Rausgehen und verstecken ?
Rausgehen und verstecken ? - # 10

Crossdresser, Transgender DWT... Plauderecke - was sonst nirgendwo passt
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Knäckebrötchen
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Re: Rausgehen und verstecken ?

Post 136 im Thema

Beitrag von Knäckebrötchen »

Tira hat geschrieben: Di 11. Feb 2025, 21:18 Dein eigenes Selbstbild verhindert jetzt echt die Zusammenhänge zu erstellen, obwohl du kurz vorher von Abhängigkeit und Herabwürdigung gesprochen hast?
Wenn du hier ein Faß aufmachst über kurze Röcke, als ob es dafür keine klaren Definitionen gäbe.
CD oder sogar alle hier hier im Forum als Männer bezeichnest.
Für mich ist das Überheblichkeit, Arroganz, Flegelhaft oder was auch immer.
Immerhin schreibst du mittlerweile, das ist schonmal ein riesen Fortschritt.
Das erste Mal hast du mich angepingt um mir Links zu zeigen, als ob ich zu doof wäre eine Suchmaschine zu nutzen.
Das zweite Mal gab's dann Zitate, immernoch ohne ein persönliches Wort, für mich ist sowas fehlendes Benehmen.
Beim dritten Mal immerhin schonmal eine Frage, sogar besser als Häh.
War mir zwar immernoch nicht sicher ob das eine Bot/KI ist die nur lernt, aber mittlerweile sind deine Fortschritte doch beträchtlich."
Nett sich unterhalten ist zwar was anderes, aber das wäre zuviel verlangt befürchte ich.
Ok, also immer noch keine Belege. Na gut.

Wo habe ich "ein Faß" aufgemacht? Ich habe ausdrücklich gefragt, was für euch ein kurzer Rock ist. Liv beschreibt in Beitrag 12, dass sie ihren "kürzesten Rock" angezogen hat. Das kann alles sein. Von Überknöchelhoch (wie bei mir) bis Breitergürtel. Ich hätte einfach nur gerne eine Vorstellung davon. Ich persönlich fand meine Beine nie besonders hübsch, mit den Pickelchen von den eingewachsenen Haaren. Und meine Knie sehe ich nicht als besonders zeigenswert. Darum trage ich gerne lange Röcke. Ihr tragt gerne kurze. Habe ich irgendwo etwas Abwertendes dazu geschrieben? Oder gar Frauen, die solche kurzen Röcke tragen als "Schlampe" bezeichnet, wie Du es mir vorwirfst? Ich glaube nicht.

Als Männer bezeichne ich höchstens die, die z.B. "Biomann" als Selbstbezeichnung führen. Und ansonsten hatte ich den Eindruck, dass hier das Grundthema doch ist, dass Menschen, die in ihrem Alltag als Männer gelesen werden, vor der Herausforderung stehen, auch als Frau ernstgenommen und akzeptiert zu werden. Oder nicht? Es wird von männlichen Perspektiven und Scham und anderen Dingen gesprochen, die eigentlich nur da eine Rolle spielen, wo ein Mann aus der für ihn typischen Rolle tritt.

An anderer Stelle wurde mal geschrieben, hier wird nicht immer messerscharf formuliert. Quod licet iovi, non licet bovi, richtig?

"Das erste Mal..." Du hängst echt noch im Oktober? Sheesh...
"Das zweite Mal..." Ja, ich finde es respektlos, mit so einer provokanten "Frage" einzusteigen, wo die Antwort im zweiten Beitrag dieses Threads zu finden ist. Und der zweite Bezug in Beitrag 10. Und dann auch noch direkt beleidigend werden zeugt wirklich von gutem Benehmen. Doch, ja.
"Das dritte Mal..." weißt Du, ich bin in Diskussionen echt viel gewohnt und üblicherweise nehme ich auch einiges an Gedanken mit. Ich bin auch gerne bereit, weiter in Diskussionen mit Menschen zu gehen, die mehr oder weniger offen feindselig schreiben. Aber weil Text nunmal sehr limitiert im Informationsgehalt ist, möchte ich doch nicht immer gleich losfeuern, wenn es doch ein Mißverständnis sein kann.

"aber mittlerweile sind deine Fortschritte doch beträchtlich." Und Du nennst mich überheblich? Kannste Dir echt nicht ausdenken.

"Nett sich unterhalten ist zwar was anderes, aber das wäre zuviel verlangt befürchte ich." Dann unterhalte Dich doch einfach nicht mit mir? Es gibt bestimmt eine Block-Funktion oder so. Tut mir nicht weh und Du musst nicht länger leiden.
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Re: Rausgehen und verstecken ?

