Mal ein kritischer Artikel zum Thema Trans.
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Sabrina Verena
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Mal ein kritischer Artikel zum Thema Trans.

Post 1 im Thema

Beitrag von Sabrina Verena »

Hallo!
Ich bin gerade über diesen Artikel gestolpert, den ich hier mal zur Kenntnisnahme reinstelle.
https://www.msn.com/de-de/lifestyle/lie ... 2225&ei=37

Ich lasse ihn mal unkommentiert, schlage aber vor sich mal mit dem auseinander zusetzen, was die Autorin dort schreibt.
LG Verena
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Blossom
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Re: Mal ein kritischer Artikel zum Thema Trans.

Post 2 im Thema

Beitrag von Blossom »

Das ist doch MSN-Müll, den man unkommentiert stehen lassen sollte. Mal ganz abgesehen, dass ich meine, den Mist schon vor einem 3/4-jahr gelesen zu haben.
Mir persönlich ist es auch letztlich egal, was da an Fake zusammenkommt ... Ich lebe MEIN Leben, und wenn ich auf mein Umfeld höre (und nur das ist für mich ausschlaggebend), dann mache ich alles richtig.
Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
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Re: Mal ein kritischer Artikel zum Thema Trans.

Post 3 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo,

das Thema hatten wir schon mal. Einfach ignorieren und nicht noch eine Plattform geben.

Ich kann nur von mir ausgehen. Im Job und auch im Privaten werde ich voll akzeptiert. Ja, ich erfahre sogar Unterstützung.

Viele liebe Grüße von Magdalena
Lebe jeden Tag.
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Re: Mal ein kritischer Artikel zum Thema Trans.

Post 4 im Thema

Beitrag von conny »

Die Frage der Akzeptanz wird in dem Artikel ja nicht angesprochen. Natürlich kann man diesen einfach ignorieren, aber besser ist die kritische Auseinandersetzung mit anderen Meinungen, was heutzutage leider nicht mehr selbstverständlich ist.
Die Aussagen in dem Artikel beruhen darauf, dass die Autorin etwas geglaubt oder vermutet, und für ihre Meinung einige Einzelbeispiele als Beweis anführt. Diese gibt es natürlich, aber sie reichen natürlich nicht für eine evidenzbasierte trans-Grundsatzdiskussion. Bleibt zu hoffen, dass alle Leser des Artikels auch zu dieser Erkenntnis kommen.
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Re: Mal ein kritischer Artikel zum Thema Trans.

Post 5 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Ja, die üblichen Behauptungen, die allesamt verzerrt, übertrieben oder einfach falsch sind. Ausserdem fehlt, wie Connie schrieb, die grundlegende Akzeptanz. Hatten wir hier schon viele Male, deshalb spare ich mir, die alle systematisch abzuarbeiten.

tl;dr lohnt sich nicht, auch nur noch einmal über den Kram nachzudenken.
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Re: Mal ein kritischer Artikel zum Thema Trans.

Post 6 im Thema

Beitrag von Lana »

conny hat geschrieben: Sa 6. Apr 2024, 20:38 Die Frage der Akzeptanz wird in dem Artikel ja nicht angesprochen. Natürlich kann man diesen einfach ignorieren, aber besser ist die kritische Auseinandersetzung mit anderen Meinungen, was heutzutage leider nicht mehr selbstverständlich ist.
...was auch prompt bestätigt wird:
Jaddy hat geschrieben: Sa 6. Apr 2024, 21:19 lohnt sich nicht, auch nur noch einmal über den Kram nachzudenken.
Kann man natürlich so machen. Man sollte sich dann aber nicht darüber beschweren, wenn "die Gegenseite" mit den eigenen Argumenten genauso verfährt.

Zum Inhalt:
Das Thema Rollenklischees ist m.E. stark unterbelichtet. Um mal den Bogen zur Nachbardiskussion zu spannen:
Was nimmt man uns weg, wenn wir diesen Punkt konstruktiv diskutieren? Insbesondere, da es um junge Menschen geht?
Klar, hier in diesem Forum scheint der Altersdurchschnitt weit jenseits von 20 zu liegen. Das genügt meinetwegen, um das Thema für sich selbst als irrelevant abzuhaken. Es ist aber reichlich ignorant, jegliche Relevanz zu negieren oder zu behaupten, man habe die allgemeine Wahrheit gefunden, und die Anderen wären nur noch nicht bereit für diese Erkenntnis.

Ein wenig mehr Offenheit würde uns gut stehen. Schließlich leben wir mit Menschen zusammen, die eine andere Meinung haben, und müssen bestmöglich mit ihnen klarkommen. Die Leute, die ein Problem mit uns haben, werden nicht einfach verschwinden.

