Elon Musk fordert erneut auf, AfD zu wählen - # 3
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HeikeCD
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Re: Elon Musk fordert erneut auf, AfD zu wählen
@Vicky Rose, Lavendellöwin :
Ihr mißversteht mich hoffentlich nicht. Ich argumentiere nur wie die Menschen "fühlen". Immerhin unterhält man sich ja auch mal mit dem einen oder anderen über dieses und jenes.
Und die Menschen haben eben die Nase voll von überbordender Bürokratie, von Verordnungen die beschlossen wurden um irgendwas "sicherer", "verträglicher" oder sonstwas zu machen. Knüppel zwischen die Beine für Facharbeiter, Handwerk und Industrie sind das. Und eine EU-Verordnung ist das eine, in Berlin setzt man aber immer noch was drauf, damit diese Verordnung dann auch 100% den Sinn konterkariert. Und würden unsere Steuergelder auch endlich mal u.a. in Bildung, Infrastruktur, bezahlbaren Wohnraum und Energie eingesetzt statt für Abenteuer in fernen Ländern verschwendet wäre die Akzeptanz wesentlich größer. Dazu, der Staat muß verschlankt werden. 700mio teurer Ausbau von Kanzleramt, tausende neue Stellen, jeder Staatssekretär hat mittlerweile seinen eigenen Staatssekretär, wer soll das noch begreifen?
Und, Scholz ist Scholz wie er ist, aber wenn er nicht in der Lage ist zu kommunizieren ist er eben der falsche. Die anderen aber übrigens ebenso. Das ganze Gezänk hängt mir bis sonstwo raus. Und den meisten Wählern ebenfalls.
Gut das ich mit Parteien, egal welcher Couleur, schon lange abgeschlossen habe.
LG Heike
Ihr mißversteht mich hoffentlich nicht. Ich argumentiere nur wie die Menschen "fühlen". Immerhin unterhält man sich ja auch mal mit dem einen oder anderen über dieses und jenes.
Und die Menschen haben eben die Nase voll von überbordender Bürokratie, von Verordnungen die beschlossen wurden um irgendwas "sicherer", "verträglicher" oder sonstwas zu machen. Knüppel zwischen die Beine für Facharbeiter, Handwerk und Industrie sind das. Und eine EU-Verordnung ist das eine, in Berlin setzt man aber immer noch was drauf, damit diese Verordnung dann auch 100% den Sinn konterkariert. Und würden unsere Steuergelder auch endlich mal u.a. in Bildung, Infrastruktur, bezahlbaren Wohnraum und Energie eingesetzt statt für Abenteuer in fernen Ländern verschwendet wäre die Akzeptanz wesentlich größer. Dazu, der Staat muß verschlankt werden. 700mio teurer Ausbau von Kanzleramt, tausende neue Stellen, jeder Staatssekretär hat mittlerweile seinen eigenen Staatssekretär, wer soll das noch begreifen?
Und, Scholz ist Scholz wie er ist, aber wenn er nicht in der Lage ist zu kommunizieren ist er eben der falsche. Die anderen aber übrigens ebenso. Das ganze Gezänk hängt mir bis sonstwo raus. Und den meisten Wählern ebenfalls.
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HeikeCD
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Re: Elon Musk fordert erneut auf, AfD zu wählen
Da hast du noch Glück. Ich sehe das etwas kritischer. Denn ich sehe Dutzende und Aberdutzende vom Stadtrand aus. Und diese blinkenden Lichter bei Dämmerung...richtig heimelig. Wenn man über die A23 und dann die B5 Richtung Dänemark fährt hat man einen Superblick in die verspargelte Landschaft.Lavendellöwin hat geschrieben: Di 31. Dez 2024, 14:11 Sich über ein Windrad aufzuregen ist damit
im Vergleich ein Witz. Ich seh aus meinem Büro ein paar. Oben am Roßkopf und der Holzschlägermatte.
Und ein Freund von mir aus einem Dorf in der Nähe freut sich so richtig über die vom Gutachter festgestellten Risse an seinem durch die im Erdreich verursachten Erschütterungen die ein Windrad, 500 m entfernt, nun mal verursacht. Müßig zu erwähnen das der Windparkbetreiber natürlich ein Gegengutachten in Auftrag gab. Steht 1:1.
Vogelschlag, Insektensterben und Mikroplastik der sich von den Rotoren verteilt sind da noch weitere Auswirkungen.
Und wieso man sowas in den Reinhardswald hinpflanzen muß entzieht sich auch meiner Logik. Damit das Windkraftwerk auch sicher steht, ist ein entsprechendes Fundament erforderlich. Dies hat einen- Durchmesser von 20 — 30 Meter und eine Tiefe bis zu 4 Meter. Hier werden 1.300 Kubikmeter Beton und 180 Tonnen Stahl verbaut. Insgesamt hat das Fundament ein Gewicht von 3.500 Tonnen + Schneisen für den Aufbau. So richtig ökologisch versiegelt also.
Und so sehen Flugwarnlichter eines Windparks bei uns aus, glaube, da wo Robert H. oder Daniel G. wohnen brauchen die sowas nicht zu sehen:
Quelle: https://i.postimg.cc/pdYKPJHR/csm-Flugz ... 1d1748.jpgLG Heike
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Jaddy
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Re: Elon Musk fordert erneut auf, AfD zu wählen
Nunja, wenn du in einer Firma in einer von vielen Führungspositionen angestellt bist und dich irgendwie öffentlich äussern sollst, bist du vermutlich auch vorsichtig, denn die Themen werden ja in Gremien abgestimmt und die Entschliessungen der Gremien sind Kompromisse diverser Interessen innerhalb der Firma - bzw Partei.Lavendellöwin hat geschrieben: Di 31. Dez 2024, 14:11 bei Ricarda Lang war es speziell-sie sah meist so aus, wie hätte sie den Text völlig emotionslos auswendig gelernt.
Aber genau deswegen bin ich so gegen Fraktionszwang, das bildet keine eigene Meinung ab.
Und das es nicht sie war, sondern die Partei konnte man bei ihr ganz toll sehen-bei Miosga war sie wie ausgewechselt.
Erfrischend.