Post 137 im Thema

Beitrag von Knäckebrötchen »

Tira hat geschrieben: Di 11. Feb 2025, 21:41
Knäckebrötchen hat geschrieben: Di 11. Feb 2025, 21:29Galanterie gegenüber Frauen

Ich mag aber auch kein Catcalling. Es soll aber Frauen geben, die fühlen sich dadurch bewundert und begehrt.
Ein schönes Beispiel, da wird freundlicher Umgang von Männern mit Frauen zu Galanterie, dann zu Catcalling und somit Frauen die sich über höflichem Umgang freuen in einer Richtung geschoben als ob sie Catcalling toll finden. Das Wort Schlampe braucht man da nicht mal mehr nutzen.
Da wundere ich mich nicht das ich für solche Moralapostel nichts übrig habe. Gut das nicht alle Leienprediger so schlimm sind, aber schlimm das es sowas gibt.
Zurück ins Mittelalter.
Ich verstehe, Du magst mich nicht. Vielleicht bleibst Du aber doch dabei, korrekt zu zitieren und nicht einfach Satz-Stücke aus dem Zusammenhang so zusammen zu puzzeln, wie es für dich passt.

Andererseits, es ist doch auch schön zu sehen, dass Du wirklich über jedes Stöckchen springst, das dir hingehalten wird.
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Re: Rausgehen und verstecken ?

Post 138 im Thema

Beitrag von Wally »

Knäckebrötchen hat geschrieben: Di 11. Feb 2025, 21:29 Ich schreibe vor dem Hintergrund meiner Erfahrungen. Mehr kann ich nicht. Und ja, viele (definitiv nicht alle) Männer, mit denen ich in meiner Vergangenheit zu tun hatten, hatten Hintergedanken bei ihrer Galanterie gegenüber Frauen. Woher ich das weiß? Weil sie es mir gesagt haben. Und weil sie teilweise sogar erfolgreich waren. Das ist mein Hintergrund.
Was ist denn eigentlich dabei, solche "Hintergedanken" zu haben? Ist es jetzt schon grundsätzlich unmoralisch und ehrenrührig, wenn ein Mann eine Frau umwirbt? Ist jeder sexuelle Wunschvorstellung schon ein Verbrechen? Eine so umworbene Frau braucht doch bloß nicht näher darauf einzugehen, wenn sie das nicht will - was dann übrigbleibt, sind Komplimente und Freundlichkeit. Bloß weil dahinter manchmal auch der Wunsch nach mehr steht, ist Galanterie doch noch keine Sünde. Selbst wenn der "galante" Mann wirklich sehr gerne mit der Frau intim würde, heißt das noch lange nicht, dass er das auch konkret hier und jetzt anstrebt - und erst recht nicht, dass er NUR das will. Wenn ich heute eine hübsche, sympathische, junge Frau sehe, dann empfinde ich die natürlich auch als sexy, und habe natürlich auch sehnsüchtige Wunschträume im Hinterkopf, mit ihr mal intim sein zu dürfen; aber ich weiß auch genau, dass das aus hunderterlei Gründen nicht geht und letztlich weder für mich noch für die Frau gut wäre. Soll ich ihr deswegen NICHT im gesellschaftsüblichen Rahmen meine Sympathie zeigen, sie freundlich anlächeln, ihr Komplimente machen, sie zuvorkommend behandeln - ihr ganz einfach zeigen, dass ich sie mag und verehre? Bin ich denn bloß wegen spontaner, sexueller Gefühle, die sie natürlich auch in mir wachruft, gleich ein Sittenstrolch mit dreckiger Fantasie, der ihr "nur an die Wäsche will"?

Früher hieß das mal: "Die Männer wollen alle nur das eine - und das ist PFUI!" :mrgreen:
Herzliche Grüße
Wally
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Re: Rausgehen und verstecken ?

Post 139 im Thema

Beitrag von Michi »

Mal überspitzt formuliert:

Zwischen "freundlich" und "notgeil" gibt es einen schmalen Grat, den man landläufig auch als "galant" bezeichnet.
Und wo genau dieser Grat verläuft, sieht jeder Mensch naturgemäß ein wenig anders.

Daher mein Vorschlag zu Güte: Vielleicht könnten sich ein paar wenige hier mal wieder runter fahren?

)))(:
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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Re: Rausgehen und verstecken ?

