heute war Klaipeda, zu Ostpreusens Zeiten mal Memel genannt, an der Reihe. Trotz guter Beschreibungen lieferte uns die Stadt nicht das, was versprochen wurde. Eine Altstadt als solches konnten wir nicht finden, und in den Geschäften fanden wir einen Kleidungsstil, der sehr an die russischen Damen erinnert. Also viel Bling-Bling, Lurex, Glitter und Glanz. Die Enklave Kaliningrad ist quasi um die Ecke, doch leider fällt diese Kundschaft derzeit aus.
Kleidungsmäßig wurde heute der blaue Sommerrock mit einer grünen, leichten Bluse ausgeführt, zusammen mit dem neuen Bernsteinanhänger und dem Armreif. Das mittlere Bild enstand am Brunnen für Simon Dach, dem Dichter des Ännchen von Tharau, deren Figur den Brunnen am oberen Ende ziert. Daneben beim obligatorischen Kaffee am Nachmittag. Abends sind wir dann weiter gefahren nach Norden, also nach Lettland und sind dort kurz vor Liepaja nach einigen Fehlversuchen auf einem schönen Campingplatz eingeschlagen. Neben den Hauptstraßen existieren dort meistens nur wassergebundene Schotterstraßen. Wenn nicht alle Fenster am Auto geschlossen sind, befindet sich nach kurzer Zeit im Inneren ein feiner Staubfilm auf allem. Kurz und gut: Auch das lettische Bier ist sehr süffig.
Liebe Grüße aus Litauen, Alicia.