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Re: Mal ein kritischer Artikel zum Thema Trans.

Post 7 im Thema

Beitrag von Blossom »

Müssen wir das echt noch einmal diskutieren?
Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
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Re: Mal ein kritischer Artikel zum Thema Trans.

Post 8 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Lana hat geschrieben: Sa 6. Apr 2024, 23:29 Das Thema Rollenklischees ist m.E. stark unterbelichtet. Um mal den Bogen zur Nachbardiskussion zu spannen:
Was nimmt man uns weg, wenn wir diesen Punkt konstruktiv diskutieren? Insbesondere, da es um junge Menschen geht?
Nein, das Thema Rollenklischees ist genauso wenig unterbelichtet wie alle anderen Pseudo-Argumente.
  • "Plötzlich so viele trans Menschen", "die trans Zahlen explodieren" - Nein. Waren schon immer da. Haben jetzt die Worte und Konzepte und die Möglichkeiten, früher Hilfe zu bekommen. Auch untereinander. So wie wir mit unseren Selbsthilfegruppen und Foren. Es gibt erheblich weniger trans KuJ als Erwachsene (0,2..0,8% vs >1,5%). Die Steigerungen im KuJ Alter sind Verlagerungen nach vorne. Die meisten kommen bzw kamen sonst erst Mitte 20 bis Mitte 30 raus. Auch die Ungleichgewichte von trans Jungs und Mädchen gleichen sich bis 30 wieder aus.
  • "Jugendlichen wird weisgemacht" aka "social contagion", "grooming". Nein. Trans lässt sich ebenso wenig einreden wie Homosexualität. Die ganze Behauptung ist völlig aus der Luft gegriffen, ohne eine einzige seriöse Grundlage.
  • "Aber die Detransitioner", "Eigentlich sind sie gar nicht richtig trans, es war nur eine Phase". Von den KuJ, die nach allen Beratungen eine Transition beginnen, brechen unter 1% ab oder pausieren oder orientieren sich anders. Auch nach 5 Jahren, also als junge Erwachsene, sind 98% noch glücklich dabei. Von den Abbrechern geben 80% Druck von aussen an.
  • "Das SBGG macht es den Menschen zu einfach ... ebne den Weg zu Pubertätsblockern, Hormonbehandlungen, operativen Eingriffen". Absoluter Unfug, weil der Behandlungsprozess völlig unabhängig davon funktioniert und genau auf die Problematik von KuJ im Spannungsfeld zwischen Pubertät, Rolle im Leben finden und möglicherweise trans ausgerichtet ist.
All das hatten wir hier schon. Gerade neulich zum Thema Diagnose- und Behandlungs-Leitlinie für Kinder und Jugendliche. Wie viel Sorgfalt und Überlegung die Fachleute auf genau kinder- und jugend-spezifische Problematik aufwenden um genau diese Fragen zu klären, wird ausführlich in der Präsentation dargelegt. Video und Transkription. viewtopic.php?t=28695#p385098

Die Zahlen und Fakten zu "social contagion, ROGD und Detransition hatte ich speziell Dir schon in viewtopic.php?p=382527&hilit=detransition#p382527 genannt.

Also wirklich. "Wir" hier hatten wirklich jedes dieser Themen schon mal. Und ich habe mir mehrfach die Zeit für ausführliche Recherchen genommen, seriöse Studien, Konsens der Fachgesellschaften, usw verlinkt und die Inhalte erklärt.

Wer also diese Themen hier verfolgt hat, müsste eigentlich all das kennen. In dem Artikel steckt keine neue Frage und keine neuen Fakten. Stattdessen wird altbekanntes in einem sich nicht festlegenden "hm, das macht mich stutzig" Geraune präsentiert wie von einer völlig uninformierten Person. So als ob "das doch wirklich mal genauer untersucht werden müsste". Nur wurde das bereits ausführlich untersucht. Und das Ergebnis lautet, dass Schwarzers Thesen reine Luftnummern sind. Bauchgefühle, Gerüchte.

Die Praxis bei Kindern und Jugendlichen sieht so aus, dass diejenigen, die sich tatsächlich in Behandlung begeben (und es gibt wie überall zu wenig Kapazitäten), so sorgfältig untersucht und betreut werden, dass die Erfolgsquote fast 100% ist.

Für solch ein schwieriges Problem wird es von den tatsächlichen Fachleuten wirklich überraschend gut bewältigt. Auf den Wissensstand sollten sich Schreibende erst mal hochlesen, bevor sie Gerüchte und Bauchgefühle drauflos texten.
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Re: Mal ein kritischer Artikel zum Thema Trans.