Post 140 im Thema

Beitrag von Maya »

Schon wieder eine mit allwissender Arroganz. Ich wusste gar nicht, dass es soooooo hohe Rösser gibt.
Ich habe keine Lust mich da einzuklinken, würde aber doch gerne meinen Unmut kundtun.
Wann bekommen wir endlich den schon mehrfach geforderten "Daumen runter"?
Das Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt.
Hakuna Matata
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Re: Rausgehen und verstecken ?

Post 141 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Mädels, Ihr seid die besten Beispiele für Kommunikationstheorien a la Watzlawick, Stichwort: Sachebene und Beziehungsebene.

Wenn es nicht weh täte, Euch u lesen.

Versucht doch einfach mal den Spieß umzudrehen und sucht das, was Euch an der Position der Anderen gefällt, statt das zu betonen, was Euch auf der Beziehungsebene missfällt. Das soll keine rosa Brille werden, sondern einfach einmal die Perspektive verschieben. Es schadet auch nicht, die eigenen Beiträge vor dem Hintergrund zubetrachten, was in ihnen andere verletzen könnte. Dafür muss man nicht seine Meinung aufgeben, sondern nur eine höhere Warte einnehmen. Es wäre aus meiner Sicht schön, wenn wir unsere Vielfalt nutzen, den eigenen Horizont zu verbreitern, statt ihn mit Streitereien, die mit der Sache wenig zu tun haben, einzuengen.

Meine 2 Pfennige

So, und nun einen Baldriantee (cof) und weiter im Text.
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
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Re: Rausgehen und verstecken ?

Post 142 im Thema

Beitrag von lexes »

Vicky_Rose hat geschrieben: Mi 12. Feb 2025, 06:22 Mädels, Ihr seid die besten Beispiele für Kommunikationstheorien a la Watzlawick, Stichwort: Sachebene und Beziehungsebene.

Wenn es nicht weh täte, Euch u lesen.

Versucht doch einfach mal den Spieß umzudrehen und sucht das, was Euch an der Position der Anderen gefällt, statt das zu betonen, was Euch auf der Beziehungsebene missfällt. Das soll keine rosa Brille werden, sondern einfach einmal die Perspektive verschieben. Es schadet auch nicht, die eigenen Beiträge vor dem Hintergrund zubetrachten, was in ihnen andere verletzen könnte. Dafür muss man nicht seine Meinung aufgeben, sondern nur eine höhere Warte einnehmen. Es wäre aus meiner Sicht schön, wenn wir unsere Vielfalt nutzen, den eigenen Horizont zu verbreitern, statt ihn mit Streitereien, die mit der Sache wenig zu tun haben, einzuengen.

Meine 2 Pfennige

So, und nun einen Baldriantee (cof) und weiter im Text.
Gutes Schlusswort .... wir sollten wieder zur Ruhe kommen (he)
Violetta-TransFlower
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Re: Rausgehen und verstecken ?

Post 143 im Thema

Beitrag von Violetta-TransFlower »

Hallo ihr Lieben,

Vorweg:

Als vor einer Woche das Thema eröffnet wurde, (Danke,Vicky)
war mir schlagartig klar, das es ein großes Echo hervorrufen würde.
Es sind dabei wieder durchaus interessante Dinge geschrieben worden.

Nur, was so in den letzten 2 Tagen diskutiert wird, finde ich ziemlich am Thema vorbei.
Die Äußerungen gestern waren ja schon fast eine Schlammschlacht, Keine weicht einen Schritt zurück.
Wie schon Einige vor mir geschrieben haben, beruhigt und vetragt Euch mal wieder, auch wenn es schwer fällt.
Es soll doch ein Forum mit Niveau sein.
Danke.
lexes hat geschrieben: Mi 12. Feb 2025, 08:20 Gutes Schlusswort .... wir sollten wieder zur Ruhe kommen
Nicht so voreilig. Ich hab dazu auch noch etwas zu sagen.

Ich habe mich jetzt wirklich durch das gesamte Thema durchgelesen und möchte mich nun auch dazu äußern.
Mir juckt es richtig in den Fingern, hihi.

Achtung:
Alle Äußerungen sind MEINE SICHTWEISE. Absolut subjektiv.


Die meisten von Euch werden meine letzten Wochen kennen, da ich ausführlich darüber berichtet habe.
Wer es lesen möchte : viewtopic.php?t=30178
viewtopic.php?t=30378

Kurzform:
Ende November 2024 - Anfang 2025: die wichtigsten Offenbarungen
ab Anfang 2025 - Rausgehen und nicht verstecken, sondern auffallen und seit neuestem auch ein bisschen provozieren.

