Ich fühle mich, als wäre ich eine Marionette ...
Ich fühle mich, als wäre ich eine Marionette ... - # 20

Lebensplanung, Standorte
Franzi42
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Re: Ich fühle mich, als wäre ich eine Marionette ...

Post 286 im Thema

Beitrag von Franzi42 »

"In welche Schublade mich Andere stecken, ist mir (fast) egal, so lange man mir mit Respekt begegnet."
Danke Lana!

Mir kommt dabei der Gedanke, dass ich mich selbst noch in Schubladen stecken möchte und mir selbst nicht mit dem gebotenen Respekt begegne.

LG Franzi
Violetta Arden
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Re: Ich fühle mich, als wäre ich eine Marionette ...

Post 287 im Thema

Beitrag von Violetta Arden »

Liebe Vicky, ich wünsche Dir alles Gute und rasche Besserung.
Ich lese ja auch immer wieder Deine Beiträge und über Deine Gemütslagen und das ganze Drumherum der Gefühle. In vielen kann ich mich auch finden, aber ich bin offensichtlich eine Stufe tiefer mit der Weiblichikeit. Mir geht es jetzt nicht schlecht, wenn ich nicht Frau sein kann. Allerdings darf das nicht allzulang anhalten und der Anlaß muß gegeben sein. Das ist mir bei unserer Reise nach Mautitius wieder bewußt geworden. Ich konnte bzw. kann es mir nicht vorstellen (abgesehen davon, daß das meine Liebste wahrscheinlich bei aller Toleranz und Akzeptanz nicht mitmachen würde) diese Reise mit Flug, Hotel, Strand usw. als Frau zu machen. Das wäre mir wohl unangenehm...ich könnte mich nicht "frei" bewegen. Aber die kleinen Dinge, die ich mithatte (Rock und Halterlose) habe ich am Abend manchmal angezogen (nur im Zimmer), das hat auch schon gut getan. Und wenn ich mal, was zum Glück selten vorkommt, richtig krank bin, interessiert mich die weibliche Seite nicht mehr.
Wie immer es bei Dir weitergeht - ich wünsche Dir alles Gute
Liebe Grüße Violetta
Mein weibliches Ich ist ein Teil von mir und lässt sich nicht mehr unterdrücken. Ungenützte Zeit lässt sich nie mehr zurückholen.
Lebe Dein Leben.

Mein Blog:
https://violettaarden9.blogspot.com/
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Re: Ich fühle mich, als wäre ich eine Marionette ...

Post 288 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Lana hat geschrieben: Mo 6. Okt 2025, 13:30 Auch dieses Hin- und Hergerissen sein zwischen diesen beiden Polen Männlichkeit und Weiblichkeit, und der Versuch, sich da irgendwo selbst zuzuordnen bzw. etwas in sich zu finden, woran man diese Zuordnung festmachen könnte.

Ich erinnere mich noch gut an diese "Phase". Bei mir ist das inzwischen Vergangenheit. Darüber bin ich sehr froh, weil dieses ständige Wechselbad zwischen den beiden Teilen in mir sehr viel Energie gekostet hat. Und, schlimmer noch, es hat mich davon abgehalten, die inneren Widersprüche anzunehmen und zu integrieren.

Heute ist es für mich nicht mehr wichtig, ob ich "weiblich" bin (was soll das sein?) und wie sich das äußert. Ich bin ich. Heute so, morgen anders. Aber ich bin immer Mensch. Mit seiner individuellen Ausprägung, mit Eigenheiten und Macken, voller Widersprüche und doch Eins.

In welche Schublade mich Andere stecken, ist mir (fast) egal, so lange man mir mit Respekt begegnet.

Dadurch ist viel Druck von mir abgefallen, viel Stress verschwunden und mehr Ressourcen sind frei geworden, um das zu leben, was ich heute bin.

Vielleicht hilft es dir ja, dich gedanklich von festgefügten Genderkategorien etwas zu lösen und mehr bei dir selbst zu bleiben. Ohne dich ständig im Außen verorten oder erklären zu müssen.

LGL
Hi Lana,

schön, dass Du schreibst. Du sprichst die Gedanken aus, die mich auch beschäftigen. Ich hatte das auch schon relativ weit realisiert. Ich denke hier auch an Lexes, deren Frau ihn von Zeit zu Zeit auf die Piste schickt, damit sie ihren Frieden wiederfindet. Wenn ich das so formulieren darf.

