Zu queer für die Bundeswehr
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Lavendellöwin
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Zu queer für die Bundeswehr

Post 1 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Hey...

ich möchte gerne die Petition auf AllOut von Anastasia Biefang mit euch teilen.
Ich fände es schön, wenn wir sie in Ihrem Anliegen unterstützen.


https://action.allout.org/de/m/3832a5e1

Habt es gut, Marie (flo)
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
Blossom
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Re: Zu queer für die Bundeswehr

Post 2 im Thema

Beitrag von Blossom »

Meinen Standpunkt zum Verweis von Fr. Biefang habe ich an anderer Stelle im Forum bereits deutlich gemacht - das Anliegen mag aus ihrer persönlichen Sicht gerechtfertigt sein und es steht ihr auch frei eine solche Petition zu starten und einzureichen ... nur unterstützen kann ich persönlich dabei nicht. Als Stabsoffizierin d.R. (gleicher Rang wie Fr. Biefang) stehe ich hinter dem Verweis - den ich durchaus nicht als antiquiert verstehe. Sorry - auch wenn ich mir jetzt Shitstorm auflade.
Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
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Klaudia
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Re: Zu queer für die Bundeswehr

Post 3 im Thema

Beitrag von Klaudia »

Ich denke egal ob hetero, schwul, lesbisch, trans, "¦ man sollte sich genau überlegen, was man so in den sozialen Medien bzw. Foren über sich preis gibt. Das lesen nämlich ggf. auch Kollegen, Vorgesetzte und sonstige, die man eigentlich nicht an seinem Privatleben teilhaben lassen will und was - wie in diesem Fall - zu unangenehmen Konsequenzen führen kann. Früher gab es in den guten, alten Printmedien Chiffreanzeigen, damit nicht jeder gleich sehen kann, dass Lieschen Müller was für die Kiste sucht. Heute geben viele Leute freiwillig fast alles von sich preis.
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Re: Zu queer für die Bundeswehr

Post 4 im Thema

Beitrag von Maxine »

Liebe Blossom,
ich bin da ganz bei Dir und aus den gleichen Gründen. Auch bin, offiziell noch, Stabsoffizier d.R. mangels Gelegenheit 1 Rang unter Dir, aber nur eine Wehrübung könnte das ändern :-D, das aber nur nebenbei.
Ich habe zu Frau Biefang an anderer Stelle bereits meine Meinung gesagt und stehe auch weiter dazu. Ich wünsche Ihr trotz alledem ein glückliches und in jeder Hinsicht erfülltes Leben. Aber aus den bereits genannten Gründen kann ich diese Kampagne nicht unterstützen.

P.S. falls Du Erfahrungen mit dem ändern der Dienstgrade, Nachweise etc. hast würde ich mich über eine P.N. freuen.

Liebe Grüße
Maxine
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Re: Zu queer für die Bundeswehr

Post 5 im Thema

Beitrag von PollyGalore »

Einen Gruß in die Runde
Zunächst einmal halte ich die Petition von Frau Biefang für legitim und auch gerechtfertigt.
Meines Erachtens hilft es die die Grenzen des Staates oder anderer Arbeitgeber aufzuzeigen und einen zeitlichen Status zu dokumentieren. Wäre dies in der Vergangenheit nicht ständig exerziert worden gäbe es kein Fortschritt und wir würden weiterhin jegliche Abweichung von der "Norm" unter Strafe stehen haben.
Zum anderen halte ich einen solchen Verweis im Sinne der Gleichbehandlung für fragwürdig dahingehend dass wahrscheinlich ein Großteil der Diensttuenden mit gleichem rechnen müsste würde man die sozialen Netze nach entsprechenden Verdachtsmomenten durchsuchen. Dabei ist Tinder wohl noch das harmloseste.
Die eigentliche Frage die sich mir stellt ist aber: inwieweit darf ein Arbeitgeber bei tadellosem Verhalten im Dienst Einfluss auf mein Privatleben nehmen.
Und da ist meine Meinung zunächst einmal gar nicht.
Am Rande hätte ich aber Interesse an dem Denunzianten
Etwa ein Tindermitglied auf der Suche nach ähnlich verwerflichem?
Beste Grüße Polly
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Re: Zu queer für die Bundeswehr

Post 6 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Blossom hat geschrieben: Di 5. Jul 2022, 20:09 nur unterstützen kann ich persönlich dabei nicht. Als Stabsoffizierin d.R. (gleicher Rang wie Fr. Biefang) stehe ich hinter dem Verweis - den ich durchaus nicht als antiquiert verstehe. Sorry - auch wenn ich mir jetzt Shitstorm auflade.
Hey...

ist doch alles gut Blümchen, mir gegenüber brauchst du dich dafür nicht rechtfertigen oder so.
Shitstorm? Nein, hast du nicht verdient wenn du zu dir stehst.
Klaudia hat geschrieben: Di 5. Jul 2022, 20:28 Früher gab es in den guten, alten Printmedien Chiffreanzeigen, damit nicht jeder gleich sehen kann, dass Lieschen Müller was für die Kiste sucht.
Bei Chiffreanzeigen, egal in welcher Form und für was auch immer, habe ich das Gefühl, das Mensch nicht ehrlich spielt,
nicht offen ist und im Grunde für was auch immer eine bestimmte Zielperson im Auge hat sich aber nicht zeigen mag.
Das ist mein ganz subjektives Empfinden..
Klaudia hat geschrieben: Di 5. Jul 2022, 20:28 Ich denke egal ob hetero, schwul, lesbisch, trans, "¦ man sollte sich genau überlegen, was man so in den sozialen Medien bzw. Foren über sich preis gibt. Das lesen nämlich ggf. auch Kollegen, Vorgesetzte und sonstige, die man eigentlich nicht an seinem Privatleben teilhaben lassen will und was - wie in diesem Fall - zu unangenehmen Konsequenzen führen kann.
Es gehört zu meinem Wesen offen und frei über mich und meine Persönlichkeit zu reden, dürfte ich das nicht,
würde ich mich extrem eingeschränkt fühlen. Ich bin die, die ich bin, lebe das offen und mich kann jede-naja fast jede-
Person alles fragen. Dann erkläre ich gerne. Ich bin aber auch in einem Haus aufgewachsen in dem es nie
verschlossene Türen gab, das ist für mich sehr wertvoll.
An gar nichts von dem was du genannt hast, ist etwas so extrem verwerflich nicht drüber reden zu können oder dürfen.
Ich kann vor wildfremden Menschen weinen wenn mich etwas sehr berührt, damit zeige ich mich und wie ich bin.
Zum Glück hab ich Zivildienst gemacht und das einzige mal wo ich in einer Kaserne war, war diese schon verlassen.

