Queer in der Freikirche - «Sie haben mich so lange gemobbt, bis ich gegangen bin» | SRF
Queer in der Freikirche - «Sie haben mich so lange gemobbt, bis ich gegangen bin» | SRF - # 3

Claudia
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Re: Queer in der Freikirche „ «Sie haben mich so lange gemobbt, bis ich gegangen bin» | SRF

Post 31 im Thema

Beitrag von Claudia »

Moin Shoshana,
Deine Erklärung hier stimmt nicht so ganz, ist etwas ungenau.
Shoshana hat geschrieben: Fr 21. Mär 2025, 12:53 Man stellte eine Theorie (Annahme) auf die die bekannten Beobachtungen erklären kann und forscht weiter um diese zu widerlegen.
Es kommt nicht auf das Widerlegen an, sondern auf die Bestätigung durch Tests. Das wären in der Kosmologie dann Messungen. Erst wenn in wiederholten Tests - also unterschiedlichen Messmethoden - immer dasselbe Ergebnis herauskommt, gilt diese Annahme als bewiesen. Ist das nicht so, bleibt es eine Hypothese, die wahr sein kann, aber nicht abgesichert ist.

LG Claudia
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Susi T
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Re: Queer in der Freikirche „ «Sie haben mich so lange gemobbt, bis ich gegangen bin» | SRF

Post 32 im Thema

Beitrag von Susi T »

Claudia hat geschrieben: Fr 21. Mär 2025, 14:22 Es kommt nicht auf das Widerlegen an, sondern auf die Bestätigung durch Tests. Das wären in der Kosmologie dann Messungen. Erst wenn in wiederholten Tests - also unterschiedlichen Messmethoden - immer dasselbe Ergebnis herauskommt, gilt diese Annahme als bewiesen. Ist das nicht so, bleibt es eine Hypothese, die wahr sein kann, aber nicht abgesichert ist.

LG Claudia
Nein,
Scio nescio, Sokrates Spruch als Grundlage der Wissenschaft.
Ich weiß das ich nichts weiß, was frei Übersetzt soviel bedeutet ich bin in der Lage dazu zu lernen, oder eben ich lerne immer dazu.
"Bewiesen" ist etwas nur auf den Grundlagen der aktuellen Annahmen/Modelle, solange bis es wiederlegt wird.
Wir sind nicht Gott (der angeblich alles weiß).

Ich weiß das es Kollegen gibt, die sich fast Gottgleich ansehen und der Meinung sind sie wüssten Alles. Aber damit begrenzen sie nur ihre Möglichkeiten und sind als Wissenschaftler in der Forschung kaum zu gebrauchen bzw. schlechter als sie sein könnten.
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Re: Queer in der Freikirche „ «Sie haben mich so lange gemobbt, bis ich gegangen bin» | SRF

Post 33 im Thema

Beitrag von conny »

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Juliane
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Re: Queer in der Freikirche „ «Sie haben mich so lange gemobbt, bis ich gegangen bin» | SRF

Post 34 im Thema

Beitrag von Juliane »

conny hat geschrieben: Fr 21. Mär 2025, 11:38 Wieweit reicht dazu die menschliche Vorstellungskraft?
Die Vorstellungskraft reicht bei den meisten Menschen ja nicht einmal für unser Sonnensystem, oder deren Größen und Abstände zueinander.

Wir waren vor einigen Jahren auf dem maßstäblichen, 1 zu einer Milliarde, Planetenpfad in Lemvig/Dänemark unterwegs.

https://lemvigmuseum.dk/planetstien/

Da haben die ersten bereits beim Saturn schlapp gemacht und das sind man gerade 1,5 km. Bis zum Neptun sind es etwa 4,5 km und da waren wir nur noch ganz wenige. Bis zum Pluto in einer Entfernung von 6 km wollte dann schon keiner mehr mitgehen.
So haben wir uns dann, ins dort vorher geparkte Auto gesetzt, die anderen Autos aus Lemvig geholt und die faule Bande zurück in die Ferienhäuser gebracht.

Unsere, von irdischen Maßstäben geprägte Vorstellungskraft, macht dann einfach nicht mehr mit, wenn es beispielsweise zu den nächsten Sternen geht :o .