Bei mir war die Situation irgendwie prekär. 4 Wochen Urlaub ohne, gegen Ende ein erstes Aufbrechen, dann einen großen Schritt mit meiner Frau (sie knabbert vielleicht noch daran oder verdrängt es) und dann dieses unglaubliche Hoch. Dann die Infektion, die mich auf allen Ebenen heruntergeholt hat. Ich dachte nur, wenn Krankheit einen Entwicklungsschub bedeutet, dann passiert jetzt was. Jedenfalls habe ich in der Erholungsphase eine große Gelassenheit gespürt, die anhält. Nicht zuletzt durch den Austausch mit Euch. Dafür nehme ich mir jetzt in der Beziehung stärker, was ich brauche. Auch merke ich, dass ich auch die Perspektive in Nicht-Trans-Dingen verändere. Es gibt jetzt ein Projekt "Memoiren" in dem ich mein Leben aufrollen möchte, um zu sehen, ob und wo es Abbiegungen gibt, die mich heute in der Frage weiter bringen, was mich gut fühlen lässt. Kennst Du das Buch von Matt Haig, Die Mitternachtsbibliothek https://buchszene.de/die-mitternachtsbi ... rezension/? Sehr spannend. Mir geht es weniger um das Bereuen, sondern um die Frage, wann und wo bin ich von meinem Weg so abgebogen, dass es mich im Herz krank machte ? Mein Körper weiß das anscheinend besser und ertritt mir bildlich auf die Füße, als wolle er sagen, wach auf, kümmere Dich. Mal sehen wo es hinführt.

Ich bin auf dem Weg, wohin auch immer.

Edit:
Violetta Arden hat geschrieben: Mo 6. Okt 2025, 15:25 Mir geht es jetzt nicht schlecht, wenn ich nicht Frau sein kann. Allerdings darf das nicht allzulang anhalten und der Anlaß muß gegeben sein.
Ist das nicht ein Widerspruch ? Vielleicht geht es auch eher um eine Art "Gemütszustand", der nicht mehr im Gleichgewicht ist. Das soll keine Abwertung sein. Ich stelle mir da so etwas wie eine Wippe vor. Auf der einen Seite die weibliche, auf der anderen die männliche Seite. Auf beiden Seiten ist ein Eimer befestigt und es tropft immer in den Eimer, der gerade oben ist, gleichzeitig entleert sich der untere Eimer. Nach einer gewissen Zeit ist der obere Eimer so schwer, dass er nach unten fährt und das Hin und Her beginnt von Neuem. Das, was ich als "Gemütszustand" deklariere, ist durchaus ein wahrgenommenens (Er-)Leben von Geschlecht.
Violetta Arden hat geschrieben: Mo 6. Okt 2025, 15:25 Ich konnte bzw. kann es mir nicht vorstellen (abgesehen davon, daß das meine Liebste wahrscheinlich bei aller Toleranz und Akzeptanz nicht mitmachen würde) diese Reise mit Flug, Hotel, Strand usw. als Frau zu machen. Das wäre mir wohl unangenehm...
Verständlich. Habe ich auch einmal gedacht und auch so erlebt. Aber mit jedem Mal entspannte sich die Situation immer mehr. Ich bin en femme von Stockholm nach Stuttgart geflogen, war mehrmals en femme auf meinem Boot und dann die Reha. Die Storys kennst Du wahrscheinlich. Mit meiner Frau ist das aber kurzfristig nicht machbar. In der Reha hat sie mich in 4 Wochen nicht besucht, was vieles für mich leichter gemacht hat.
Viele Grüße
Vicky

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Re: Ich fühle mich, als wäre ich eine Marionette ...

Post 289 im Thema

Beitrag von Lana »

Liebe Vicky,
Vicky_Rose hat geschrieben: Mo 6. Okt 2025, 15:38 Ich dachte nur, wenn Krankheit einen Entwicklungsschub bedeutet, dann passiert jetzt was. Jedenfalls habe ich in der Erholungsphase eine große Gelassenheit gespürt, die anhält.
Vielleicht erinnerst du dich noch daran, dass ich im ersten Halbjahr eine lange Krankheitsphase hatte. Da ist bei mir nochmal viel passiert. Dinge, die vermeintlich geklärt waren, haben sich endlich zurechtgeruckelt, wenn auch mit deutlichem Knirschen. Einiges Neues habe ich dazu gelernt und bin so dem selbstverständlichen Umgang mit mir schrittweise näher gekommen. Es waren kleine Schritte, aber auch die bringen einen voran.

