Mein Leben
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Stephania
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Mein Leben
Das ist die erweiterte Version aus dem Vorstellungsbereich.
Seit meiner Kindheit (ich weiß gar nicht mehr, wann ich das erste Mal dieses Gefühl hatte) spüre ich, dass ich anders bin. Wenn ich alte Kinderbilder von mir ansehe, könnte man denken, dass ein Mädchen darauf zu sehen ist.
Meine ersten Schminkversuche hatte ich wohl schon als Kleinkind. Das weiß ich aus Erzählungen von damaligen Zeitzeugen. Ich muss wohl den Schminkkoffer (ja, damals hieß das noch so) meiner Mutter geplündert und mich mit allem möglichen Sachen angemalt haben – und die Wand. Das Ergebnis war niederschmetternd – zumindest für meine Eltern. Meine Mutter musste die Farbe wieder von mir abbekommen, mein Vater von der Wand.
Schon im Kindergarten war ich lieber mit Mädchen zusammen als mit Jungs. Ich habe bewusst deren Nähe gesucht, weil ich mit den üblichen Aktivitäten und der ruppigen Art (wie Jungs nun mal so sind) nichts anfangen konnte. Aber bei den Mädchen fühlte ich mich wohl.
Eines Tages durften wir uns Verkleiden. Das Motto war „Hochzeit“ und ich weiß noch, dass ich damals ein blaues Kleid gewählt habe, um es anzuziehen. Die Erzieherinnen gingen mit Nachdruck dazwischen „A Bouh ziehd suwoss niehd oh“ (Ein Junge zieht sowas nicht an).
Jeder durfte das tragen, was er sich ausgesucht hat. Nur ich nicht! Sie gaben mir einen schwarzen Anzug und ich war dann eben der Bräutigam.
Meine Großmutter sagte mir mal, da war ich etwa fünf, dass ich eigentlich ein Mädchen hätte werden sollen. An den Zusammenhang kann ich mich nicht mehr erinnern, aber dieser Satz hat sich eingebrannt.
In Katalogen habe ich immer die Seiten mit Kleidung für Mädchen oder Frauen gesucht und habe sie auch real dafür beneidet schöne Kleidung zu tragen. Ist schon mal jemandem aufgefallen, dass es für Frauen oder Mädchen immer mehr Auswahl gab oder noch heute gibt?
Als ich etwa neun Jahre alt war, habe ich den Kleiderschrank meiner Mutter für mich entdeckt. Ich habe darin gestöbert und mir vorgestellt selbst sowas zu tragen. Allein die Vorstellung hat mir Glücksgefühle beschert. Zurück aus meinen Tagträumen gab es mir immer einen Stich ins Herz, weil mir bewusst wurde, dass es nie so sein wird, weil ich ja ein Junge bin und mir der Satz wieder in den Sinn kam: „A Bouh ziehd suwoss niehd oh“.
Auch gab es diese immerwährende Traurigkeit. Warum bin ich kein Mädchen – wenn ich doch eines hätte werden sollen? Diese Gefühle von Damals und auch der Satz meiner Großmutter, begleiten mich im Übrigen auch heute noch.
Eines Tages war ein Freund zu Besuch und wir haben rumgealbert. Irgendwie fand ich es eine gute Idee ins Schlafzimmer meiner Eltern zu gehen, mich mit den Sachen meiner Mutter „in Schale“ zu werfen und mich ihm zu präsentieren.
Seiner Reaktion darauf nach zu urteilen, fand wohl nur ich diese Idee gut. Er hat die Wohnung fluchtartig verlassen und kam auch nie wieder.
Spätestens hier kam mir der Gedanke, dass mit mir etwas ganz und gar nicht stimmen kann. Ich habe die Sachen meiner Mutter wieder ordentlich in den Schrank gehängt, bin auf mein Zimmer, hab den restlichen Tag nur geweint und kam zu dem Schluss, dass ich so nicht weitermachen kann und hab ab diesem Tag beschlossen ein „echter Kerl“ zu sein.
Ich habe alles runtergeschluckt und meine Gefühle so gut es ging unterdrückt. Internet gab es damals nicht und mit wem sollte ich darüber reden? Mit meinen Eltern? Meine Mutter hat mir schon für weniger mit dem Kinderheim gedroht. Mein Vater war nie da, weil er nur am Arbeiten war. Aber auch er hätte es nicht verstanden und mich wahrscheinlich ins Nirvana geprügelt.
Im Nachhinein betrachtet, wären wohl meine Großeltern die richtige Anlaufstelle gewesen. Sie waren in allen Dingen immer sehr aufgeschlossen und verständnisvoll. Aber wie weit denkt ein neun- oder zehnjähriger?
Zeitsprung 8-9 Jahre.
Bis ich 18 war hat es ziemlich gut geklappt meine Gefühle unter Kontrolle zu halten. Man hat viel „Jungszeugs“ gemacht: War ständig mit der Clique und dem Moped unterwegs, Feiern, Trinken, Mädchen angraben (ein „echter Kerl“ halt).
Dann kam die erste „richtige“ Freundin.
Alles lief Bestens. Bis zu dem Zeitpunkt, als wir uns näherkamen. Sie hatte wunderschöne Wäsche an. Hier hat es bei mir wieder einen Schalter umgelegt. Wie konnte sie mir das antun? Sie verkörperte genau das, was ich gern sein wollte. Hübsch und feminin – im Gegensatz zu mir.
Lange Rede, kurzer Sinn: Es hat ab diesem Zeitpunkt nicht mehr lange gehalten. Was als „Liebe“ (als wüsste man mit 18 was Liebe ist) begonnen hatte, schlug um in Neid auf das, was sie war und ich nicht sein konnte.
Ich lernte kurz darauf meine zukünftige Frau kennen. Sie war das genaue Gegenteil meiner Ex-Freundin. Sie war eher der burschikosere Typ. Etwas, um das ich sie nicht zu beneiden brauchte.
In unserer Beziehung nahm sie auch den eher männlichen Part ein (wenn man das so sagen kann). Sie kümmerte sich um Finanzen, konnte alle möglichen Sachen reparieren. Ich habe da eher zwei linke Hände und schaffe es, Dinge die kaputt sind, noch kaputter zu machen.
Sexuell lief es zwischen uns eher gemäßigt ab. Sie hatte keine rechte Lust daran und ich war nicht gezwungen „meinen Mann zu stehen“. Die aktive Rolle beim Sex ist mir sowieso zuwider und es ist für mich mehr harte Arbeit als Vergnügen. Mit dem Teil zwischen meinen Beinen konnte ich noch nie wirklich was anfangen. Das nur mal am Rande erwähnt.
So gingen die Jahre ins Land, man lebte nebeneinanderher, aus der anfänglichen Liebe wurde Gewohnheit. Ich fühlte mich in dieser Zeit auch recht wohl in meiner Haut. Wahrscheinlich lag es daran, dass ich nicht gezwungen war, ein „echter Mann“ zu sein.
Die ganze Zeit über kamen Fragen aus der Verwandtschaft, wann wir denn nun endlich heiraten würden, und mein Großvater meinte, er würde sich wünschen, dass dies noch zu seinen Lebzeiten geschehen wird.
Nach fünf Jahren, es war ein Samstag und ich kam gerade schlaftrunken aus dem Schlafzimmer, empfing mich meine Lebensgefährtin mit den Worten „Was hältst du davon, wenn wir nun doch heiraten? Würde sich ja nichts ändern und die Fragerei hört endlich auf“. Ich meinte darauf, „Ja, du hast recht. Warum eigentlich nicht“. Im Nachhinein die dümmste und teuerste Entscheidung meines Lebens…
Den Hochzeitstermin hielten wir uns offen und wir lebten noch einige Jahre in „wilder Ehe“. Als mein Großvater fünf Jahre später an Krebs erkrankte und es sein größter Wunsch war, dass er die Hochzeit noch erleben möchte, haben wir uns auf einen Termin geeinigt und es dann doch durchgezogen.
Meine Lebensgefährtin, nun Ehefrau, hatte recht. Es hat nichts geändert. Wir lebten weiter nebeneinanderher, hatten kaum Sex und ich fühlte mich ziemlich wohl in meiner Haut.
Bis zu einem einschneidenden Erlebnis, das Alles verändern sollte und mein Leben und meine Gefühlswelt wieder komplett auf den Kopf stellte.