Und da sollen wir das Ganze um uns herum begreifen? Kein Wunder das die allermeisten Menschen auf diesem Planeten sich Hilfe von diversen Göttern erflehen. Sie brauchen scheinbar jemanden, ob Gott, Allah, Manitou, Thor, oder den dicken großen Waldbären, der dafür zuständig sein muss das alles geschaffen zu haben.

Ironie ON! Es lebt sich offensichtlich einfacher, wenn da jemand für zuständig sein muss, der das mit einfachen Worten erklärt, wie er das in 7 Tagen zurechtgebastelt hat Ironie OFF.

LG, Juliane
Die mich kennen mögen mich. Die mich nicht mögen können mich. Frei nach Konrad Adenauer
Jaddy
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Re: Queer in der Freikirche „ «Sie haben mich so lange gemobbt, bis ich gegangen bin» | SRF

Post 35 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Shoshana hat geschrieben: Fr 21. Mär 2025, 12:53
Claudia hat geschrieben: Fr 21. Mär 2025, 11:15 Wenn Du jetzt einen Kosmologen fragst wie das Universum entstanden ist, dann wird er Dir sagen: Ich weiß es nicht. Es gibt da die oder die Annahme.
Genau das ist der Kern der naturwissenschaftlichen Arbeitsweise. Man stellte eine Theorie (Annahme) auf die die bekannten Beobachtungen erklären kann und forscht weiter um diese zu widerlegen. Gelingt dies nicht, gilt die Theorie erstmal als korrekt - bis zum Beweis des Gegenteils.
So ist es. Naturwissenschaft forscht (idealerweise) aktiv und zweifelnd und erkennt den aktuellen Stand der Erkenntnisse an als nur momentan und von besseren zu ersetzen. Dass einzelne Wissenschaftlys sich da manchmal nicht so richtig ideal verhalten, ist da ähnlich beklagenswert, wie Priester*innen, die gegen ihre eigenen Prinzipien verstossen. Beides kein Widerspruch zu ihren Basisideen.

Für eine wissenschaftliche Hypothese braucht es ausserdem erstmal minimal nachvollziehbare Indizien, die irgendwie in der Realität beobachtbar sind oder sich mathematisch-logisch herleiten lassen. Zweitens die Möglichkeit, sie zu bestätigen und zu widerlegen. Dafür müssen sich aus der Hypothese nachprüfbare Voraussagen machen lassen. Wenn ich zwei Hypothesen für die gleichen Phänomene habe, müssen sich irgendwo Unterschiede in den Voraussagen finden lassen, um die eine zu bestätigen und die andere - oder beide - zu widerlegen. Schliesslich noch das Sparsamkeitsprinzip, nach dem sich nicht benötigte Elemente entfernen lassen - zum Beispiel irgendwelche Rituale, die das Ergebnis nicht verändern.

Funktioniert alles nicht für Religionen. Nicht einmal die Grundannahmen lassen sich bestätigen oder widerlegen. Es gibt keine nachprüfbaren wenn-dann Voraussagen, um die eine versus einer anderen Religion zu bestätigen oder zu widerlegen. Wenn wir ehrlich sind, liessen sich alle Religionen komplett ignorieren (Sparsamkeitsprinzip), ohne dass die physische Welt sich einen Deut ändern würde. Die Wirkung von Religion beruht einzig und allein auf den Handlungen der Menschen, die an sie glauben. Nicht auf messbaren Fakten.

Das mal zum prinzipiellen Unterschied. Das heisst nicht, dass Naturwissenschaft die einzig notwendige Art zu denken ist. Im Manifest des evolutionären Humanismus listet Michael Schmidt-Salomon gleichwertig zur Wissenschaft auch Philosophie und Kunst auf, die wir ebenso brauchen, um unserer Welt und dem Dasein SInn und Wert zu geben, bzw sinnliche, ausser-rationale Erfahrungen teilen zu können.