Erst gestern hatte ich ein langes Gespräch mit einem Freund aus der Jugend, zu dem ich über dreißig Jahre keinen Kontakt mehr hatte. Er hat sich nach zwei Tagen ein Herz gefasst und mich direkt auf meine Veränderungen angesprochen. Natürlich habe ich ihm meine Geschichte in Kurzform gerne erzählt, und es entspannt sich an manchen Stellen eine fruchtbare Diskussion.
Erst im Nachhinein fiel mir auf, wie leicht und selbstverständlich ich heute über diesen Prozess reden kann. Da ist keine Scham, kein Rumgedruckse, keine Angst mehr. Alles liegt vollkommen klar vor mir, und ich muss es nur noch in Worte fassen, die mein Gegenüber hoffentlich verstehen kann.

Das alles funktioniert nur deshalb, weil ich bei mir bleiben kann, mich nicht von anderen Diskursen vereinnahmen lasse oder diese auf mich projiziere. Dafür ist es notwendig, dass ich weiß, wer ich bin. Dieses Wissen ist aber eher wie ein Gefühl, eine innere Gewissheit, die nichts mit "Faktenwissen" gemein hat. Ich kann diese innere Wahrheit nicht richtig in Worte fassen. Und dennoch habe ich den Eindruck, dass sie von Anderen akzeptiert wird, weil ich authentisch erscheine. Weil ich keine Rolle spiele, die erklärungsbedürftig ist, sondern als Mensch wahrgenommen werde, der einen eher ungewöhnlichen Persönlichkeitsanteil hat. Dieser Anteil wirft zwar Fragen auf, aber es ist vollkommen legitim, diese außerhalb der reinen Vernunftebene zu beantworten. Hauptsache, ich bin dabei konsistent und authentisch.

Dieser ganze Prozess funktioniert natürlich auch bei der "Selbstklärung" im inneren Dialog:
Sich ehrlich machen, und es bleiben. Vor allem sich selbst gegenüber. Schon allein aus Respekt
(smili)
Franzi42 hat geschrieben: Mo 6. Okt 2025, 14:01 Mir kommt dabei der Gedanke, dass ich mich selbst noch in Schubladen stecken möchte und mir selbst nicht mit dem gebotenen Respekt begegne.
)))(:


Noch kurz dazu:
Vicky_Rose hat geschrieben: Mo 6. Okt 2025, 15:38 Kennst Du das Buch von Matt Haig, Die Mitternachtsbibliothek
Nein, das Buch kenne ich nicht. Ich habe gerade mal reingelesen und finde die Geschichte sehr inspirierend. Als Roman funktioniert sie wahrscheinlich auch gut, aber beim Rückbezug auf mich selbst passt vieles nicht. Vor allem das Konzept der Reue ist mir sehr fremd und spielt in meinem Leben keine große Rolle. Die Dinge sind, wie sie sind. Ob ich sie bedaure, bereue oder begrüße; sie ändern sich dadurch nicht...

LGL
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Re: Ich fühle mich, als wäre ich eine Marionette ...

Post 290 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Danke für Deinen Beitrag. Ich sehe das genau so wie Du. Und ich denke, ich muss den nächsten Menschen Zeit geben, die Dinge so anzunehmen oder "zurecht ruckeln" lassen. Das gilt ja in anderen Bereichen genau so. Phobien werden abgebaut, in dem man den Patienten langsam mit dem Objekt der Angst konfrontiert. Ich vermute, da finden im Gehirn Umbauarbeiten statt. Dein Freund hat ja im Vorfeld auch schon am Thema gearbeitet. Wir nehmen mit unserer Sicherheit dem Gegenüber die Angst vor seinen Vorstellungen. Das schafft auf beiden Seiten Sicherheit.

Die Reue ist auch für mich nicht das Motiv, das mich interessiert hat. Der Autor zeigt aber schön, dass jede Entscheidung zu Konsequenzen führt, die wir nicht erwarten und wie unsere Bedürfnisse und Verlangen sogar unerwartet in die Lebendauer anderer Menschen eingreifen kann. Der Autor problematisiert das aber nicht und erlaubt sich auch kein moralisches Urteil. Mir hat meine Frau erzählt, dass ihr erster Mann beim Übergang vom Studium in den Beruf sich auf einmal verändert hat und auch ich habe ähnliches zu hören bekommen. Für mich war es der Übergang von einer relativ unbeschwerten in eine ziemlich belastete Zeit. Den Bruch habe ich nur schwer verwunden.