Es war irgendwann zur Faschingszeit. Wir lagen auf dem Sofa und sahen im Fernsehen ein Männerballett.
Sie machte Witze darüber, dass mir das bestimmt auch gutstehen würde und sie mich gerne schminken würde. Sie stand auf, ohne dass ich etwas dazu sagen konnte, kam mit ihrem Makeup-Kästchen, einer Strumpfhose einem BH und einem Slip wieder zurück und meinte, ich solle das mal anziehen. Sie würde mich danach schminken.
Ich war extrem verwirrt und dachte ich wäre gestorben und nun im Himmel.
Sie hat mich danach angesehen und meinte, das würde richtig gut aussehen und es würde ihr gefallen. Als ich mich im Spiegel betrachtet habe, hätte ich fast zu weinen begonnen und dachte „Endlich angekommen“.
Wir haben beide den Abend sehr genossen und hatten unseren Spaß.
Am nächsten Tag habe ich mir über das Internet eine Perücke und Kleidung bestellt. Endlich konnte ich mich ausleben und das sein, was ich wirklich bin.
Als die Sachen dann geliefert wurden, ich war aufgeregt wie ein kleines Mädchen, wollte ich meiner Frau eine Freude machen und sie überraschen, wenn sie um 22 Uhr von der Arbeit nach Hause kommt.
Ich habe mich geduscht, rasiert, angezogen und gestylt und mich riesig auf ihre Ankunft gefreut. Ich habe mich noch nie so wohl in meiner Haut gefühlt und saß auf dem Sofa, als sie nach Hause kam.
Diesen Blick von Ihr werde ich nie vergessen. Sie sah mich angewidert an und fauchte mich an, ich soll zusehen, dass ich dieses „Zeug“ ausziehe. Das wäre ja ekelhaft.
Als ich sie fragte, was los ist und ihr es neulich doch auch gefallen habe, meinte sie „Das war nur Spaß und ich will nicht, dass du so rumläufst“
Das hat mich getroffen wie ein Blitz.
Ich habe mich wieder „zurückverwandelt“ und wir haben den Abend und die nächsten Wochen danach schweigend nebeneinanderher gelebt.
Für Sie war es nur Spaß. Für mich war es Alles. Sie lehnte es ab, dass ich mich als Frau zurecht mache, doch ich konnte nicht mehr zurück. Sie hat die Büchse der Pandora aus Spaß geöffnet und ich soll darunter leiden? Niemals!!!
Ich habe mich dann immer, wenn ich allein zuhause war, in mein wahres Ich verwandelt und meinen Fundus nach und nach erweitert und gut versteckt. Dachte ich zumindest.
Als ich eines Tages meinen Koffer öffnete, fand ich darin meine zerschnittenen Perücken und einen Zettel mit nur einem Wort darauf, dass ich hier jedoch nicht wiedergeben möchte.
Ich habe sie zur Rede gestellt und es gab einen riesigen Streit.
Natürlich habe ich mir wieder eine neue Perücke gekauft und wurde irgendwann von ihr erwischt, als ich die Frau in mir wieder herausgelassen habe.
Sie wollte schon wieder losfauchen, doch ich hab ihr gesagt, wir müssen reden.
Ich habe ihr meine Geschichte erzählt. Meine Gefühle offengelegt und dass es nichts mit ihr zu tun hat – ich mir jedoch wünschen würde, dass wir es gemeinsam durchstehen und uns vielleicht Hilfe suchen, wie wir gemeinsam damit umgehen könnten. Erst war sie nicht abgeneigt, machte dann jedoch einen Rückzieher.
Sie sagte „Ich finde es abartig, was du hier machst und ich werde dich nie wieder als Mann sehen können. Ich werde mich nicht von dir trennen, aber versprich mir, dass ich das nie wieder sehen muss und du das niemals in der Öffentlichkeit machst. Das geht niemanden was an“.
Ich habe es ihr natürlich versprochen.
So vergingen noch ein paar Jahre. Ich habe mein wahres Ich nur im Verborgenen ausgelebt, Meine Frau und ich lebten eher wie Geschwister zusammen die nichts mehr intimes gemeinsam hatten und die ständig nur wegen belanglosen Dingen oder Geld stritten (in meinen Augen völlig unnötig). Sie wurde in dieser Zeit immer geiziger, verbissener und missgünstiger anderen gegenüber.
Nach außen hin waren wir das perfekte Paar.
Am Valentinstag 2020 wurde mir dann einfach alles zu viel. Nicht mal an einem solchen Tag konnte sie Ruhe geben. Als sie während des Streites fragte, was ich denn für ein Geschenk für sie hätte, habe ich gesagt, sie könne ihre Koffer packen und gehen. Mein Geschenk ist, dass ich ihr beim Tragen der Koffer helfe.
So ging ein 30 Jahre langes Kapitel meines Lebens zu Ende.
Sie hat immer wieder versucht mich zurückzubekommen. Hat gebettelt und gefleht, sie würde sich ändern, nur um zwei Sätze weiter schon wieder einen Streit anzuzetteln.
Als sie merkte, dass es nichts nützt, hat sie für sich entschieden, dass es wohl eine tolle Sache wäre, jedem davon zu erzählen was für ein kranker Perversling ich sei.
Manche haben sich auf Ihre Seite geschlagen, manche auf meine. Es ist befreiend, bestimmte Personen aus seinem Leben heraus zu haben.
Ich bin nun frei und kann leben wie ich mag. Ich kann mich ausleben, wie ich es brauche. Ich muss auf niemanden mehr Rücksicht nehmen. Ich kann nun „Steffi“ freien Lauf lassen.
Letzte Woche gab es wieder ein Ereignis, welches mir gezeigt hat, dass wir nicht ewig Zeit auf diesem Planeten haben um sie zu verschwenden.
Letzte Woche verstarb plötzlich und unerwartet der Mann meiner Cousine im Alter von 50 (!)
Am Montag eingeschlafen, am Dienstag nicht wieder aufgewacht. Einfach verrückt. Jünger als ich!!!
Das war für mich der Auslöser, mich weiter zu verwirklichen. Worauf soll ich noch warten? Ich habe mich hier in diesem Forum angemeldet und gestern habe ich es endlich gewagt, mich bei Tageslicht nach draußen und unter Menschen zu wagen.
Das erste Mal als Frau in der Öffentlichkeit - ich bin mehr als 1000 Tode gestorben. Gott war ich nervös. Auf dem Weg nach Bayreuth habe ich mir drei Mal überlegt wieder umzukehren. Aber es hat sich gelohnt. Ich weiß nun, dass ich es kann und ich habe liebe Menschen kennen gelernt, die mir gezeigt haben, dass ich nicht allein auf der Welt bin. Auch wenn es vielleicht nicht so aussah. Ich war sehr zurückhaltend. Ich brauche immer eine Weile bis ich auftaue. Gerade in einer solchen Situation.
Real ist es doch immer noch etwas anderes als virtuell.
Sicher war es nicht das letzte Mal und wer weiß, wo mich mein Weg noch hinführt. Ich weiß nur, dass man jetzt Leben muss. Morgen kann es zu spät sein.
Liebe Grüße
Stephania
Seit meiner Kindheit (ich weiß gar nicht mehr, wann ich das erste Mal dieses Gefühl hatte) spüre ich, dass ich anders bin. Wenn ich alte Kinderbilder von mir ansehe, könnte man denken, dass ein Mädchen darauf zu sehen ist.
Meine ersten Schminkversuche hatte ich wohl schon als Kleinkind. Das weiß ich aus Erzählungen von damaligen Zeitzeugen. Ich muss wohl den Schminkkoffer (ja, damals hieß das noch so) meiner Mutter geplündert und mich mit allem möglichen Sachen angemalt haben – und die Wand. Das Ergebnis war niederschmetternd – zumindest für meine Eltern. Meine Mutter musste die Farbe wieder von mir abbekommen, mein Vater von der Wand.
Schon im Kindergarten war ich lieber mit Mädchen zusammen als mit Jungs. Ich habe bewusst deren Nähe gesucht, weil ich mit den üblichen Aktivitäten und der ruppigen Art (wie Jungs nun mal so sind) nichts anfangen konnte. Aber bei den Mädchen fühlte ich mich wohl.