Das wird nicht immer das sein, was dir selbst am liebsten wäre. Aber wenn du dann als eine von mehreren wichtigen Führungsleuten öffentlich sagst, dass du statt X = KOMPROMISS(A, B, .., H) lieber rein B hättest, werden sich die anderen Interessierten deiner Partei/Firma auch zu öffentlichen Statements genötigt fühlen. Heisst: Innerhalb von Tagen werden die Medien das dankbar aufnehmen - weil Content - und dann gilt deine Partei als "zerstritten" bzw deine Firma als "führungslos".
Das werden viele deiner Wählys bzw Kundys oder Aktionärys nicht sonderlich toll finden, weil sie gar keine Zeit und_oder Lust haben, sich in die Diskussionen einzuarbeiten und die Gründe für Kompromisse und Konsense nachzuvollziehen.
Heisst: Führungsposition macht in einigen Organisationen auch vorsichtig, weil du mit spontanen Äusserungen viel kaputt machen kannst.
Was mit aber immer quer liegt sind Kommentare zum "Fraktionszwang". Sowas gibt es nicht wirklich. Es gibt eine Absprache innerhalb der Fraktionen und mit der Sitzungsleitung, dass die Fraktionen in der Regel einheitlich abstimmen. Klingt doof, ist aber in den meisten Fällen durchaus sinnvoll. Es ist nämlich für die einzelnen MdB praktisch unmöglich, sich in all die verhandelten Themen einzuarbeiten. Ein Blick in eine beliebige Tagesordnung zeigt das.
Also vertraut das einzelne Leut denjenigen der eigenen Fraktion, die in den entsprechenden Ausschüssen, Anhörungen und Fachgesprächen sind, sich durch die Papierberge wühlen und die ganzen Querbeziehungen und Randbedigungen mal gesehen haben, aus denen dann konkrete Regelungen, Ausnahmen usw entstehen.
Jedes MdB kann jederzeit auch anders abstimmen. Nur was macht das dann? Du machst ein Statement und im minderschlimmen Fall sorgst du dafür, dass der Entwurf abgelehnt wird, den deine eigenen Leute vorbereitet haben, mit Ministerien abgestimmt, in Ausschüssen beraten, nach Anhörungen überarbeitet, innerhalb der Koalition austariert haben, unter Umständen auch gegen bestimmte Zugeständnisse bei anderen Vorhaben.
Im allerschlimmsten Fall sorgst du mit deiner Stimme dafür, dass eine Initiative der Gegenseite gegen die Absicht deiner Partei bzw deiner Regierungskoalition durchkommt.
Sprich: Deine Kollegys werden spätestens dann nicht glücklich sein, wenn du ihre Arbeit am Ende scheitern lässt. Mal ganz abgesehen vom öffentlichen Erscheinungsbild (siehe oben: "zerstritten", "führungsunfähig", "kriegt nichts geregelt", usw.). Das macht dich zu einem Unsicherheitsfaktor, mit dem die anderen nicht mehr so gerne zusammenarbeiten mögen. In der Folge wirst du Schwierigkeiten haben, deine eigenen Sachen durchzubringen und die Unterstützung der anderen zu bekommen.
Ich finde es total okay, wenn eine Parteiperson zu einem Thema keine Meinung hat. Ich finde es noch viel sie besser, wenn sie dann auch keine äussert. Leider tun viele das trotzdem und daraus entstehen sehr sehr viele Medienaktivitäten - siehe oben.
Also Fraktionsolidarität halte ich erst mal für eine gute Sache, damit diejenigen, die im Sinne einer Partei, bzw als Teil einer Regierung mit einem Regierungsprogramm ein Thema vorbereiten, damit auch Erfolg haben. Sie macht Vorhaben und Regierungszeiten planbarer, wobei jeder Gesetzesentwurf eh unendlich viele Schritte und Schleifen hat und schon vor dem ersten Entwurf in der Regel langfristig vorbereitet wurde auf Parteitagen, bei Koalitionsverhandlungen, usw. Das heisst da steckt schon eine Menge Beteiligung drin.
Eine EInzelmeinung oder zersplitterte Grüppchen innerhalb von Fraktionen sind also eher Hemmnisse sinnvoller Regierungsarbeit.
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Jaddy
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Re: Elon Musk fordert erneut auf, AfD zu wählen
Ich bin gar nicht sicher, dass das so stimmt. In allerlei Umfragen antworten nämlich seit Jahren Menschen, dass ihr eigenes Leben eigentlich ganz okay oder sogar gut bis sehr gut sei, "aber die Gesamtlage! Und die Wirtschaft! Und die Politik!". Hier ist so eine von 2024 (Statista): Um das mal in Worte zu fassen: 21% sind sehr zufrieden, 68 weitere % sind ziemlich zufrieden.HeikeCD hat geschrieben: Di 31. Dez 2024, 18:52 Ihr mißversteht mich hoffentlich nicht. Ich argumentiere nur wie die Menschen "fühlen". Immerhin unterhält man sich ja auch mal mit dem einen oder anderen über dieses und jenes.
Und die Menschen haben eben die Nase voll von überbordender Bürokratie, von Verordnungen die beschlossen wurden um irgendwas "sicherer", "verträglicher" oder sonstwas zu machen.
89% der Bevölkerung.
Das ist, wie gesagt, nicht die einzige solche Studie und der langfristige Trend sieht sogar noch besser aus (DIW): Interessanterweise sind auch "die Wirtschaftsdaten" im Vergleich nicht wirklich schlecht oder gar katastrophal. Arbeitslosigkeit, Einkommen, etc. Selbst so Dinge wie ein f*cking Krieg in Europa und massive hybride Kriegsführung der russischen Regierung gegen Europa, die zu heftigsten Disruptionen in Lieferketten und so geführt haben, waren im Vergleich relativ harmlos. Insgesamt geht es fast 9 von 10 Leuten nach ihrer eigenen Einschätzung gut.
Aber wenn wir uns mit einzelnen Menschen unterhalten, kriegen wir in den seltensten Fällen positive Geschichten zu hören. Erstens weil es sich offenbar nicht gehört, dass es uns gut geht - bzw das anderen gegenüber zu sagen. Keine Ahnung warum. Zweitens sind negative Geschichten psychologisch interessanter. Die meiste Presse lebt davon. Wir schenken ihnen mehr Aufmerksamkeit, tragen sie häufiger weiter und malen sie eher schwärzer als sie tatsächlich ist. Dieser Effekt ist in der Psychologie auch bekannt; als Negativitätsverzerrung (engl Negativity Bias).
