrund von Longcovid, Krebs oder unverschuldeter Unfall körperliche Einschränkungen entstehen,
ist auch das nicht gewählt, nicht ausgesucht, aber eine gewaltige Änderung des Lebenstraums zur Realität und macht Anpassungen notwendig.
Pflegebedürftige Angehörige und nicht zuletzt der zu frühe Tod naher Verwandter beeinträchtigen den Lebenstraum und bedingen Anpassungen.
Nicht ausgesucht, nicht gewählt.
Auch von meiner Frau, wird das Outing des Partners als CD als „nicht vergleichbar“ mit den anderen
notwendigen Anpassungen des Lebenstraums an die Realität beschrieben.
Jetzt habe ich eine lange Einleitung für meine Frage geschrieben:
Was übersehe ich (und viele andere), wenn ich das Outing als Crossdresser an die obige Reihe hinten dran schreibe?
Was ist sooo anders?
Es ist bestimmt nicht nur ein Punkt, sondern eher ein „Konglomerat“.
Ich weiß auch nicht, ob es irgendwie direkt greifbar ist, vielleicht können wir uns gemeinsam herantasten.
Bei CD gibt es natürlich auch Unterschiede zwischen "häufig / ständig im Alltag sichtbar" und "nur Umziehen, wenn die Partnerin nicht da ist".
Das oben genannte Gefühl scheint aber davon unabhängig zu sein....
Bei Trans* kann ich sehr gut nachvollziehen, dass es nicht vergleichbar ist, da bei einer Beziehung fast immer
auch eine sexuelle Komponente mitspielt, aber bei CD....
Soviel von Gaby. Ich schreibe jetzt meine Meinung dazu in einem extra Post.
LG Jade
ich möchte hier Gaby zitieren und mit diesem Text eine neue Diskussion eröffnen, denn die gestellte Frage scheint mir sehr spannend.
Gaby schrieb (in Auszügen):
.... das Outing des Partners als CD einen Einschnitt / Änderung des Lebenstraums zur Realität mit sich bringt.
Das wurde sich nicht ausgesucht.
Diese Einschätzung wird auch von meiner Frau so beschrieben.
Unabhängig davon, dass diese Ansicht nicht zu diskutieren oder zu relativieren ist, bin ich der gleichen Ansicht.
Es wird auch beschrieben, dass es im bisherigen Leben schon viele Schicksalsschläge zu meistern gab.
Auch in meinem / unserem Leben gab es viele Situationen, in denen der Lebenstraum nicht länger haltbar war
und an die Lebensrealität angepasst werden musste,
Wir wollten in unserer Jugend, unabhängig voneinander, beide 2-3 Kinder, aus diversen,
hier nicht relevanten Gründen, hat sich das nicht realisieren lassen.
Der Lebenstraum musste mehrfach auf das heute kinderlose Dasein angepasst werden.
Eine Situation, die man sich nicht gewünscht hat, die man nicht gewählt hat.
Wenn man aus beruflichen Gründen seine Heimat verlassen muss, in der man rund 40 Jahre gelebt hat,
in der die große Familie im Umkreis von 30km lebt, das gerade neu gebaute Haus wieder verlassen muss,
dann ist das mit Sicherheit ein Einschnitt in den Lebenstraum.
Nicht gewählt, nicht ausgesucht.
Hypothetisch: Wenn aufgrund von Longcovid, Krebs oder unverschuldeter Unfall körperliche Einschränkungen entstehen,
ist auch das nicht gewählt, nicht ausgesucht, aber eine gewaltige Änderung des Lebenstraums zur Realität und macht Anpassungen notwendig.
Pflegebedürftige Angehörige und nicht zuletzt der zu frühe Tod naher Verwandter beeinträchtigen den Lebenstraum und bedingen Anpassungen.
Nicht ausgesucht, nicht gewählt.
Auch von meiner Frau, wird das Outing des Partners als CD als „nicht vergleichbar“ mit den anderen
notwendigen Anpassungen des Lebenstraums an die Realität beschrieben.
Jetzt habe ich eine lange Einleitung für meine Frage geschrieben:
Was übersehe ich (und viele andere), wenn ich das Outing als Crossdresser an die obige Reihe hinten dran schreibe?