Eines Tages durften wir uns Verkleiden. Das Motto war „Hochzeit“ und ich weiß noch, dass ich damals ein blaues Kleid gewählt habe, um es anzuziehen. Die Erzieherinnen gingen mit Nachdruck dazwischen „A Bouh ziehd suwoss niehd oh“ (Ein Junge zieht sowas nicht an).
Jeder durfte das tragen, was er sich ausgesucht hat. Nur ich nicht! Sie gaben mir einen schwarzen Anzug und ich war dann eben der Bräutigam.
Meine Großmutter sagte mir mal, da war ich etwa fünf, dass ich eigentlich ein Mädchen hätte werden sollen. An den Zusammenhang kann ich mich nicht mehr erinnern, aber dieser Satz hat sich eingebrannt.
In Katalogen habe ich immer die Seiten mit Kleidung für Mädchen oder Frauen gesucht und habe sie auch real dafür beneidet schöne Kleidung zu tragen. Ist schon mal jemandem aufgefallen, dass es für Frauen oder Mädchen immer mehr Auswahl gab oder noch heute gibt?
Als ich etwa neun Jahre alt war, habe ich den Kleiderschrank meiner Mutter für mich entdeckt. Ich habe darin gestöbert und mir vorgestellt selbst sowas zu tragen. Allein die Vorstellung hat mir Glücksgefühle beschert. Zurück aus meinen Tagträumen gab es mir immer einen Stich ins Herz, weil mir bewusst wurde, dass es nie so sein wird, weil ich ja ein Junge bin und mir der Satz wieder in den Sinn kam: „A Bouh ziehd suwoss niehd oh“.
Auch gab es diese immerwährende Traurigkeit. Warum bin ich kein Mädchen – wenn ich doch eines hätte werden sollen? Diese Gefühle von Damals und auch der Satz meiner Großmutter, begleiten mich im Übrigen auch heute noch.
Eines Tages war ein Freund zu Besuch und wir haben rumgealbert. Irgendwie fand ich es eine gute Idee ins Schlafzimmer meiner Eltern zu gehen, mich mit den Sachen meiner Mutter „in Schale“ zu werfen und mich ihm zu präsentieren.
Seiner Reaktion darauf nach zu urteilen, fand wohl nur ich diese Idee gut. Er hat die Wohnung fluchtartig verlassen und kam auch nie wieder.
Spätestens hier kam mir der Gedanke, dass mit mir etwas ganz und gar nicht stimmen kann. Ich habe die Sachen meiner Mutter wieder ordentlich in den Schrank gehängt, bin auf mein Zimmer, hab den restlichen Tag nur geweint und kam zu dem Schluss, dass ich so nicht weitermachen kann und hab ab diesem Tag beschlossen ein „echter Kerl“ zu sein.
Ich habe alles runtergeschluckt und meine Gefühle so gut es ging unterdrückt. Internet gab es damals nicht und mit wem sollte ich darüber reden? Mit meinen Eltern? Meine Mutter hat mir schon für weniger mit dem Kinderheim gedroht. Mein Vater war nie da, weil er nur am Arbeiten war. Aber auch er hätte es nicht verstanden und mich wahrscheinlich ins Nirvana geprügelt.
Im Nachhinein betrachtet, wären wohl meine Großeltern die richtige Anlaufstelle gewesen. Sie waren in allen Dingen immer sehr aufgeschlossen und verständnisvoll. Aber wie weit denkt ein neun- oder zehnjähriger?
Zeitsprung 8-9 Jahre.
Bis ich 18 war hat es ziemlich gut geklappt meine Gefühle unter Kontrolle zu halten. Man hat viel „Jungszeugs“ gemacht: War ständig mit der Clique und dem Moped unterwegs, Feiern, Trinken, Mädchen angraben (ein „echter Kerl“ halt).
Dann kam die erste „richtige“ Freundin.
Alles lief Bestens. Bis zu dem Zeitpunkt, als wir uns näherkamen. Sie hatte wunderschöne Wäsche an. Hier hat es bei mir wieder einen Schalter umgelegt. Wie konnte sie mir das antun? Sie verkörperte genau das, was ich gern sein wollte. Hübsch und feminin – im Gegensatz zu mir.
Lange Rede, kurzer Sinn: Es hat ab diesem Zeitpunkt nicht mehr lange gehalten. Was als „Liebe“ (als wüsste man mit 18 was Liebe ist) begonnen hatte, schlug um in Neid auf das, was sie war und ich nicht sein konnte.
Ich lernte kurz darauf meine zukünftige Frau kennen. Sie war das genaue Gegenteil meiner Ex-Freundin. Sie war eher der burschikosere Typ. Etwas, um das ich sie nicht zu beneiden brauchte.
In unserer Beziehung nahm sie auch den eher männlichen Part ein (wenn man das so sagen kann). Sie kümmerte sich um Finanzen, konnte alle möglichen Sachen reparieren. Ich habe da eher zwei linke Hände und schaffe es, Dinge die kaputt sind, noch kaputter zu machen.
Sexuell lief es zwischen uns eher gemäßigt ab. Sie hatte keine rechte Lust daran und ich war nicht gezwungen „meinen Mann zu stehen“. Die aktive Rolle beim Sex ist mir sowieso zuwider und es ist für mich mehr harte Arbeit als Vergnügen. Mit dem Teil zwischen meinen Beinen konnte ich noch nie wirklich was anfangen. Das nur mal am Rande erwähnt.
So gingen die Jahre ins Land, man lebte nebeneinanderher, aus der anfänglichen Liebe wurde Gewohnheit. Ich fühlte mich in dieser Zeit auch recht wohl in meiner Haut. Wahrscheinlich lag es daran, dass ich nicht gezwungen war, ein „echter Mann“ zu sein.
Die ganze Zeit über kamen Fragen aus der Verwandtschaft, wann wir denn nun endlich heiraten würden, und mein Großvater meinte, er würde sich wünschen, dass dies noch zu seinen Lebzeiten geschehen wird.
Nach fünf Jahren, es war ein Samstag und ich kam gerade schlaftrunken aus dem Schlafzimmer, empfing mich meine Lebensgefährtin mit den Worten „Was hältst du davon, wenn wir nun doch heiraten? Würde sich ja nichts ändern und die Fragerei hört endlich auf“. Ich meinte darauf, „Ja, du hast recht. Warum eigentlich nicht“. Im Nachhinein die dümmste und teuerste Entscheidung meines Lebens…
Den Hochzeitstermin hielten wir uns offen und wir lebten noch einige Jahre in „wilder Ehe“. Als mein Großvater fünf Jahre später an Krebs erkrankte und es sein größter Wunsch war, dass er die Hochzeit noch erleben möchte, haben wir uns auf einen Termin geeinigt und es dann doch durchgezogen.
Meine Lebensgefährtin, nun Ehefrau, hatte recht. Es hat nichts geändert. Wir lebten weiter nebeneinanderher, hatten kaum Sex und ich fühlte mich ziemlich wohl in meiner Haut.
Bis zu einem einschneidenden Erlebnis, das Alles verändern sollte und mein Leben und meine Gefühlswelt wieder komplett auf den Kopf stellte.
Es war irgendwann zur Faschingszeit. Wir lagen auf dem Sofa und sahen im Fernsehen ein Männerballett.
Sie machte Witze darüber, dass mir das bestimmt auch gutstehen würde und sie mich gerne schminken würde. Sie stand auf, ohne dass ich etwas dazu sagen konnte, kam mit ihrem Makeup-Kästchen, einer Strumpfhose einem BH und einem Slip wieder zurück und meinte, ich solle das mal anziehen. Sie würde mich danach schminken.
Ich war extrem verwirrt und dachte ich wäre gestorben und nun im Himmel.
Sie hat mich danach angesehen und meinte, das würde richtig gut aussehen und es würde ihr gefallen. Als ich mich im Spiegel betrachtet habe, hätte ich fast zu weinen begonnen und dachte „Endlich angekommen“.
Wir haben beide den Abend sehr genossen und hatten unseren Spaß.
Am nächsten Tag habe ich mir über das Internet eine Perücke und Kleidung bestellt. Endlich konnte ich mich ausleben und das sein, was ich wirklich bin.
Als die Sachen dann geliefert wurden, ich war aufgeregt wie ein kleines Mädchen, wollte ich meiner Frau eine Freude machen und sie überraschen, wenn sie um 22 Uhr von der Arbeit nach Hause kommt.