Deshalb halte ich Formulierungen mit "die Leute" und negativen Pauschalaussagen für mindestens fragwürdig bis unglaubwürdig. Bei näherem Hinsehen und vor allem bei konkretem Tiefbohren stellt sich meist schnell heraus, dass sie entweder keine sachliche, reale Basis haben und_oder die Themen, über die sich schlagzeilen- und floskelartig aufgeregt wird, gar nicht ausreichend verstanden wurden. Trotzdem wird sich aus einem diffusen Gefühl allgemeiner Unzufriedenheit - trotz eigenem Wohlstands - über "die" aufgeregt.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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HeikeCD
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Re: Elon Musk fordert erneut auf, AfD zu wählen
@Jaddy:
"Glaube keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast."
Altbekanntes Zitat eines britischen Premiers.
Ich halte sowas auch nur für bedingt aussagekräftig. Ebenso wie die berühmte Sonntagsfrage.
Geh mal zu Landwirten, Firmenchef oder den Angestellten der Werften FSG oder Nobiskrug oder anderen insolventen Unternehmen.
Und nein, nicht alles ist auf Fehler in den Unternehmen zu schieben, wenn Energiepreise sich plötzlich z.B. verzehnfachen ist das ein Schlag ins Kontor. Und wenn dann noch unverschämte Forderungen eines ausgewiesenen Faschisten nach jährlich 20 Mrd für ein Faß ohne Boden an unsere Steuerzahler kommen dann nervt das eben die Menschen. Warum antwortet man diesem Frechling nicht entsprechend? Der Faschist ist übrigens ein gewisser A.Melnyk. Der, der am Grab seines Idols Bandera in München Krokodilstränen vergoss.
P.S. Warum ist dieses Grab überhaupt HIER?
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Altbekanntes Zitat eines britischen Premiers.
Ich halte sowas auch nur für bedingt aussagekräftig. Ebenso wie die berühmte Sonntagsfrage.
Geh mal zu Landwirten, Firmenchef oder den Angestellten der Werften FSG oder Nobiskrug oder anderen insolventen Unternehmen.
Und nein, nicht alles ist auf Fehler in den Unternehmen zu schieben, wenn Energiepreise sich plötzlich z.B. verzehnfachen ist das ein Schlag ins Kontor. Und wenn dann noch unverschämte Forderungen eines ausgewiesenen Faschisten nach jährlich 20 Mrd für ein Faß ohne Boden an unsere Steuerzahler kommen dann nervt das eben die Menschen. Warum antwortet man diesem Frechling nicht entsprechend? Der Faschist ist übrigens ein gewisser A.Melnyk. Der, der am Grab seines Idols Bandera in München Krokodilstränen vergoss.
P.S. Warum ist dieses Grab überhaupt HIER?
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Jaddy
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Re: Elon Musk fordert erneut auf, AfD zu wählen
Hm ja, nein. Tasächlich lässt sich dieses Zitat bei Churchill nicht nachweisen. Die Mühe dazu haben sich schon viele gemacht. Unter anderem das statistische Landesamt in Baden-Württemberg in https://www.statistik-bw.de/Service/Ver ... e/20041111. Fazit: In UK gibt es das Zitat nicht. Nicht in Churchills Reden, nicht in seinen Tagebüchern, nicht in Interviews.HeikeCD hat geschrieben: Di 31. Dez 2024, 23:12 @Jaddy:
"Glaube keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast."
Altbekanntes Zitat eines britischen Premiers.![]()
Tatsächlich war Churchill wohl ein ausgesprochener Freund von akkuraten Zahlen und Statistiken. Er hat auch häufig mit Zahlen und Auswertungen argumentiert. Ohne sie zu fälschen. Dazu sind nämlich keine Indizien zu finden.
In Deutschland hingegen gibt es verlässliche Hinweise, wer Churchill dieses angebliche Zitat offenbar untergeschoben hat: Joseph Goebbels. So steht es auch im obigen Artikel, sogar in einem ganzen Buch zum Thema (https://www.statistischebibliothek.de/m ... _11001.pdf), auch vom Stat.Landesamt BW.
Deshalb habe ich auch zwei unterschiedliche Quellen für die Selbsteinschätzung der Bevölkerung gegeben. Zwei von wirklcih vielen, die sich finden lassen. Sprich: Glaubwürdigkeit durch diverse, ziemlich vertrauenswürdige Quellen.
Vielleicht noch mal zurück zu meiner Kernaussage: Knapp 9 von 10 der befragten Deutschen sagten in den vergangenen (6, 10, 15, 20) Jahren, dass es ihnen persönlich gut bis sehr gut geht. Das heisst nicht, dass sie keine Probleme hätten. Das heisst auch, dass jede 10te befragte Person nicht zufrieden ist. Und das ist bei Niedriglohn, Aufstocken, Wohn- und Energiekosten, Inflation und Rückbau öffentlicher Leistungen wahrlich kein Wunder.HeikeCD hat geschrieben: Di 31. Dez 2024, 23:12Geh mal zu Landwirten, Firmenchef oder den Angestellten der Werften FSG oder Nobiskrug oder anderen insolventen Unternehmen.
Und nein, nicht alles ist auf Fehler in den Unternehmen zu schieben, wenn Energiepreise sich plötzlich z.B. verzehnfachen ist das ein Schlag ins Kontor.
Also klar wirst du Leute finden, denen es objektiv schlecht geht. Ob das die 10% Unzufriedenen sind, ist gar nicht so sicher. Und du hast eben 90% zufriedene, von denen trotzdem sehr viele der Ansicht sind, dass "die Leute" (im Sinne von "alle") unzufrieden sind.
Auf diese Diskrepanz wollte ich hinweisen.
Wie gesagt erledigen sich viele solche Diskussionen, wenn einzelne Punkte mal konkret durchleuchtet werden. Also wem geht es warum schlecht, was sind tatsächlich die Ursachen und Verantwortlichkeiten, welche Lösungen gäbe es, usw. Können wir gerne machen. Allerdings keinen Gish-Galopp, sondern ein Thema und dann ins Detail.