Was ist sooo anders?
Es ist bestimmt nicht nur ein Punkt, sondern eher ein „Konglomerat“.
Ich weiß auch nicht, ob es irgendwie direkt greifbar ist, vielleicht können wir uns gemeinsam herantasten.
Bei CD gibt es natürlich auch Unterschiede zwischen "häufig / ständig im Alltag sichtbar" und "nur Umziehen, wenn die Partnerin nicht da ist".
Das oben genannte Gefühl scheint aber davon unabhängig zu sein....
Bei Trans* kann ich sehr gut nachvollziehen, dass es nicht vergleichbar ist, da bei einer Beziehung fast immer
auch eine sexuelle Komponente mitspielt, aber bei CD....
Soviel von Gaby. Ich schreibe jetzt meine Meinung dazu in einem extra Post.
LG Jade
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Jade
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Re: Outing im Vergleich zu anderen Lebensveränderungen
Hier nun meine Sichtweise dazu, die natürlich mal wieder nicht "rechtsverbindlich ist", da es ja meine Sichtweise ist 
Beim ersten Lesen des Textes war mein erster Gedanke:
Das sind alles "äußere Einflüsse".
Die Veränderung meines Mannes kam von innen - aus unserer Partnerschaft heraus.
Beim zweiten Lesen war der Gedanke;
Das stimmt so nicht wirklich. Z.B. Ungewollte Kinderlosigkeit entsteht ja auch im Paar.
Wobei ich da trotzdem Parallelen sehr. Wenn eine Sterilität - aus welchem Grund auch immer - dem Partner oder der Partnerin verschwiegen wird und diese dann durch Zufall aufgedeckt wird, ist das eine Vertrauensbruch der zu einer Trennung führen kann.
So ähnlich ist es auch mit dem Crossdressen. Viele CD ahnen lange vor den ersten Strumpfhosen o.ä. das ein Interesse an femininen Bekleidung da ist. Aber sie verschweigen es. Und wenn es dann doch auffliegt, fühlt sich die Partnerin ein Stück weit betrogen.
In beiden Fällen wurde jahrelang in der Partnerschaft etwas gelebt, was nicht ist. In dem einen die Zeugungsfähigkeit, in dem anderen eine "normale Männlichkeit".
Bitte entschuldigt den blöden Ausdruck, ich weiß gerade nicht wie das anders zu erklären wäre.
All die anderen Beispiele in dem Text von Gaby sind genau so lebensverändernd - vielleicht so gar noch mehr - aber beide Partner fangen am gleichen Punkt der Geschichte damit an. Es ist nicht so, das einer vielleicht schon jahrelang wusste: morgen ziehen wir hier weg und der andere weiß bis dahin von nix.
Mich würde wirklich interessieren, wie ihr das so seht
Liebe Grüße
Jade
Beim ersten Lesen des Textes war mein erster Gedanke:
Das sind alles "äußere Einflüsse".
Die Veränderung meines Mannes kam von innen - aus unserer Partnerschaft heraus.
Beim zweiten Lesen war der Gedanke;
Das stimmt so nicht wirklich. Z.B. Ungewollte Kinderlosigkeit entsteht ja auch im Paar.
Wobei ich da trotzdem Parallelen sehr. Wenn eine Sterilität - aus welchem Grund auch immer - dem Partner oder der Partnerin verschwiegen wird und diese dann durch Zufall aufgedeckt wird, ist das eine Vertrauensbruch der zu einer Trennung führen kann.
So ähnlich ist es auch mit dem Crossdressen. Viele CD ahnen lange vor den ersten Strumpfhosen o.ä. das ein Interesse an femininen Bekleidung da ist. Aber sie verschweigen es. Und wenn es dann doch auffliegt, fühlt sich die Partnerin ein Stück weit betrogen.
In beiden Fällen wurde jahrelang in der Partnerschaft etwas gelebt, was nicht ist. In dem einen die Zeugungsfähigkeit, in dem anderen eine "normale Männlichkeit".
Bitte entschuldigt den blöden Ausdruck, ich weiß gerade nicht wie das anders zu erklären wäre.