Post 9 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Ach so, einen Anhang noch. Denn zu guter Recherche gehört ja auch, sich die agierenden Personen mal genauer anzuschauen.

Julia Ruhs, die Autorin des Artikels, ist hauptsächlich beim Bayrischen Rundfunk, schreibt aber wie gesehen auch in Focus und anderen garantiert nicht linken oder progressiven Medien und präsentiert sich absichtlich betont am eher rechten Rand von "konservativ". Das ist ihr Markenzeichen, mit dem sie gerne kokettiert, z.B. bei Twitter und Instagram. Sie beklagt einen links-grünen Ruck, ist gegen Gendern, für viel mehr Abschiebungen, bedauert Menschen, die sich gerade in einer Diktatur wähnen, usw.

Also ihr MSN Artikel kommt nicht aus dem Nichts und sie ist mit Sicherheit auch nicht so naiv und uninformiert, wie sie sich darin darstellt. "Huch, da hat mich dieses Youtube-Video aber zum Nachdenken gebracht". Klar, es ist eine Meinungskolumne, aber Ruhs ist eigentlich journalistisch ausgebildet und wüsste genau, wo und wie sie sich Überblick verschaffen könnte, sich eine durch Sach- und Fachinformationen informierte Meinung bilden und einen Artikel schreiben, der etwas tiefgängiger reflektiert.

Hat sie nicht getan, sondern ist in ziemlicher flacher Emotionalität geblieben. Wie gesagt keine neuen Fragen, keine neuen Fakten, nur jetzt hat sie's auch mal gesagt und sich an Schwarzers anti-trans Kampagne angehängt. Hatte ich das neulich mal erwähnt? Rechte (populistische) Politik arbeitet primär mit Emotionen, vor allem Ängsten, und ohne oder mit "gefühlten" Wahrheiten.

"Verwirre mich nicht mit Fakten, ich habe eine Meinung".
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Re: Mal ein kritischer Artikel zum Thema Trans.

Post 10 im Thema

Beitrag von Patricia »

Ich möchte dem Artikel im Großen und Ganzen auch widersprechen, aber.....

Ich bin absolute Befürwörterin einer Selbstbestimmungslösung, (am Besten ohne jegliche Bedenkpausen von X-Monaten).
Soziale Transision ohne Schranken: 100% JA!

Bei der medizinischen Transition sehe ich es hingegen völlig anders. Keine zu schnelle Abgabe von gegengeschlechtlichen Hormonen an Junge Menschen und Jugendliche, aber auch generell Vorsicht damit. Dafür ein Ja für evtl. Pubertätsblocker um Zeit von der Natur zu "schinden".

Ich bin schon verschiedenen Menschen begegnet welche sich selbst als Trans bezeichnet haben, wo ich aber gewisse Zweifel hatte. Nicht weil ich den Menschen ihr Sein absprechen wollte, sondern weil ihre Vorstellung des Trans-Seins massiv an Wunderwirkungen der Hormone gekoppelt wurde. Das finde ich sehr gefährlich und unreif und naiv. Ich sage jeder interessierten Person wie der (vorgeschriebene) Weg zu der Hormontherapie aussieht. Ich sage aber auch ausnahmslos jeder Person, dass Hormone unterschiedlich wirken und heftige unerwünschte Nebenwirkungen haben können bis hin zum medizinisch notwendigem Abbruch der HRT. Danach frage ich die Personen ob sie bereit wären auch ohne Medikation weiterhin als Trans öffentlich aufzutreten und zu leben. Ebenfalls empfehle ich jeder Person noch vor dem Beginn der Medikation die soziale Transition zu beginnen um zu fühlen wie es denn sein könnte. Ich denke schon, dass da ein wenig Wahres daran ist, dass manche Menschen mit den eigenen Rollenbildern und -erwartungen nicht klar kommen und sich in die Transition flüchten. Diese Menschen brechen unter Umständen ihre Transition ab und Detransitionieren. Sind oft von da an absolute Gegner der Transition. Das schadet allen, welche die Transition benötigen.

TL;DR
Sofortige soziale Transition/Selbstbestimmungegesetz ohne Hürden: 100% JA
Medizinische Transition mit wohldosierten Schranken und ausreichend Zeit für eine gesicherte Diagnose. Insbesondere bei jungen unreifen Personen.

LG
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Re: Mal ein kritischer Artikel zum Thema Trans.