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Re: Elon Musk fordert erneut auf, AfD zu wählen
Moin und Frohes Neues,Jaddy hat geschrieben: Mi 1. Jan 2025, 01:29
Also klar wirst du Leute finden, denen es objektiv schlecht geht. Ob das die 10% Unzufriedenen sind, ist gar nicht so sicher. Und du hast eben 90% zufriedene, von denen trotzdem sehr viele der Ansicht sind, dass "die Leute" (im Sinne von "alle") unzufrieden sind.
Natürlich sind die allermeisten nicht am verhungern oder sonstwie am darben. Aber wenn schon ein Drittel des Monatslohns nur für Miete draufgehen, das zweite Drittel für Lebensmittel und der Rest für andere Fixkosten, also nichts übrigbleibt um was anzusparen, wozu ja ständig geraten wird, dann sind die Menschen erstmal mit dem zufrieden was sie haben, der Kühlschrank ist zwar noch voll, aber damit ist die Frage ja aber noch nicht zu Ende. Die Gesamtsituation kommt ja noch hinzu. Und wenn dann weiter gefragt wird wie sie ihre nächste Zukunft sehen, sehen 2 Drittel ihre eher nicht so rosig. Es wird nun mal alles teurer und die Leistungen eher schlechter.
5 Euro mehr Kindergeld dieses Jahr, das jubilieren der Alleinerziehenden darüber hört ja gar nicht mehr auf. Selbst Almosen wären mehr.
Oder mal ein anderes Beispiel, ist nicht lebenswichtig, zeigt aber bestens auf was für ein undurchschaubarer Moloch diese politische EU ist. 2019 wurde die Zeitumstellung im Eu-Parlament abgeschafft, was machen wir seit 2020? Wir müssen diesen Schwachsinn immer noch durchziehen.
2 x im Jahr werden die Menschen daran erinnert das dieser Staatenbund mal besser bei einer reinen Wirtschaftsgemeinschaft geblieben wäre.
So genug "Gish-Gallop"
Aber weil du den komischen Dr. mit dem Klumpfuß erwähntest, der hat eine Menge erzählt wenn der Tag lang war, da ich mich aber auch ein wenig mit Geschichte befasse weiß ich das er Anfang der 30er in einer Parteizeitung ("Der Angriff") seine Partei als "linke Partei" bezeichnete denen "nichts verhasster sei als der rechtsstehende Bürgerblock". Und das ist nachweisbar. Und deshalb kann ich mit falschen Kampfbegriffen, egal von wem, die die Diskutanten in ein schiefes Licht rücken sollen wenig bis nichts anfangen.
LG Heike
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Re: Elon Musk fordert erneut auf, AfD zu wählen
HeikeCD hat geschrieben: Di 31. Dez 2024, 19:06 Und diese blinkenden Lichter bei Dämmerung...richtig heimelig.
Hey..
ja, das kenne ich noch von unserem AKW, tolle orangene Beleuchtung auch mitten in der Nacht und 10 Kilometer weit weg..
da weisst du wo die Mitte des Universums ist...
HeikeCD hat geschrieben: Di 31. Dez 2024, 19:06 Müßig zu erwähnen das der Windparkbetreiber natürlich ein Gegengutachten in Auftrag gab. Steht 1:1.
sicher, wenn man persönlich betroffen ist, oder relativ nah involviert, sieht man die Sache etwas ich möchte
enger. Das ist auch gar nicht schön, noch weniger möchte ich das wegdiskutieren.
Aber könntest du dir wirklich einen Rollback vorstellen? In die 90er, 80er, alles was erreicht ist, wofür
viele gekämpft und etwas geopfert haben wieder rückgängig machen?
Ich bin nicht definitiv gegen Atomkraft, aber bitte mit mehr Sicherheit und der gelösten Frage wo wir
Müll davon lassen..
Ja, das ist nicht ökologisch, aber ist ganz ganz vieles nicht so recht von dem was die Menschheit so tut..leider.HeikeCD hat geschrieben: Di 31. Dez 2024, 19:06 Dies hat einen- Durchmesser von 20 — 30 Meter und eine Tiefe bis zu 4 Meter. Hier werden 1.300 Kubikmeter Beton und 180 Tonnen Stahl verbaut. Insgesamt hat das Fundament ein Gewicht von 3.500 Tonnen + Schneisen für den Aufbau. So richtig ökologisch versiegelt also.
Habs gut, Marie
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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Re: Elon Musk fordert erneut auf, AfD zu wählen
Alles gut was du sagst..Jaddy hat geschrieben: Di 31. Dez 2024, 21:45 Das wird nicht immer das sein, was dir selbst am liebsten wäre
aber dann sollte man sich nach dem Ausscheiden aus einer Position doch ähnlich verhalten und nicht
danach, das was du vorher gesagt hast anzweifeln oder das Gegenteil behaupten-das hinterlässt schon auch einen schalen
Beigeschmack.
Das könnte bei der einen oder anderen Person auch Fragezeichen entstehen lassen, von wegen hat sie das denn vorher
überhaupt erst gemeint? Ich finde das sogar schädlicher, als öffentlich einen Entscheidungsweg zu diskutieren.
Du kennst mich eine Weile und solltest wissen, das ich nicht tue oder sage, was ich nicht mindestens zu 90%
unterstütze. Tu ich das nicht, nehme ich lieber meinen Hut und bin aber mir treu gebleiben.
Das find ich für mich unheimlich wichtig, ich habe deswegen auch schon Projekte abgegeben oder Jobs
gekündigt, Wenn ich was nicht bin, mach ich es nicht. Das ist eine Art "Luxus" den ich mir leiste.
Das mag sein, das das manche als unprofessionell wahrnehmen, das soll dann die Person auch gerne...
aber mir ziept es dann nicht im Herzen oder Magen..
Marie..
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Re: Elon Musk fordert erneut auf, AfD zu wählen
Hallo Marie,Lavendellöwin hat geschrieben: Do 2. Jan 2025, 07:56 Aber könntest du dir wirklich einen Rollback vorstellen? In die 90er, 80er, alles was erreicht ist, wofür
viele gekämpft und etwas geopfert haben wieder rückgängig machen?
Ich bin nicht definitiv gegen Atomkraft, aber bitte mit mehr Sicherheit und der gelösten Frage wo wir
Müll davon lassen..