All die anderen Beispiele in dem Text von Gaby sind genau so lebensverändernd - vielleicht so gar noch mehr - aber beide Partner fangen am gleichen Punkt der Geschichte damit an. Es ist nicht so, das einer vielleicht schon jahrelang wusste: morgen ziehen wir hier weg und der andere weiß bis dahin von nix.
Mich würde wirklich interessieren, wie ihr das so seht
Liebe Grüße
Jade
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Juliane
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Re: Outing im Vergleich zu anderen Lebensveränderungen
Liebe Jade,
das sind sehr interessante Gesichtspunkte die Gaby da anspricht und ich danke dir das du da jetzt einen neuen Faden spinnst.
Ich kann zu den beiden Hauptthemen Kinderlosigkeit und CD etwas schreiben, denn ich, oder besser wir, sind da auch betroffen.
Nachdem wir nach nur "10 Monaten kennen" bereits heirateten, munkelte man im Umkreis auch, dass da wohl etwas Kleines unterwegs sei. War aber nicht und nach fast 3 Jahren herumprobieren und viel ärztlicher Kunst war klar, es liegt an uns beiden. Ob fifty fifty, oder in einem anderen Verhältnis ist nicht wichtig. Aber keiner, oder eben alle beide, haben Schuld.
Wir haben unsere Tochter dann als Säugling adoptieren können und hatten und haben mit ihr sehr viele schöne Tage, Wochen, Monate und Jahre erlebt. Inzwischen ist sie längst verheiratet und hat uns einen wunderbaren Schwiegersohn geschenkt.
Leider sind beide nicht ganz gesund und verzichten deswegen auf Nachwuchs.
Das ist leider so und lässt sich nicht ändern. War lange Zeit nicht einfach, akzeptieren wir jedoch.
Ein schwerer Schicksalsschlag war die Alzheimer Diagnose meiner Schwiegermutter. Doch auch diesen Teil des Lebens haben wir gemeinsam durchgestanden. Und er hat uns weiter zusammengeschweißt.
Meine Crossdressing-Gedanken waren als junger Vater lange Zeit wie weggeblasen, kamen jedoch irgendwann wieder. Und als das verschweigen gesundheitliche Folgen hatte, habe ich mich meiner Frau offenbart. Das war zunächst ein schwerer Schock für sie, aber gemeinsam haben wir die Kurve bekommen.
Und nun hat meine Frau, seit nun bereits über 25 Jahren, eine "Teilzeitfreundin" an ihrer Seite. Da auch die gesamte Sippe und die Freunde Juliane kennen und auch akzeptieren, können wir vielfach dort auch so in Erscheinung treten. Und es gibt Tage, wo mich meine Süße morgens beim aufwachen fragt, ob heute nicht einmal wieder "die Juliane" zum Frühstück kommen möchte.
Und gemeinsam erledigen wir dann auch schon einmal den Alltag, nachdem anfangs nur besondere Termine zu zweit erlebt wurden.
Es ist schwer zu trennen, was und welche Momente im Leben schwerer zu bewältigen sind. Und man kann einfach nicht die berühmten Äpfel mit Birnen vergleichen.
Liebe Grüße, Juliane
das sind sehr interessante Gesichtspunkte die Gaby da anspricht und ich danke dir das du da jetzt einen neuen Faden spinnst.
Ich kann zu den beiden Hauptthemen Kinderlosigkeit und CD etwas schreiben, denn ich, oder besser wir, sind da auch betroffen.
Nachdem wir nach nur "10 Monaten kennen" bereits heirateten, munkelte man im Umkreis auch, dass da wohl etwas Kleines unterwegs sei. War aber nicht und nach fast 3 Jahren herumprobieren und viel ärztlicher Kunst war klar, es liegt an uns beiden. Ob fifty fifty, oder in einem anderen Verhältnis ist nicht wichtig. Aber keiner, oder eben alle beide, haben Schuld.
Wir haben unsere Tochter dann als Säugling adoptieren können und hatten und haben mit ihr sehr viele schöne Tage, Wochen, Monate und Jahre erlebt. Inzwischen ist sie längst verheiratet und hat uns einen wunderbaren Schwiegersohn geschenkt.
Leider sind beide nicht ganz gesund und verzichten deswegen auf Nachwuchs.
