Debatte über Pubertätsblocker | SPIEGEL (Abo)
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Anne-Mette
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Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Soll man in die Entwicklung physisch gesunder Körper eingreifen?
Was ist die richtige Behandlung für Minderjährige mit Geschlechtsdysphorie? Eine neue Leitlinie soll unter anderem die Gabe von Pubertätsblockern regeln. Florian Zepf war anfangs daran beteiligt. Nun übt er scharfe Kritik.


Ich greife mal einen Teil des Interviews heraus:

Dieser Befund deckt sich auch mit anderen Übersichtsarbeiten, etwa dem viel zitierten Cass-Report aus dem Vereinigten Königreich. Die Schlussfolgerung ist aus unserer Sicht klar: Bevor es keine bessere Datenlage gibt, sollte man Pubertätsblocker oder Hormone bei Minderjährigen nur nach sehr sorgfältiger Diagnostik eventueller begleitender psychischer Störungen, deren Behandlung und wenn möglich im Rahmen von klinischen Studien einsetzen. Oder in bestimmten Einzelfallsituationen unter Einbezug einer klinischen Ethikkommission und eines multidisziplinären Teams. Denn letztlich gilt besonders hier das ärztliche Grundprinzip: primum non nocere — zuerst einmal nicht schaden.

Gegenüber gestellt wird:

Die Empfehlungen der WPATH stellen in diesem Sinne keinen internationalen Konsens dar. Zudem hat es offenbar auch hier kontroverse Diskussionen und ethische Bedenken gegeben, wie -»geleakte-« Dokumente zeigen . Unter anderem ging es wohl um das -»informierte Einverständnis-«, das auch in unserer Kritik an den geplanten Leitlinien eine Rolle spielt.

Dass Pubetätsblocker nur nach sorgfältiger Diagnostik und mit größter Vorsicht zu verabreichen sind, entspricht den Erfahrungen, die mir bisher bekannt sind.
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