Erst gestern habe ich mit weiblich geschminkten Gesicht und ansonsten als Mann, meine tägliche Radtour absolviert, das hat provoziert.
Die Tour führt mich teilweise auch durch meinen Wohnort und mir begegnen dabei immer etliche Bekannte, vielleicht erfahre ich es irgendwann was sie gestern gedacht haben.
Aber, ganz ehrlich, es ist mir mittlerweile egal, es amüsiert mich eher, vor allem die Reaktionen, die ich aus den Gesichtern lese.
Vom schnellen Wegschauen, über Empörung und Ignoranz bis zu einem Lächeln war vieles dabei.
Zum Thema Wohnort. Vielleicht gehe ich mal zu einer der Faschingsveranstaltungen im Ort um mich als Frau optisch zu präsentieren und ein wenig in den Köpfen festzsetzen. Das steht aber für mich noch nicht fest, ich werde es wohl spontan entscheiden.

Meine Herangehensweise an das Thema ist sehr offensiv, ganz einfach weil es mir möglich ist und ich es auch bis jetzt ziemlich einfach hatte.
Bis auf den eigenen Wohnort, das ist nochmal ein eigenes Thema zu dem ich noch überlege, war ich schon an etlichen Orten unterwegs.
Deshalb auch gestern die Aktion mit dem geschminkten Gesicht, immer ein wenig mehr kitzeln.
Dabei war es nie mein Ansinnen, mich dabei irgendwie zu verstecken oder in der grauen Masse unterzugehen.
Ich trage gern auffällige Klamotten, ist doch schön bunt zu sein. 🌈 Vor allem, wenn ich so immer die Mädels beobachte, die sich wirklich wie graue Mäuse kleiden.
Mir ist dabei natürlich klar, daß ich am Ende bei näherer Betrachtung als Mann (in Frauenkleidern) gelesen werde, ABER, das ist mir mittlerweile ziemlich egal.
Sollen doch alle denken, was sie wollen, machen sie sowieso, Die Gedanken sind frei...
Und, die vielen positiven Reaktionen der holden Weiblichkeit in meine Richtung sprechen auch für sich.

Als ich im Dezember noch die "Stubentranse" war, habe ich jeden Tag darüber nachgedacht, wie es wohl wäre, sich so der breiten Masse zu präsentieren.
Ich wollte es wissen, nicht nur aus Neugier, sondern auch um meiner selbst willen. Der Gedanke ist dann etwas gereift, bis ich es umgesetzt habe.
Nicht zuletzt dafür habe ich mir ja auch Klamotten, make up, Perücken und alles was sonst noch zur Weiblichkeit dazu gehört, zugelegt.
Und, wie Ihr alle wißt, zweigleisig fahren ist mitunter ganz schön teuer.
Vicky_Rose hat geschrieben: Mi 5. Feb 2025, 10:36 Ich habe selber viel zu lange Angst vor dem Zeigen gehabt. Viele, viele Jahre sind in Selbstzweifel ins Land gegangen. Und ich bin mir sicher, dass meine Gesundheit darunter erheblich gelitten hat. Meine Ängste waren alle Kopfgeburten. Klar wird mal komisch geschaut, na und ?
Desiree Maxima hat geschrieben: Do 6. Feb 2025, 22:17 Und wenn ich wieder mal in den "Zaudermodus" verfalle und dazu neige, mich zu sehr beim Ausleben meiner inneren Bestimmung zurückhalte, dann macht mir dieser Song wieder die Endlichkeit meines Daseins bewusst:
Zwei Kernzitate, eins aus einem anderen Thema.
Ein ganz wesentlicher Punkt meiner Entscheidung. Warte nicht zu lange. Schon morgen kann es mit dem Leben oder schönen Dingen aus irgendeinem Grund vorbei sein.

Außerdem war es mir viel zu wenig, mich ständig nur im eigenen Spiegel zu sehen und Euch meine Person in Form von Fotos näher zu bringen.
Es hätte mich wohl krank gemacht, wenn ich weiterhin drin geblieben wäre.
Daher beschloß ich zum Jahreswechsel für mich, auch bestärkt durch das Forum, Violetta, jetzt packst Du es an.
Daher eines meiner Mottos seitdem:

Es gibt nichts Gutes, außer Frau tut es.