Das ist leider so und lässt sich nicht ändern. War lange Zeit nicht einfach, akzeptieren wir jedoch.
Ein schwerer Schicksalsschlag war die Alzheimer Diagnose meiner Schwiegermutter. Doch auch diesen Teil des Lebens haben wir gemeinsam durchgestanden. Und er hat uns weiter zusammengeschweißt.
Meine Crossdressing-Gedanken waren als junger Vater lange Zeit wie weggeblasen, kamen jedoch irgendwann wieder. Und als das verschweigen gesundheitliche Folgen hatte, habe ich mich meiner Frau offenbart. Das war zunächst ein schwerer Schock für sie, aber gemeinsam haben wir die Kurve bekommen.
Und nun hat meine Frau, seit nun bereits über 25 Jahren, eine "Teilzeitfreundin" an ihrer Seite. Da auch die gesamte Sippe und die Freunde Juliane kennen und auch akzeptieren, können wir vielfach dort auch so in Erscheinung treten. Und es gibt Tage, wo mich meine Süße morgens beim aufwachen fragt, ob heute nicht einmal wieder "die Juliane" zum Frühstück kommen möchte.
Und gemeinsam erledigen wir dann auch schon einmal den Alltag, nachdem anfangs nur besondere Termine zu zweit erlebt wurden.
Es ist schwer zu trennen, was und welche Momente im Leben schwerer zu bewältigen sind. Und man kann einfach nicht die berühmten Äpfel mit Birnen vergleichen.
Liebe Grüße, Juliane
Die mich kennen mögen mich. Die mich nicht mögen können mich. Frei nach Konrad Adenauer
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gaby37
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Re: Outing im Vergleich zu anderen Lebensveränderungen
Hallo zusammen,
Knäckebrötchen hat im anderen Thread geschrieben
Anmerkung: Bei uns war die Kinderlosigkeit vor unserer gemeinsamen Zeit aus unterschiedlichen Gründen entstanden
Grüßle Gaby
Knäckebrötchen hat im anderen Thread geschrieben
Ich finde diesen Gedanken interessant, auch wenn ich dies nicht so allgemeingültig für mich stehen lassen möchte, auch wenn ich es nicht ganz von der Hand weisen kann.Knäckebrötchen hat geschrieben: Mo 31. Aug 2026, 12:26 ...
Und CD ist am Ende von der rein emotionalen Ebene her gar nicht so unterschiedlich zur trans Identität. Das steckt ja als Teil der Persönlichkeit auch drin, in vielen Fällen zumindest.
Was bei ehrlicher Betrachtung eigentlich heißt, diese Menschen sind trans*.
Ein, so finde ich, interessanter Gedanke, den ich mal in Ruhe sacken lassen möchteLana hat geschrieben: Mo 31. Aug 2026, 11:56 .....
CD hat einen unterschiedlich hohen Anteil von "selbst gewählt". Zumindest wirkt das von außen so. Es scheint kontrollierbar, dosierbar, kann nach Plan aktiviert und auch wieder eingestellt werden. Als CD hast du jeden Tag die "Wahl", in welcher "Identität" du dich präsentieren möchtest. ......
Ich könnte mir vorstellen, dass Partnerinnen von CDs einen ähnlichen Eindruck haben und sich deswegen gegen den Vergleich mit anderen lebensverändernden Ereignissen (schwere Krankheit etc.) wehren.
Das empfinde ich auch als eine interessante Unterscheidung.Jade hat geschrieben: Mo 31. Aug 2026, 12:57 ...
Das sind alles "äußere Einflüsse".
Die Veränderung meines Mannes kam von innen - aus unserer Partnerschaft heraus.
.....
Anmerkung: Bei uns war die Kinderlosigkeit vor unserer gemeinsamen Zeit aus unterschiedlichen Gründen entstanden
Ich glaube das könnte ein wichtiger Punkt sein, vielleicht sogar der Entscheidende an der Fragestellung, warum dieses Ereignis für die Partnerin so viel anders ist.Jade hat geschrieben: Mo 31. Aug 2026, 12:57 ....
All die anderen Beispiele in dem Text von Gaby sind genau so lebensverändernd - vielleicht so gar noch mehr - aber beide Partner fangen am gleichen Punkt der Geschichte damit an.