Zur ersten Frage, sicher nicht; aber mittlerweile ist das ökologische Bewußtsein auch überall angekommen, diejenigen die das damals aufs Tapet gesetzt haben halte ich heute für mehr wie flüssig, überflüssig. "Keine Waffen in Kriegsgebiete" auf den Plakaten...und können nicht genug davon ins Kriegsbiet liefern. War schon gegen Jugoslawien so vor 25 Jahren.
Zur Atomkraft, die Japaner hätten den Reaktor durch das Erdbebenrisiko dort gar nicht bauen dürfen.
Solche Naturkapriolen gibt's bei uns fast nicht. Dazu waren/sind unsere Sicherheitsstandards außerdem noch ganz andere. War mal mit einem Kraftwerksingenieur aus Brokdorf im Gespräch, die lachen sich alle kaputt, daß war mal wieder eine reine Bauchentscheidung von Merkel ohne Sinn und Verstand. Man schaltet doch nicht alles ab ohne ein vernünftiges und sicheres Back-up zu haben.
Außerdem gibt's heutzutage schon andere Möglichkeiten, Thoriumreaktoren z.B.Da fällt fast kein Müll an.
Aus Spaß hatte ich mal gemeint, stopf den Müll in ausrangierte Raumtransporter und jag den Kram Richtung Sonne, verglüht dort und fertig.
Ob das klappt weiß ich nicht. Aber vielleicht hat Elon Musk ja dazu wieder eine Idee.
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Re: Elon Musk fordert erneut auf, AfD zu wählen
Ich fände es auch angenehmer und seriöser, wenn Politikys auch klar kommunizieren könnten. Also zum Beispiel angenehme und unangenehme Zusammenhänge auch offen und verständlich erklären. Gleichzeitig habe ich so eine Ahnung, wie das a) von der Zielgruppe aka Bevölkerung aufgenommen würde und b) von Medien und c) von populistischen(1) Kräften ausgeschlachtet.Lavendellöwin hat geschrieben: Do 2. Jan 2025, 08:14Alles gut was du sagst..Jaddy hat geschrieben: Di 31. Dez 2024, 21:45 Das wird nicht immer das sein, was dir selbst am liebsten wäre
aber dann sollte man sich nach dem Ausscheiden aus einer Position doch ähnlich verhalten und nicht
danach, das was du vorher gesagt hast anzweifeln oder das Gegenteil behaupten-das hinterlässt schon auch einen schalen
Beigeschmack.
Das könnte bei der einen oder anderen Person auch Fragezeichen entstehen lassen, von wegen hat sie das denn vorher
überhaupt erst gemeint? Ich finde das sogar schädlicher, als öffentlich einen Entscheidungsweg zu diskutieren.
Du kennst mich eine Weile und solltest wissen, das ich nicht tue oder sage, was ich nicht mindestens zu 90%
unterstütze. Tu ich das nicht, nehme ich lieber meinen Hut und bin aber mir treu gebleiben.
Das find ich für mich unheimlich wichtig, ich habe deswegen auch schon Projekte abgegeben oder Jobs
gekündigt, Wenn ich was nicht bin, mach ich es nicht. Das ist eine Art "Luxus" den ich mir leiste.
Das mag sein, das das manche als unprofessionell wahrnehmen, das soll dann die Person auch gerne...
aber mir ziept es dann nicht im Herzen oder Magen..
Marie..![]()
Also zum Beispiel: "Atomkraft in D ist in der aktuellen Situation keine Lösung. Nur wenige der alten AKW könnten reaktiviert werden. Das kostet zig Milliarden Steuermittel, weil Atomkraft für die Konzerne sonst nicht wirtschaftlich ist. Der Strom wäre viel teurer als alle Alternativen. Wir müssten den Strom genau wie Frankreich, UK und andere mit Steuermitteln subventionieren. Sonst wär er nicht verkäuflich. Die Konzerne würden also nicht mitmachen. Ausserdem haben wir keine Zwischen- oder Endlagerkapazitäten. Auch die müssten wir mit Steuermilliarden bauen und mit zig Millionen jährlich aus Steuermitteln bezahlen, weil wir das den Konzernen mal so versprochen haben. Und das ganze ans laufen zu bringen dauert mindesten 10 bis 15 Jahre." (Ich lasse mal zahlreiche weitere technische, praktische und politische Details weg)
Oder: "Bürgergeld kürzen oder verschärfen bringt uns gar nichts. Die Sanktionen kosten uns mehr an Verwaltung und Prozessen, als es finanziell bringt. Die Leute sind eh am Existenzminimum. Kaum jemand wird da je wieder raus zu kommen. Die allermeisten können wegen Krankheit, Behinderung, vergeigter Schuldbildung, Pflege von Angehörigen, psychischen Problemen, Alter usw gar nicht wirklich arbeiten. Sie sind in keinem Arbeitsmarkt vermittelbar und_oder können auch nicht qualifiziert(1) werden. Kein Betrieb will die Leute anlernen oder ausbilden, weil sie nun mal nicht ins System passen. Sie kosten mehr, als sie bringen und als Staat wollen wir die Differenz nicht zahlen. Es ist billiger, sie einfach weiter zu alimentieren."
Und so weiter. Könnte ich für sehr viele Themen durchdeklinieren.
Das wären alles sehr unpopuläre Aussagen. Zwischen den Zeilen kommt nämlich überall raus, dass ziemlich viele Themen nicht "sauber" lösbar sind. Größtenteils wegen Geld, aber auch weil andere Interessen(gruppen) dem entgegen stehen und ggf Rabbatz machen. Grundhaltung, so wie auch von populären (und populistischen) Medien vertreten, ist nämlich "wasch mir den Pelz aber mach mich nicht nass", "not in my back yard" (NIMBY), "ich will will keine Steuern zahlen, vor allem nicht an andere Leute, aber vollen Staatsservice".
Atomkraft ist (für einige wenige) so lange toll, bis AKW, Atommülllager oder Nuklearbetrieb in die eigene Nachbarschaft sollen. Aber bitte auch keine Windräder oder sonstige Kraftwerke. Stromleitungen auch nicht. Nicht in die Landschaft stellen und auch nicht verbuddeln, weil so teuer (refinanziert über Stromkosten) und die Landwirte haben was dagegen, durch ihre Äcker zu verlegen.
