LGBT in der AfD
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Noa
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LGBT in der AfD

Post 1 im Thema

Beitrag von Noa »

Queerfeindlichkeit spielt im rechten Wahlkampf eine zentrale Rolle, auch bei der AfD. Und dennoch schliessen Homosexualität und Rechtsextremismus sich nicht aus.

Auf Geschichte der Gegenwart ist ein lesenswerter Artikel zu diesem Thema erschienen. Transfeindlichkeit der extremen Rechten? So einfach ist es nicht. Der Autor des Beitrags versucht begrifflich zu fassen, was es mit den LGBT-Personen in der AfD auf sich hat.

https://geschichtedergegenwart.ch/wider ... on-rechts/
Marlene K.
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Re: LGBT in der AfD

Post 2 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Danke für diesen sehr aufschlussreichen Artikel. Was ich erschreckend finde ist das die Argumente nicht nur im rechten Spektrum sondern auch im linken zu finden sind.
Auch dort gibt es den Homosexuellen, der sich als besonders männlich definiert und die trans Frau, die sich als weiblicher als jede cis Frau sieht und die auf jeden herabschauen, der sich nicht eindeutig binär definiert.

Auch so werden Feindbilder, die ich vorgeblich bekämpfe, verstärkt und fortgeschrieben.
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
ExUserIn-2026-04-08
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Re: LGBT in der AfD

Post 3 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Ich denke, LGBT mit politischen Ausrichtungen in Einklang zu bringen, ist immer dem Scheitern verurteilt. Da helfen auch keine argumentativen Winkelzüge. LGBT bedeutet für mich, den Menschen in seiner Einmaligkeit in den Mittelpunkt zu stellen. DAs können die Extrempositionen nicht leisten, da sie Ideologien, z.B. die Binarität, in den Mittelpunkt stellen. Und Ideologien zu folgen war noch nie eine gute Idee, da es bedeutet, das eigene Denken abzuschalten.
Die Idee der Selbstbestimmung wird als linke Allmachtsfantasie verworfen.
Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass mit solchen Behauptungen der Rechten die eigenen Allmachtsphantasien kaschiert werden sollen. Ähnlich ist es mit der Behauptung, die Grünen seien eine Verbotspartei. Es sind die Rechten, die die Regeln bestimmen wollen und damit viel mehr auf einer Verbotswelle reiten. Ziel ist die Kontrolle über Menschen.

Andererseits ist es für rechte Homosexuelle und trans Personen harte Arbeit, sowohl innerhalb der AfD als auch nach außen hin zu plausibilisieren, wieso man gut ins rechte Lager passt. Vor allem ist fraglich, ob die vorgebrachten Argumente LGBT-Personen in der Breite überzeugen können. Vielleicht ist Selbstbestimmung doch das attraktivere politische Angebot.
Ma kann den Satz auch noch kürzer beschreiben: Was will der Einzelne: Fremd- oder Selbstbestimmung ? Selbstbestimmung setzt Selbstreflexionsfähigkeit und Mut zu eigenen Entscheidungen voraus. Damit sind selbstbestimmte Menschen per se kritischer und lassen sich weniger vereinnahmen. Sie sind automatisch Feinde der Demagogen und Hetzer, die behaupten, sie wüssten, wie Menschen zu leben haben.
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
Marlene K.
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Re: LGBT in der AfD

Post 4 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Vicky_Rose hat geschrieben: Di 7. Jan 2025, 08:43 ....s. Damit sind selbstbestimmte Menschen per se kritischer und lassen sich weniger vereinnahmen. Sie sind automatisch Feinde der Demagogen und Hetzer, die behaupten, sie wüssten, wie Menschen zu leben haben.
Ich stimme Dir vom Grundgedanken her zu, nur müsste die letzten Sätze, so zeigt die Realität, lauten: Damit sind selbstbestimmte Menschen eher kritischer und lassen sich seltener vereinnahmen. Sie sind eher Feinde der Demagogen und Hetzer, glauben es seltener, wenn diese behaupten, sie wüssten wie Menschen zu leben haben.

Wir neigen dazu, die absolute und eigentlich folgerichtige Aussage für richtig zu halten, aber diese ist es leider nicht.
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
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