Moin Valerie,
Val44721 hat geschrieben: Sa 19. Apr 2025, 12:21
Nur menschlich sollte es eben nicht passieren, dass der Staat Menschen verfolgt, die sich nicht an christliche religiöse Bräuche halten.
Hier kann ich Dir nicht ganz folgen, deshalb solltest Du das näher erläutern. Wo in unserem Staat, denn es geht hier ausschließlich um unseren, werden Menschen verfolgt, wenn sie sich nicht an diese Bräuche halten?
Val44721 hat geschrieben: Sa 19. Apr 2025, 12:21
Ein weiteres Beispiel wäre, dass die Kirchen sich nicht an Arbeitnehmerrechte halten müssen, und die Freiheit besitzen, Menschen für geschützte Kategorien wie Sexualität oder geschlechtliche Identität diskriminieren dürfen.
Da kann und muss ich Dir zustimmen, das darf nicht sein. Allerdings ist es nicht die Kirche allein. Da gibt es etliche Arbeitgeber, die so etwas tun, das nur versteckter handhaben ohne diesen Zusammenhang offen zu nennen. Welche Gründe ein Arbeitgeber bei Ablehnung einer Bewerbung oder gar einer Kündigung angibt, bleibt ihm überlassen. Da fällt denen schon genug ein nicht in die "Diskriminierungsfalle" zu geraten.
Val44721 hat geschrieben: Sa 19. Apr 2025, 12:21
Und ich wünschte, ich würde mehr Christ:innen sehen, die dagegen was sagen, und sich für die Rechte von anderen einsetzen,
Mindestens eine von denen kennst Du, nämlich mich.
Val44721 hat geschrieben: Sa 19. Apr 2025, 12:21
anstatt sich darüber zu freuen, und zu sagen, dass die, die nicht dem eigenen Glauben folgen, ja dann eine schlechtere Lebensqualität (härtere Arbeitszeiten und keine Wochenenden) verdient hätten.
Hier muss ich Dir doch scharf widersprechen. Es ging doch nicht darum, anderen eine schlechte Lebensqualität zu wünschen. Ausgangspunkt war ja dieser "stille Feiertag", an Feiertag, an dem bestimmte Aktivitäten unterbleiben sollten. Natürlich kann jede(r) sagen, dieser Feiertag ist mir gleichgültig, ich lehne solche Zurückhaltung ab. Nur sollte man dann nicht wie selbstverständlich die aus diesem Feiertag entstehenden Vorteile, nämlich arbeitsfrei zu sein, in Anspruch nehmen.
Viele profitieren von diesen inhaltlich abgelehnten Feiertagen, auch wenn sie ihren Ursprung nicht teilen. Da ist es doch nicht zuviel verlangt, an einem dieser besonderen Tage ein zurückhaltenderes Verhalten zu erwarten. Oder um es anders auszudrücken aus der Sicht derer, den Kirche und Glauben nichts bedeutet: ok, mir werden hier mehrere arbeitsfreie Tage geschenkt, da verzichte ich bei einem von denen auf wilde Aktivitäten. Was übrigens meist Aktivitäten sind, zu denen man keine Zeit hätte, wenn dieser Tag nicht arbeitsfrei wäre. Das ist für mich in einer Gemeinschaft, die der Staat ja sein soll, ein gegenseitiges Entgegenkommen.
BTW: Um mal von den Feiertagen wegzukommen. Der für alle so selbstverständliche arbeitsfreie Sonntag hat seinen Ursprung im Glauben. Es ist der siebente Tag der Woche, an dem Gott nach der Schöpfung ruhte. Und dieser Tag der Erholung wurde für alle übernommen.
Trotz dieses kleinen Streitgesprächs freue ich mich auf einen friedlichen Chat heute abend.
LG
Claudia
The greatest act of courage is to be & own all that you are. Without apology.
Without excuses & without any masks to cover the truth of who you truly are.