Deshalb will ich ja meine Memoiren beginnen. Ich möchte die Gefühle wieder aufleben lassen, um mich selber zu beobachten. Wann ging es mir gut, wann weniger ? Und ich ahne, dass Fremd- bzw. Selbstbestimmung eine entscheidende Rolle spielen wird. Und hier schließt sich der Kreis zu unserem Thema. Lebe ich die Weiblichkeit in mir, so wie sie aus mir sprudelt, bin ich auch für mein Gegenüber klar erkennbar. Oder wie heißt es im Buch: ICH LEBE.
Viele Grüße
Vicky

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Re: Ich fühle mich, als wäre ich eine Marionette ...

Post 291 im Thema

Beitrag von Lana »

Liebe Vicky,
Vicky_Rose hat geschrieben: Di 7. Okt 2025, 07:05 Der Autor zeigt aber schön, dass jede Entscheidung zu Konsequenzen führt, die wir nicht erwarten und wie unsere Bedürfnisse und Verlangen sogar unerwartet in die Lebendauer anderer Menschen eingreifen kann.
Das klingt einleuchtend, schließlich leben wir nicht isoliert sondern sind in soziale Beziehungen eingebunden. So wie diese Beziehungen auf unser Leben wirken, beeinflussen wir sie umgekehrt. Sie "reagieren" in gewisser Weise auf das, was wir tun.

Diese Reaktion, diese Anpassung, suchen und brauchen wir. Bindung ist ein menschliches Grundbedürfnis. Sie braucht Beziehung zum Gegenüber, sonst kann es sie nicht geben. Bei unserem Thema wird dies beim Coming-Out wie unter einem Brennglass sichtbar:
Die Entscheidung, sich jemandem zu offenbaren, wird die Beziehung zu diesem Menschen verändern. Wir wissen nicht wie diese Änderung sein wird, sondern nur dass es eine Änderung geben wird. Trotz des Risikos, dass die Beziehung in die Brüche geht, machen wir das. Weil der Drang nach Leben stärker ist als die Angst.
Vicky_Rose hat geschrieben: Di 7. Okt 2025, 07:05 Ich möchte die Gefühle wieder aufleben lassen, um mich selber zu beobachten. Wann ging es mir gut, wann weniger ?
In der Tat ein spannender Ansatz. Aber wie lebendig sind die Gefühle, die du vor 50, 40, 30 Jahren hattest? Kannst du dich noch daran erinnern? Und wie stark verzerrt ist diese Erinnerung?

Du darfst gerne diese Nabelschau betreiben, ich halte sie für wenig ergiebig. Das Leben findet jetzt und hier statt, in der Gegenwart. Damit setze ich mich auseinander, da versuche ich etwas zu verändern, so dass es mir besser geht. Für mich ist dabei nicht relevant, wie ich hierher gekommen bin. Nun bin ich eben hier, und die Welt ist, wie sie ist, und ich bin, wie ich bin.
Wenn mir die Welt nicht gefällt, kann ich versuchen, sie zu ändern. Das ist mühsam und häufig unmöglich. Also bleibt mir nur, mich darauf einzulassen anstatt damit zu hadern.

In den Bereichen, wo ich mich ändern kann, weil ich mich nicht wohlfühle, kann ich hingegen versuchen, einen erstrebenswerteren Zustand zu erreichen. Auch das ist mühsam und oft nicht von Erfolg gekrönt. Aber jedesmal, wenn ich etwas verändere, wirkt das in mein Umfeld hinein, das sich dieser Änderung anpassen muss, oder zumindest mit meinen Änderungsversuchen umgehen muss. Auch hier ist es die selbe Logik wie in dem Roman, wo Entscheidungen Konsequenzen verursachen, die ich nicht abschätzen kann. Aber still halten wäre keine Alternative. Sie würde den Tod vorwegnehmen.

Ich sehe es so (der Hinweis auf dieses Buch ist wirklich inspirierend für mich, auch wenn ich nur ein paar Seiten gelesen habe!):
Anstatt erst in dem Zustand "zwischen Leben und Tod" die Gelegenheit zu nutzen, um ein anderes Leben "anzuziehen", kann ich doch an der Stelle, wo ich jetzt gerade bin, diese Entscheidung treffen und ein anderes Leben leben. Natürlich kann ich das nur genau hier und jetzt tun. Die Entscheidungen der Vergangenheit bleiben unveränderlich.

Dennoch, ist das nicht großartig?
Jeden Tag habe ich die Möglichkeit, ein neues Leben auszuprobieren. Ich bleibe die selbe Person (mit der muss ich also klarkommen :wink: ), alles andere ist veränderbar. Beziehung, Beruf, Wohnort, Hobbies, Gedanken, Gefühle, Einstellungen, Prägungen...

