"Kein anderes Ufer": Ein Buch über die "Erfindung der Homosexualität" | queer.de
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Anne-Mette
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"Kein anderes Ufer": Ein Buch über die "Erfindung der Homosexualität" | queer.de

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Für den Theologen Norbert Reck ist Homosexualität eine willkürliche Erfindung, die auf Missdeutung von Bibelstellen beruht. Homophobie werde erst verschwinden, wenn wir aufhören, an Hetero- und Homosexualität festzuhalten.

Es geht im Buch und im Beitrag um die "gern zitierten" Bibelstellen, die sich angeblich gegen Homosexualität richten.

Über dieses Thema gab es hier in Flensburg vor ein paar Jahren einen Gottesdienst mit dem Thema "Kann denn Liebe Sünde sein?", der sehr aufschlussreich war.
Liv
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Re: "Kein anderes Ufer": Ein Buch über die "Erfindung der Homosexualität" | queer.de

Post 2 im Thema

Beitrag von Liv »

Ich glaube, der Link fehlt hier noch:
https://www.queer.de/detail.php?article_id=50936

In seinem Buch "Kein anderes Ufer. Die Erfindung der Homosexualität und ihre Folgen" vertritt der katholische Theologe die Ansicht, die Wirklichkeit des sexuellen Begehrens sei zu komplex, um Menschen bestimmten Gruppen zuzuordnen.

Überraschende Erkenntnis von unerwarteter Seite. (ap)
Aber letztendlich ist das abendländische Denken schon seit den alten Griechen von Dualismen und Dichotomien regelrecht besessen. Graustufen sind unerwünscht und untergraben die gewünschte Reduktion der Komplexität.

LG
Liv
Nicole Fritz
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Re: "Kein anderes Ufer": Ein Buch über die "Erfindung der Homosexualität" | queer.de

Post 3 im Thema

Beitrag von Nicole Fritz »

Liv hat geschrieben: So 15. Sep 2024, 14:52 Aber letztendlich ist das abendländische Denken schon seit den alten Griechen von Dualismen und Dichotomien regelrecht besessen. Graustufen sind unerwünscht und untergraben die gewünschte Reduktion der Komplexität.
Irgendwie setzt das jetzt bei mir einen zynischen Unterton frei: Wer in diesem Forum soll das bitte verstehen? - Diejenigen, die immer wieder über meine Kommentare her ziehen, und mich damit beleidigen, werden es sicher nicht. Aber da gibt es hoffentlich noch stille Mitleser, die begreifen, worum es geht, aber einfach nur keinen Ärger wollen.

Aus meiner Sicht ist es so: Gleichgeschlechtliche Sex-Spielchen dienen überall auf unserem Planeten dem Einüben der sexuellen Praktiken. Dabei kann nichts schief gehen. So gibt es keine unerwünschten Kinder und damit auch keine Diskussion über Abtreibung. Zum Geschlechtsakt zwischen Mann und Frau sollte es nur kommen, wenn es den Wunsch gibt, einen gemeinsamen genetischen und spirituellen Nachfolger auf die Welt zu bringen und in sein Leben zu begleiten. Hier ist die Betonung bei 'begleiten'. Der Nachfolger (m/w/d) soll seinen Weg selbst finden, und ist nicht mit einer Erziehung im Sinne einer Dressur oder Abrichtung eines Pferdes als Zugtier irgendwo hin zu drängen. Aber der abendländische Zeitgeist sieht hier seine Chance in der Reduktion der Komplexität, damit der angepasste Sklave einfach nur seine Arbeit macht, und beim Spaß mit dem Sex neue Sklaven auf die Welt bringt, die man dann natürlich nicht mit einer Abtreibung töten soll.

Hoffentlich versteht das jetzt jemand.