......
Das ist so ähnlich auch bei mir der Anfang: Ich dachte, damals, mangels möglichen Austausch in einem Forum, das geht weg, wenn ich in einer festen Beziehung bin ( war damals in allen bisherigen Beziehungen so und kam immer erst mit dem Ende wieder).Juliane hat geschrieben: Mo 31. Aug 2026, 13:36 .....
Meine Crossdressing-Gedanken waren als junger Vater lange Zeit wie weggeblasen, kamen jedoch irgendwann wieder.
.........
Grüßle Gaby
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Frauen werden aus Blumen geboren, Männer aus Kohlköpfen. Ich bin aus einem Blumenkohl.
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Lavendellöwin
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Re: Outing im Vergleich zu anderen Lebensveränderungen
Hey
Okay..dann würde ich auch gerne eine Aussage in den Thread übernehmen
für die trans* Person nach wie vor gleich bleiben. Die Dimension dieser Frage trifft eher die Partnerperson.
Nämlich ob diese mit der "jetzt" Frau oder Mann sexuell oder zumindest romantisch im Reinen sein kann.
Und bist du erst mal als trans* out ist es völlig anders wie bei einem Crossdresser wo sich die Partnerperson
wohl häufiger fragt wie es denn wohl noch weiter geht. Wenn ich ehrlich mit mir bin, würde ich keinen
(Standard)Crossdresser als Partner haben wollen, bei einer trans* Person die out ist hab ich aber keine Vorbehalte.
Das hat sogar 2 Gründe: bei einer trans* Person wird vieles, auch die Veränderungen dann klarer kommuniziert,
es ist erwartbarer das eine Veränderung eintreten kann und wird. Und die Identität ist irgendwie auch klarer,
man sitzt nicht auf einer tickenden Bombe. Crossdresser sind da viel mehr in einer Art Heimlichkeit.
Und genau das ist ziemlich doof, weisst du mit trans* in der Partnerschaft kommst du nicht klar, ist die
Konsequenz fast logisch, aber will ich jetzt noch Jahre warten bis mein Crossdresser doch als trans* rauskommt?
Eher nicht...
andererseits, kann Crossdressing zu einem ich sag mal statistisch "normalen" Mann gehören, der exakt und genau das ist, ein Mann, unabhängig
von femininer Ausdrucksweise oder der Kleidung.
Ist jetzt vielleicht auch ein bisschen überspitzt, aber trans* ist nicht die "natürlich" schlimmere Form von Crossdressing.
Habt es fein, Marie
Okay..dann würde ich auch gerne eine Aussage in den Thread übernehmen
Trans* zu sein ist erst einmal keine Frage der Sexualität. Die sexuelle oder romantische Orientierung kanngaby37 hat geschrieben: Mo 31. Aug 2026, 08:51 Bei Trans* kann ich sehr gut nachvollziehen, dass es nicht vergleichbar ist, da bei einer Beziehung fast immer
auch eine sexuelle Komponente mitspielt, aber bei CD....
für die trans* Person nach wie vor gleich bleiben. Die Dimension dieser Frage trifft eher die Partnerperson.
Nämlich ob diese mit der "jetzt" Frau oder Mann sexuell oder zumindest romantisch im Reinen sein kann.
Und bist du erst mal als trans* out ist es völlig anders wie bei einem Crossdresser wo sich die Partnerperson
wohl häufiger fragt wie es denn wohl noch weiter geht. Wenn ich ehrlich mit mir bin, würde ich keinen
(Standard)Crossdresser als Partner haben wollen, bei einer trans* Person die out ist hab ich aber keine Vorbehalte.
Das hat sogar 2 Gründe: bei einer trans* Person wird vieles, auch die Veränderungen dann klarer kommuniziert,
es ist erwartbarer das eine Veränderung eintreten kann und wird. Und die Identität ist irgendwie auch klarer,
man sitzt nicht auf einer tickenden Bombe. Crossdresser sind da viel mehr in einer Art Heimlichkeit.
Und genau das ist ziemlich doof, weisst du mit trans* in der Partnerschaft kommst du nicht klar, ist die
Konsequenz fast logisch, aber will ich jetzt noch Jahre warten bis mein Crossdresser doch als trans* rauskommt?
