Grammatikalische Geschlechtszuordnung
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Momo58
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Grammatikalische Geschlechtszuordnung
Immer wieder erlebe ich Falschgendern. Woran liegt es nur, weshalb die Deutschen so massive Probleme bei grammatikalischer Geschlechtsbestimmung haben? Was ist so schwer daran eine transsexuelle Frau als Frau anzureden? Irgendwie scheint das ein uraltes Problem zu sein.
Das ist sogar bei der grammatikalischen Geschlechtzuordnung von Flussnamen so, wie z.B. der Rhein, die Elbe, der Neckar, die Saale, die Donau. Vor langer Zeit gab es die Kelten, die den Flüssen überwieged das Femininum verpassten, aber eben nicht immer. Der Einfluss der Römer sorgte dafür, dass in bestimmten Gegenden Flüssen das Maskulinum verpasst wurde. So weit so gut und trotzdem haben die Menschen immer noch keine Ahnung, wie sie transsexuelle oder nicht binäre Menschen anreden sollen. Seh ich etwa aus wie ein Fluss?
Das fängt doch schon bei der Geburt an, der Junge, das Mädchen. Warum wird einem weiblichen Nachkommen eine neutrale Anrede verpasst? Das verstehe wer will.
LG Manuela
Das ist sogar bei der grammatikalischen Geschlechtzuordnung von Flussnamen so, wie z.B. der Rhein, die Elbe, der Neckar, die Saale, die Donau. Vor langer Zeit gab es die Kelten, die den Flüssen überwieged das Femininum verpassten, aber eben nicht immer. Der Einfluss der Römer sorgte dafür, dass in bestimmten Gegenden Flüssen das Maskulinum verpasst wurde. So weit so gut und trotzdem haben die Menschen immer noch keine Ahnung, wie sie transsexuelle oder nicht binäre Menschen anreden sollen. Seh ich etwa aus wie ein Fluss?
Das fängt doch schon bei der Geburt an, der Junge, das Mädchen. Warum wird einem weiblichen Nachkommen eine neutrale Anrede verpasst? Das verstehe wer will.
LG Manuela
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Claudia
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Re: Grammatikalische Geschlechtszuordnung
Das liegt schlicht und einfach an der Verkleinerungsform, die unabhängig vom Geschlecht ist.Momo58 hat geschrieben: Mo 23. Jun 2025, 18:32 Das fängt doch schon bei der Geburt an, der Junge, das Mädchen. Warum wird einem weiblichen Nachkommen eine neutrale Anrede verpasst?
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Knäckebrötchen
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Re: Grammatikalische Geschlechtszuordnung
Hallo Manuela,
ich muss gestehen, ich bin mir nicht sicher, ob ich wirklich verstehe worauf Du hinaus willst.
Das Mißgendern - also eine Ansprache mit dem/den falschen Pronomen hat doch nichts mit der grammatikalischen Geschlechtszuordnung per se zu tun?
Ich verstehe Dich so, dass Du "sie/ihr" als Pronomen hören möchtest, aber "er/ihm" mitunter genutzt wird, richtig? Das hat aber doch nichts mit der grammatikalischen Zuordnung Transfrau = sie/ihr zu tun, sondern mit einer falschen Wahrnehmung deiner Präsentation nach außen. Das möchte ich ausdrücklich nur ganz vorsichtig so vermuten, da ich dich nicht kenne und mir deshalb weder Bild noch "Urteil" erlauben möchte.
Was dein Beispiel mit Junge/Mädchen angeht, das läuft leider ins Leere, da "das Mädchen" die verniedlichungsform von "die Magd" ist (zumindest laut allen mir bekannten Quellen) - also "das Mägdchen" (die kleine Magd). Wohingegen "der Junge" vermutlich eine Verkürzung von "der junge Mann/Bursche/Knecht..." ist, das Pronomen sich hier also eigentlich auf Mann/... bezieht.
Und dann nimm andere Sprachen, die eher antiken Sprachen Griechisch/Latein drehen manche Pronomen um (der Sonne/die Mond z.B. auch im Französischen) - je nachdem welche Gottheiten oder Attribute mit den Himmelskörpern so assoziiert wurden. Daraus etwas ernsthaft ableiten zu wollen - besonders Misogynie, halte ich für schwierig.
ich muss gestehen, ich bin mir nicht sicher, ob ich wirklich verstehe worauf Du hinaus willst.
Das Mißgendern - also eine Ansprache mit dem/den falschen Pronomen hat doch nichts mit der grammatikalischen Geschlechtszuordnung per se zu tun?
Ich verstehe Dich so, dass Du "sie/ihr" als Pronomen hören möchtest, aber "er/ihm" mitunter genutzt wird, richtig? Das hat aber doch nichts mit der grammatikalischen Zuordnung Transfrau = sie/ihr zu tun, sondern mit einer falschen Wahrnehmung deiner Präsentation nach außen. Das möchte ich ausdrücklich nur ganz vorsichtig so vermuten, da ich dich nicht kenne und mir deshalb weder Bild noch "Urteil" erlauben möchte.