Religionen versuchen zweifellos, die Funktionen von Philosophie und Kunst zu erfüllen - und dort, wo Naturwissenschaft nicht unmittelbar verständlich ist, auch Welt zu erklären, bis ihre Voraussagen bzw Behauptungen widerlegt werden. Allerdings steckt in Religionen auch ein inhärenter Wahrheits- und Ausschliesslichkeitsanspruch, der sich gleichzeitig einem kritischen Diskurs entzieht. Das ist das genaue Gegenteil von Wissenschaft und widerspricht auch dem Prinzip philosophischer Arbeit.
Claudia
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Re: Queer in der Freikirche „ «Sie haben mich so lange gemobbt, bis ich gegangen bin» | SRF

Post 36 im Thema

Beitrag von Claudia »

Moin zusammen,
Jaddy hat geschrieben: Fr 21. Mär 2025, 16:35
Shoshana hat geschrieben: Fr 21. Mär 2025, 12:53
Claudia hat geschrieben: Fr 21. Mär 2025, 11:15 Wenn Du jetzt einen Kosmologen fragst wie das Universum entstanden ist, dann wird er Dir sagen: Ich weiß es nicht. Es gibt da die oder die Annahme.
Genau das ist der Kern der naturwissenschaftlichen Arbeitsweise. Man stellte eine Theorie (Annahme) auf die die bekannten Beobachtungen erklären kann und forscht weiter um diese zu widerlegen. Gelingt dies nicht, gilt die Theorie erstmal als korrekt - bis zum Beweis des Gegenteils.
So ist es. Naturwissenschaft forscht (idealerweise) aktiv und zweifelnd und erkennt den aktuellen Stand der Erkenntnisse an als nur momentan und von besseren zu ersetzen.
Dann nehme ich Euch mal beim Wort. Ich mache die Annahme, dass diese Welt von Gott geschaffen sein muss. Die Abhängigkeitn der Naturgesetze und der Naturkonstanten voneinander ist so fein austariert, dass dies nicht durch Zufall entstanden sein kann. Wenn eine dieser Naturkonstanten minimal anders wäre, etwa um den Wert +1 oder -1 in der zehnten Nachkommastelle, dann würde die gesamte Welt übehaupt nicht existieren. Das Besondere an dieser Welt ist eben die durch Wissenschaft nachgewiesene haarfeine Abstimmung. Wie gesagt, eine minimale Veränderung und diese ganze Welt, dieses ganze Universum wäre nicht da. Und damit auch niemand, der an der Existenz Gottes zweifelt. Und den gäbe es trotzdem, er ist nicht abhängig davon, dass wir an ihn glauben.

Ja, ich treibe es jetzt auf die Spitze. Es bleibt Euch unbenommen, meine Annahme wissenschaftlich zu widerlegen. Ich stütze mich da schon auf die Wissenschaft, die genau diese Abhängigkeiten erkannt hat, aber eben keine zwingende Erklärung dazu hat, warum die so perfekt erfüllt werden.
Jaddy hat geschrieben: Fr 21. Mär 2025, 16:35 Das heisst nicht, dass Naturwissenschaft die einzig notwendige Art zu denken ist. Im Manifest des evolutionären Humanismus listet Michael Schmidt-Salomon gleichwertig zur Wissenschaft auch Philosophie und Kunst auf, die wir ebenso brauchen, um unserer Welt und dem Dasein SInn und Wert zu geben, bzw sinnliche, ausser-rationale Erfahrungen teilen zu können.
Aber genauso gibt zumindest manchem die Religion unserem Dasein Sinn und Wert. Und da so sehr auf die Naturwissenschaft als einzig die Welt erklärend angesehen wird, wie soll es da ausser-rationale Erfahrungen geben? Mit der absolut rationalen Wissenschaft allein dürften solche Erfahrungen doch nicht sein.

Wir könnten jetzt noch ewig so weitermachen. (arg) Zusammen kommen wir doch nicht. Und darum halte ich mich jetzt an die vielzitierte Sparsamkeit und bin damit raus aus diesem thread.

