„Mein Name ist Birgit“, sagt Ralf - Expertin über erste Transgender-Erfahrung | Focus
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Crossdresser, Transgender DWT... Plauderecke - was sonst nirgendwo passt
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Anne-Mette
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„Mein Name ist Birgit“, sagt Ralf „ Expertin über erste Transgender„Erfahrung | Focus

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Männer, die sich entschieden haben, als Frau zu leben – für die Tantralehrerin Regina Heckert war die Arbeit mit Transsexuellen vor vielen Jahren Neuland, aber letztlich eine beeindruckende und überzeugende Erfahrung.

https://www.focus.de/wissen/tantralehre ... 56346.html
Jaddy
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Re: „Mein Name ist Birgit“, sagt Ralf „ Expertin über erste Transgender„Erfahrung | Focus

Post 2 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Woah! Starke Content Warning. Das strotzt ja von Unsensibilität und (absichtlich demonstrierter?) Unwissenheit.

"Sich entschieden haben", "behaupten sie seien Frauen". Fürchterlich. Verbreitet aus meiner Sicht absichtlich die Behauptungen von "verkleideten Männern". Wahrscheinlich wird kaum jemand bis zum Twist am Ende lesen.
Liv
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Re: „Mein Name ist Birgit“, sagt Ralf „ Expertin über erste Transgender„Erfahrung | Focus

Post 3 im Thema

Beitrag von Liv »

Jaddy hat geschrieben: Fr 14. Mär 2025, 10:18 Fürchterlich. Verbreitet aus meiner Sicht absichtlich die Behauptungen von "verkleideten Männern".
Der Artikel dokumentiert doch eine erstaunliche Wandlung von einer eher skeptischen Einstellung über "verkleidete Männer", die da anscheinend anfangs vor ihr sitzen, hin zu "ganz wunderschönen Frauen" mit ganz viel "weiblicher Energie".

Letztendlich ist es doch genau das, was wir täglich mit unbedarften Mitmenschen erleben: Man glaubt zwar irgendwie Bescheid zu wissen über Transvestiten und Transsexuelle, hatte jedoch bislang keinen persönlichen Kontakt. Dafür aber eine ganze Menge Vorurteile, gepaart mit der Angst, irgendetwas falsches zu sagen. Sofern aber eine prinzipielle thematische Offenheit besteht, kommt da auch recht schnell eine gewisse Erkenntnis und Empathie.

Und die Gruppenerfahrung, dass aus dem Elektriker, dem Pastor, dem Oberarzt, dem Soldaten und dem Hilfskoch, die scheinbar gar nichts verbindet außer herabhängende Mundwinkel, plötzlich eine Damengruppe wird, die bis spät in die Nacht sehr persönliche Gespräche führt, kennen wird doch auch, oder?

Meine Frage ist eher, welche Gruppe das ist? Und wer ist Sabrina, die "mit transsexuellen Menschen arbeitet"?

LG
Liv
Jaddy
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Re: „Mein Name ist Birgit“, sagt Ralf „ Expertin über erste Transgender„Erfahrung | Focus

Post 4 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Liv hat geschrieben: Fr 14. Mär 2025, 12:41
Jaddy hat geschrieben: Fr 14. Mär 2025, 10:18 Fürchterlich. Verbreitet aus meiner Sicht absichtlich die Behauptungen von "verkleideten Männern".
Der Artikel dokumentiert doch eine erstaunliche Wandlung von einer eher skeptischen Einstellung über "verkleidete Männer", die da anscheinend anfangs vor ihr sitzen, hin zu "ganz wunderschönen Frauen" mit ganz viel "weiblicher Energie".
Insgesamt gesehen ja. Aber eben nur, wenn eins ganz bis zum Ende liest, was die wenigsten bei Zeitungsartikeln tun. Insbesondere nicht bei Themen, die sie nicht persönlich betreffen.