Ich will hier niemand zu irgendwas überreden, was Ihr nicht gut tut oder schaden könnte, aber bedenkt immer mit einen ganz wichtigen Punkt:
Das Leben ist zu kurz, um es mit unwichtigen Dingen zu verschwenden. Ich möchte mich am Lebensende (hoffentlich ist es noch weit weg) nicht ärgern müssen über mich selbst und die Dinge die ich getan habe und nicht getan habe.

Folgt zuerst Eurem Herzen, danach erst Eurem Verstand.

Ich habe es ja auch schon mal erwähnt, bis Oktober letzten Jahres war mein Leben langweilig genug. Zumindest die letzten Jahre sind so dahingeflossen.
Was ich in den vergangenen 6 Wochen alles schon erleben durfte, wen ich alles kennengelernt habe, würde schon viele Seiten füllen.
Das was ich darüber schreibe, ist ja auch immer nur ein Bruchteil meiner Erlebnisse. Die wichtigsten Dinge halt, die noch in meiner Erinnerung sind.
Es macht mir unheimlich Spaß, die weibliche Rolle meines Daseins zu zeigen.

Nun noch einige Kommentare zu Euren Beiträgen :
sbsr hat geschrieben: Mi 5. Feb 2025, 10:52 Ich werde allenfalls hinter die nächste Hecke hüpfen, wenn mir jemand entgegen kommt, der mich potentiell als Person erkennen könnte. Liegt primär an der Vorgabe meiner Frau, dass niemand davon erfahren soll. Ansonsten ist es mir ziemlich egal als Transfrau erkannt zu werden, ganz verbergen kann ich es eh nicht.
sbsr hat geschrieben: Mi 5. Feb 2025, 12:13 Trotzdem Danke für diese Anregung und den Thread! Ich bin vollkommen bei Dir und finde es wichtig, dass die alten Hasen mit Berichten über Erlebnisse, mit Tipps und Tricks, aber auch mal mit einem Tritt in den H... den "Neulingen" zeigen, dass es keinen Grund gibt sich zu verstecken.
Damit hast Du Dir selbst widersprochen.
Violetta Arden hat geschrieben: Mi 5. Feb 2025, 23:44 Also rausgehen und verstecken? Nein, ganz sicher nicht. Ich verstehe die Bedenken der Ladies, die vielleicht die ersten Schritte nach draussen wagen. Aber es macht keinen Sinn, nach draußen zu gehen und möglichst nicht gesehen werden, im Dunkeln ein paar Schritte stöckeln und mit rasendem Herz wieder zurück zum Auto oder nach Hause. Das kenne ich nur zu gut von meinen Anfängen. Aber, wenn ihr nach draussen geht, solltet ihr die Selbstsicherheit haben, zu akzeptieren, daß ihr gesehen werdet. Wenn frau nicht ganz extrem geoutfittet oder geschminkt ist, wird, wenn die Locations "normal" ist, kaum eine Reaktion zu bemerken sein. Und den ein oder anderen schrägen Blick muss man einfach akzeptieren. Das geht nicht von heute auf morgen. Aber wer Angst hat, entdeckt oder enttarnt zu werden, sollte lieber zu Hause bleiben und sich am Spiegelbild erfreuen.
Ich kann mich an keine unangenehmen Situationen erinnern wenn ich enfemme draußen war. Und mit einem Lächeln kann frau immer punkten.
Danke Violetta, für Deine schönen, wahren Worte.
lexes hat geschrieben: Do 6. Feb 2025, 12:19
Ich denke das Spiel mal weiter und unterstelle noch immer das wir nicht nur wegen der frischen Luft vor die Tür gehen :-)

Könnte man sein Aussehen theoretisch von jetzt auf gleich perfekt auf Bio-Dame ändern ( und wäre absolut sicher auch als solche gelesen zu werden ) so würde mit Sicherheit jede(r) hier noch am selben Tag zur PrimeTime in der nächsten Mall und bei voller Ausleuchtung shoppen gehen. Was spräche dagegen ? Nichts :-)
Der Widerspruch aus der Fragestellung "Warum gesehen werden wollen aber nicht breit durch die Öffentlichkeit marschieren" erklärt sich (zumindest für mich) ergo ganz einfach.
Ich möchte schon als Frau gesehen, nicht aber als Mann erkannt ( und ggf. sogar darauf angesprochen werden ( Angst vor Ablehnung / Spott oder Schlimmeres )
Auch für diese Gedanken möchte ich mich bei Lexi bedanken.
Das gelingt mir meist nicht, das ich nicht als Mann erkannt werde, allein schon wegen des eher wenigen Aufwandes beim makeup, weil es halt, meist früh schnell gehen muss, aber es macht mir keine Angst.
Lana hat geschrieben: Fr 7. Feb 2025, 00:01 Danke, dass du das nochmal aufgreifst. Das ist in der Tat ein besonderes Problem, weil in diesem Fall Menschen mitbetroffen sind, die sehr wohl eine Wahl haben. Nämlich, ob sie unser Auftreten in ihrem Vorhof akzeptieren oder es nicht tolerieren. Das mag uns zwar nicht schmecken, aber grundsätzlich kann ich niemanden dazu zwingen, uns so anzunehmen, wie wir sind.
Vor diesem Problem stehe ich zum Glück nicht, da ich allein lebe.
In diesem Fall ein GROßER Vorteil.
Sophia69 hat geschrieben: Sa 8. Feb 2025, 11:00 mit Scharm hat es bei mir gar nichts zu tun, nur dass ich in einer zunehmend queerefeindlichen Welt Anfeindungen mir ungern zusätzlich aufladen möchte.
Auch dieses Argument verstehe ich, Sophia.