Bye Claudia
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Re: Queer in der Freikirche „ «Sie haben mich so lange gemobbt, bis ich gegangen bin» | SRF

Post 37 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Claudia hat geschrieben: Fr 21. Mär 2025, 19:43 Dann nehme ich Euch mal beim Wort. Ich mache die Annahme, dass diese Welt von Gott geschaffen sein muss. Die Abhängigkeitn der Naturgesetze und der Naturkonstanten voneinander ist so fein austariert, dass dies nicht durch Zufall entstanden sein kann. [...]
Ja, ich treibe es jetzt auf die Spitze. Es bleibt Euch unbenommen, meine Annahme wissenschaftlich zu widerlegen. Ich stütze mich da schon auf die Wissenschaft, die genau diese Abhängigkeiten erkannt hat, aber eben keine zwingende Erklärung dazu hat, warum die so perfekt erfüllt werden.
Könnte es so sein? Vielleicht.
Könnte das ganze eine riesige Simulation sein? Vielleicht(1).
Gibt es andere, "gott-freie" Erklärungen? Ja.
Die einfachste: Ja, dann wären wir eben nicht hier, und das würde aus der Perspektive des Universums auch keinen Unterschied machen.

Das Argument ist ja nicht neu: Die Uhrmacher-Analogie, und da du dich mit aktueller Kosmologie befasst hast, kennst du auch die Erkenntnislage, die ja, im Unterschied zu Religionen, immer weiter forscht und die bisherigen Modellen anhand der neuen Beobachtungen überprüft und falls nötig verbessert.

Bisher gibt es jedoch keinen zwingenden Grund, eine externe, übernatürliche Macht annehmen zu müssen. Auch wenn das für viele Menschen tröstlich und haltgebend ist.
Es gibt vor allem keinen Grund, einen spezifischen Gott anzunehmen, für den es noch weniger Belege gibt, der quasi gleichberechtigt bzw gleich unbelegt neben tausenden anderen steht und zu dem jederzeit weitere hinzu imaginiert werden können (https://de.wikipedia.org/wiki/Fliegende ... ttimonster), die genauso wahrscheinlich oder unwahrscheinlich sind.

Der religiöse Glaube steht damit eben nicht gleichwertig neben kosmologischen Modellen (die durch Beobachtungen, Messungen und mathematische Methoden überprüft werden), den parallel verfolgten Annahmen, die noch überprüft, bestätigt bzw wiederlegt werden müssen. Auch die bisher nicht erklärbaren Stellen sind kein Grund, etwas übernatürliches anzunehmen: God of the Gaps, siehe Argumentum ad ignorantiam. Vereinfacht: Bei einem nicht erklärbaren Phänomen kann keine beliebige Annahme die Wahrheit für sich beanspruchen.

Insbesondere liefern weder Kosmologie, noch die Biologie die Basis für Regeln, die Lebensführung, Sexualpraktiken, Nahrungsregeln oder die Abwertung bestimmter Menschengruppen rechtfertigen. Auch diese "Weil Gott: Gesetz" Muster sind ein Unterschied zwischen Wissenschaft und Religion.
Jaddy hat geschrieben: Fr 21. Mär 2025, 16:35 Das heisst nicht, dass Naturwissenschaft die einzig notwendige Art zu denken ist. Im Manifest des evolutionären Humanismus listet Michael Schmidt-Salomon gleichwertig zur Wissenschaft auch Philosophie und Kunst auf, die wir ebenso brauchen, um unserer Welt und dem Dasein SInn und Wert zu geben, bzw sinnliche, ausser-rationale Erfahrungen teilen zu können.
Aber genauso gibt zumindest manchem die Religion unserem Dasein Sinn und Wert. Und da so sehr auf die Naturwissenschaft als einzig die Welt erklärend angesehen wird, wie soll es da ausser-rationale Erfahrungen geben? Mit der absolut rationalen Wissenschaft allein dürften solche Erfahrungen doch nicht sein.[/quote]

Es deucht mir, du suchst Streitpunkte, wo eigentlich keine sind. Jedenfalls nicht bei mir. Ich finde es toll, dass wir schon sehr viel erklären können. Zum Beispiel die Brechung des Sonnenlichts an der Atmosphäre, die Luftströmungen und unterschiedlichen Dichte der Schichten, die Wirkungen von Oxytocin im Gehirn und die Verarbeitung der Nervenimpulse der Haut - und das alles zu wissen nimmt mir dennoch nichts von der Erfahrung, mit einem geliebten Menschen einen Sonnenuntergang und die dann funkelnden Sterne zu erleben. Wir können Musik in Frequenzspektren, Takte und Muster zerlegen, im fMRT ihre Effekte auf das Gehirn erforschen, die psychologischen Zusammenwirkungen mit Erfahrungen untersuchen und das ohne dass dieses Wissen dem Erleben eines Konzerts etwas nimmt. Es ist beides gleichzeitig wahr und auf seine Art schön. Die Tricks des Zauberys zu kennen macht die Show für mich nicht schlechter.