Post 11 im Thema

Beitrag von Lana »

Jaddy hat geschrieben: So 7. Apr 2024, 03:57 Also wirklich. "Wir" hier hatten wirklich jedes dieser Themen schon mal. Und ich habe mir mehrfach die Zeit für ausführliche Recherchen genommen, seriöse Studien, Konsens der Fachgesellschaften, usw verlinkt und die Inhalte erklärt.
Wer also diese Themen hier verfolgt hat, müsste eigentlich all das kennen.
Das habe ich getan. An dieser Stelle mal ein Dankeschön an dich für die Aufbereitung. Ich habe einiges daraus gelernt, manche Einstellung verworfen, andere beibehalten oder auch gefestigt.

Wie du bemerkst, hat mich deine Argumentationslinie nicht vollständig überzeugt. Vielleicht mehr aus grundsätzlichen Erwägungen, denn aus inhaltlichen.
Wie wir alle wissen, gibt es keine absoluten Wahrheiten, nicht nur schwarz und weiß. Und wir wissen, dass sich auch Experten und Fachgesellschaften irren können. Gerade im medizinischen Bereich. Schon oft wurden ehemals unumstößliche Wahrheiten einige Jahre später verworfen, weil sich herausgestellt hat, dass sie mehr schaden als nutzen.

Auch du schränkst ein:
Jaddy hat geschrieben: So 7. Apr 2024, 03:57Die Praxis bei Kindern und Jugendlichen sieht so aus, dass diejenigen, die sich tatsächlich in Behandlung begeben (und es gibt wie überall zu wenig Kapazitäten), so sorgfältig untersucht und betreut werden, dass die Erfolgsquote fast 100% ist.
Was ist mit denjenigen, die keinen der wenigen Beratungsplätze ergattern? Was mit denen, die aus irgendwelchen Gründen (Scham, Unwissenheit, falsch verstandene "Coolness" etc.) gar keine Hilfe suchen? Weiß man, wie hoch diese Dunkelziffer ist? Weiß man, was diese jungen Menschen machen, welche Mittel sie sich besorgen und ohne ärztliche Kontrolle einnehmen? Oder gibt es diese Menschen gar nicht, weil sie in keiner Statistik auftauchen?

Du schreibst auch, dass die Steigerungen im Kindes- und Jugendalter auf bessere Info- und Unterstützungsmöglichkeiten zurückzuführen sind. Das stimmt sicherlich, lässt aber außen vor, dass junge Menschen sich heute mit Möglichkeiten und Entscheidungen konfrontiert sehen, die sie mangels persönlicher Reife in ihrer Tragweite und Bedeutung kaum überblicken können. Es mag durchaus welche geben, die sich sehr klar bewusst sind, was sie tun. Die sollte man nicht aufhalten, sondern nach Kräften unterstützen. Es gibt mit Sicherheit aber auch viele, die verwirrt sind und keine klare Antwort auf die Frage nach ihrer Identität haben. Auch die müssen nach Kräften unterstützt werden, aber mit der nötigen kritisch-konstruktiven Distanz, die sie auch mal herausfordert und ggf. vor folgenreichen Fehlentscheidung bewahrt. Damit meine ich ausdrücklich nicht das Selbstbestimmungsrecht, sondern medizinische Maßnahmen. Dass diese beiden Bereiche in dem Artikel mal wieder vermischt werden, ist ein großes Problem der Diskussion, schwächt aber nicht die Bedenken, die mit Rollenklischees verbunden sind.

Letztlich bringt es Patricia sehr gut auf den Punkt. Um Wiederholungen zu vermeiden, schließe ich mich Ihrer Darstellung uneingeschränkt an.

LGL
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Re: Mal ein kritischer Artikel zum Thema Trans.

Post 12 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Lana hat geschrieben: So 7. Apr 2024, 11:45 Wie wir alle wissen, gibt es keine absoluten Wahrheiten, nicht nur schwarz und weiß. Und wir wissen, dass sich auch Experten und Fachgesellschaften irren können. Gerade im medizinischen Bereich. Schon oft wurden ehemals unumstößliche Wahrheiten einige Jahre später verworfen, weil sich herausgestellt hat, dass sie mehr schaden als nutzen.
Das ist vollkommen richtig und werde ich auch nicht bestreiten. Im Bereich trans spezifischer Diagnose und Behandlung war die wichtigste Neuerung des vergangenen Jahrzehnts der Schwenk von "behandlungsbedürftige Krankheit" und "Menschen mit Dr-Titel entscheiden nach angeblich 'objektiven' Kriterien, ob du trans bist" hin zu "das ist eine normale Varianz mit großer Bandbreite", "unsere Tests haben sich als nichtobjektiv und cis-voreingenommen erwiesen" und "wir nehmen deinen Leidensdruck ernst und schauen gemeinsam, was wir am besten dagegen tun können" (auch ob und welche Maßnahmen dir helfen). So jedenfalls die aktuellen Leitlinien. Die Kassen gehen da aufgrund ihrer etwas anderen Aufgabe anders ran, wie das BSG Urteil zeigt.

