taz Queer Talk: Wie queer ist das denn?
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Anne-Mette
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taz Queer Talk: Wie queer ist das denn?

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Ein Gespräch mit Till Amelung und Manuela Torelli über die aktuelle Lage von queeren Menschen, nicht nur in Deutschland.

Keine soziale Bewegung war in den vergangenen Jahrzehnten erfolgreicher als die der LGBTI*-Menschen. Höhepunkt war 2017 die Entbiologisierung der Eheparagraphen, sodass auch homosexuelle Paare heiraten konnten. Das Selbstbestimmungsgesetz, das die Ampel-Regierung im vorigen Jahr beschloss, war und ist bis heute umstritten, nicht nur von konservativer, sondern auch von linker und feministischer Seite.


https://taz.de/HEUTE-taz-Queer-Talk/!vn6081326/

Di., 22.04.2025, 19:00 Uhr

Livestream: https://www.youtube.com/live/ER7yV2unRQ ... JM0mYQikcT
Svetlana L
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Re: taz Queer Talk: Wie queer ist das denn?

Post 2 im Thema

Beitrag von Svetlana L »

Komisch, beim Eherecht wird die "Entbiologisierung" (zu Recht) als großer Erfolg gefeiert, aber bei der Selbstbestimmung wird gerade genau entgegengesetzt in Richtung "Verbiologisierung" argumentiert und gehandelt (siehe aktuelle Entwicklung in GB, der Frauenhausvorfall in Pirmasens, USA, Ungarn usw.) Auch die künftige unionsgeführte Bundesregierung will ja an das Selbstbestimmungsgesetz nochmal ran (nur gut, dass die in eine Koa-Regierung mit der SPD müssen, sozusagen als kleines Korrektiv, sonst wäre das SBGG vermutlich sofort kassiert worden). Im Entwurf des Koa-Vertrages wird zwar die sexuelle Orientierung erwähnt, geschlechtliche Vielfalt scheint aber dort nur als Überschrift vorzukommen.

"Geschlechtliche Vielfalt

Wir verpflichten uns weiterhin, queeres Leben vor Diskriminierung zu schützen. Es muss für alle
Menschen, unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung selbstverständlich sein, gleichberechtigt,
diskriminierungs- und gewaltfrei leben zu können. Dazu wollen wir mit entsprechenden Maßnahmen
das Bewusstsein schaffen, sensibilisieren und den Zusammenhalt und das Miteinander stärken."

Was sexuelle Orientierung unter der Überschrift geschlechtliche Vielfalt bedeutet, wissen wohl nur die Verfasser_innen dieses Werkes.

Im Absatz über das SBGG steht dann, "... legen wir einen besonderen Fokus auf ... den wirksamen Schutz von Frauen." Da klingt ja schon an, dass trans* Frauen keine Frauen sind, die schützenswert sind.

Hatten wir ein paar positive Jahre mit zunehmender Akzeptanz genießen können, so weht uns jetzt der Gegenwind umso kälter ins Gesicht. Abstammungsrecht, Art. 3 GG können wir (zumindest für die nächsten Jahre) getrost vergessen.
Hawadehre
Svetlana

As gitt halt nix Bessers wäi wos Guads!
Däi owapfölzer Bärlinerin
Michi
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Re: taz Queer Talk: Wie queer ist das denn?

Post 3 im Thema

Beitrag von Michi »

Da fühle ich mich richtig "gut" repräsentiert, wenn ein selbstbestimmungsfeindlicher Transmann und eine Lesbe unter Führung eines eher transfeindlichen Schwulen über "queer" diskutieren.

Denn: Was kann da schon schief gehen, wenn die am stärksten negativ betroffene Gruppe nicht selbst zu Wort kommt, man allenfalls über sie redet?!
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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