Dass ich dafür keine übernatürlichen Wesen benötige heisst nicht, dass ich dir deine Vorstellung nicht gönne. Es ist toll, wenn deine Religion für dich funktioniert und den horror vacui der Lücken in den Weltmodellen füllt. Kein Problem für mich, will ich keinein nehmen. Nur ist sie eben objektiv gesehen eine unbewiesene Annahme, Fantasie, wie auch immer und deshalb als Argument gegenüber anderen, für gesamtgesellschaftliche Entscheidungen usw nicht stichhaltig.


(1) Obwohl... da gab es ein Paper, das wohl zu beweisen meinte, dass wir nicht in einer Simulation leben. Ich hab es allerdings nicht komplett verstanden und auch nicht weiter verfolgt, wie es diskutiert wurde.
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Disziplinarmassnahme gegen queerfeindlichen Bremer Pastor Latzel

Post 38 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Jaddy hat geschrieben: Sa 15. Mär 2025, 17:09 Bisher keine neuen Nachrichten. Latzels St.Martini Gemeinde lässt ihre Mitarbeit in der Bremischen Evangelischen Kirche ruhen und ist faktisch abgespalten, in neuen Räumen. Von der BEK seitdem nichts.
Jetzt hat die Bremische Evangelische Kirche reagiert: Sie kürzt Latzel als Disziplinarmassnahme das Gehalt. Radio Bremen schreibt:
Dem wegen seiner Äußerungen über queere Menschen umstrittene Bremer Pastor Olaf Latzel werden als Disziplinarmaßnahme die Bezüge gekürzt. Nach sorgfältiger Prüfung aller relevanten Aspekte habe die Kirchenleitung der Bremischen Evangelischen Kirche (BEK) entschieden, sein Gehalt für die Dauer von vier Jahren um fünf Prozent zu kürzen, teilte die Kirche mit. "Diese Maßnahme trägt der Schwere des Verstoßes durch seine Äußerungen Rechnung und soll ihm über vier Jahre hinweg als Erinnerung und Mahnung für sein Fehlverhalten dienen", hieß es.

Der 57-jährige Theologe der konservativen St. Martini-Gemeinde in der Hansestadt hatte im Oktober 2019 in einem zunächst gemeindeinternen Eheseminar von "Genderdreck", "teuflischer Homolobby" und "Verbrechern" auf dem Christopher-Street-Day gesprochen. Dafür musste sich Latzel wegen des Vorwurfs der Volksverhetzung vor Gericht verantworten. Letztlich wurde das Verfahren in einem Berufungsprozess vor dem Landgericht Bremen gegen eine Zahlung von 5.000 Euro an das Bremer Rat-und-Tat-Zentrum für queeres Leben eingestellt.

Das von der Kirche einbehaltene Geld soll den Angaben zufolge ebenfalls Organisationen zur Verfügung gestellt werden, die als Anlaufstellen für queere Menschen dienen. Latzel habe die Möglichkeit, innerhalb von vier Wochen Rechtsmittel gegen diese Disziplinarmaßnahme einzulegen.

Jürgen Fischer, Bauherr von Olaf Latzels Gemeinde, sagte buten un binnen auf Nachfrage, dass weder die Gemeinde noch Latzel selbst von der BEK über die Gehaltskürzung informiert worden seien. "Wir haben durch Ihre Anfrage von der BEK-Entscheidung erfahren und das ist schon merkwürdig", sagte Fischer zu buten un binnen.

Ein Sprecher der BEK widersprach: "Wir haben Olaf Latzel per Post informiert und er hat die Sendung auch entgegengenommen."
(https://www.butenunbinnen.de/nachrichte ... t-102.html)

Keine Ahnung, was der so kriegt im Monat und ob die 5% ihn irgendwie treffen. Ändern wird er sich vermutlich nicht.
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