zuerst vielen Dank, daß Du Deine Motivationen fürs Frau sein geschrieben hast. Und ja, ich kann mit Deinem Beitrag sehr viel anfangen - - Nicht nur, weil wir uns hier im Forum darüber austauschen können, und es mir dadurch hilft, daß ich von anderen erfahre wie sie sich erleben. Auch alleine schon dadurch, daß ich hier jedesmal erlebe, daß ich damit nicht alleine bin, gibt mir mehr Sicherheit im Umgang damit.
Das geht mir in allen Punkten, die Du nennst, ganz genauso. Wer Feinstrumpfhosen mal probiert hat, und sie als angenehm empfunden hat (und das werden wohl den meisten so gehen) wird sie immer wieder gerne tragen - unabhängig davon, ob Frau oder Mann. Dass die Bandbreite an unterschiedlicher Kleidung für Frauen viel größer ist, liegt wohl auch daran daß Frauen mehr als Männer Wert auf ihr Äußeres legen und auf dem Sektor mehr Kreativität an den Tag legen (können).Desiree Maxima hat geschrieben: Mi 9. Apr 2025, 22:15 1. Ich finde, feminine Kleidung fühlt sich viel besser an. Allem voran natürlich die Unterwäsche und die Strumpfwaren in allen Ausprägungen. Am besten auf frisch rasierter Haut Außerdem finde ich, daß sie viel besser aussieht und man hat wesentlich mehr Möglichkeiten und Stile.
Desiree Maxima hat geschrieben: Mi 9. Apr 2025, 22:15 2. Für mich hat Crossdressing auch einen starken autoerotischen Aspekt. Vor vielen Jahren habe ich mal versucht, hierfür eine Erklärung zu finden. Ich bin nicht sicher, ob das für mich heute noch immer so gültig ist. Ich war nie so der "Frauentyp" - damit meine ich, überspitzt formuliert, die Männer, denen die Frauenherzen nur so zufliegen und auf die alle Frauen stehen. Im Gegenteil - schon als Teenager mochte ich mich selbst nicht und hatte immer Minderwertigkeitskomplexe. Das setzte sich bei mir bis ins Erwachsenenalter fort. Ich "drechselte" mir daher die Erklärung zusammen, ich würde in meiner Einsamkeit nicht nur den maskulinen sondern eben auch einfach gleich den femininen Teil in meinem Leben übernehmen, weil ich viele Jahre ohne Beziehung gelebt habe. Bei dieser Erklärung passt dann allerdings die Tatsache, daß ich mit ca. 11-12 Jahren das erste mal heimlich die Unterwäsche meiner Großmutter anzog, wiederum nicht zu diesem Erklärungsversuch. Hm, ach ich weiß auch nicht Obendrein habe ich nach dem Alkoholentzug vor 23 Jahren viel an mir gearbeitet und habe gelernt, mich selbst so anzunehmen und zu mögen, wie ich bin und fühle mich auch als Mann sehr wohl. Wobei ich das in den letzten Monaten schon mal gerne in Frage gestellt habe.
Als ich dies las, dachte ich, daß Crossdressing im Verlauf des Lebens unterschiedliche, sehr individuelle Gründe oder Motivationen haben kann. Dies beobachte ich bei mir auch, obwohl es ganz andere sind als bei Dir. Die Gründe ändern sich, das Crossdressing bleibt aber immer. Dein Erklärungsansatz von früher kann für Deine damalige Situation gepasst haben, heute können andere Gründe wichtiger sein. Unzufriedenheit mit sich selbst kann ich aber auch gut verstehen und nachvollziehen, damit habe ich früher auch gekämpft. Aber Du schreibst ja, daß Du gelernt hast, Dich selbst so anzunehmen und zu mögen wie Du bist - das finde ich sehr wichtig und das solltest Du Dir unbedingt erhalten. Genau daran denke ich, wenn ich mal wieder unzufrieden mit mir bin und ich nichts so hinbekommen habe wie ich es mir gewünscht habe: Ich bin was ich bin, anders geht nicht und damit muss ich zufrieden sein - und der Rest der Welt eben auch. Und wenn nicht, hilft es mir auch nicht weiter, mich darüber aufzuregen. Gebe zu, hört sich einfach an... Was mir in solchen Situationen hilft, ist das ich mich in mein weibliches Ich begeben kann und dann eine andere Perspektive habe. Keine Ahnung, ob das bei anderen auch funktioniert - aber bei Stress zieh ich mich um, bin Olivia und kann so den Stress abbauen. Als Olivia fühle ich mich schnell besser und wenn Olivia wieder im Kleiderschrank ist, kommt der Stress auch meist nicht mehr so schlimm wieder. Klappt natürlich nicht immer.
Ich habe gelesen, daß Männer, die Positionen mit sehr viel Verantwortung hatten, z.B. in Unternehmen und beim Militär, auch Crossdresser waren. Dies scheint mir zum "Stressabbau durch Crossdressing" zu passen. Mag aber auch nur eine Erklärung dafür sein. Ich finde es auch ohne Duck und Stress faszinierend, meine Rolle zu verlassen und die einer Frau einzunehmen - auch wenn es nur äußerlich ist.Desiree Maxima hat geschrieben: Mi 9. Apr 2025, 22:15 3. Es ist ganz sicher eine Art von Ausbrechen aus dem männlichen Rollenbild, das nach wie vor in unserer Gesellschaft tief verankert ist.
Spaß daran - genau! Ich gebe zu, daß ich genau das dabei habe, wenn ich mich verwandele. Schon das Anziehen der Damenkleidung macht Spaß. Immer wieder ausprobieren, wie das aussieht und was gut zusammen und zu mir passt. Ich denke, Spaß daran haben immer diejenigen, die auch einen gewissen Prozentsatz an femininen Anteilen in ihrer Persönlichkeit haben und so haben wir einen Weg, diese vor allem für uns selbst auszuleben. Das auch zu tun ist sicherlich ganz wichtig, denn sonst würde man ja einen Teil seiner eigenen Persönlichkeit unterdrücken und sich damit selbst wehtun. Also muss die Frau im Mann auch mal raus, sonst zerbricht Mann daran. Daß sich daraus eine Doppel-Persönlichkeit ergibt, ist für uns betroffene und unsere Umgebung sicherlich nicht immer einfach - aber wir sind so wie wir sind und wir können das Frau sein nicht abschalten.Desiree Maxima hat geschrieben: Mi 9. Apr 2025, 22:15 4. Mir macht es Spaß, in eine andere "Persönlichkeit" zu schlüpfen. Ich bin überzeugt, daß ich ebenfalls einen hohen Prozentsatz an femininen Persönlichkeitsanteilen habe.
LG Olivia