Eher nicht...
andererseits, kann Crossdressing zu einem ich sag mal statistisch "normalen" Mann gehören, der exakt und genau das ist, ein Mann, unabhängig
von femininer Ausdrucksweise oder der Kleidung.
Ist jetzt vielleicht auch ein bisschen überspitzt, aber trans* ist nicht die "natürlich" schlimmere Form von Crossdressing.
Habt es fein, Marie
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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AlessiA1985
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Re: Outing im Vergleich zu anderen Lebensveränderungen
Hi Jade,
also ich sehe bei all den aufgeführten Lebensveränderungen zwei große Kategorien. Die einen beruhen darauf, dass eine Person der anderen etwas verschweigt. Sei es eine Obzession fürs Crossdressing, Unfruchtbarkeit, Schulden, ganz egal was, es sind genug Dinge als Beispiel genannt.
Die andere Kategorie ist ein äußerer Einfluss. Eine schwere Erkrankung, der Pflegefall, finanzielle Einbrüche etc. Das sind alles Dinge, die hat niemand geplant, niemand verheimlicht, sich nicht ausgesucht hat, mit dessen Konsequenzen aber ein Umgang gefunden werden muss.
Änderungen aus erster Kategorie beinhalten immer etwas, dass als Vertrauensbruch bewertet werden kann.. Muss nicht immer zwangsläufig sein, denn schweigen heißt nicht zwangsläufig, dass eine niederträchtige Absicht dahinter stand. Gerade bei CD und Genderthemen wird ganz viel Unsicherheit und Angst dabei sein. Das ist zumindest bei mir so, ich bin da ja das Paradebeispiel für Verschweigen und Verdrängen.
Dadurch ist in Paarbeziehungen natürlich die Eskalationsgefahr viel größer, jenachdem wie von entsprechenden Beteiligten gewertet wird.
Es heißt nicht, dass nicht auch Ereignisse aus Kategorie 2 zu einer Eskalation führen können und eine Probe für eine Paarbeziehung werden. Aber hier ist weniger eine Schuldzuweisung für die Ursache der Veränderung das Problem. Hier ist es der Umgang den die Beteiligten mit den Umständen pflegen und der ggf. Konfliktpotential bietet.
Was heißt das zusammenfassend: Meiner Meinung nach kann und sollte man nicht pauschalisieren und jede Situation miteinander vergleichen, weil es zu viele Abhängigkeiten gibt, auch in den Schweregraden. Für mich persönlich wäre eine verschwiegene Affäre ein weitaus größerer Vertrauensbruch, als das Offenlegen einer pikanten Leidenschaft. Und da spielt auch wieder die persönliche Einstellung der Beteiligten rein. Jeder bewertet unterschiedlich und deswegen wird es immer so sein, dass die Betroffenen es mit sich selbst und unter sich ausmachen müssen.
Hier gibt es kein richtig und falsch. Vielleicht gibt es bei den einen oder anderen Themen einen größeren oder kleineren gesellschaftlichen Konsens. Aber das würde wieder mit einbeziehen was andere denken.. Das ist oft auch nicht so gesund, denn der Konsens einer Mehrheit kann auch irren.
Wenn ich mir was wünschen könnte, dann dass wir lernen uns gegenseitig besser zu verstehen und respektvoll kommunizieren.. Selbst wenn die Konsequenten hart sein mögen, macht es sie erträglicher und Entscheidungen umsichtiger.
So viel dazu von mir und abschließend:
In Anbetracht sämtlicher Lebensveränderungen oder Umstände habe ich eine kluge Weisheit erlernt: "Was ich nicht verändern kann, beginne ich zu gestalten."
Ich hoffe wir finden alle Ideen und Wege etwas Gutes zu gestalten.
Liebe Grüße
Alessia
also ich sehe bei all den aufgeführten Lebensveränderungen zwei große Kategorien. Die einen beruhen darauf, dass eine Person der anderen etwas verschweigt. Sei es eine Obzession fürs Crossdressing, Unfruchtbarkeit, Schulden, ganz egal was, es sind genug Dinge als Beispiel genannt.