FunFact-irgendwer von den Nasen hatte sämtliche Schlüssel am einem Schüsselbrett mit Gebäudezweck hängen lassen,
sodass alle Gebäude zugänglich waren....hihi...und ich sag jetzt nicht, was ich dort noch alles gefunden habe.
PollyGalore hat geschrieben: Mi 6. Jul 2022, 15:27 Etwa ein Tindermitglied auf der Suche nach ähnlich verwerflichem?
Ich stimme dir soweit zu-kann aber immer noch nichts Verwerfliches am Wunsch nach Sex finden..

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Re: Zu queer für die Bundeswehr

Post 7 im Thema

Beitrag von PollyGalore »

EmmiMarie hat geschrieben: Mi 6. Jul 2022, 17:53 [
PollyGalore hat geschrieben: Mi 6. Jul 2022, 15:27 Etwa ein Tindermitglied auf der Suche nach ähnlich verwerflichem?
Ich stimme dir soweit zu-kann aber immer noch nichts Verwerfliches am Wunsch nach Sex finden..

Alles Liebe Marie (flo)

Liebe Marie
🤣
Ich auch nicht aber vielleicht der Denunziant
Ich hätte es auch in Anführungszeichen setzen können.
Danke für den Hinweis bin Gott sei Dank selber nicht Spaßbefreit

Peace Polly
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Re: Zu queer für die Bundeswehr

Post 8 im Thema

Beitrag von Klaudia »

EmmiMarie hat geschrieben: Mi 6. Jul 2022, 17:53
Klaudia hat geschrieben: Di 5. Jul 2022, 20:28 Ich denke egal ob hetero, schwul, lesbisch, trans, "¦ man sollte sich genau überlegen, was man so in den sozialen Medien bzw. Foren über sich preis gibt. Das lesen nämlich ggf. auch Kollegen, Vorgesetzte und sonstige, die man eigentlich nicht an seinem Privatleben teilhaben lassen will und was - wie in diesem Fall - zu unangenehmen Konsequenzen führen kann.
Es gehört zu meinem Wesen offen und frei über mich und meine Persönlichkeit zu reden, dürfte ich das nicht,
würde ich mich extrem eingeschränkt fühlen. Ich bin die, die ich bin, lebe das offen und mich kann jede-naja fast jede-
Person alles fragen. Dann erkläre ich gerne. Ich bin aber auch in einem Haus aufgewachsen in dem es nie
verschlossene Türen gab, das ist für mich sehr wertvoll.
An gar nichts von dem was du genannt hast, ist etwas so extrem verwerflich nicht drüber reden zu können oder dürfen.
Ich kann vor wildfremden Menschen weinen wenn mich etwas sehr berührt, damit zeige ich mich und wie ich bin.
Zum Glück hab ich Zivildienst gemacht und das einzige mal wo ich in einer Kaserne war, war diese schon verlassen.
Alles Liebe Marie (flo)
Liebe Marie,

Du kannst natürlich jedem gegenüber so offen sein wie du willst, aber auch du wirst doch einen Unterschied machen, ob du mit Freunden oder Kollegen bzw. Vorgesetzten redest. Dass ein Kollege auch mal ein Freund sein kann ist natürlich möglich.
Ich zumindest werde im beruflichen Umfeld keine privaten, intimen Details von mir preisgeben auch wenn das an sich nicht verwerflich ist. Das könnte meine Autorität untergraben, Gerede erzeugen, etc. Das gehört da einfach nicht hin. Aber das bleibt natürlich jedem selbst überlassen.
Wie heißt es noch? Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps.

Liebe Grüße
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Re: Zu queer für die Bundeswehr

Post 9 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Ich kann weder das Verhalten der Bundeswehr noch die Begründung der Gerichte verstehen.

Zitat aus der Petition:
.........."Spontan, lustvoll, trans*, offene Beziehung auf der Suche nach Sex. All genders welcome". Das stand in meinem privaten Tinder-Profil in 2019. Dafür erhielt ich von meinem Disziplinarvorgesetzten einen Verweis. Und das Einzige, was auf dem Profil stand, war mein Alter und Vorname. Es gab keinen Hinweis zu meinem Arbeitgeber, keinen Bezug zur Bundeswehr. Nichts, rein gar nichts. .............

Wo ist denn das Problem für die Institutionen?

Liebe Grüße Jasmine
Blossom
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Re: Zu queer für die Bundeswehr

Post 10 im Thema

Beitrag von Blossom »

Jasmine hat geschrieben: Mi 6. Jul 2022, 21:09 Wo ist denn das Problem für die Institutionen?
Das wurde bereits in einem anderen Thread ausführlich diskutiert, Jasmine. Wollen wir an dieser Stelle ernsthaft noch einmal ganz von Vorne beginnen?
Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
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