Nora_7 hat geschrieben: Di 26. Apr 2022, 10:56
Wieder die "hätte, hätte Fahrradkette"-Argumentation. Die Zeit war einfach aus diversen strukturellen Gründen nicht reif. Immer wieder diese Diskussion führt in keinster Weise weiter, denn die Vergangenheit läßt sich nicht mehr ändern.
Du hättest verstehen können, dass meine Darstellung der Vergangenheit einen konkreten Bezug zur Gegenwart hat. Du ignorierst das oder erkennst es nicht.
Es ist doch so, dass wir uns gerade in einer Zeit befinden, in der wahnsinnige Beträge an öffentlichen Geldern einfach verbrannt werden, und das sehenden Auges mit sehr negativen Konsequenzen für den Klimaschutz.
Ähnliche Fehler wurden in der Vergangenheit gemacht, die du mit einem lapidaren "Da war die Zeit nicht reif" abtust. Wann ist die Zeit denn mal reif für grundlegende Änderungen in der Klimapolitik?
Es geht heute darum, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen. Sonst erzählen mir in 10 Jahren Leute wie du wieder, dass 2022 leider die Zeit noch nicht reif war, um politische Entscheidungen nachhaltig zu treffen und öffentliche Mittel zum Wohle unser aller Zukunft einzusetzen.
Daß China damals die Solartechnologie an sich gezogen hat, hat nicht nur was mit dem Vorwurf unzureichender Subventionen zu tun - sie war insgesamt viel zu teuer, vor allem für die Eigennutzung. Und die Rettung von Arbeitsplätzen aus Bergbau und Energie wäre damals so nicht möglich gewesen.
Da ist sie wieder, die falsche Prioritätensetzung:
Anstatt Solarenergie zu fördern, hat man das angeschossene Pferd Kohlebergbau noch ein paar Jahre lang totgeritten.
Man hat die Solartechnologie damals den Chinesen förmlich nachgeworfen, die mussten nichts mehr an sich ziehen.
Und bei Windenergie bleibt die "Betonverspargelung" der Landschaft. Ich will will keinen Mast vor meinem Garten haben.
Soso, willst du nicht. Gewisse gesellschaftliche Opfer müssen wir alle erbringen, war doch eben noch der Slogan als es ums Impfen ging. Und beim Klima sollen es doch lieber die anderen richten, du selbst möchtest nicht damit behelligt werden. Danke für diesen Einblick.
Deine Sicht auf Tesla kommt sehr einseitig über: Die Gründe für die Genehmigung beruhen auf dem Standort Deutschland/Mangelregionen. Wäre Polen für uns besser gewesen?
Das war doch gar nicht mein Punkt, sondern das Durchpeitschen des Genehmigungsverfahrens im Expresstempo, von dem andere Projektentwickler in Deutschland nur träumen können. Ich gönne das Tesla, würde mir aber wünschen, dass auch kleinere Noname-Projekte, die nachhaltige Entwicklung befördern, ähnlich bevorzugt behandelt werden. Von den Subventionen mal ganz abgesehen, die letztlich für Tesla ausschlaggebend waren.
LGL
Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt.
Blaise Pascal