Bisher gibt es meines Wissens keine Hinweise, dass diese "neue" Sichtweise (~15 Jahre?) schlechtere Folgen hätte. Im Gegenteil. Aber wer weiss, was sich in Zukunft ergibt. Das Problem ist, dass in der Zwischenzeit Menschen Leidendruck und Bedarf haben und natürlich neue Erkenntnisse eigentlich nur aus der Praxis kommen. Als Fachleut mit dem Anspruch die Klientys bestmöglich zu betreuen gibt es also erstmal nichts besseres als solche aktuellen Konsens-Linien. Parallel findet aus der Praxis die Weiterentwicklung statt. Es ist ja schlicht ethisch nicht vertretbar, die alle zu vertrösten, bis auf irgendeine Weise irgendwelche Methoden erarbeitet sind. Ausserdem gibt es ja Erkenntnisse, Studien, best practices etc. Wir sind ja nicht bei null, sondern bereits Jahrzehnten an Erfahrungen und auch Irrungen.

Auch bei anderen Themen wurde ein ähnlicher Schwenk vollzogen. Teilweise schon viel früher. Der IDAHOBIT am 17.Mai erinnert daran, dass die WHO am 17.5.1990(!) Homosexualität als Krankheit aus dem ICD10 gestrichen hat. Seitdem ist es medizinisch gesehen eine Varianz menschlicher Sexualität. Seit DSM-5 (2013) sind etliche Paraphilien an sich keine psychische Störung mehr, sondern Behandlungsbedarf besteht (nur) bei empfundenem Leidensdruck, dem Konflikt mit sich und der Mitwelt; nicht in der Diagnose selbst.

Ach so: Auch bei körperlichen Dingen wie Diabetes empfehlen die aktuellen Leitlinien "partizipative Therapiegestaltung", also mit Klienty zusammen deren Wünsche und Möglichkeiten zu besprechen und einen persönlichen Weg zu finden. (Was in der Praxis nicht immer geschieht, wie ich bei meiner Mutter und ihrem Hausarzt erlebt habe...)
Lana hat geschrieben: So 7. Apr 2024, 11:45 Auch du schränkst ein:
Jaddy hat geschrieben: So 7. Apr 2024, 03:57Die Praxis bei Kindern und Jugendlichen sieht so aus, dass diejenigen, die sich tatsächlich in Behandlung begeben (und es gibt wie überall zu wenig Kapazitäten), so sorgfältig untersucht und betreut werden, dass die Erfolgsquote fast 100% ist.
Was ist mit denjenigen, die keinen der wenigen Beratungsplätze ergattern? Was mit denen, die aus irgendwelchen Gründen (Scham, Unwissenheit, falsch verstandene "Coolness" etc.) gar keine Hilfe suchen? Weiß man, wie hoch diese Dunkelziffer ist? Weiß man, was diese jungen Menschen machen, welche Mittel sie sich besorgen und ohne ärztliche Kontrolle einnehmen? Oder gibt es diese Menschen gar nicht, weil sie in keiner Statistik auftauchen?
Mir sind keine Dunkelfeldstudien bekannt, allerdings habe ich auch nicht aktiv danach gesucht. Das ist für mich aber immer noch kein Argument, denn Schwarzer & Co argumentieren ja mit den sichtbaren, die ihre Transition begrüßen - bzw den immer gleichen Vorzeige-Detransitioners und behaupten einfach mal so aus dem Bauch heraus und ohne Belege, dass ihnen die plötzliche Sichtbarkeit und Anzahl (nunja: 0,2..0,8% der KuJ) nicht plausibel erscheint.