Du merkst, es gibt Grenzen, die schwer zu überwinden sind - sie definieren uns als Person. Wo liegen diese Grenzen? Kann ich mich ihnen annähern, vielleicht auch mal einen Blick auf das unbekannte Feld jenseits davon wagen? Werde ich dadurch zu einer anderen Person, oder verliere ich mich womöglich im Niemandsland?

Das weiß ich alles auch (noch?) nicht.
Derzeit befinde ich mich überwiegend jenseits der Grenzen der Männlichkeit, aber auch außerhalb der Grenzen der Weiblichkeit, im Niemandsland der Nichtbinarität, mit kleinen Ausflügen nach allen Seiten. Am besten gefällt es mit in der weiblichen Richtung, aber ob ich dort jemals heimisch werde? Mich auf die männliche Seite zurückzuziehen ist nicht vorstellbar, zu sehr entfremdet bin ich von dort.

Aber so lange es hier nicht zu einsam wird, ist doch alles gut für mich
(smili)

LGL
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Re: Ich fühle mich, als wäre ich eine Marionette ...

Post 292 im Thema

Beitrag von Beatrixtg »

Mir ist aufgefallen, dass die Auslöser zeitlich unterschiedlich sind.
Ich bin jetzt 76 Jahre alt.1995 hatte ich mein Outing. (Nach einem Familiären Auslöser). Ungefähr 1998, weiss es nicht mehr so genau trat ich der Schweizer Gruppe Girls Wanna Have Fun (gwhf) bei,. Ich war dort ein paar Jahre aktiv. Wir gingen zusammen aus. Hatten gute Kontakte. Da hat mich das Thema Transgender sehr beschäftigt. Ging eine zeit lang, bis ich meine vorläufige Einstellung dazu fand. Dann kam ein Gesundheitsvorfall der mich fast ein halbes Jahr ins Spital brachte. Ihr könnt Euch sicher vorstellen, dass das viel bewegte und mein Prioritäten verschob. Auch war die familiäre Situation sehr herausfordernd. Das rückte meine weiblichen Empfindungen weit in den Hintergrund. Man denkt dann plötzlich ganz anders nach (Zug an der Marionette).
Dann begann letztes Jahr (mit 75) das reflektieren auf den verlauf meines Lebens. Ich erinnerte mich an vieles wieder, dass ich Jahre lang vergessen hatte.
Und plötzlich wurde ich mir auch wieder mehr meiner weiblichen Seite bewusst. Ich bemerkte auch dass ich schon lange nicht mehr öffentlich ausging. Höchstens mal in der Nacht einen Spaziergang als Frau, meistens rund um das Quartier. Alte kontakte hatte ich nicht mehr gepflegt. Ich bekam aber monatlich die erinnerung von gwhf für den Monatstreff. Und letzte Woche habe ich den wieder besucht, nach ca. 25 Jahren. Und das hatt mir klar gemacht, dass ich noch etwas ganz wichtiges in meinem Leben nicht geregelt habe. Und dann habe ich festgestellt, dass ich keine Ahnung mehr vom schminken habe. Jetzt ziehe ich selbst an meinem Marionettenseil. Ich habe noch einiges zu erledigen und zu erleben. Mir wurde bewusst wie die Jahre unsere Prioritäten verändern können. Und die wahrheit von früher ist nich mehr unbedingt die Wahrheit von heute. Der Mensch ändert sich und entwickelt sich weiter.
Meine erkenntnis, wichtig dass wir zu unserer Seele schauen
Liebe grüsse Beatrix aus der Schweiz
Ich bin nicht Mann, ich bin nicht Frau, ich bin einfach ich. Und das ist gut so.
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Re: Ich fühle mich, als wäre ich eine Marionette ...

Post 293 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Moin,

ich sichte gerade Texte, die in den letzen 10 Jahren geschrieben habe. Darunter war ein Gedicht von 2019. In dieser Zeit habe ich mich intensiv mit der Frage beschäftigt, wie denn mein Leben als Frau wohl aussehen könnte, wenn ich dies auch körperlich seit meiner Geburt gewesen wäre, also ein ganz "normales" Frauenleben hätte ...

September 2019

Frausein

Es ist schon lange her,
ich wurde als Mädchen geboren, alle sagten, wie süß;
in der Schule wurden wir von Jungs geärgert, wie blöd,
das ist Frausein

Mestruation
Kinder kriegen
Küche, Einkaufen, Sex
ständig unter Strom und wer sieht mich ?

Schmerzen
Scheidung
alt werden, Brüste werde schlaff
Wechseljahre

endlich frei

...