Die andere Kategorie ist ein äußerer Einfluss. Eine schwere Erkrankung, der Pflegefall, finanzielle Einbrüche etc. Das sind alles Dinge, die hat niemand geplant, niemand verheimlicht, sich nicht ausgesucht hat, mit dessen Konsequenzen aber ein Umgang gefunden werden muss.
Änderungen aus erster Kategorie beinhalten immer etwas, dass als Vertrauensbruch bewertet werden kann.. Muss nicht immer zwangsläufig sein, denn schweigen heißt nicht zwangsläufig, dass eine niederträchtige Absicht dahinter stand. Gerade bei CD und Genderthemen wird ganz viel Unsicherheit und Angst dabei sein. Das ist zumindest bei mir so, ich bin da ja das Paradebeispiel für Verschweigen und Verdrängen.
Dadurch ist in Paarbeziehungen natürlich die Eskalationsgefahr viel größer, jenachdem wie von entsprechenden Beteiligten gewertet wird.
Es heißt nicht, dass nicht auch Ereignisse aus Kategorie 2 zu einer Eskalation führen können und eine Probe für eine Paarbeziehung werden. Aber hier ist weniger eine Schuldzuweisung für die Ursache der Veränderung das Problem. Hier ist es der Umgang den die Beteiligten mit den Umständen pflegen und der ggf. Konfliktpotential bietet.
Was heißt das zusammenfassend: Meiner Meinung nach kann und sollte man nicht pauschalisieren und jede Situation miteinander vergleichen, weil es zu viele Abhängigkeiten gibt, auch in den Schweregraden. Für mich persönlich wäre eine verschwiegene Affäre ein weitaus größerer Vertrauensbruch, als das Offenlegen einer pikanten Leidenschaft. Und da spielt auch wieder die persönliche Einstellung der Beteiligten rein. Jeder bewertet unterschiedlich und deswegen wird es immer so sein, dass die Betroffenen es mit sich selbst und unter sich ausmachen müssen.
Hier gibt es kein richtig und falsch. Vielleicht gibt es bei den einen oder anderen Themen einen größeren oder kleineren gesellschaftlichen Konsens. Aber das würde wieder mit einbeziehen was andere denken.. Das ist oft auch nicht so gesund, denn der Konsens einer Mehrheit kann auch irren.
Wenn ich mir was wünschen könnte, dann dass wir lernen uns gegenseitig besser zu verstehen und respektvoll kommunizieren.. Selbst wenn die Konsequenten hart sein mögen, macht es sie erträglicher und Entscheidungen umsichtiger.
So viel dazu von mir und abschließend:
In Anbetracht sämtlicher Lebensveränderungen oder Umstände habe ich eine kluge Weisheit erlernt: "Was ich nicht verändern kann, beginne ich zu gestalten."
Ich hoffe wir finden alle Ideen und Wege etwas Gutes zu gestalten.
Liebe Grüße
Alessia
"Riding hard every shooting star
Come to life, open mind, have a laugh at the orthodox
Come, drink deep let the dam of mind seep
Travel with great élan, dance a jig at the funeral
Come!"
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gaby37
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Re: Outing im Vergleich zu anderen Lebensveränderungen
Hallo zusammen,
meine zitierte Anmerkung zur sexuellen Komponente bei Trans* bezog sich auf den Partner/Partnerin.
Ich hätte mit einer Transperson Schwiergkeiten, da ich mit einem männlichen Körper (ob cis oder nicht), sexuell nichts anfangen kann (Sorry)
Und das gleiche hat auch meine Partnerinin in die andere Richtung kommuniziert.
Was die Transperson dann für eine sexuelle Orientierung hat / entwickelt ist hier aber nicht wichtig.
Ich sehe dein Argument: ein Crossdresser könnte sich zu trans* "weiterentwickeln", und die Partnerin/ Partner sitzt auf einer möglichen "Bombe".
Das macht die Situation natürlich schwierig....
Meine Hauptintension zur ursprünglichen Frage ist weniger, was sofort / innerhalb der ersten 2-3 Jahre nach der Offenlegung (freiwillig oder nicht soll mal egal sein) passiert,
sondern eher im laufe der Zeit über die nächsten 10-15 Jahre. Da sollte sich der "Vorsprung" egalisiert haben, oder auch nicht....