Ich habe mich geduscht, rasiert, angezogen und gestylt und mich riesig auf ihre Ankunft gefreut. Ich habe mich noch nie so wohl in meiner Haut gefühlt und saß auf dem Sofa, als sie nach Hause kam.
Diesen Blick von Ihr werde ich nie vergessen. Sie sah mich angewidert an und fauchte mich an, ich soll zusehen, dass ich dieses „Zeug“ ausziehe. Das wäre ja ekelhaft.
Als ich sie fragte, was los ist und ihr es neulich doch auch gefallen habe, meinte sie „Das war nur Spaß und ich will nicht, dass du so rumläufst“
Das hat mich getroffen wie ein Blitz.
Ich habe mich wieder „zurückverwandelt“ und wir haben den Abend und die nächsten Wochen danach schweigend nebeneinanderher gelebt.
Für Sie war es nur Spaß. Für mich war es Alles. Sie lehnte es ab, dass ich mich als Frau zurecht mache, doch ich konnte nicht mehr zurück. Sie hat die Büchse der Pandora aus Spaß geöffnet und ich soll darunter leiden? Niemals!!!
Ich habe mich dann immer, wenn ich allein zuhause war, in mein wahres Ich verwandelt und meinen Fundus nach und nach erweitert und gut versteckt. Dachte ich zumindest.
Als ich eines Tages meinen Koffer öffnete, fand ich darin meine zerschnittenen Perücken und einen Zettel mit nur einem Wort darauf, dass ich hier jedoch nicht wiedergeben möchte.
Ich habe sie zur Rede gestellt und es gab einen riesigen Streit.
Natürlich habe ich mir wieder eine neue Perücke gekauft und wurde irgendwann von ihr erwischt, als ich die Frau in mir wieder herausgelassen habe.
Sie wollte schon wieder losfauchen, doch ich hab ihr gesagt, wir müssen reden.
Ich habe ihr meine Geschichte erzählt. Meine Gefühle offengelegt und dass es nichts mit ihr zu tun hat – ich mir jedoch wünschen würde, dass wir es gemeinsam durchstehen und uns vielleicht Hilfe suchen, wie wir gemeinsam damit umgehen könnten. Erst war sie nicht abgeneigt, machte dann jedoch einen Rückzieher.
Sie sagte „Ich finde es abartig, was du hier machst und ich werde dich nie wieder als Mann sehen können. Ich werde mich nicht von dir trennen, aber versprich mir, dass ich das nie wieder sehen muss und du das niemals in der Öffentlichkeit machst. Das geht niemanden was an“.
Ich habe es ihr natürlich versprochen.
So vergingen noch ein paar Jahre. Ich habe mein wahres Ich nur im Verborgenen ausgelebt, Meine Frau und ich lebten eher wie Geschwister zusammen die nichts mehr intimes gemeinsam hatten und die ständig nur wegen belanglosen Dingen oder Geld stritten (in meinen Augen völlig unnötig). Sie wurde in dieser Zeit immer geiziger, verbissener und missgünstiger anderen gegenüber.
Nach außen hin waren wir das perfekte Paar.
Am Valentinstag 2020 wurde mir dann einfach alles zu viel. Nicht mal an einem solchen Tag konnte sie Ruhe geben. Als sie während des Streites fragte, was ich denn für ein Geschenk für sie hätte, habe ich gesagt, sie könne ihre Koffer packen und gehen. Mein Geschenk ist, dass ich ihr beim Tragen der Koffer helfe.
So ging ein 30 Jahre langes Kapitel meines Lebens zu Ende.
Sie hat immer wieder versucht mich zurückzubekommen. Hat gebettelt und gefleht, sie würde sich ändern, nur um zwei Sätze weiter schon wieder einen Streit anzuzetteln.
Als sie merkte, dass es nichts nützt, hat sie für sich entschieden, dass es wohl eine tolle Sache wäre, jedem davon zu erzählen was für ein kranker Perversling ich sei.
Manche haben sich auf Ihre Seite geschlagen, manche auf meine. Es ist befreiend, bestimmte Personen aus seinem Leben heraus zu haben.
Ich bin nun frei und kann leben wie ich mag. Ich kann mich ausleben, wie ich es brauche. Ich muss auf niemanden mehr Rücksicht nehmen. Ich kann nun „Steffi“ freien Lauf lassen.
Letzte Woche gab es wieder ein Ereignis, welches mir gezeigt hat, dass wir nicht ewig Zeit auf diesem Planeten haben um sie zu verschwenden.
Letzte Woche verstarb plötzlich und unerwartet der Mann meiner Cousine im Alter von 50 (!)
Am Montag eingeschlafen, am Dienstag nicht wieder aufgewacht. Einfach verrückt. Jünger als ich!!!
Das war für mich der Auslöser, mich weiter zu verwirklichen. Worauf soll ich noch warten? Ich habe mich hier in diesem Forum angemeldet und gestern habe ich es endlich gewagt, mich bei Tageslicht nach draußen und unter Menschen zu wagen.
Das erste Mal als Frau in der Öffentlichkeit - ich bin mehr als 1000 Tode gestorben. Gott war ich nervös. Auf dem Weg nach Bayreuth habe ich mir drei Mal überlegt wieder umzukehren. Aber es hat sich gelohnt. Ich weiß nun, dass ich es kann und ich habe liebe Menschen kennen gelernt, die mir gezeigt haben, dass ich nicht allein auf der Welt bin. Auch wenn es vielleicht nicht so aussah. Ich war sehr zurückhaltend. Ich brauche immer eine Weile bis ich auftaue. Gerade in einer solchen Situation.
Real ist es doch immer noch etwas anderes als virtuell.
Sicher war es nicht das letzte Mal und wer weiß, wo mich mein Weg noch hinführt. Ich weiß nur, dass man jetzt Leben muss. Morgen kann es zu spät sein.
Liebe Grüße
Stephania
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Violetta-TransFlower
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Re: Mein Leben
Liebe Stephania,
Ich bin geflasht von Deiner Vorstellung.
Es list sich wirklich bis zu Deiner ersten Frau, fast wie meine Eigene Biographie. Diese Parallelen, WAHNSINN!
Vor allem das hier:
Ich habe zwei ältere Brüder, deshalb sollte ich dann möglichst ein Mädel werden, welches ich jetzt bin, zumindest von meinen Gefühlen und der Optik.
Neulich sagte meine Mutter zu mir, als ich als Frau von der Arbeit nach Hause kam, "Unsere Tochter ist wieder da ".
Das finde ich natürlich sehr schön.
Vielen lieben Dank erstmal.
Ich werde mich später nochmal ausführlicher dazu äußern.
Ist überwältigt
Und gerührt
Deine Violetta
Ich bin geflasht von Deiner Vorstellung.
Es list sich wirklich bis zu Deiner ersten Frau, fast wie meine Eigene Biographie. Diese Parallelen, WAHNSINN!
Vor allem das hier:
Unglaublich für mich, aber wahr, genau dasselbe erzählte meine Mutter immer wieder in der Vergangenheit, wenn das Thema in unserer Familie aufkam.Stephania hat geschrieben: Sa 26. Apr 2025, 10:49
Meine Großmutter sagte mir mal, da war ich etwa fünf, dass ich eigentlich ein Mädchen hätte werden sollen. An den Zusammenhang kann ich mich nicht mehr erinnern, aber dieser Satz hat sich eingebrannt.
Ich habe zwei ältere Brüder, deshalb sollte ich dann möglichst ein Mädel werden, welches ich jetzt bin, zumindest von meinen Gefühlen und der Optik.
Neulich sagte meine Mutter zu mir, als ich als Frau von der Arbeit nach Hause kam, "Unsere Tochter ist wieder da ".
Das finde ich natürlich sehr schön.
Vielen lieben Dank erstmal.
Ich werde mich später nochmal ausführlicher dazu äußern.
Ist überwältigt
Und gerührt
Deine Violetta
🌺 Das Glück 🍀 wohnt wieder in meinem Herzen 💜🙏
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Diana.65
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Re: Mein Leben
Hallo Stephania.
Erst einmal herzlichen willkommen im Forum.
Danke für deine ausführliche Schilderung deines Lebens und deiner Gefühle. Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass du damit nicht allein bist. In einigen Passagen hab ich mich direkt wieder gefunden.