LG Nicole
Hotte
schau
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Re: "Kein anderes Ufer": Ein Buch über die "Erfindung der Homosexualität" | queer.de

Post 4 im Thema

Beitrag von Hotte »

Nicole Fritz hat geschrieben: So 15. Sep 2024, 21:56 Aus meiner Sicht ist es so: Gleichgeschlechtliche Sex-Spielchen dienen überall auf unserem Planeten dem Einüben der sexuellen Praktiken. Dabei kann nichts schief gehen. So gibt es keine unerwünschten Kinder und damit auch keine Diskussion über Abtreibung. Zum Geschlechtsakt zwischen Mann und Frau sollte es nur kommen, wenn es den Wunsch gibt, einen gemeinsamen genetischen und spirituellen Nachfolger auf die Welt zu bringen und in sein Leben zu begleiten. Hier ist die Betonung bei 'begleiten'. Der Nachfolger (m/w/d) soll seinen Weg selbst finden, und ist nicht mit einer Erziehung im Sinne einer Dressur oder Abrichtung eines Pferdes als Zugtier irgendwo hin zu drängen. Aber der abendländische Zeitgeist sieht hier seine Chance in der Reduktion der Komplexität, damit der angepasste Sklave einfach nur seine Arbeit macht, und beim Spaß mit dem Sex neue Sklaven auf die Welt bringt, die man dann natürlich nicht mit einer Abtreibung töten soll.
Praktiken zwischen Männern unterscheiden sich deutlich von denen zwischen Frauen. Es ist doch gar nicht möglich, dass man auf diesem Wege (alle) Praktiken einübt, die beim Verkehr zwischen Männern und Frauen vorkommen. Schon gar nicht der Zeugungsakt selbst.
post trans*
Liv
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Re: "Kein anderes Ufer": Ein Buch über die "Erfindung der Homosexualität" | queer.de

Post 5 im Thema

Beitrag von Liv »

Nicole Fritz hat geschrieben: So 15. Sep 2024, 21:56
Liv hat geschrieben: So 15. Sep 2024, 14:52 Aber letztendlich ist das abendländische Denken schon seit den alten Griechen von Dualismen und Dichotomien regelrecht besessen. Graustufen sind unerwünscht und untergraben die gewünschte Reduktion der Komplexität.
Irgendwie setzt das jetzt bei mir einen zynischen Unterton frei: Wer in diesem Forum soll das bitte verstehen?
Sorry für den Philosophensprech. :oops:
Einfach gesagt: Wir Europäer teilen unserer Welt gerne in zwei Teile auf: Diesseits/Jenseits, Himmel/Hölle, Form/Materie, gut/böse, Mann/Frau, christlich/heidnisch usw. Wichtig ist dabei immer eine eindeutige Zuordnung. In ostasiatischen Kulturen hingegen denkt man eher in Polaritäten. Bestes Beispiel ist hier das daoistische Yin und Yang: Eines geht immer in das andere über, steht in ständiger Wechselwirkung. Dies ermöglicht ein Denken in "Graustufen" und Kreisläufen, welches der westlichen Welt meist fremd ist.
In der Populärkultur erkennt man das z.B. im Plot von Kinofilmen: Während beim klassischen Hollywood-Actionfilm das Gute immer restlos über das ultimativ Böse siegt, sind in asiatischen Filmen die Fronten am Ende oft gar nicht mehr so klar bzw. man arrangiert sich am Ende irgendwie im Bewusstsein, dass das jeweils "andere" auch eine Existenzberechtigung hat.
Bzgl. der Homosexualität hat man in der westlichen Welt jetzt einfach vom Tugend/Sünde-Dualismus zu einem Hetero/Homo-Dualismus umgeschaltet. Damit kann man weiterhin eine klare Trennung aufrecht erhalten und das ist genau das was der Autor kritisiert.
Nicole Fritz
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Re: "Kein anderes Ufer": Ein Buch über die "Erfindung der Homosexualität" | queer.de

Post 6 im Thema

Beitrag von Nicole Fritz »

Liv hat geschrieben: So 15. Sep 2024, 23:18 Sorry für den Philosophensprech.
Kein Problem. Das ist mir lieber als das derzeitige Neu-Sprech gemäß 1984 von George Orwell. Ich hatte nur so eine Eingebung: Wer soll das bitte hier verstehen. - Aber da zeigt sich Hoffnung. Wer es versteht, hält sich zurück.

LG Nicole
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