Für mich haben sich bereits zwei wichtige Dinge herausgestellt:
1) Beim CD hat einer der Partner einen "Vorsprung", was es dem anderen Partner schwer macht
2) es schwebt immer die Option im Raum: es ist / entwickelt sich doch zu Trans*, was die Sache auch nicht einfacher macht
Es gibt bestimmt noch mehr wichtige Gedanken.
Grüßle Gaby
meine zitierte Anmerkung zur sexuellen Komponente bei Trans* bezog sich auf den Partner/Partnerin.
Ich hätte mit einer Transperson Schwiergkeiten, da ich mit einem männlichen Körper (ob cis oder nicht), sexuell nichts anfangen kann (Sorry)
Und das gleiche hat auch meine Partnerinin in die andere Richtung kommuniziert.
Was die Transperson dann für eine sexuelle Orientierung hat / entwickelt ist hier aber nicht wichtig.
Ich sehe dein Argument: ein Crossdresser könnte sich zu trans* "weiterentwickeln", und die Partnerin/ Partner sitzt auf einer möglichen "Bombe".
Das macht die Situation natürlich schwierig....
Meine Hauptintension zur ursprünglichen Frage ist weniger, was sofort / innerhalb der ersten 2-3 Jahre nach der Offenlegung (freiwillig oder nicht soll mal egal sein) passiert,
sondern eher im laufe der Zeit über die nächsten 10-15 Jahre. Da sollte sich der "Vorsprung" egalisiert haben, oder auch nicht....
Für mich haben sich bereits zwei wichtige Dinge herausgestellt:
1) Beim CD hat einer der Partner einen "Vorsprung", was es dem anderen Partner schwer macht
2) es schwebt immer die Option im Raum: es ist / entwickelt sich doch zu Trans*, was die Sache auch nicht einfacher macht
Es gibt bestimmt noch mehr wichtige Gedanken.
Grüßle Gaby
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Frauen werden aus Blumen geboren, Männer aus Kohlköpfen. Ich bin aus einem Blumenkohl.
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Lana
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Re: Outing im Vergleich zu anderen Lebensveränderungen
Hmm, ich verstehe trans* anders. Der Körper einer trans Person bleibt doch erstmal wie er immer war. Änderungen sind möglich, aber nicht zwingend. Es gibt auch keine Pflicht zur HRT für trans* Personen.gaby37 hat geschrieben: Mo 31. Aug 2026, 17:29 Ich hätte mit einer Transperson Schwiergkeiten, da ich mit einem männlichen Körper (ob cis oder nicht), sexuell nichts anfangen kann (Sorry)
Und das gleiche hat auch meine Partnerinin in die andere Richtung kommuniziert.
Sex in der bisher gewohnten Form sollte also weiterhin möglich sein, sofern von beiden gewünscht.
LGL
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Re: Outing im Vergleich zu anderen Lebensveränderungen
Aber Gaby hat das doch auch gar nicht als zwingend formuliert. Gaby schreibt aber im Kontext zu Maries Posting über das könnte einer Transition.Lana hat geschrieben: Mo 31. Aug 2026, 18:49Hmm, ich verstehe trans* anders. Der Körper einer trans Person bleibt doch erstmal wie er immer war. Änderungen sind möglich, aber nicht zwingend. Es gibt auch keine Pflicht zur HRT für trans* Personen.gaby37 hat geschrieben: Mo 31. Aug 2026, 17:29 Ich hätte mit einer Transperson Schwiergkeiten, da ich mit einem männlichen Körper (ob cis oder nicht), sexuell nichts anfangen kann (Sorry)
Und das gleiche hat auch meine Partnerinin in die andere Richtung kommuniziert.
Sex in der bisher gewohnten Form sollte also weiterhin möglich sein, sofern von beiden gewünscht.
LGL
Am Ende ist es doch so, und das mag jetzt verrückt klingen - das Menschen sich etwas von einem/dem klassischen binären Modell versprechen, sich darin wohlfühlen und das für sich auch so empfinden. Nicht alle Menschen, die hetero sind, sind Gefangene eines unterdrückerischen Gesellschaftssystems. Genauso wenig alle Menschen, die sich als "cis" verstehen.
Sapphic | Trans* | Femme