Jetzt werde ich wach,
die Nacht liegt hinter mir,
der Morgen ist noch nicht da,
meine Gedanken kreisen,

da sind keine Brüste, nur ein leerer BH,
da ist kein Frausein im Körper, nur männliches
ich sehne mit nach Frausein.
Wirklich nach diesem Frausein ?
Viele Grüße
Vicky

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Re: Ich fühle mich, als wäre ich eine Marionette ...

Post 294 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Guten Morgen in die Runde,

ich möchte Euch von einem Erlebnis erzählen, das mir letzte Woche tiefen Eindruck machte. Meine Frau und ich waren in Weimar und während meine Frau in Familienangelegenheiten unterwegs war, habe ich die Gelegenheit genutzt, im Haus der Weimarer Republik ins Museum zu gehen, da mich diese Zeit sehr interessiert. Ich hatte die Ausstellung schon über die Hälfte gesehen und gehört (es gab viele unterschiedliche Medienbeiträge zu politischen und historischen Begebenheiten), da kam ich an eine Vitrine, in der eine Federboa und ein typisches Tanzkleid aus der Zeit hing: Spaghettiträger, viele Fransen, Perlenkette und sehr kurz.
20260109_135840_01_klein.jpg
Für einen kurzen Augenblick sah ich eine Frau in dem Kleid, schlank, kleiner Brustansatz und ...

... diese Frau war ich selber. Ich war wie vom Donner gerührt und konnte den Blick nicht von dem Kleid nehmen. Im Traum habe ich mich schon als Bio-Frau gesehen, aber noch nie am Tag. Das war kein Traum, das war Empfinden totalen Frauseins. Nur einen kurzen Augenblick, vielleicht nur der Bruchteil einer Sekunde, aber dennoch tief in mir habe ich das gespürt. Sehr seltsam und sehr, sehr schön.

Ich will das gar nicht hinterfragen, sondern ich empfinde einfach nur Freude, wenn ich daran zurück denke ... Die Spiegelung im Bild konnte ich leider nicht vermeiden, aber wenn ich mir das Bild so anschaue, habe ich den Eindruck, dass meine Hände das Kleid mit der Frau darin hoch heben und festhalten wollen. Aber leider ist das nur eine Erscheinung ...
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Viele Grüße
Vicky

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Re: Ich fühle mich, als wäre ich eine Marionette ...

Post 295 im Thema

Beitrag von Lana »

Liebe Vicky,
Vicky_Rose hat geschrieben: Di 13. Jan 2026, 09:23 Aber leider ist das nur eine Erscheinung ...
wir sollten sowas nicht geringschätzen - und unseren Materialismus einfach mal für einen Moment vergessen. Es gibt nämlich auch noch was anderes, von dem du Glückliche einen Blick erhaschen durftest.
(super)

Ich freu mich für dich, und wünsche dir, dass du das Erlebnis einfach annehmen und genießen kannst!

LGL
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Re: Ich fühle mich, als wäre ich eine Marionette ...

Post 296 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Liebe Forengemeinde,

seit über 11 Jahren schreibe ich hier und habe durchschnittlich täglich 1,06 Beiträge geschrieben. In meinem ersten Beitrag stellte ich die Frage:
...sondern es geht mir darum zu ergründen, was das Männliche und das Weibliche eigentlich ausmacht. Oder anders gesagt, gibt es etwas, das jenseits der biologischen oder gesellschaftlichen Definitionen ?
Diese Frage stelle ich mir noch heute und niemand konnte mir hier eine zufriedenstellende Antwort geben. Vielleicht gibt es sie gar nicht und es ist "nur" das Biologische und das Gesellschaftliche. Meine Betrachtung des "Biologischen" stieß sogar auf heftigen Widerstand, was ich nicht nachvollziehen kann. Vielleicht ist da was, aber ich denke, der Frage weiter nachzugehen, ist für mich relativ nutzlos. Ich habe für mich besseres und wichtigeres zu tun.

Noch eine Nebenbemerkung: Die Diskussion um Wally finde ich nicht gerade erhebend. Ich stimme ihrer politischen Position in keiner Weise zu, aber wie mit ihr umgegangen wird, ist aus meiner Sicht nicht besonders würdevoll. Was macht denn Meinungsfreiheit und Demokratie aus ? Vielleicht ist das ein Punkt darüber nachzudenken, wie man selber dazu steht und sich nicht davon ablenken zu lassen, dass das Andere ja auch nicht tun. Popper sagte einmal sinngemäß, keine Toleranz der Intoleranz. Das sehe ich ähnlich, aber es bleibt die Frage der Mittel. Ich denke, in der Auseinandersetzung mit den Extremen haben wir noch lange nicht unsere Möglichkeiten ausgeschöpft. Das Forum war für mich immer ein Übungsfeld, ob ich meine Sichtweise durch persönliche Gefühle und Argumente vertreten kann. Ich hoffe, dass ich nie jemandem damit zu nahe getreten bin.