Um das alles richtig herauszufinden müsste es wohl flächendeckendere, gut qualifizierte Angebote für KuJ und ihre Eltern geben. Das ist mE der einzige Weg, um zu belastbaren Zahlen zu kommen. Auch was die Quote an "nur eine Phase" betrifft.
Lana hat geschrieben: So 7. Apr 2024, 11:45 Du schreibst auch, dass die Steigerungen im Kindes- und Jugendalter auf bessere Info- und Unterstützungsmöglichkeiten zurückzuführen sind. Das stimmt sicherlich, lässt aber außen vor, dass junge Menschen sich heute mit Möglichkeiten und Entscheidungen konfrontiert sehen, die sie mangels persönlicher Reife in ihrer Tragweite und Bedeutung kaum überblicken können. Es mag durchaus welche geben, die sich sehr klar bewusst sind, was sie tun. Die sollte man nicht aufhalten, sondern nach Kräften unterstützen. Es gibt mit Sicherheit aber auch viele, die verwirrt sind und keine klare Antwort auf die Frage nach ihrer Identität haben. Auch die müssen nach Kräften unterstützt werden, aber mit der nötigen kritisch-konstruktiven Distanz, die sie auch mal herausfordert und ggf. vor folgenreichen Fehlentscheidung bewahrt. Damit meine ich ausdrücklich nicht das Selbstbestimmungsrecht, sondern medizinische Maßnahmen. Dass diese beiden Bereiche in dem Artikel mal wieder vermischt werden, ist ein großes Problem der Diskussion, schwächt aber nicht die Bedenken, die mit Rollenklischees verbunden sind.
Okay, ich empfehle wirklich noch mal diese Präsentation der neuen Leitlinie. Das Video und die Transkription. Da wird genau das angesprochen, denn diese kritisch-konstruktive Begleitung ist deren zentraler Punkt. Den KuJ soll die Unterstützung gegeben werden, die für sie bestmögliche Entscheidung treffen zu können. Dazu gehört auch die Beratung der Eltern, möglicherweise die Erprobung im alltäglichen Umfeld und ggf die Verzögerung der Pubertät, wenn die eigene körperliche Entwicklung in dieser schwierigen Zwickmühle Torschlusspanik erzeugt.

Die Diagnose heisst deshalb auch nicht mehr "Transsexualismus" sondern Geschlechtsdysphorie. Statt "okay, wir machen ein paar Tests und legen dann den Hebel um auf die andere Seite" jetzt "ich habe ein Thema mit meinem Verhältnis zu Gender, Geschlecht etc, wie kann ich das lösen".

Heisst: Die Problematik der Selbstfindung ist in der Fachwelt längst als das zentrale Thema angekommen. Wer überhaupt zu einem Fachleut geht, weil der Leidensdruck zu stark ist, ist quasi schon vorgefiltert und bekommt - laut Leitlinie - Aufklärung und Hilfe dabei. Diese Behauptungen, KuJ würden quasi automatisch Hormone gegeben und in die Transition gedrängt, sind einfach völliger Unfug und ignorieren (bewusst?) den hauptsächlichen Beratungs- und Begleitungsprozess. Deshalb sage ich ja, dass sämtliche Themen längst bekannt sind.
Lana
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Re: Mal ein kritischer Artikel zum Thema Trans.

Post 13 im Thema

Beitrag von Lana »

Jaddy hat geschrieben: So 7. Apr 2024, 13:11 Deshalb sage ich ja, dass sämtliche Themen längst bekannt sind.
Längst bekannt sein könnten oder sollten.

Ich unterstelle jetzt mal, dass die hier im Forum aktiven Menschen zu den besser informierten gehören, zumindest was diese Thematik betrifft. Und selbst hier werden Defizite regelmäßig sichtbar. Das gilt in weitaus stärkerem Maße für die Allgemeinbevolkerung, und ganz offensichtlich für breite Kreise der Medienschaffenden. Zumindest letztere könnten die aktuelle Leitlinie zur Kenntnis nehmen, bevor sie sich zum Thema äußern. Bei allen anderen kann man es nicht erwarten. Auch ich werde sie mir nicht im Detail ansehen, dafür fehlt mir die Zeit.

Die Frage ist also, wie man dieses Wissen in die Welt bekommt? Da sind Leute wie du, die unermüdlich aufklären. Die aber (ich versuche mal die Wahrnehmung von außen zu beschreiben) sehr oft als abgehoben und in ihrer eigenen Blase gefangen erscheinen. Sich "Argumenten" verschließen, die womöglich gar keine sind, aber durch permanente Wiederholung in den Medien hochgehalten werden und von den wirklich wichtigen Sachfragen ablenken.

Erwiderungen wie die deine, dass das Thema keines (mehr) sei, sind in diesem Zusammenhang nicht hilfreich. Sie wirken arrogant und voreingenommen, mögen sie noch so fundiert sein.

Ich habe keine Lösung für das Problem. Sich über die Unsachlichkeit der anderen Seite zu beschweren, hilft nicht weiter. Sich über diese zu erheben, weil man sich auf der moralisch richtigen Seite wähnt, vertieft die Kluft nur nuch mehr.

Nochmal:
Wir leben mit diesen Leuten in einer Gesellschaft zusammen. Daran wird sich nichts ändern. Unser Ziel sollte also sein, dieses Zusammenleben für alle möglichst angenehm zu gestalten. Die Verschärfung von Konflikten ist dabei kontraproduktiv.

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Re: Mal ein kritischer Artikel zum Thema Trans.

Post 14 im Thema

Beitrag von Sabrina Verena »

Wie man sieht, besteht zu diesem Thema doch noch Diskussionsbedarf.