Wo es bei mir hin gegangen ist, kannst du ein meinem Thread "Gedanken" lesen.
Ich hoffe, du findest hier im Forum Antworten für dich und wenn kannst du ja auch gerne Fragen stellen.
Liebe Grüße, Diana.
Erst einmal herzlichen willkommen im Forum.
Danke für deine ausführliche Schilderung deines Lebens und deiner Gefühle. Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass du damit nicht allein bist. In einigen Passagen hab ich mich direkt wieder gefunden.
Wo es bei mir hin gegangen ist, kannst du ein meinem Thread "Gedanken" lesen.
Ich hoffe, du findest hier im Forum Antworten für dich und wenn kannst du ja auch gerne Fragen stellen.
Liebe Grüße, Diana.
Ich bin und bleibe ich.
Und ... genieße mein neues Leben.
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Stephania
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Re: Mein Leben
Dabei wird einem sicher sehr warm um's HerzVioletta CD hat geschrieben: Sa 26. Apr 2025, 11:48 Neulich sagte meine Mutter zu mir, als ich als Frau von der Arbeit nach Hause kam, "Unsere Tochter ist wieder da ".
LG
Steph
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Juliane
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Re: Mein Leben
Liebe Stefania,
vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht. So vieles kann ich nachvollziehen. Etwa den Spruch "du hättest ein Mädchen werden sollen".
Nachzulesen hier im Forum unter -Julianes Weg-.
Jetzt ist das alles bereits über 25 Jahre her und Juliane lebt als Teilzeitfrau.
Dir wünsche ich, dass du deinen Weg findest und glücklich wirst,
Juliane
vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht. So vieles kann ich nachvollziehen. Etwa den Spruch "du hättest ein Mädchen werden sollen".
Nachzulesen hier im Forum unter -Julianes Weg-.
Jetzt ist das alles bereits über 25 Jahre her und Juliane lebt als Teilzeitfrau.
Dir wünsche ich, dass du deinen Weg findest und glücklich wirst,
Die mich kennen mögen mich. Die mich nicht mögen können mich. Frei nach Konrad Adenauer
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Momo58
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Re: Mein Leben
Hallo Stephania,
Auch von mir ein herzliches welcome. Es ist immer wieder schön, wie sich die Lebensgeschichten gleichen. Ich hab mich in vielem wieder erkannt. Danke für deinen ausführlichen Bericht.
Liebe Grüße
Manuela
Auch von mir ein herzliches welcome. Es ist immer wieder schön, wie sich die Lebensgeschichten gleichen. Ich hab mich in vielem wieder erkannt. Danke für deinen ausführlichen Bericht.
Liebe Grüße
Manuela
Wir alle sind nur ein unbedeutendes Staubkorn im Universum
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Marlen
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Re: Mein Leben
Ach schee,
wenn es nicht so traurig wäre: "A Buuh ziehd sowas ned (
) oh". (Ein Landkreis weiter südlich). Dieser Satz klingt auch noch in meinen Ohren. Lange her. Ist wohl ein regionaler Klassiker, vermutlich immer noch. Und ich kann die eine oder andere Begebenheit aus Deinem Lebenslauf ebenfalls bestätigen: " ich will Dich so ned sehen!"
Doch das geht vorbei, man lernt, wird stärker und lässt das kleinstädtische Denken hinter sich.
Nur Mut, Steffi. Lass Dich nicht verunsichern. Geh Deinen Weg, so wie Du ihn für richtig hältst.
Liebe Grüße
Marlen
wenn es nicht so traurig wäre: "A Buuh ziehd sowas ned (
Doch das geht vorbei, man lernt, wird stärker und lässt das kleinstädtische Denken hinter sich.
Nur Mut, Steffi. Lass Dich nicht verunsichern. Geh Deinen Weg, so wie Du ihn für richtig hältst.
Liebe Grüße
Marlen
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ChristinaF
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Re: Mein Leben
Liebe Stephania,
vielen Dank für deine ausführliche Vorstellung. Du hast ja einiges an körperlichen und psychischen Kummer ertragen müssen. Letztendlich, so finde ich, war es die beste Entscheidung, dich von deiner Frau zu trennen.
Nun hast du die "Freiheit" dich selbst "zu verwirklichen" und zu schauen, wohin der Weg dich führt. Ich freue mich mit dir, dass du jetzt alle Möglichkeiten hast als Stephania glücklich zu werden.
Liebe Grüße
Christina
vielen Dank für deine ausführliche Vorstellung. Du hast ja einiges an körperlichen und psychischen Kummer ertragen müssen. Letztendlich, so finde ich, war es die beste Entscheidung, dich von deiner Frau zu trennen.
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Alicia
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Re: Mein Leben
Hallo Stephania, oder Steffi, wie immer du es gerne hören möchtest,
vielen herzlichen Dank für deine ausführliche Geschichte. Sie hört sich fast schon wie eine Horrorgeschichte mit Happy End an. Es ist beruhigend zu lesen, dass du langsam zu dir selbst gefunden hast.
Liebe Grüße und bleib stark, Alicia.
vielen herzlichen Dank für deine ausführliche Geschichte. Sie hört sich fast schon wie eine Horrorgeschichte mit Happy End an. Es ist beruhigend zu lesen, dass du langsam zu dir selbst gefunden hast.
Das, so glaube ich, ging jeder so beim ersten Mal. Aber frau gewöhnt sich dran und es ist immer wieder ein Highlight im Alltagstrott. Deinem Profilbild zufolge kommst du ziemlich authentisch rüber. Nun ist es an dir, ob du 24/7 als Frau leben oder dich zwischendurch mit einem Ausflug belohnen möchtest. Für mich habe ich beschlossen, daheim in Haus und Garten nur noch feminin herumzulaufen und draußen zunehmend androgyn mit femininer Note. Die Ausflüge und Urlaube en femme sind natürlich die Kirsche auf der Torte.
Liebe Grüße und bleib stark, Alicia.
Eine Lebensweise zu erfinden ist nichts. Sie zu verinnerlichen, ein Anfang. Sie zu leben ist alles.
(Frei nach Otto Lilienthal)
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Re: Mein Leben
Hallo Stephania
danke für deinen Bericht, es ist doch immer sehr interessant zu sehen wie sich bei "uns" so die Lebensgeschichten ähneln, bzw. gleichen, vom "dass ich eigentlich ein Mädchen hätte werden sollen" (Ausspruch meiner Mutter, daher auch mein Name) bis zum beschließen "ein „echter Kerl“ zu sein" ist viel dabei was mir auch sehr bekannt vorkommt. Schön das du dich nach vielen Irrungen und Wirrungen gefunden hast. Allein die seelische Gesundheit ist unbezahlbar. Ich wünsche dir weiterhin alles Gute und Freude.
Liebe Grüße Heike
danke für deinen Bericht, es ist doch immer sehr interessant zu sehen wie sich bei "uns" so die Lebensgeschichten ähneln, bzw. gleichen, vom "dass ich eigentlich ein Mädchen hätte werden sollen" (Ausspruch meiner Mutter, daher auch mein Name) bis zum beschließen "ein „echter Kerl“ zu sein" ist viel dabei was mir auch sehr bekannt vorkommt. Schön das du dich nach vielen Irrungen und Wirrungen gefunden hast. Allein die seelische Gesundheit ist unbezahlbar. Ich wünsche dir weiterhin alles Gute und Freude.
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Re: Mein Leben
Hallo Stephania,
herzlich willkommen und vielen Dank für deine ausführliche und bewegende Vorstellung. Ja da sind Parallelen von Vielen dabei.
Solche Leidenswege haben sicher einige hier durchlebt. Und warum? Im Grunde nur, weil dem Mann keine weibliche Seite, keine weiblichen Eigenschaften zugestanden werden. Will Frau sich männlicher geben … kein Problem. Kurzhaarschnitt, Jeans, Karohemd und rauf auf die Harley (um mal ein klischeehaftes Bild zu zeichnen) Die Gesellschaft nimmt es wohlwollend hin, vielleicht mal ein Kommentar in der Richtung „an ihr ist wohl auch ein Mann verloren gegangen“ Aber alles kein Problem. Andersrum geht es halt gar nicht und das ärgert mich zunehmend.