Was dein Beispiel mit Junge/Mädchen angeht, das läuft leider ins Leere, da "das Mädchen" die verniedlichungsform von "die Magd" ist (zumindest laut allen mir bekannten Quellen) - also "das Mägdchen" (die kleine Magd). Wohingegen "der Junge" vermutlich eine Verkürzung von "der junge Mann/Bursche/Knecht..." ist, das Pronomen sich hier also eigentlich auf Mann/... bezieht.
Und dann nimm andere Sprachen, die eher antiken Sprachen Griechisch/Latein drehen manche Pronomen um (der Sonne/die Mond z.B. auch im Französischen) - je nachdem welche Gottheiten oder Attribute mit den Himmelskörpern so assoziiert wurden. Daraus etwas ernsthaft ableiten zu wollen - besonders Misogynie, halte ich für schwierig.
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Jaddy
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Re: Grammatikalische Geschlechtszuordnung
o weka e nimi meli e nimi mije!
mi wile ala kepeken e ona.
(auf deutsch: Weg mit den männlichen und weiblichen Wörtern. Ich/wir wollen sie nicht benutzen)
Ich stimme Manuela vollkommen zu: Alles viel zu verwirrender Unfug
Zum Beispiel hier: Der Hengst, die Stute, das Pferd - aber nicht mal der arme Wallach wird aus der Vergeschlechtlichung entlassen!
(Geht mit RIndviechern auch, aber ich mag Pferde lieber. Ausser auf dem Teller.)
Ah, aber einen hab ich noch: Der Mann, die Frau, das Leut.
Es gibt durchaus Sprachen ohne grammatisches Geschlecht, welche höchstens bei Bedarf zB vergeschlechtlichende Adjektive hinzufügen.
Für die deutsche Sprache gibt es auch Vorschläge, wie zB y/ys mit sächlichem Artikel und Pronomen von Phettberg/Kronschläger.
In manchen Regionaldialekten werden Artikel und Pronomen auch eher -äh- "kreativ" oder ganz eigene benutzt.
De un dat im Plattdüütschen geht in die Richtung und was die Badener alles mit d' bezeichnen...
Das würde das Pronomenproblem lösen und vielen Menschen den Spracherwerb erleichtern, allerdings leider kaum automatisch die vergeschlechtlichende Denke abschaffen.
Aber immerhin stetig drauf hinweisen. Vielleicht wäre das auch schon was
/Ende total seriöser Beitrag des Tages
mi wile ala kepeken e ona.
(auf deutsch: Weg mit den männlichen und weiblichen Wörtern. Ich/wir wollen sie nicht benutzen)
Ich stimme Manuela vollkommen zu: Alles viel zu verwirrender Unfug
Zum Beispiel hier: Der Hengst, die Stute, das Pferd - aber nicht mal der arme Wallach wird aus der Vergeschlechtlichung entlassen!
(Geht mit RIndviechern auch, aber ich mag Pferde lieber. Ausser auf dem Teller.)
Ah, aber einen hab ich noch: Der Mann, die Frau, das Leut.
Es gibt durchaus Sprachen ohne grammatisches Geschlecht, welche höchstens bei Bedarf zB vergeschlechtlichende Adjektive hinzufügen.
Für die deutsche Sprache gibt es auch Vorschläge, wie zB y/ys mit sächlichem Artikel und Pronomen von Phettberg/Kronschläger.
In manchen Regionaldialekten werden Artikel und Pronomen auch eher -äh- "kreativ" oder ganz eigene benutzt.
De un dat im Plattdüütschen geht in die Richtung und was die Badener alles mit d' bezeichnen...
Das würde das Pronomenproblem lösen und vielen Menschen den Spracherwerb erleichtern, allerdings leider kaum automatisch die vergeschlechtlichende Denke abschaffen.
Aber immerhin stetig drauf hinweisen. Vielleicht wäre das auch schon was
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Lavendellöwin
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Re: Grammatikalische Geschlechtszuordnung
Hihi...
ja wir machen das. Als Muttersprachlerin höre ich aber auch die eher stummen Betonungen von d'
da wo ich aufgewachsen bin zumindest..da sind ja schon südpfälzische Einflüsse
d'(h) rasä'h - Der Rasen
d' dischb'lad - Die Tischplatte
oder
d'(eh) rolltrehbb - Die Rolltreppe
und dann gibt es noch das, was sich aber nach Singular oder Plural richtet
s' fenschdä'h - Das Fenster
oder
d' fenschdä'h - Die Fenster
schon das d' an sich hat eine Lautfärbung die den Unterschied ausmacht, also Untertöne das d'
für ein die ist schon an sich leiser und stummer..das ist tatsächlich ein bisschen wie im Tibetischen.
Oder bei Namen d'Marrie oder d'a'Dieder
Aber ich bin ja keine Linguistin
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.