Bürokratie ist so schlimm, aber wenn ihnen was durch die Lappen geht, weil an einer Stelle nicht ausreichend kontrolliert oder reguliert wurde - von der unhygienischen Pommesbude über einstürzende Bauwerke bis zu Steuerhinterziehung(3) -, ist es auch wieder nicht richtig. Oder wenn die seit Jahrzehnten nicht aufgewendeten Milliarden für (saubere, sinnvolle, bürgynützliche) Digitalisierung, Reform und Personalaufstockung und -qualifizierung ausgegeben werden sollen ("aufgeblähte Verwaltung").
Menschen in der Politik sind also in mehreren Zwickmühlen.
1. Alle nennenswerten Probleme haben keine "schöne" Lösung. Jedenfalls keine, die nicht diverse Interessen(gruppen) auf die Barrikaden treibt und_oder andere Probleme / Themen tangiert und dort mehr Schaden reisst, als sie auf der anderen Seite verbessern. Sprich: Nichts ist wiklich einfach, alles ist komplex.
2. Die meisten Menschen wollen (meiner Erfahrung nach) keine Komplexität, keine Erklärungen, keine Diskussionen, keine Zweifel und keine Konsenssuche, sondern einfache, bequeme Lösungen, die Probleme so aus der Welt schaffen, dass sie nichts damit, daran und dafür zu tun haben. Sprich: Erklärungen, auch einfache, sind vergebliche Mühe, wenn nicht sogar kontraproduktiv.
Das passt einfach nicht zusammen. Du sollst als Politiky schwierige Themen lösen, die sehr viele Menschen mit sehr vielen verschiedene Interessen berühren, ohne die Leute zu involvieren, aber zur Zufriedenheit aller. Da bleiben dir entweder Floskelsprache und Arbeit hinter den Kulissen, sonst ist es gleich "Streit" und "Zerrissenheit", oder du erklärst wie Robert Habeck und wirst dafür angefeindet.
Ich bin mit "meinen" Themen ja auch in vielen Diskussionen und manchmal auch müde, die Zusammenhänge jedes Mal wieder neu zu erklären, weil viele meiner Gegenüber sich nicht erst selber informieren, sondern gleich mit einer festen (aber deutlich unterkomplexen) Meinung kommen. Und ich mache das nicht beruflich. Ich habe zB keinen Posten in einem Landkreis, Land oder Bindesministerium, wo ich die Aufgaben und Vorhaben in den engen Grenzen meines Ministeriums (Geld, Leute), den Interessen der anderen Ressorts, der Verbände, Gewerkschaften, "Wirtschaft" und vor allem der bestehenden Gesetze und Verträge umsetzen muss.
Bevor ich mich jetzt ganz verzettele: Ich kann mir gut vorstellen, dass gerade die grüne Parteispitze eine richtige Zerreissprobe hinter sich hat und die ehemaligen Vorsitzenden richtig zu leiden hatten. Deine Partei ist in der Regierung und will endlich ganz viel umsetzen und verbessern. Leider steckt das Land erst mal mitten in einer Pandemie. Deine Parteileute in der Regierung müssen dafür sorgen, dass die Leute nicht wegsterben oder über Krankzeiten dauernd ausfallen, das Gesundheitssystem wieder in Normalbetrieb kommt. Dann fängt so ein Typ einen Krieg in der unmittelbaren Nachbarschaft an. 4 Millionen Leute fliehen. Warenflüsse sind unterbrochen. Der Typ hat im voraus unter der vorherigen Regierung die Gasspeicher gekauft und leer laufen lassen, den Gasfluss unter fadenscheinigen Begründungen reduziert und droht jetzt mit Abschaltung, wenn du was gegen ihn unternimmst. Genau genommen führt er nämlich auch einen hybriden Krieg zur wirtschaftlichen und politischen Destabilisierung gegen dein Land. Dein einer Koalitionspartner hat keine Ideen, zaudert und zögert und ist meistens abgetaucht. Dein anderer Koalitionspartner tönt Unfug, der die Krise für die Menschen massiv verstärken würde. Die Opposition tönt noch größeren Unfug und schlachtet jede unbedachte Äusserung deiner Parteileute aus. Deine Leute in der Regierung müssen sich bin zur Unkenntlichkeit verbiegen, um diese akuten Probleme in der eh schon vorher miesen Lage zu lösen, weil sonst alles kollabiert. Also hältst du als Parteivorsitz die Füsse still und die Klappe, damit es nicht heisst "radikale Grüne lassen Regierung platzen".
Ich kann das alles nachvollziehen und hätte den Job auch nicht machen wollen. Falls doch wäre ich vermutlich viel früher zurückgetreten. Letztlich ist die Person aber auch egal. Jede andere auf dem Posten hätte genau das gleiche Problem gehabt, dass notwendiges Regierungshandeln nicht mit den Idealvorstellungen einer einzelnen Partei übereinstimmen kann.
(1) populistisch im Sinne von: Mit eigener, in der Regel gar nicht sinnvoller und für die Menschen positiven Agenda populäre, vereinfachte und grundfalsche Sachen zu behaupten
(2) Diese Leute suchen quasi alle unqualifizierte Arbeit im Lager oder ähnliches. Solche Stellen gibt es aber fast keine mehr. Gesucht werden ausgebildete Fachkräfte.
(3) 100 Milliarden fehlende Steuern jährlich. Und zwar von Unternehmen. Wer sich den Stand der Wirtschaftskriminalität mal geben will: https://media.ccc.de/v/38c3-der-milliar ... sellschaft
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Jaddy
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Re: Elon Musk fordert erneut auf, AfD zu wählen
Wenn ich da nur mal zum Thema Atomkraft einhaken darf...HeikeCD hat geschrieben: Do 2. Jan 2025, 10:49 Zur Atomkraft, die Japaner hätten den Reaktor durch das Erdbebenrisiko dort gar nicht bauen dürfen.
Solche Naturkapriolen gibt's bei uns fast nicht. Dazu waren/sind unsere Sicherheitsstandards außerdem noch ganz andere. War mal mit einem Kraftwerksingenieur aus Brokdorf im Gespräch, die lachen sich alle kaputt, daß war mal wieder eine reine Bauchentscheidung von Merkel ohne Sinn und Verstand. Man schaltet doch nicht alles ab ohne ein vernünftiges und sicheres Back-up zu haben.
Außerdem gibt's heutzutage schon andere Möglichkeiten, Thoriumreaktoren z.B.Da fällt fast kein Müll an.