Am Anfang dieses Strangs schrieb ich, dass ich mich wie eine Marionette fühlen würde. Auch daran hat sich nicht viel geändert. Mein Transdasein kommt mal mehr und mal weniger über mich und ich habe gelernt, das anzunehmen und zu gestalten, wie es mir gerecht wird. Es kostet mich nach wie vor viel Energie, zuviel Energie, die ich gerne anders investieren möchte. Nach meiner Reha vor 2 Jahren ist mir bewusst geworden, dass solche Zeiten, in denen ich en femme gelebt habe gut und richtig waren und auch bleiben, aber ein dauerhaftes Dasein als Frau ist mir nicht gegeben. Auszeiten sind mir trotzdem wichtig und ich werde sie auch leben. Das ist irgendwie fast schon enttäuschend banal und einfach. Lexy schrieb einmal, dass ihre Frau sie gelegentlich auf die Walz geschickt habe, weil sie, Lexy, sonst unausstehlich wäre. So ähnlich sehe ich das für mich aus. Manchmal muss es eben sein, tief in meine weibliche Welt einzutauchen und dann wieder aufzutauchen. Interessanter Nebeneffekt: Je mehr ich das zulasse, um so weniger wird der Druck. Es scheint so, als wäre mein innerer Druck zum Teil hausgemacht. Ich muss mir die Teile meiner Perönichkeit, die man als weiblich betrachten könnte, nicht mehr beweisen und schon gar nicht auf Dauer leben. Und wer weiß schon, was morgen ist.

Ich habe in diesem Forum viel gelernt und habe mich auch durch und mit dem Forum weiter entwickelt. Dafür bin ich sehr, sehr dankbar. Auch war es mir ein Anliegen, durch meine Sicht auf unser Thema etwas zurückzugeben. Ob mir das gelungen ist, kann und will ich nicht beurteilen. Doch jetzt ist für mich die Zeit gekommen, Abschied zu nehmen. Ich spüre, wie mein Weg sich so ganz anders entwickelt hat als das hier im Allgemeinen der Fall ist. Was zu sagen war, habe ich gesagt und damit will ich es auch belassen.

Ein Wort noch für Dich, Anne-Mette. Ich finde es großartig, wie Du Dich für die Community einsetzt. Du hast alles im Blick und ziehst die Reißleine, wenn es nötig ist. Ich war nicht immer einverstanden, wie Du agierst hast, aber das muss es ja auch nicht, denn am Ende zählt, dass dieses wirklich, wirklich wichtige Forum auf dem Durchgangsgleis bleibt. Dafür allzeit HP1. Ich nehme jetzt einen anderen Zug. Der hatte zwar ein bisschen Verspätung, doch jetzt ist er da. In eineinhalb Jahren gehe ich in den Ruhestand und da warten dann ganz neue Herausforderungen. Ich wünsche Dir und den Forenmitgliederinnen herzlich Gute und vielen Dank für die Zeit mit Euch.
Viele Grüße
Vicky

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Re: Ich fühle mich, als wäre ich eine Marionette ...

Post 297 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Guten Morgen Vicky_Rose,
Vicky_Rose hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 11:02 Doch jetzt ist für mich die Zeit gekommen, Abschied zu nehmen. Ich spüre, wie mein Weg sich so ganz anders entwickelt hat als das hier im Allgemeinen der Fall ist.
Das ist natürlich deine freie Entscheidung. Sicherlich ist sie auch ehrlicher, "als einfach weg zu bleiben".
Ich würde mich freuen, wenn du für dich positive Erfahrungen aus dem Forum mitnehmen kannst, auch wenn so manche Auseinandersetzung konfliktgeladen gewesen ist und auf mehreren Seiten zu Verletzungen geführt hat.
Sicherlich haben "wir" auch vom Austausch unserer unterschiedlichen Erfahrungen, also auch von deinen profitiert; danke dafür (moin)

Ich wünsche dir für deine neuen und weiteren Wege alles erdenklich Gute. Vielleicht magst du ja doch "eines Tages" davon erzählen, wie es dir ergangen ist )))(:
(falls es uns dann noch gibt)

Herzliche Grüße
Anne-Mette
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Re: Ich fühle mich, als wäre ich eine Marionette ...