Ich hatte bewusst den Artikel nicht kommentiert.

Was ich interessant finde, ist die Aussage, das Menschen deshalb vermehrt Trans werden, weil sie sich in den klassischen Erwartungen an den Geschlechtern nicht wieder finden.
Ist das nicht irgendwo paradox?
Ich verhalte mich nicht so, wie es von einem Jungen erwartet wird, und entscheide mich deshalb dazu, einer mit Vorurteilen und Diskriminierung zu kämpfenden Minderheit anzugehören?
Welchen Sinn ergibt es, sich das Leben schwerer zu machen?

Könnte es nicht sein, dass genau hier der Ansatz liegt, Transpersonen wieder als krank abzustempeln?
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Re: Mal ein kritischer Artikel zum Thema Trans.

Post 15 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Lana hat geschrieben: So 7. Apr 2024, 13:35
Jaddy hat geschrieben: So 7. Apr 2024, 13:11 Deshalb sage ich ja, dass sämtliche Themen längst bekannt sind.
Längst bekannt sein könnten oder sollten.

Ich unterstelle jetzt mal, dass die hier im Forum aktiven Menschen zu den besser informierten gehören, zumindest was diese Thematik betrifft. Und selbst hier werden Defizite regelmäßig sichtbar. Das gilt in weitaus stärkerem Maße für die Allgemeinbevolkerung, und ganz offensichtlich für breite Kreise der Medienschaffenden. Zumindest letztere könnten die aktuelle Leitlinie zur Kenntnis nehmen, bevor sie sich zum Thema äußern. Bei allen anderen kann man es nicht erwarten. Auch ich werde sie mir nicht im Detail ansehen, dafür fehlt mir die Zeit.

Die Frage ist also, wie man dieses Wissen in die Welt bekommt? Da sind Leute wie du, die unermüdlich aufklären. Die aber (ich versuche mal die Wahrnehmung von außen zu beschreiben) sehr oft als abgehoben und in ihrer eigenen Blase gefangen erscheinen. Sich "Argumenten" verschließen, die womöglich gar keine sind, aber durch permanente Wiederholung in den Medien hochgehalten werden und von den wirklich wichtigen Sachfragen ablenken.

Erwiderungen wie die deine, dass das Thema keines (mehr) sei, sind in diesem Zusammenhang nicht hilfreich. Sie wirken arrogant und voreingenommen, mögen sie noch so fundiert sein.

Ich habe keine Lösung für das Problem. Sich über die Unsachlichkeit der anderen Seite zu beschweren, hilft nicht weiter. Sich über diese zu erheben, weil man sich auf der moralisch richtigen Seite wähnt, vertieft die Kluft nur nuch mehr.

Nochmal:
Wir leben mit diesen Leuten in einer Gesellschaft zusammen. Daran wird sich nichts ändern. Unser Ziel sollte also sein, dieses Zusammenleben für alle möglichst angenehm zu gestalten. Die Verschärfung von Konflikten ist dabei kontraproduktiv.
Das sind in der Tat wichtige Fragen. Ich nehme auch bei mir und anderen häufig Frust wahr, die immer gleichen Dinge immer und immer wieder quasi bei Null anfangend erklären zu müssen bzw zu sollen. Gefühlte Sysiphos-Arbeit. Es ist ja auch ein Problem der zahlenmässigen Verhältnisse. "Wir" sind relativ wenige. Selbst wenn die 1..3% hinkommen. Nicht alle wollen oder können sich die Zeit, Nerven und Energie für Aufklärungsarbeit nehmen. Auf der anderen Seite sind über 95% Menschen ohne eigene Betroffenheit, also auch ohne oder mit wenig interner Motivation, sich damit von sich aus zu beschäftigen. Darunter auch Medien, die viel schneller alten und neuen Unfug produzieren können, als je einzeln widerlegbar wäre.

Dazu kommt, dass "wir" (oder jede andere Gruppe) intern schon viel weiter im Thema sind. Die Basis-Fragen längst geklärt oder gar kein Thema.

Ich treffe viele, für die ich die erste sichtbare trans und vor allem nichtbinäre Person bin. Und selbst die tausendste cis-binäre Person kommt mit den gleichen grundlegenden Fragen. Deshalb hab ich ja immer die Flyer dabei. Mein Frust ist hauptsächlich, dass meine tatsächlichen Problempunkte völlig andere sind, als von anderen gefragt werden. Zum Beispiel wird gefragt "auf welches Klo gehst du denn", während mein Problem ist, dass bei nur zwei Türen keine wirklich gut ist, sondern beide unterschiedliche Probleme bedeuten. Ich kann also nirgends einfach entspannt hingehen. Generell geht es nie darum, wie es mir geht, wie ich klar komme, sondern was deren (uninformiertes) Kopfkino aus Medienfetzen und eigener Phantasie für Filme erzeugt.