Ich bin auch überzeugt davon, dass einige nicht den harten Weg einer Geschlechtsumwandlung gehen würden, wenn einem Mann freie Wahl der Kleidung, etc. zugestanden würde. Aber so wie es ist, muss jede(r) seine Nische und den Kompromiss im Leben finden, der für ihn/sie funktioniert.
Liebe Grüße
Klaudia
herzlich willkommen und vielen Dank für deine ausführliche und bewegende Vorstellung. Ja da sind Parallelen von Vielen dabei.
Solche Leidenswege haben sicher einige hier durchlebt. Und warum? Im Grunde nur, weil dem Mann keine weibliche Seite, keine weiblichen Eigenschaften zugestanden werden. Will Frau sich männlicher geben … kein Problem. Kurzhaarschnitt, Jeans, Karohemd und rauf auf die Harley (um mal ein klischeehaftes Bild zu zeichnen) Die Gesellschaft nimmt es wohlwollend hin, vielleicht mal ein Kommentar in der Richtung „an ihr ist wohl auch ein Mann verloren gegangen“ Aber alles kein Problem. Andersrum geht es halt gar nicht und das ärgert mich zunehmend.
Ich bin auch überzeugt davon, dass einige nicht den harten Weg einer Geschlechtsumwandlung gehen würden, wenn einem Mann freie Wahl der Kleidung, etc. zugestanden würde. Aber so wie es ist, muss jede(r) seine Nische und den Kompromiss im Leben finden, der für ihn/sie funktioniert.
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Re: Mein Leben
Liebe Stephania,
vielen Dank, daß Du Deine berührende Geschichte mit uns teilst. Ich kann so gut nachvollziehen, wie Du Dich in vielen von Dir geschilderten Situationen gefühlt haben mußt.
Diese Nicht-Akzeptanz Deiner Frau - ich denke, ich weiß, wie Du Dich hier gefühlt hast. Genau diese Nicht-Akzeptanz meiner Freundin beschäftigt mich ebenfalls immer wieder. Zum Glück ist sie allerdings nicht aggressiv, aber sie schweigt das Thema "Desiree" tot - und das fühlt sich für mich manchmal auch irgendwie "tödlich" an. Sie sagte mal sinngemäß, sie möchte lieber ausschließlich den Mann an ihrer Seite, den sie kennengelernt hat. Wenigstens akzeptiert sie es, daß ich ab und zu zu Trans*/CD-Treffen gehe. Eigentlich ist mir das zu wenig, muß aber zugeben, daß ich en femme OHNE sie rausgehen möchte.
Und ich kann sehr gut verstehen, was Du mit "wir leben nicht ewig" meinst. Im Oktober 2023 verstarb mein Bruder mit 60 völlig überraschend. Das hat mir damals auch wieder mal auf dramatische Art und Weise bewusst gemacht, daß es wichtig ist, im HEUTE zu leben und nicht alles auf "irgendwann, wenn die Umstände passen" zu verschieben. Die Umstande sind nämlich nie perfekt. Irgendwann mal muß man einfach ins kalte Wasser springen.
Ich wünsche Dir, daß Du nun Deinen Weg konsequent und so wie er gut ist für Dich, gehen kannst.
Alles Liebe
Desiree
vielen Dank, daß Du Deine berührende Geschichte mit uns teilst. Ich kann so gut nachvollziehen, wie Du Dich in vielen von Dir geschilderten Situationen gefühlt haben mußt.
Diese Nicht-Akzeptanz Deiner Frau - ich denke, ich weiß, wie Du Dich hier gefühlt hast. Genau diese Nicht-Akzeptanz meiner Freundin beschäftigt mich ebenfalls immer wieder. Zum Glück ist sie allerdings nicht aggressiv, aber sie schweigt das Thema "Desiree" tot - und das fühlt sich für mich manchmal auch irgendwie "tödlich" an. Sie sagte mal sinngemäß, sie möchte lieber ausschließlich den Mann an ihrer Seite, den sie kennengelernt hat. Wenigstens akzeptiert sie es, daß ich ab und zu zu Trans*/CD-Treffen gehe. Eigentlich ist mir das zu wenig, muß aber zugeben, daß ich en femme OHNE sie rausgehen möchte.
Und ich kann sehr gut verstehen, was Du mit "wir leben nicht ewig" meinst. Im Oktober 2023 verstarb mein Bruder mit 60 völlig überraschend. Das hat mir damals auch wieder mal auf dramatische Art und Weise bewusst gemacht, daß es wichtig ist, im HEUTE zu leben und nicht alles auf "irgendwann, wenn die Umstände passen" zu verschieben. Die Umstande sind nämlich nie perfekt. Irgendwann mal muß man einfach ins kalte Wasser springen.
Ich wünsche Dir, daß Du nun Deinen Weg konsequent und so wie er gut ist für Dich, gehen kannst.
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Re: Mein Leben
Liebe Stephania,
Ich habe mich in Deiner Vorstellung/Biografie wiedergefunden, wie bisher in keiner Anderen.
Vielen lieben Dank dafür, auch für die Ausführlichkeit und die kleinen Details.
Einiges dazu hab ich ja schon erwähnt.
Ich muß jetzt viele Zitate von Dir kommentieren, damit keine Mißverständnisse entstehen.
Ich hoffe nur im Nachhinein, der Freund war nicht so wichtig damals.
War Deine Kindheit, wie das von Dir Beschriebene, oder hattest Du auch emotionale Zuwendung von Deinen Eltern ?
Meine Ex war auch eher männlich geprägt im Verhalten.
Ihr ganzer Charakter wies eher in diese Richtung.
Biertrinken jeden Abend, Rampensau, das ganze Sprech von Ihr, Ihre Stimme, manches mal dachte ich, ich hab als gefühlte Frau den Mann genommen ohne es zu wissen, nur Ihr Anblick hat mich dann wieder in die Realität zurückgeholt.
Keinerlei Nähe und Sex zwischen uns, immer wenn ich Nähe suchte, wies sie mich ab.
Ich weiß bis heute nicht was sie für ein Problem mit mir oder damit hatte.
Und auch meist mit emotionalen Qualen verbunden ist, welche ich wohl kaum ertragen würde.
Deswegen habe ich mich immer dagegen entschieden, und das Leben gab mir bis jetzt recht.
Unglaublich, dieses Verhalten.
Selbst wenn man unterstellt, daß sie es nicht besser wußte, tun sich da Abgründe auf, die man nicht überblickt und versteht.
Mehr Niedertracht geht nicht.
Wohl auch deswegen, weil ich Angst vor Konsequenzen hatte. Ich kann heute kaum glauben, wie ängstlich ich damals war.
Ich habe mir mal 1 Jahr vor Ende der Beziehung ein paar Heels gekauft und hab die oft mal heimlich im Keller angezogen, mehr nicht.
So ging es mir bis 2022.
Obwohl Sie damals die Reißleine gezogen hat, muß ich sagen ich hätte es wohl kurze Zeit später auch getan.
Unsere Trennung lief gegen Deine relativ gesittet ab, zum Glück, obwohl Sie mich heute auch noch regelmäßig attackiert.
Zum Glück waren wir nicht verheiratet, da ging das Ganze auch finanziell für mich glimpflich aus.
Da bin ich echt gespannt, was ich da so erfahre, auch im Bezug auf Sie.
Echte Freunde wenden sich deswegen nicht von Dir ab.
Bei Allen anderen, die Dich seitdem meiden, war es keine Freundschaft.
Auch das muß ich, teilweise zumindest, auch noch für mich herausfinden.
Mein bester Freund steht zu mir, trotz aller Umstände, er findet es lediglich "skurril und schräg", aber damit kann ich leben.
Ich erwarte mit Spannung Deine kommenden Berichte.
Da war und ist meine Herangehensweise. Wozu Zeit verschwenden.
Ich habe vor meiner optischen Präsenz immer erst das Gespräch mit den betreffenden Personen gesucht und mich offenbart.
Alles verlief positiv und ich setzte es gleich danach um, auf Arbeit im Büro gleich am darauf folgenden Tag.
Ich sag mir immer wieder, das Leben ist zu kurz, um Zeit zu verlieren. Wir sind keine 20 oder 30 Jahre mehr.
Und die ganzen Todesfälle oder schweren Erkrankungen der letzten Zeit von Freunden und Bekannten, lassen mich immer sehr nachdenklich werden, aber bestärken mich auch immer wieder in meinen Gedanken und ich sage zu mir selbst:
Du machst alles richtig, Violetta.