Post 298 im Thema

Beitrag von Daniela04 »

Liebe Vicky

Ich bin sehr traurig, dass Du vom Forum Abschied nimmst, Deine Posts waren wie vielen anderen für mich eine grosse Hilfe in meiner Selbstfindung und ich hätte gerne erfahren, wie Dein Weg im anderen Zug sich entwickelt. Ich habe aber grosses Verständnis, insbesondere zu dem von Dir erwähnten Thread: Ich habe ebenfalls Mühe mit Intoleranz auch wenn ich kein Verständnis zur Haltung von Wally habe. Als Schweizerin ticke ich auch anders.

Ich zitiere nichts, bewundere aber Deine Sichtweise und brauche ebenfalls immer wieder Auszeiten wie das Schminkseminar bei Elli Hunter, von dem ich gestern Abend zurückgekommen bin. Ich glaube das brauchen viele in diesem Forum, wir sind irgendwie zwischen zwei Welten und in unserer Gesellschaft, die schwarz-weiss tickt, ist es schwierig sich zu orientieren. Deswegen hange ich sosehr am Forum, weil ich immer wieder lesen kann, wie es anderen geht.
Ich bin nun fast zwei Jahren zwischen diesen Welten und weiss noch nicht wie es in 10 Jahren sein wird, da werde ich ja über 80 sein. Eins weiss ich: Ich werde Deine Posts vermissen. (Berichte doch mal zwischendurch über Deine neue Reise :wink: ).

Herzlicher Gruss
Daniela
Ich will einfach der sein, der ich wirklich bin: ein Mann, der seine mittlerweile erkannte sehr bedeutende Weiblichkeit vertieft kennenlernen möchte.
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Re: Ich fühle mich, als wäre ich eine Marionette ...

Post 299 im Thema

Beitrag von Wally »

Liebe Vicky,
Vicky_Rose hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 11:02 (...) Auch war es mir ein Anliegen, durch meine Sicht auf unser Thema etwas zurückzugeben. Ob mir das gelungen ist, kann und will ich nicht beurteilen. Doch jetzt ist für mich die Zeit gekommen, Abschied zu nehmen.
Es ist Dir gelungen: Du hast hier sehr, sehr viel Grundlegendes und Aufschlussreiches zum Thema beigetragen - aus meiner persönlichen Sicht sogar mehr als jede Andere hier; und sogar in dieser Abschieds-Mail steckt noch einiges zum CD-Thema, was überraschend neue Sichtweisen öffnet und - hoffentlich - Anlass zu fruchtbaren (nicht furchtbaren :mrgreen: ) Diskussionen geben wird. Schade, dass Du selber nicht mehr daran teilnehmen willst. Du wirst uns fehlen.

Und genier Dich nicht, einfach wieder hier herein zu schneien, falls Du irgendwann Doch mal wieder Lust dazu kriegen solltest. Wir alle würden uns darüber sehr freuen!
Herzliche Grüße
Wally
Alicia
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Re: Ich fühle mich, als wäre ich eine Marionette ...

Post 300 im Thema

Beitrag von Alicia »

Liebe Vicky,

auch ich bin traurig geworden beim Lesen deiner Zeilen.
Gerade am Anfang meiner CD-Kariere, also vor zwei Jahren, durfte ich stark von deiner Erfahrung und deinen persönlichen Einwürfen profitieren. Auch nach zwei Jahren habe ich noch sooo viele Fragen, die im Laufe der Zeit aufkommen und nach Antwort schreien, wie du auch selbst schreibst. Im Klartext bedeutet das, dass ich immer noch von den "alten" Häsinnen profitiere. Das soll nicht bedeuten, dass du unbedingt im Forum bleiben musst, damit andere saugen können. Niemand soll hier zu etwas gezwungen werden. Doch der rege Austausch hier ist schon sehr belebend, liefert Anregungen und spornt zum Nachdenken an.
Ich würde es begrüßen, wenn du weiterhin erreichbar wärst, und sei es auf der Basis von PN. Mit dir würde ein riesiger Erfahrungsschatz einfach verschwinden, so dass andere das gleiche Rad immer wieder neu erfinden müssten.
Reisende soll und kann man nicht aufhalten. Wenn du deine Entscheidung, dem Forum lebewohl zu sagen, umsetzt, dann wünsche ich dir alles Liebe und Gute auf deiner weiteren Reise durch die unendlichen Weiten der Trans*welt.

Liebe Grüße, Alicia. (ki) und (cry)
Eine Lebensweise zu erfinden ist nichts. Sie zu verinnerlichen, ein Anfang. Sie zu leben ist alles.
(Frei nach Otto Lilienthal)
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