Begeistert und Glücklich beim Frau Sein
Eure Violetta 💜
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Re: Rausgehen und verstecken ?

Post 144 im Thema

Beitrag von Daniela04 »

Liebe Vicky, Lexi und Violetta

Vielen Dank für Eure Bestrebungen, das von Vicky definierte Thema wieder zurück auf die richtige Spur zu bringen. Das Polemische bringt nichts.

Wie schon in anderen Threads erwähnt gehe ich einen sanften Weg des Rausgehens en Femme, ohne etwas zu überstürzen. Ich fühle kein Drang, nur die Lust es wiedermal zu tun, dazu übe ich fleissig das Schminken. Jedesmal wenn ich einen Schritt vorwärts mache, geniesse ich es und koste es danach wieder rückblickend aus.
Violetta CD hat geschrieben: Mi 12. Feb 2025, 08:46 Vor diesem Problem stehe ich zum Glück nicht, da ich allein lebe.
In diesem Fall ein GROßER Vorteil.
Ich lebe auch alleine und kann so zu Hause so weiblich sein wie ich will, meist ohne Perücke, aber leicht geschminkt. Andere nennen das Stubentrans. Ich will ja meine Weiblichkeit geniessen, das tue ich ja für mich und so finde ich Schritt für Schritt meine Art mich weiblich zu kleiden, mal üppig (Pettycoat), mal gediegen (Abendkleid), mal frech (Mini mit Strapsen). Ich lerne so einzuschätzen wie ich mich draussen zeigen möchte.
Das monatliche Treffen ist auch eine gute Hilfe, um zu sehen, wie sich die anderen Schwestern zeigen.
Für mich sind die Treffen die Türen für den Ausgang, teils geschützt, teils nicht (An- und Rückreise) um mich um mein "perfektes" Erscheinen zu finden. Die Gala2025 wird davon ein Höhepunkt sein.

Lieber Gruss
Daniela
Ich will einfach der sein, der ich wirklich bin: ein Mann, der seine mittlerweile erkannte sehr bedeutende Weiblichkeit vertieft kennenlernen möchte.
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Re: Rausgehen und verstecken ?

Post 145 im Thema

Beitrag von Wally »

MichiWell hat geschrieben: Di 11. Feb 2025, 23:40 Mal überspitzt formuliert:
Zwischen "freundlich" und "notgeil" gibt es einen schmalen Grat, den man landläufig auch als "galant" bezeichnet.
Wer freundlich ist, sagt: "Ich mag dich, du gefällst mir".
Wer notgeil ist, sagt: "Scheisse, ich will dich ficken!"

Was als "galant" zwischen diesen beiden Aussagen liegt, soll ein "schmaler Grat" sein? Für mich sind das Welten.
Herzliche Grüße
Wally
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Re: Rausgehen und verstecken ?

Post 146 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

"verstecken" wäre sicherlich ganz gut, bis sich die Gemüter beruhigt haben. Ihr müsst aber nicht unbedingt dazu rausgehen; es ist ziemlich kalt, jedenfalls hier.

Gruß
Anne-Mette
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Re: Rausgehen und verstecken ?

Post 147 im Thema

Beitrag von Sophia69 »

„Folgt zuerst Eurem Herzen, danach erst Eurem Verstand.“, schrieb Violetta CD

Hin und wieder dürfte es aber auch von Vorteil sein, wenn frau zuerst ihrem Verstand folgt, wie es nicht viel eindrucksvoller hier bestätigt hätte werden können. :mrgreen:

Um auf das Eingangsthema wieder zurück zu kommen, kann ich mich aus meiner Kindheit daran erinnern, dass verstecken nur dann Spaß bereitet hat, wenn kind im Spiel von den andern nicht gefunden werden wollte.
Demzufolge bedeutet verstecken für mich im „Queerenzusammenhang“, dass Angst, statt Freude im wahrsten Sinne des Wortes, im Spiel ist.