RICHTIG : MORGEN KANN ES ZU SPÄT SEIN !
Ein gutes Schlußwort von Dir, ich hab es mir mal ausgeliehen.
fühlt sich mit Dir im Geiste verbunden
Deine Violetta
Ich habe mich in Deiner Vorstellung/Biografie wiedergefunden, wie bisher in keiner Anderen.
Vielen lieben Dank dafür, auch für die Ausführlichkeit und die kleinen Details.
Einiges dazu hab ich ja schon erwähnt.
Ich muß jetzt viele Zitate von Dir kommentieren, damit keine Mißverständnisse entstehen.
Das war wohl ein ziemlich unüberlegter Schnellschuß der voll nach hinten losging.Stephania hat geschrieben: Sa 26. Apr 2025, 10:49 Seiner Reaktion darauf nach zu urteilen, fand wohl nur ich diese Idee gut. Er hat die Wohnung fluchtartig verlassen und kam auch nie wieder.
Ich hoffe nur im Nachhinein, der Freund war nicht so wichtig damals.
Das klingt hart, sehr hart sogar.Stephania hat geschrieben: Sa 26. Apr 2025, 10:49 Ich habe alles runtergeschluckt und meine Gefühle so gut es ging unterdrückt. Internet gab es damals nicht und mit wem sollte ich darüber reden? Mit meinen Eltern? Meine Mutter hat mir schon für weniger mit dem Kinderheim gedroht. Mein Vater war nie da, weil er nur am Arbeiten war. Aber auch er hätte es nicht verstanden und mich wahrscheinlich ins Nirvana geprügelt
War Deine Kindheit, wie das von Dir Beschriebene, oder hattest Du auch emotionale Zuwendung von Deinen Eltern ?
Wieder eine Gemeinsamkeit.Stephania hat geschrieben: Sa 26. Apr 2025, 10:49 Ich lernte kurz darauf meine zukünftige Frau kennen. Sie war das genaue Gegenteil meiner Ex-Freundin. Sie war eher der burschikosere Typ. Etwas, um das ich sie nicht zu beneiden brauchte.
In unserer Beziehung nahm sie auch den eher männlichen Part ein (wenn man das so sagen kann). Sie kümmerte sich um Finanzen, konnte alle möglichen Sachen reparieren. Ich habe da eher zwei linke Hände und schaffe es, Dinge die kaputt sind, noch kaputter zu machen.
Meine Ex war auch eher männlich geprägt im Verhalten.
Ihr ganzer Charakter wies eher in diese Richtung.
Biertrinken jeden Abend, Rampensau, das ganze Sprech von Ihr, Ihre Stimme, manches mal dachte ich, ich hab als gefühlte Frau den Mann genommen ohne es zu wissen, nur Ihr Anblick hat mich dann wieder in die Realität zurückgeholt.
So Ähnlich war es bei mir in den letzten Jahren der Beziehung.Stephania hat geschrieben: Sa 26. Apr 2025, 10:49 Sexuell lief es zwischen uns eher gemäßigt ab. Sie hatte keine rechte Lust daran und ich war nicht gezwungen „meinen Mann zu stehen“
....
So gingen die Jahre ins Land, man lebte nebeneinanderher, aus der anfänglichen Liebe wurde Gewohnheit. Ich fühlte mich in dieser Zeit auch recht wohl in meiner Haut. Wahrscheinlich lag es daran, dass ich nicht gezwungen war, ein „echter Mann“ zu sein.
Keinerlei Nähe und Sex zwischen uns, immer wenn ich Nähe suchte, wies sie mich ab.
Ich weiß bis heute nicht was sie für ein Problem mit mir oder damit hatte.
Das hab ich zum Glück immer anders gehalten in meinen Beziehungen, weil mir IMMER bewußt war, daß eine EheScheidung richtig viel Geld kostet.Stephania hat geschrieben: Sa 26. Apr 2025, 10:49 „Was hältst du davon, wenn wir nun doch heiraten? Würde sich ja nichts ändern und die Fragerei hört endlich auf“. Ich meinte darauf, „Ja, du hast recht. Warum eigentlich nicht“. Im Nachhinein die dümmste und teuerste Entscheidung meines Lebens…
Und auch meist mit emotionalen Qualen verbunden ist, welche ich wohl kaum ertragen würde.
Deswegen habe ich mich immer dagegen entschieden, und das Leben gab mir bis jetzt recht.
Was für ein Dolchstoß in Deinen Körper.Stephania hat geschrieben: Sa 26. Apr 2025, 10:49 Sie machte Witze darüber, dass mir das bestimmt auch gutstehen würde und sie mich gerne schminken würde. Sie stand auf, ohne dass ich etwas dazu sagen konnte, kam mit ihrem Makeup-Kästchen, einer Strumpfhose einem BH und einem Slip wieder zurück und meinte, ich solle das mal anziehen. Sie würde mich danach schminken.
Ich war extrem verwirrt und dachte ich wäre gestorben und nun im Himmel.
Sie hat mich danach angesehen und meinte, das würde richtig gut aussehen und es würde ihr gefallen. Als ich mich im Spiegel betrachtet habe, hätte ich fast zu weinen begonnen und dachte „Endlich angekommen“.
...
Ich habe mich geduscht, rasiert, angezogen und gestylt und mich riesig auf ihre Ankunft gefreut. Ich habe mich noch nie so wohl in meiner Haut gefühlt und saß auf dem Sofa, als sie nach Hause kam.
Diesen Blick von Ihr werde ich nie vergessen. Sie sah mich angewidert an und fauchte mich an, ich soll zusehen, dass ich dieses „Zeug“ ausziehe. Das wäre ja ekelhaft.
Unglaublich, dieses Verhalten.
Selbst wenn man unterstellt, daß sie es nicht besser wußte, tun sich da Abgründe auf, die man nicht überblickt und versteht.
Mehr Niedertracht geht nicht.
Das habe ich mich während meiner letzten Beziehung nicht getraut.Stephania hat geschrieben: Sa 26. Apr 2025, 10:49 und wurde irgendwann von ihr erwischt, als ich die Frau in mir wieder herausgelassen habe.
Wohl auch deswegen, weil ich Angst vor Konsequenzen hatte. Ich kann heute kaum glauben, wie ängstlich ich damals war.
Ich habe mir mal 1 Jahr vor Ende der Beziehung ein paar Heels gekauft und hab die oft mal heimlich im Keller angezogen, mehr nicht.
Seeeehr konsequent und mutig von Dir. Respekt ! Und das originelle "Geschenk" ist nicht von dieser Welt.Stephania hat geschrieben: Sa 26. Apr 2025, 10:49 Am Valentinstag 2020 wurde mir dann einfach alles zu viel. Nicht mal an einem solchen Tag konnte sie Ruhe geben. Als sie während des Streites fragte, was ich denn für ein Geschenk für sie hätte, habe ich gesagt, sie könne ihre Koffer packen und gehen. Mein Geschenk ist, dass ich ihr beim Tragen der Koffer helfe.
So ging es mir bis 2022.
Obwohl Sie damals die Reißleine gezogen hat, muß ich sagen ich hätte es wohl kurze Zeit später auch getan.
Unsere Trennung lief gegen Deine relativ gesittet ab, zum Glück, obwohl Sie mich heute auch noch regelmäßig attackiert.
Zum Glück waren wir nicht verheiratet, da ging das Ganze auch finanziell für mich glimpflich aus.
Ersteres werde ich noch mitbekommen, am 2. Mai möchte ich mal zum Maibaumsetzen in unserem Dorf, als Frau.Stephania hat geschrieben: Sa 26. Apr 2025, 10:49 Als sie merkte, dass es nichts nützt, hat sie für sich entschieden, dass es wohl eine tolle Sache wäre, jedem davon zu erzählen was für ein kranker Perversling ich sei.
Manche haben sich auf Ihre Seite geschlagen, manche auf meine. Es ist befreiend, bestimmte Personen aus seinem Leben heraus zu haben.
Da bin ich echt gespannt, was ich da so erfahre, auch im Bezug auf Sie.
Echte Freunde wenden sich deswegen nicht von Dir ab.
Bei Allen anderen, die Dich seitdem meiden, war es keine Freundschaft.
Auch das muß ich, teilweise zumindest, auch noch für mich herausfinden.