Ich stelle mal die Frage, warum bis ganz zum Schluss so ziemlich jedes negative Klischee über trans Personen reproduziert wird. Mein Eindruck war sehr schnell, dass es nicht um trans Personen und ihre Themen geht, sondern dass Regina Heckert demonstrieren will, wie toll einfühlsam und entwicklungsfähig sie ist. Bis hin zu der Stelle, wo sie quasi selbst ein Kompliment macht, weil sie ihnen ein "Kompliment" macht. Ein in meinen Augen vergiftetes, auch wenn es wohl so nicht gemeint war. Motto: "Ihr habt meine Gefühlsprüfung bestanden, ich akzeptere euch als Frauen"

Etwas übersteigerte Ich-Zentrierung ist in der Tantra-Welt übrigens nicht selten. Schliesslich hat Tantra zuerst mal sehr viel mit Selbsterfahrung zu tun. Ausserdem lebt Tantra quasi im Kern von der prinzipellen Unterscheidung "männlicher" und "weiblicher" Eigenschaften. Es gibt ein paar Ausnahmen, aber die sind schwer zu finden und tun sich auch schwer, ohne diese Geschlechtssymbolik auszukommen.

Dass Regina Heckerts "erstaunliche Wandlung" aber letztlich nur oberflächlich ist, empfinde ich beim vorletzten Satz: "Jetzt brauche ich ganz eindeutig zwei Männer, die mir schwere Kisten ins Auto schleppen". Spätestens an der Stelle wäre mir persönlich der Kragen geplatzt. Das ist nicht "ein bisschen frech", sondern eine komplette Entwertung ihrer vorherigen "Wandlung".
Liv hat geschrieben: Fr 14. Mär 2025, 12:41 Meine Frage ist eher, welche Gruppe das ist? Und wer ist Sabrina, die "mit transsexuellen Menschen arbeitet"?
Der Name Regina Heckert taucht mit ihrem Label BeFree-Tantra auf der Seite von anima*tantra in Schifferstadt auf und zwar mit dem Satz "Danke für unsere jahrelange Zusammenarbeit und Dein Hiersein, auch wenn wir getrennte Wege gehen". Eine Sabrina finde ich dort nicht, aber Animatantra beschreibt sich so: "Styling- und Lebensberatung für transidente Menschen. Optische Harmonisierung und ganzheitliche Schönheitsberatung für Trans*frauen." Das Stichwort steht so auch im Focus Artikel.

Lässt sich jetzt spekulieren, ob Regina Heckert mal richtig dabei war - im Artikel wird oben deutlich, dass sie über ihre Anfäge mit trans Personen "vor vielen Jahren" berichtet - und_oder warum sie jetzt "getrennte Wege" gehen.

Noch eines zu Heckert. Der Focus featured sie nicht zum ersten Mal. 20.3.2024, fast genau vor einem Jahr, wird sie Teil des "focus EXPERTS Circle". Aus dieser Position heraus wohl auch dieser Artikel und der vom 15.2.2025, "Sexualberaterin bricht mit Tabu: Warum Tantra seinen Preis hat".

Letztlich ist Heckert also eine freie Focus-Mitarbeiterin, die zu ihren Themen schreibt, die der Focus dann auch anderen verkaufen kann. eine Google-Suche ergibt Yahoo, MSN und andere, die die Artikel übernehmen. Und Heckert ist eine sehr gute Selbstvermarkterin, wie sie im Oktober 2024 hier berichtet: https://www.wasjournalistenwollen.de/bl ... a-heckert/

Diese kleine Recherche bestätigt für mich nur noch mehr, dass es vor allem um sie und Werbung für ihre Schule und ihren Shop geht. Nicht gegen gutes Selbstmarketing. Inklusive Medienarbeit. Aber so dermassen unsensibel bis zum Schluss, die Leute über die sie schreibt exotisierend und als Vehikel nutzend, das finde ich schon ziemlich daneben.
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