Polizei: CSD wird geräumt – Verletzte | Berlin | t-online und andere
Polizei: CSD wird geräumt – Verletzte | Berlin | t-online und andere - # 6

Svetlana L
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Re: Polizei: CSD wird geräumt – Verletzte | Berlin | t-online und andere

Post 76 im Thema

Beitrag von Svetlana L »

Hallo ihr Lieben,

unter dem Motto "Wir lassen uns nicht spalten" ruft ein breites Bündnis für morgen zu einer "Demo gegen den Hass" auf. Von Campact habe ich soeben den Aufruf zur Demo bekommen, den ich hier gerne teile:
der bunteste Tag im Jahr wurde zum Albtraum: Am Samstagabend raste ein Mann mit einem Kleinbus in den Berliner Christopher Street Day. Eine Frau wurde getötet, 31 verletzt.[1] Der Schock sitzt tief, insbesondere in der queeren Community. Der Hass gegen LGBTQIA* nimmt seit Jahren zu.[2] Nun gipfelte er in dem queerfeindlichen Anschlag.

Rechte und konservative Kräfte haben die Debatte schnell durch rassistische Hetze und Islamfeindlichkeit vereinnahmt.[3,4] Die queere Community, ihre Trauer und ihre Forderungen wurden so in den Hintergrund gedrängt. Damit die Bundesregierung jetzt queeres Leben wirklich schützt, ruft ein großes Bündnis zur Demo in Berlin auf.

Unter dem Motto „Wir lassen uns nicht spalten“ sollen morgen, am 1. August, Tausende von Menschen ein Zeichen setzen. Gegen Vereinnahmung. Für die Finanzierung queerer Räume und Organisationen. Für die Aufnahme queerer Menschen in Artikel 3 des Grundgesetzes. Geplant sind Reden aus der queeren Community, der Sozialarbeit sowie von einem muslimischen Glaubensverband. Svetlana, sei dabei.

Ort: Bebelplatz, Berlin (Stadtplanlink)
Zeit: Samstag, 1. August, 14:00 Uhr

Campact organisiert die Veranstaltung nicht, unterstützt sie aber. Die Zeit bis morgen ist knapp. Um möglichst viele Menschen für die Demo zu mobilisieren, freuen wir uns, wenn Du diese Mail auch an Freund*innen und Bekannte weiterleitest.

Herzliche Grüße
Dein Campact-Team

[1] „Wegner: Offiziell 31 Verletzte bei CSD-Anschlag”, Zeit Online, 28. Juli 2026
[2] „Warum Gewalt gegen queere Menschen zunimmt“, Deutschlandfunk Online, 26. Juli 2026
[3] „Nach dem CSD-Anschlag: Was hinter der Debatte über Staatsangehörigkeit steckt”, Correctiv Online, 28. Juli 2026
[4] „Pass, Asyl, Abschiebungen – Polizei schreibt Brief an Merz und nimmt drei Gesetze ins Visier”, Welt Online, 29. Juli 2026
Ich bin ab morgen früh im Urlaub und kann daher leider nicht teilnehmen, hoffe aber, dass sich wirklich viele, viele Menschen versammeln und ein deutliches Zeichen gegen den Hass setzen.
Hawadehre
Svetlana

As gitt halt nix Bessers wäi wos Guads!
Däi owapfölzer Bärlinerin
Annette
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Re: Polizei: CSD wird geräumt – Verletzte | Berlin | t-online und andere

Post 77 im Thema

Beitrag von Annette »

Svetlana L hat geschrieben: Fr 31. Jul 2026, 17:55 ...und ein deutliches Zeichen gegen den Hass setzen.
Ein deutliches Zeichen wäre doch endlich eine politische Reaktion! Und zwar sofortiger Rausschmiss aller religiöser und kriminellen Extremisten: Islamisten, Salafisten, Dschihadisten,... !!!

Und ich möchte betonen, dass ich von den ...-isten rede, und nicht von Moslems im Allgemeinen.

Liebe Grüße!
Val44721
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Re: Polizei: CSD wird geräumt – Verletzte | Berlin | t-online und andere

Post 78 im Thema

Beitrag von Val44721 »

Annette hat geschrieben: Fr 31. Jul 2026, 18:55 Und zwar sofortiger Rausschmiss aller
Wie stellst du dir das vor, dass wir Deutsche "rausschmeißen"? Wohin? Machen wir die dann staatenlos? Gibts dann ab jetzt eine Strafe wo man seine Staatsbürgerschaft verliert und überm Meer aus dem Flugzeug geworfen wird? Sorgen wir jetzt dann dafür, dass kriminelle Ausländer (Deutsche) in andere Länder einreisen?

