ich möchte mich kurz vorstellen.
Ich bin die Sabrina, 52 Jahre jung und komme aus Ostfriesland.
2019 hatte ich mich hier bereits schon einmal angemeldet und war auch anfangs recht aktiv. Dann kam aber eine unerwartete Änderung in mein Leben, die alles durcheinander brachte. Da blieb für mich, Sabrina, keine Zeit, kein Raum.
Ich habe schon viele Jahre mit Depressionen zu kämpfen. Die kommen und gehen, mal stärker, mal gut auszuhalten. Doch seit Ende 2024 ist die Phase verdammt lang, das Loch richtig tief. Es dauerte, bis ich mich zu einem Klinikaufenthalt durchringen konnte, da es meine mentale Verfassung zunächst nicht zuließ.
In der Klinik habe ich endlich wieder zu mir gefunden, habe wieder angefangen, auf mich zu hören, mein Inneres wieder zu spüren. Wie möchte ich die letzten Jahre meines Lebens verbringen? In einem Job der mich krank macht? Wo ich nur eine Nummer bin, Vorgesetzte habe, die keine Empathie besitzen, persönliche Bedürfnisse ignoriert werden?
Ich habe diese Fragen mit "Nein!" beantwortet, dank eines Schlüsselsatzes meines Psychologen. Ich habe mich wieder mir zugewandt und mir, Sabrina, wieder Raum und Zeit gegeben. Und seit dem geht es mir psychisch viel besser. Meine weibliche Seele kann endlich atmen, darf frei sein. Ich wollte immer wieder meinen Lebensweg als Frau gehen. Meine Frau hat mich da immer unterstützt, trotz ihrer eigenen Krankheit. Aber dann kamen die Zweifel, was denn die Familie sagt, die Kollegen, Freunde, Nachbarn etc. Es gab immer wieder tausend Gründe, vermeintliche Gründe. Heute sage ich, ich wollte nicht aus meiner Komfortzone heraus. Warum etwas verändern? Aber lassen sich Entscheidungen immer mit Vernunft begründen, wenn sie sich gegen das Herz, die Seele richten? Heute weiß ich, dass mein Verdrängen mich zu einem nicht unerheblichen Anteil krank gemacht hat. Das will ich ändern.
Ich bin nun in einem Alter, wo ich auf Grund meiner Erfahrungen alles etwas bedächtiger abgehen lasse. Hier in der Provinz bin ich nicht geoutet, spiele weiter den Mann. Aber meine kleinen Schritte zurück ins Leben stehen schon fest. So kommt nächste Woche eine Maskenbildnerin zu mir und erklärt mir, wie ich mich mit welchen Produkten so schminken kann, dass es weniger auffällt, dass ich mal ein Mann war, zumindest äußerlich. Und der Termin bei der Transberatung Weser-Ems steht auch.
Ich freue mich auf meine Reise zu mir selbst und auch darauf, euch kennenzulernen.
Für den Anfang soll es das gewesen sein. Ganz liebe Grüße und schöne Pfingsten
Sabrina