Aus Spaß hatte ich mal gemeint, stopf den Müll in ausrangierte Raumtransporter und jag den Kram Richtung Sonne, verglüht dort und fertig.![]()
Ob das klappt weiß ich nicht. Aber vielleicht hat Elon Musk ja dazu wieder eine Idee.![]()
LG Heike
Der Reaktorkomplex Fukushima Daiichi entsprach den Richtlinien. Zwar wurde vor bestimmten Risiken mehrfach gewarnt, insbesondere vor Tsunamis, jedoch wurde die Wahrscheinlichkeit als so niedrig eingeschätzt, dass keine weiteren Schutzmassnahmen ergriffen wurden. Das Erdbeben selbst hätte der Komplex ziemlich wahrscheinlich überstanden - die Reaktoren schalteten automatisch ab und auf Notkühlung. Es wäre beschädigt und vielleicht nicht mehr betriebsbereit gewesen, aber wohl ohne Kernschmelze, Knallgasexplosionen und Verseuchung der Umgebung.
Die letzliche Ursache für den GAU waren diverse Planungsfehler, die durch die Flutwelle zur Katastrophe führten. Die ursprüngliche Höhe über dem Meer wurde um 20m abgetragen - das ganze Kraftwerk "tiefer gelegt" -, damit das Kühlwasser nicht so hoch gepumpt werden musste (Betriebskosten). Die Notstromaggregate standen im Keller und fielen nach der Überschwemmung aus. Die Tsunami-Schutzmauer war für 5,7 Meter ausgelegt. Mehr hielten Tepco und Regierung nicht für wahrscheinlich. Die Flutwelle 2011 hatte 13 bis 15 Meter. Dagegen hätte also auch eine doppelt so hohe Schutzmauer nichts geholfen.
Das Problem heisst Restrisiko. Und die Planung ist immer eine Abwägung. Eintrittswahrscheinichkeit x Schadenshöhe. Leider können auch geringe Wahrscheinlichkeiten tatsächlich eintreten. Nicht nur in Fukushima, sondern auch bei uns. Deutschland ist mehrfach nur knapp - heisst: Minuten - und mit viel Glück an einem GAU vorbei geschrammt. Angefangen mit Grundremmingen A 1977 (wetterbedingte Kurzschlüsse in Hochspannungsleitung, Schnellabschaltung, Bedienungsfehler, Wasser im Reaktorraum, Totalschaden) bis zu Knallgasexplosion unmittelbar neben dem Druckbehälter, Kühlmittelleitung auf 2-3m zerrissen (Brunsbüttel 2001), usw. Auch jede Menge nicht verfügbare oder unzureichende Notkühlsysteme, was im Notfall ähnlich wie in Fukushima Daiichi zum GAU geführt hätte. Oh, und Risse in Reaktordruckbehältern, verlorene Werkzeuge im Primärkreislauf, usw.usf. Alles in Deutschland. Die Liste ist lang und beängstigend.
Je mehr Reaktoren und je länger der Betrieb, desto höher die Eintrittswahrscheinlichkeit. Hinterher ist immer leicht zu sagen, was nicht hätte sein dürfen. In der Praxis gibt es vergleichbare Risikoquellen überall. Es ist nur eine Frage unglücklicher Umstände - und meistens Folgefehlern.
Dann Bauchgefühl. Ja, stimme ich zu. Es kann mir auch keinein weiss machen, das Merkel den Begriff "Restrisiko" erst da verstanden hat. Keine Ahnung, wie sie selbst überhaupt jemals zum Thema stand und was Parteiräson war. Merkel stellte sich 2011 nur wie immer spontan hinter die Mehrheitsmeinung, wenn es eh nicht mehr zu verhindern war.
Allerdings war das ja ein Ausstieg nach einem Wiedereinstieg. Eigentlich war mit den EVU 2001-2002 unter rot-grün ein geordneter Ausstieg bis 2015 bzw 2020 vereinbart und gesetzlich festgeschrieben worden. Solar- und inbesondere Windbranche machten sich auf den Weg und der Ausbau ging recht gut voran für die damaligen Preise und Netze und so. Gaskraftwerke als Puffer etc wurden geplant. Das wurde dann 2009-2010 von der schwarz-gelben Merkel-Regierung gekippt. Laufzeitverlängerung, quasi-Abnahmegarantien, usw. Es ging eigentlich um viel Geld. Die Bundesregierung hatte es zB gewagt, von den EVU Brennelementesteuer verlangen zu wollen oder wollte die Restlaufzeiten versteigern. Sprich: Geld für die klammen Staatskassen aus den EVU rausholen. Da gabs dann massive Drohungen der EVU, unter denen die Regierung eingeknickt ist.
Sprich: Ja, 2011 wurde nach Fukushima sehr abrupt ausgestiegen. So schnell, dass die finanziellen Folgen - Ausgleichszahlungen an die EVU wg entgangener Gewinne - schon fast wie eine gewollte Subvention aussehen. Andererseits hätte der Plan von 2002 einfach nur weiterlaufen müssen (allerdings ohne den Altmaier-Knick von 2012/2013), dann hätten wir schon längst sehr viel mehr Erneuerbare.
Ich fürchte, wir werden mit der kommenden Regierung etwas ähnliches erleben: Eine zwanghafte Wiederbelebung alter, eigentlich toter Gäule, die viel kosten, wenig bringen und die notwendige Transformation um Jahre zurückwerfen wird. Inklusive Beschädigung des "Standort Deutschland", denn die restliche Welt transformiert sich bereits; anders als das Welt und Co berichten.
"Thorium". Nein, gibt es nicht. Jedenfalls bisher keine im notwendigen Massstab für eine kommerzielle Anlage. Es gibt einige wenige Versuchsanlagen, hauptsächlich in China. Sprich: Die Entwicklungszeit bis hin zu einem nutzbaren Reaktortyp, der irgendwo hingestellt werden kann, beträgt noch mindestens 15-20 Jahre. Mindestens, denn trotz einiger technisch bestechender Vorteile besteht gerade wegen denen noch ein hoher Entwicklungsbedarf. Stichworte sind Brennstoffkreislauf und Wiederaufarbeitung.