Mein bester Freund steht zu mir, trotz aller Umstände, er findet es lediglich "skurril und schräg", aber damit kann ich leben.
Da bist Du genau wie ich, mal sehen, ob Du es auch mit voller Konsequenz so durchziehst wie ich.Stephania hat geschrieben: Sa 26. Apr 2025, 10:49 Ich bin nun frei und kann leben wie ich mag. Ich kann mich ausleben, wie ich es brauche. Ich muss auf niemanden mehr Rücksicht nehmen. Ich kann nun „Steffi“ freien Lauf lassen.
Ich erwarte mit Spannung Deine kommenden Berichte.
Du bringst es auf den Punkt.Stephania hat geschrieben: Sa 26. Apr 2025, 10:49 Letzte Woche gab es wieder ein Ereignis, welches mir gezeigt hat, dass wir nicht ewig Zeit auf diesem Planeten haben um sie zu verschwenden.
Letzte Woche verstarb plötzlich und unerwartet der Mann meiner Cousine im Alter von 50 (!)
Am Montag eingeschlafen, am Dienstag nicht wieder aufgewacht. Einfach verrückt. Jünger als ich!!!
Das war für mich der Auslöser, mich weiter zu verwirklichen. Worauf soll ich noch warten? Ich habe mich hier in diesem Forum angemeldet und gestern habe ich es endlich gewagt, mich bei Tageslicht nach draußen und unter Menschen zu wagen.
....
Ich weiß nur, dass man jetzt Leben muss. Morgen kann es zu spät sein.
Da war und ist meine Herangehensweise. Wozu Zeit verschwenden.
Ich habe vor meiner optischen Präsenz immer erst das Gespräch mit den betreffenden Personen gesucht und mich offenbart.
Alles verlief positiv und ich setzte es gleich danach um, auf Arbeit im Büro gleich am darauf folgenden Tag.
Ich sag mir immer wieder, das Leben ist zu kurz, um Zeit zu verlieren. Wir sind keine 20 oder 30 Jahre mehr.
Und die ganzen Todesfälle oder schweren Erkrankungen der letzten Zeit von Freunden und Bekannten, lassen mich immer sehr nachdenklich werden, aber bestärken mich auch immer wieder in meinen Gedanken und ich sage zu mir selbst:
Du machst alles richtig, Violetta.
RICHTIG : MORGEN KANN ES ZU SPÄT SEIN !
Ein gutes Schlußwort von Dir, ich hab es mir mal ausgeliehen.
fühlt sich mit Dir im Geiste verbunden
Deine Violetta
🌺 Das Glück 🍀 wohnt wieder in meinem Herzen 💜🙏
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Stephania
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Re: Mein Leben
Ich möchte euch allen für eure lieben Worte danken. Stellenweise hatte ich wirklich Pipi in den Augen

Mein Vater hat viel gearbeitet um die Familie zu ernähren. Es kam vor, dass er wochenlang im Ausland unterwegs war. Meine Mutter war sehr streng und hat jede Verfehlung sofort und mit Nachdruck sanktioniert. Körperliche Nähe gab es eigendlich nur in einem solchen Fall.
Ich denke, sie war mit allem überfordert - oder unzufrieden, weil ich nicht als das geboren wurde, was eigentlich erwartet wurde.
Es hat sehr lange gedauert (bis vor ca. 10 Jahren etwa), bis ich ihr verzeihen konnte und sich mein Verhältnis zu ihr normalisiert hat. Jetzt, da sie vor einem Jahr gestorben ist, fehlt sie mir wahnsinnig.
Ich bin zwar immer noch dort, aber nur um mich hin und wieder mit Freunden zu treffen und zu chatten. Meine mittlerweile beste Freundin habe ich dort kennengelernt. Mit ihr kann ich über alles reden. Nur die wenigsten wissen, wer oder was hinter dem Avatar steckt und das ist auch gut so.

Meine habe ich, obwohl wir im selben Ort wohnen, seit der Scheidung nicht wieder zu Gesicht bekommen. Bin ich auch nicht wild drauf.
LG
Steph
Zuhause gibt es kaum noch einen Mann. Wenn ich von der Arbeit heim komme, wird als erstes die "Verkleidung" abgelegt und "normale" Wohlfühl-Kleidung angezogenAlicia hat geschrieben: So 27. Apr 2025, 10:53 Nun ist es an dir, ob du 24/7 als Frau leben oder dich zwischendurch mit einem Ausflug belohnen möchtest.
Von Seiten meiner Eltern her war es... wie soll ich es ausdrücken?Violetta CD hat geschrieben: Mi 30. Apr 2025, 07:26 War Deine Kindheit, wie das von Dir Beschriebene, oder hattest Du auch emotionale Zuwendung von Deinen Eltern ?
Mein Vater hat viel gearbeitet um die Familie zu ernähren. Es kam vor, dass er wochenlang im Ausland unterwegs war. Meine Mutter war sehr streng und hat jede Verfehlung sofort und mit Nachdruck sanktioniert. Körperliche Nähe gab es eigendlich nur in einem solchen Fall.
Ich denke, sie war mit allem überfordert - oder unzufrieden, weil ich nicht als das geboren wurde, was eigentlich erwartet wurde.
Es hat sehr lange gedauert (bis vor ca. 10 Jahren etwa), bis ich ihr verzeihen konnte und sich mein Verhältnis zu ihr normalisiert hat. Jetzt, da sie vor einem Jahr gestorben ist, fehlt sie mir wahnsinnig.
Nicht nur für den Körper. Glaub mir. Das tat sehr weh.
Ich habe irgendwann angefangen mich in die virtuelle Welt zu flüchten und habe mich bei Second Life angemeldet. Dort konnte ich das sein was in der realen Welt nicht möglich war. Das ging sogar soweit, dass ich dort mehr Zeit verbracht habe als in der Wirklichkeit. Das habe ich zum Glück so gut wie hinter mir gelassen.Violetta CD hat geschrieben: Mi 30. Apr 2025, 07:26 Das habe ich mich während meiner letzten Beziehung nicht getraut.
Wohl auch deswegen, weil ich Angst vor Konsequenzen hatte. Ich kann heute kaum glauben, wie ängstlich ich damals war.
Ich habe mir mal 1 Jahr vor Ende der Beziehung ein paar Heels gekauft und hab die oft mal heimlich im Keller angezogen, mehr nicht.
Ich bin zwar immer noch dort, aber nur um mich hin und wieder mit Freunden zu treffen und zu chatten. Meine mittlerweile beste Freundin habe ich dort kennengelernt. Mit ihr kann ich über alles reden. Nur die wenigsten wissen, wer oder was hinter dem Avatar steckt und das ist auch gut so.
Ich wünsch dir ganz viel Spaß und hoffe, deiner Ex fallen die Augen aus dem Kopf wenn sie dich sieht. Ich erwarte dazu auf jeden Fall deinen BerichtVioletta CD hat geschrieben: Mi 30. Apr 2025, 07:26 Ersteres werde ich noch mitbekommen, am 2. Mai möchte ich mal zum Maibaumsetzen in unserem Dorf, als Frau.
Da bin ich echt gespannt, was ich da so erfahre, auch im Bezug auf Sie.
Meine habe ich, obwohl wir im selben Ort wohnen, seit der Scheidung nicht wieder zu Gesicht bekommen. Bin ich auch nicht wild drauf.
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Re: Mein Leben
Liebe Stephania,
in der Lage, in der du zur Zeit steckst, waren viele andere auch. Zweifeln, Hochstimmung, Betrübnis, schöne wie auch schlechte Gedanken usw. wechselten sich ab. Es ist zwar kein Trost, aber so blöd es klingt, wird die Zeit dir zeigen welchen Weg du einschlagen wirst. Ich hoffe für dich, dass es dann die richtige Entscheidung sein wird. Ich drück dich mal ganz feste
und wünsch dir, dass du das Richtige tun wirst.
Liebe Grüße
Christina
in der Lage, in der du zur Zeit steckst, waren viele andere auch. Zweifeln, Hochstimmung, Betrübnis, schöne wie auch schlechte Gedanken usw. wechselten sich ab. Es ist zwar kein Trost, aber so blöd es klingt, wird die Zeit dir zeigen welchen Weg du einschlagen wirst. Ich hoffe für dich, dass es dann die richtige Entscheidung sein wird. Ich drück dich mal ganz feste
Liebe Grüße
Christina