Für die eigenen Leute muss ein Staat schon selbst aufkommen.
Nature has made us intolerant to change but fortunately, we have the capacity to change our nature - Arcane
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Re: Polizei: CSD wird geräumt – Verletzte | Berlin | t-online und andere

Post 79 im Thema

Beitrag von Knäckebrötchen »

Val44721 hat geschrieben: Fr 31. Jul 2026, 19:06
Annette hat geschrieben: Fr 31. Jul 2026, 18:55 Und zwar sofortiger Rausschmiss aller
Wie stellst du dir das vor, dass wir Deutsche "rausschmeißen"? Wohin? Machen wir die dann staatenlos? Gibts dann ab jetzt eine Strafe wo man seine Staatsbürgerschaft verliert und überm Meer aus dem Flugzeug geworfen wird? Sorgen wir jetzt dann dafür, dass kriminelle Ausländer (Deutsche) in andere Länder einreisen?

Für die eigenen Leute muss ein Staat schon selbst aufkommen.
Neee, die nehmen wir gemäß Dobrindts Vorschlag in Präventivhaft.

Und weil sie ja nie wirklich gesichert sein können, bleiben sie da auch lebenslang. So einfach kann man sich die Welt machen. Funny, oder?
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Jaddy
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Re: Polizei: CSD wird geräumt – Verletzte | Berlin | t-online und andere

Post 80 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Sehr schöner Meinungs-Artikel. Trifft meine meine Stimmung und meine Beobachtungen.

https://taz.de/Trauer-nach-dem-Anschlag ... /!6196777/
Sieben Tage. Sieben Tage lang, so will es die jüdische Tradition, soll der Mensch in Ruhe trauern können. Um die toten Eltern oder Kinder, Part­ne­r:in­nen oder Geschwister. Die Gemeinschaft soll zusammensitzen, nah an der Erde – und jeden Spiegel im Haus mit einem Tuch verhängen. Denn in den sieben Tagen des Schivasitzens darf es keine Eitelkeit geben. Würde das doch nur gelten für die ganze Gesellschaft.

Eine Mutter aus Warschau ist tot, ihre Tochter und viele queere Geschwister sind schwer verletzt, weil ein Islamist seine Waffen gegen den Christopher Street Day im Berliner Tiergarten richtete. Die in Jahrzehnten mühsam erkämpfte, ohnehin relative Selbstverständlichkeit queeren Lebens in Berlin, in Deutschland und in Europa, auch sie ist schwer verletzt seit dem vergangenen Samstag.

Und trotzdem kam die queere Gemeinschaft schon Stunden nach der Tat zusammen, um zu trauern, vielerorts, aber auch ganz nahe dem Tatort, wo man tags zuvor noch tanzte, wieder exponiert, mit Tränen in den Augen, mit beeindruckender Ruhe. Mit Klarheit und Verstand.

„Islamismus ist per se queerfeindlich, freiheitsverachtend. Islamismus tötet“, sagte die Dragqueen Barbie Breakout am Sonntag bei der Mahnwache vor dem Brandenburger Tor. Aus dem Geschehen aber dürfe nun kein Argwohn entstehen gegen muslimische Mitmenschen. Tosender Applaus.

Muslimische Queers sprachen dann, neben jüdischen und vielen anderen, und die Eitelkeiten, die es sonst gibt, auch zwischen den LGBTQI-Fraktionen, deckten sie zu – mit einem großen Regenbogentuch. Doch die Social-Media-Bewirtschafter:innen ließen die Queers nicht in Ruhe trauern.

Die Sonne war noch nicht einmal untergegangen über dem ersten Tag der Trauer, da knipsten sie schon die Ringlichter an. Ihre Gesichter zeigten keine Tränen, keine Sorge – sie zeigten Häme.

Unbeschwert von Recherchen, uninteressiert an der Polizei- und Regierungsverantwortung, bestimmten sie sofort, wenn nicht zur Ursache des Anschlags, dann zum vordringlichsten Problem: eine Verharmlosung des Islamismus von queerer und von linker Seite.

Esoterikinfluencerinnen, rechte Motivationstrainer, US-Conservatives, afrikanische Evangelikale, sonst nicht bekannt für ihre Unterstützung queeren Lebens, hatten nun etwas zu sagen. Die schockierte Rede der Sängerin Nyya auf der Berliner Mahnwache zogen sie durch den Dreck. Videobilder von Anschlägen anderswo schnitten sie wild zusammen mit Berliner Material und künstlich generiertem. Debatten vermischten sie auf die widerwärtigste Art. Queers for Palestine? Refugees welcome? Das habt ihr jetzt davon, so der Tenor. Pauschal. Rassistisch. Menschenverachtend.

Und in den islamistischen Ecken des Internets die Spiegelung. Applaus für den Täter. Selbst schuld, ihr Perversen.

Abgeordnete, im Bundestag ganz rechts sitzend, sonst für jede Queerfeindlichkeit zu haben, holten ganz schnell ihre Hellblaupause heraus: Alle abschieben! Als ob der Täter nicht Deutscher gewesen wäre. Als ob der Anschlag nicht das Landtagswahlkampfgeschenk gewesen wäre, auf das sie gehofft hatten. Die Springer-Presse schnurrte eitel.
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