Heisst: Am meisten belastet mich, wenn ich von vornherein konfrontiert werde, statt zugewandter, offener Fragen. Letztere beantworte ich nämlich gerne und ausführlich.

Generell würde ich mir deshalb eine andere Herangehensweise wünschen. Nicht nur bei Themen wie trans und nichtbinär, sondern allen, wo wir uns nicht wirklich auskennnen. Das sind viele und das ist vollkommen okay und verständlich. Die Welt ist viel komplexer und vor allem enger vernetzt geworden. Gerade wenn wir ein möglichst angenehmes Zusammenleben für alle haben wollen, brauchen wir mE mehr Achtsamkeit und eine eher defensive Art, damit umzugehen. Auch eigenes Nichtwissen und Ambivalenz aushalten. Es ist absolut in Ordnung, von etwas keine Ahnung und vor allem keine Meinung oder Lösung zu haben. Der Knackpunkt ist, wie damit umgegangen wird.

Wahrscheinlich haben alle hier irgendein Themengebiet, auf dem sie sich gut bis sehr gut auskennen, aber beim Zusammentreffen mit anderen deren vollkommene Ahnungslosigkeit erleben. Auch bei Medienberichten, die verkürzt, vereinfacht oder schlicht falsch sind; egal ob absichtlich oder fahrlässig. Das kann der Job sein, das Hobby, das unterschiedliche Leben auf dem Land oder in der Stadt, mit oder ohne Kinder, Krankheiten, Herkunft, was auch immer.

Da würde ich mir die Einsicht wünschen, dass es anderen mit ihren Themen genauso geht. Dass es ungünstig ist, sich eine von der Realität völlig unbelastete Gefühlsmeinung zu verschaffen und sie den anderen vor die Füsse zu werfen, statt erst mal nachzufragen, wie denn die Lebenswirklichkeit und das Wissen auf der anderen Seite aussieht. Mit anderen Worten: Lernen wollen statt gleich zu meinen. Und auch zu akzeptieren, dass nicht alle Personen mit einem Thema jederzeit zu allem aufklären können oder wollen.

Für diese Achtsamkeit miteinander verwende ich häufig ein locker an das buddhistische Modell angelehnte Schema der drei Stufen von Allyship (~="Verbündetentum"):
Stufe 1: "wie vermeide ich Verletzungen und Fettnäpfchen" (Hinayana, wenigstens keinen Schaden anrichten)
Stufe 2: "wie kann ich das Leben angenehmer für alle machen" (Mahayana, sich aktiv bemühen)
Stufe 3: "wie kann ich proaktiv für die Betroffenen wirken" (Vajrayana, anderen Wesen helfen)

Nichts davon ist konfrontativ, egozentriert und über andere hinweg - wie Schwarzer und wie der Artikel -, sondern zugewandt und mit anderen zusammen. Und mindestens Stufe 1 sollte allgemeine Praxis werden.

Klingt insgesamt auch sehr groß und abstrakt, das weiss ich. Etwas besseres habe ich aber noch nicht gefunden, denn wie gesagt sind die Zahlenverhältnisse einfach völlig unfair. Bei hundert zu eins kann ich mich entweder vollkommen aufreiben oder meine Energie konzentrieren. Zum Beispiel auf flauschige Rückzugsmöglichkeiten für mich und andere wie mich. Oder auf gedruckte Basis-Info und FAQs.

Ich kann nicht jede einzelne Person debattieren, zumal darunter auch immer welche sind, die einfach nur feindlich gesinnt sind. Leider kann ich sie aber auch nicht so stehen lassen und wenn ich nur die längst fertige FAQ-Sammlung entgegne, bzw dass diese Fragen alle schon lange ziemlich gut beantwortet wurden, wird das von einigen bereits als überheblich ausgelegt. Soetwas lässt sich einfach nicht gewinnen, wenn nicht wenigstens das Publikum aufgeschlossen ist.

Ich hatte es neulich schon geschrieben: Wir haben heute auch alle eine gewisse Holschuld und keinen Anspruch, zu jedem Thema individuell abgeholt und betreut zu werden. Das funktioniert schon rein zahlenmässig nicht. Das Mindeste ist meiner Ansicht nach, sich im Zweifel und bei eigenem Informationsmangel aktiv ein Minimalwissen Stufe 1, "wie vermeide ich Verletzungen und Fettnäpfchen" zu holen. Und wenn dann noch Bedarf ist, zugewandt nachzufragen.
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