Liebe Grüße
Sophia

P.S: Weiß eine von euch, ob selective Zitate, wenn man mit dem Handy im Forum eingeloggt ist, möglich sind, falls ja, wie?
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Re: Rausgehen und verstecken ?

Post 148 im Thema

Beitrag von Violetta-TransFlower »

Sophia69 hat geschrieben: Mi 12. Feb 2025, 18:32 P.S: Weiß eine von euch, ob selective Zitate, wenn man mit dem Handy im Forum eingeloggt ist, möglich sind, falls ja, wie?
über die Zitat Taste komplett einfügen und dann unnötige Teile löschen, so mach ich es immer.
Ironie an, Jetzt hab ich meinen Verstand eingesetzt, Ironie aus

Deine Violetta💜
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Re: Rausgehen und verstecken ?

Post 149 im Thema

Beitrag von Lana »

Sophia69 hat geschrieben: Mi 12. Feb 2025, 18:32 Weiß eine von euch, ob selective Zitate, wenn man mit dem Handy im Forum eingeloggt ist, möglich sind, falls ja, wie?
Es gibt noch eine zweite Möglichkeit fürs Händy:

1. Zuerst ganz unten, nach dem letzten Beitrag und unterhalb von "Schnellantwort" auf den roten "Antworten" - Button drücken.
2. Du kommst dann zu einem leeren Eingabefeld für deine Antwort. Darunter sind die bisherigen Beiträge in umgekehrter Reihenfolge dargestellt. Evtl. musst du ein bisschen suchen, bis du den gewünschten findest. In diesem Beitrag den Text markieren, den du zitieren möchtest.
3. Dann am oberen Rand von diesem Beitrag auf das Zitier-Symbol (Anführungszeichen) drücken und der ausgewählte Text wird mit korrektem Zitatverweis in das bislang leere Eingabefeld übernommen.
4. Du kannst beliebigen eigenen Text im Eingabefeld ergänzen.
5. Beitrag abschicken.

Ineinander geschachtelt Zitate werden mit dieser Methode allerdings nicht korrekt dargestellt.


Klingt erstmal kompliziert und umständlich, ist aber vor allem bei langen Beiträgen hilfreich, wo man sehr viel Text löschen müsste, damit nur noch das übrigbleibt, was man zitieren möchte. Außerdem muss man beim Löschen gut aufpassen, dass man an der Zitatkodierung nicht versehentlich etwas kaputt macht.

Einfach mal probieren, was dir besser gefällt.

LGL
Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt.
Blaise Pascal
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Re: Rausgehen und verstecken ?

Post 150 im Thema

Beitrag von Alicia »

Violetta CD hat geschrieben: Mi 12. Feb 2025, 08:46 Es gibt nichts Gutes, außer Frau tut es.
Holla, die Waldfee. Dieses Thema ist richtiggehend explodiert. Als letzte Woche ein Arbeits-Tsunami über mich hinweg schwappte, bin ich recht oberflächlich durchs Forum gestreunt und habe nur kurze Beiträge hinterlassen. Auch der spontane Ausflug en femme war eine Flucht vor dem Alltag. Mit diesem interessanten Thema (Danke Vicky) könnte ich mich ja noch später beschäftigen... :wink:
Das sollte sich aber rächen, da ich nun die vielen Beiträge alle erst lesen musste, bevor ich selbst meinen Senf dazugebe. (buch) Zunächst dachte ich, es hat sich erledigt, als der Diskurs falsch abgebogen ist, doch dank Violetta läuft es wieder in der richtigen Spur. Deswegen auch das Zitat. (yes)

Eigentlich ist schon alles geschrieben, das mir auch so durch den Kopf geht.
Um am Anfang zu beginnen, vor einem knappen Jahr, da bin ich relativ kurz nach meiner Registrierung hier im Forum mit dem entsprechenden Rückenwind zum ersten Mal en femme auf die Straße gestürzt, in Rock, Pumps und langer Steppweste, nur mit Mütze auf dem Männerkopf, verziert lediglich mit Lippenstift. Ohne groß nachzudenken, vielleicht etwas überambitioniert, aber es musste sein, bevor der Kessel platzte. Auch nicht am Abend, sondern an einem Nachmittag zur besten Einkaufszeit mitten in der Stadt. Prompt ist fast eine Kollegin in mich hineingelaufen, doch die war so mit ihrer Tochter beschäftigt, dass sie mich nicht wahrgenommen hat. Uff. Weitere Ausflüge sollten folgen, zunächst alleine, dann zunehmend mit meiner Frau zusammen.