Das sind Flüssigsalzreaktoren. Also das Spaltmaterial selbst ist geschmolzenes Salz, zum Beispiel Thoriumfluorid, bei mehreren hundert Grad und wird als solche heisse, hoch radioaktive Salzschmelze ständig im Reaktor umher gepumpt. Die sichere(!) Technik dazu ist noch nicht erpobt und auf keinen Fall großtechnisch verfügbar. Ausserdem müssen ständig (täglich 1-10%) der (heissen, hoch radioaktiven) Schmelze kontrolliert ausgeleitet und wiederaufgearbeitet werden. D.h. (hochradioaktive) Spalt- und Nebenprodukte chemisch entfernen und sicher lagern. Darunter so Zeugs wie Plutonium, Transurane oder radioaktive Edelgase wie Xenon135, das in extrem langlebiges Casium135 zerfällt. Erinnert sich noch wer an Cäsium aus Tschernobyl? Genau das. In der Schmelze sind natürlich auch Uran235 und andere, denn Thorium selbst ist nicht spaltbar. Erst nachdem es unter Neutronenbeschuss (beim Spaltprozess von Uran) zu Uran wird.
Kurz: Statt in gekapselten Brennstäben in einem Druckbehälter unter Wasser, wo im Normalbetrieb kein spaltbares Material im Kreislauf ist, hantiert ein Thoriumflüssigsalzreaktor mit tonnenweise heissem, hoch radioaktivem Spaltmaterial, das umgepumpt und kontinuierlich in komplexen chemischen Prozessen verarbeitet wird. Was kann dabei schon schief gehen...
D.h. das Prinzip ist klar, aber allein die Umsetzung noch lange nicht. Insbesondere diese Aufbereitung und wie die sicher, großtechnisch und wirtschaftlich machbar ist. Das Müllproblem bleibt, bzw verschärft sich. Die Risiken sind nicht wirklich geringer. Die Dinger sind nicht versicherbar. Und dann ist da die Frage der Wirtschaftlichkeit. Photovoltaik plus Batteriespeicher ist heute schon billiger als jede andere Technik und die Preise für Speicher fallen immer weiter.
Fazit: Diese Dinger werden uns nicht retten. Ebensowenig die Mini-Reaktoren (gleiche Entwicklungszeit) oder gar Fusionstechnik ("seit 50 Jahren in 20 Jahren verfügbar"). Das sind Nebelkerzen von Unternehmen, die einerseits ihre bisherige Technik weiterfahren wollen (Profite aus abgeschriebenenen Anlagen, hurra!), zweitens Staatsgelder für Forschung und Entwicklung (wogegen ich in moderatem Masse ga rnicht habe) und drittens die Transformation in Richtung dezentrale, erneuerbare Energien verhindern, weil ihnen das das Produktionsmonopol und damit die politisch-wirtschaftlichen Druckmitteln entzieht.
Es gibt eigentlich nur einen einzigen Grund für Atomkraft (und insbesondere diese Flüssigsalzdinger): Spaltmaterial für Kernwaffen. Das ist auch der zentrale Grund, weshalb die Atomkraft seit ihren Anfängen staatlich gefördert wird.
Und naja, "in die Sonne schiessen": Würde mehr Energie + Geld kosten, als das Zeug je gebracht hat und wäre ein Sicherheitsrisiko globalen Ausmasses. Ausserdem reden wir von tausenden Tonnen Atommüll weltweit jährlich. Allein in Deutschland liegen 15.000 t hochaktiver Atommüll (plus ein mehrfaches davon mittelaktiv). Selbst das "Starship" kann nur maximal 150 t in einen niedrigen Orbit bringen, geschweige denn auf Fluchtgeschwindigkeit. Abzüglich Abschirmung bleibt da nicht viel. Ein typischer Castorbehälter kann 10 Tonnen Ladung aufnehmen (davon maximal 0,18 t radioaktive Substanzen) und wiegt dann 117 t.
Zuletzt geändert von Jaddy am Do 2. Jan 2025, 13:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Jenina
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Re: Elon Musk fordert erneut auf, AfD zu wählen
Hallo Jaddy,Jaddy hat geschrieben: Do 2. Jan 2025, 11:44
Menschen in der Politik sind also in mehreren Zwickmühlen.
1. Alle nennenswerten Probleme haben keine "schöne" Lösung. Jedenfalls keine, die nicht diverse Interessen(gruppen) auf die Barrikaden treibt und_oder andere Probleme / Themen tangiert und dort mehr Schaden reisst, als sie auf der anderen Seite verbessern. Sprich: Nichts ist wiklich einfach, alles ist komplex.
2. Die meisten Menschen wollen (meiner Erfahrung nach) keine Komplexität, keine Erklärungen, keine Diskussionen, keine Zweifel und keine Konsenssuche, sondern einfache, bequeme Lösungen, die Probleme so aus der Welt schaffen, dass sie nichts damit, daran und dafür zu tun haben. Sprich: Erklärungen, auch einfache, sind vergebliche Mühe, wenn nicht sogar kontraproduktiv.
das war der beste Beitrag, den ich hier in letzer Zeit gelesen habe.
Die einfachen Antworten bekommt man von einigen Leuten in der Politik. Die Folgen muss man aber dann auch ertragen können. Leider ist das Leben komplex und ein "allen Menschen recht getan" hat es noch niemals gegeben. Aber Jede:r kann etwas tun, nicht nur meckern, sondern sich informieren, bilden und nachdenken. Überhaupt sollte man vor dem reden/schreiben mehr denken...
Noch mal vielen Dank Jaddy, Du hast mir Hoffnung gemacht.
Jenina
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Re: Elon Musk fordert erneut auf, AfD zu wählen
Ich weißJaddy hat geschrieben: Do 2. Jan 2025, 13:36 Selbst das "Starship" kann nur maximal 150 t in einen niedrigen Orbit bringen, geschweige denn auf Fluchtgeschwindigkeit. Abzüglich Abschirmung bleibt da nicht viel. Ein typischer Castorbehälter kann 10 Tonnen Ladung aufnehmen (davon maximal 0,18 t radioaktive Substanzen) und wiegt dann 117 t.
Noch eine kurze Anmerkung zu Merkel, wer vor 10 Jahren noch das Internet für Neuland hielt, und das als Naturwissenschaftlerin, und mit dem Wahlslogan antrat "Sie kennen mich"...ääh ja.
"Es ist nicht die Zeit in deinem Leben, es ist das Leben in deiner Zeit." Bruce Springsteen