Domradio | Superintendent fordert mehr Toleranz in katholischer Kirche
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Anne-Mette
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Domradio | Superintendent fordert mehr Toleranz in katholischer Kirche

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Kann denn Liebe Sünde sein?

Das Thema hatten wir in einer Gemeinde in Flensburg auch schon (smili)

Aber zurück zum Beitrag vom Domradio:
Superintendent Dr. Bertold Höcker wünscht sich mehr Sichtbarkeit der queeren Community - auch und gerade in den Kirchen.

https://www.domradio.de/artikel/superin ... her-kirche
rika
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Re: Domradio | Superintendent fordert mehr Toleranz in katholischer Kirche

Post 2 im Thema

Beitrag von rika »

Ich schlage den Bogen etwas weiter, aber das Thema hat mich gerade vor ein paar Wochen berührt, als ich im Radio von dem Suizid eines führenden Geistlichen in der Diözsese Limburg hörte. Ich war unterwegs und dachte: das ist doch nicht genau er? Doch, er war es. Christof May war mehere Jahre ein überaus aktiver und engagierter Pfarrer in Braunfels, dessen offene und positive Art wirklich ankam. Wir kannten uns ein wenig über die Schule und überhaupt in der kleinen Stadt.

An Fasching trat er gerne als seine eigene Sekretärin auf und genau mit dieser war ich befreundet und sie kannte rika. Irgendwann fragte sie mich nach Damenschuhen in Größe 43 - ja klar, da helfe ich doch gerne. Ich habe mich über die Bilder in der Zeitung köstlich amüsiert.

Christof May sah unheimlich gut aus und ähnelte George Clooney. Ganz sicher war er für Frauen wegen seines Aussehens aber auch der Ferne für Frauen hoch attraktiv, da jeder Mensch Ausstrahlungen hat, die irgendwie und -wo an- und zurück kommen. Er selbst hat wohl geschrieben, dass er mit seinem Beruf und seinem Leben große Probleme hatte.

Manchmal habe ich überlegt, ihn zu fragen, ob er die weibliche Kleidung mag.

Bischoff Bätzing hat ihn mit dem Vorwurf der '"Übergrifflichkeit" konfrontiert und sofort aus dem Amt entlassen, was einem Minister in einer Regierung entspricht.

Vorletzte Woche traf ich in der Eisdiele am Marktplatz Freunde und er ist kath. Gefängnisgeistlicher in Diez. Er erwähnte, dass die Vorwürfe nicht gerechtfertigt waren.

Ja, und dann gibt es noch eine ganz andere Nachricht: seit einem Jahr haben wir einen neuen evangelischen Pfarrer. Sehr offen, sehr sympathisch, leicht übergewichtig und im Gemeindebrief stellt er sich vor, dass er auf der Suche nach dem Mann seines Lebens ist.

Und ich? 1988 aus der evangelische Kirche ausgetreten weil sie mir fremd geworden war und 2002 wieder eingetreten, weil da ein junger Mensch aufwächst, der mein Lebensglück ist. (und die in drei Wochen ganz groß kirchlich heiratet)

Zum Schluss: Bischof Bätzing ist der moderne Geistliche, der die Realitäten sieht. Die alten Männer in Rom werden sie nicht mehr sehen wollen und sich in Drittländer verlegen, in denen ihre einfachen Regeln noch angenommen werden. Sie übersehen, dass ein Glaube auch bei gebildeten Menschen ankommen und eine Bereicherung erzeugen muss. Wenn die Kirche jedoch das Dogma "glauben und nicht fragen" behält, wird sie, so befürchte ich, zu Sekteriern werden. Schade um sie.

rika
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