Verstecken ist und war bei mir eigentlich nie ein Thema, auch wenn es mir schon Recht ist, keiner mir bekannten Person zu begegnen. Das würde Erklärungsbedarf liefern, auf den ich (noch) keine Lust habe. Hier muss ich erst noch zu mir selbst finden. Wie ich auch schon hier geschrieben habe, blicke ich beim Gehen ziemlich geradeaus, um die Blicke der Passanten zu kontern. Bisher kein blöder Kommentar oder eine Grimasse. Hoffentlich bleibt's dabei. Zugegeben, etwas entfernter als in der Heimatstadt werde ich lockerer im Auftreten. Deshalb werde ich heuer in den Urlauben zu zweit auch kaum mehr männliche Kleidung mitnehmen, wenn überhaupt. All in.

Den Begriff Hobby in Beziehung zu meiner Leidenschaft für das Tragen femininer Kleidung finde ich für mich eher nicht zutreffend. Das mögen andere hier anders sehen, es sei ihnen vergönnt. Jeder Jeck ist anders, jede Jeckin eben auch. Es ist mir ein Bedürfnis, mich (draußen) so zu kleiden, wie es mir gut tut und wie ich mich wohl fühle. Das steigert auch das Selbstbewusstsein. Dazu braucht es keine besonders auffallenden Klamotten oder Accessiors. Mir ist eher nach "Untergehen" in der Menge der Frauen, ohne besonders herausstechen zu wollen. Ok, mit klappernden Hacken sticht frau dann doch etwas heraus aus den Sneakersträgerinnen. Da ich meistens immer noch ohne Perücke und minimal geschminkt unterwegs bin, ist der Mann darunter nicht zu verheimlichen. Aber was soll's? Als 100% ige Frau werde ich niemals durchgehen, dazu ist mir der Aufwand zu groß und die Enttäuschung beim "entlarvt" werden noch viel größer.
Ja, ich muss öfters, eigentlich viel zu oft, auf meine Lieblingsgardarobe verzichten (Arbeit, Flugplatz, Familie etc.), aber nur schweren Herzens. Ich wünschte, es könnte sich etwas ändern. Im Kleiderschrank werden die Männerklamotten zunehmend verdrängt, da die neuen Sachen eben ihren Platz beanspruchen. Und es sind viele Sachen geworden im letzten Jahr. :P Das letzte Mal, dass ich einer Jogginghose zu Hause rumgelaufen bin, ist nun fast ein Jahr her. Da gibt's nur noch Rock oder Kleid, Schluss. Bei Besuch im Haus eine lässig sportive Damenhose.

Aber das Outen anderen Menschen gegenüber bringt halt auch unkalkulierbare Risiken, die ich derzeit nicht bereit bin einzugehen. In der Arbeit habe ich mit sehr vielen Leuten Kontakt und kann mir Getuschel und blöde Sprüche schon im Hinblick eines Authoritätsverlustes nicht leisten. Ohrstecker, dezent lackierte Nägel der kleinen Finger, lange Haare und einige androgyne Shirts aus dem Mädelsregal sind hier schon das höchste der Gefühle. Dabei soll es zunächst auch bleiben. Außerdem gibt es ja noch die Kleidung unter der Kleidung... :mrgreen:

Die sexuelle Komponente dabei ist sehr schwach ausgeprägt. Sicherlich meldet sich manchmal der Maschinenraum, wenn leidenschaftlich im Fundus gekramt wird, um ein Outfit zusammenzustellen. Aber das war's dann auch schon wieder und es herrscht gleich wieder Ruhe. Früher war das anders, als die Phasen in der weiblichen Rolle nur sehr kurz waren und intensiv gelebt wurden.

Fazit: Das Tragen femininer Klamotten entspringt bei mir einem inneren Bedürfnis und hat bei mir nichts mit einer Freizeitbeschäftigung zu tun. Da mache ich dann andere Dummheiten... 8)

Liebe Grüße, Alicia. (ki)
Eine Lebensweise zu erfinden ist nichts. Sie zu verinnerlichen, ein Anfang. Sie zu leben ist alles.
(Frei nach Otto Lilienthal)
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