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Jaddy hat geschrieben: Sa 26. Mär 2022, 21:09
Damit hast Du das Problem - also vor allem die anderer Menschen dadurch - in der Tat sehr gut beschrieben.
Die, die ein Problem haben, sind deutlich in der Minderheit. Die Mehrheit ist offen. Um bei Rasta zu bleiben: Gerade in Urlaubsregionen wie in der Karibik sieht man viele damit - Männer, Frauen, schwarz, weiß. Und keiner regt sich auf. Nur hier. Wo kein Problem ist, müssen manche eins draus machen.
LG Nora_7
Schönheit ist weiblich, und ich bin auch gerne schön.
Ich kann alles tragen, wenn ich ein Mädchen bin
Ich kann Nora nur zustimmen. Lächerliche Pseudo Weltverbesserer Diskussion. Ob das westliche tragen solcher Zöpfe in den Herkunftsländern wirklich abgelehnt wird als Aneignung ihrer Kultur bezweifle ich. Da gibt es ganz bestimmt relevanteres. Und ganz sicher wird nirgends auf der Welt sich was verbessern wenn man sich solche Zöpfe wieder abschneidet.
(Ich überlege gerade ob ich meine buddhistischen Gebetsfahnen aus Nepal die am Balkon im Wind flattern abhängen muss. . Nö! Die bleiben!)
Alyssa hat geschrieben: So 27. Mär 2022, 13:53
(Ich überlege gerade ob ich meine buddhistischen Gebetsfahnen aus Nepal die am Balkon im Wind flattern abhängen muss. . Nö! Die bleiben!)
Du hast buddhistische Gebetsfahnen aus Nepal am Balkon...ich bin entsetzt und sprachlos. Also das geht ja überhaupt nicht. Das ist ja grauenhaft. Wenn das die Nepalesen erfahren!
Sorry, falls meine Antwort jemandem bei diesem zweifelsfrei ernsten Thema zu albern ist, aber ich konnte nicht anders...
Ja Belinda ich schäme mich. Ich weiß das ist nicht politisch korrekt. War ich noch nie. Und werde ich in meinem Alter auch nicht mehr.
Ich finde diese Diskussion lächerlich. Als ob sich durch das tragen solcher Zöpfe auf der Welt was verbessert oder verschlechtert. Für mich ist nur ein Zeichen wie weit man von den echten Problemen und ihrer Lösung weg ist. Symbolpolitik , Sturm im Wasserglas. Und zeitgleich tobt in Europa in fürchterlicher Krieg und gerade in diesem Moment sind sicher wieder duzende getötet worden. Und die Weltverbesserer beschäftigten sich mit Zöpfe. Da ist der Blick für das wesentliche verloren gegangen.
das Problem mit dem Vorwurf der kulturellen Aneignung ist m.E., dass er eine essenzialistische Grundlage hat. Den Vorwurf der 'kulturellen Aneignung' kann man nur erheben, wenn man irgendwelche kulturellen Aspekte bzw. Eigenschaften als für bestimmte Personen identitätsbestimmend betrachtet und aus ihnen eine Gruppe macht. Dabei ist es egal, ob man innerhalb oder ausserhalb dieser 'Gruppe' steht. Man formuliert über 'die Kultur' eine Fremdbestimmung.
Es ist bei Dreadlocks nicht besser, als es bei Röcken und Pumps, Krawatten oder Weißwurst ist. Wenn Kultur als etwas angesehen wird, mit dem Individuen abschliessend beschrieben werden könnten, geht es nicht mehr um die Menschen, sondern um Weltanschauungen. Letztlich wohnt dem Prinzip 'kulturelle Aneignung' der Versuch inne, die Ausprägungen der kulturellen Identität zu bestimmen; quasi 'Leitkultur' für alle, nur jeweils anders und auf jeden Fall nicht übertragbar oder gar erwerbbar. (..hier können Sie ihre eigenen Gedanken dazu fortführen)
Man kann sicherlich alle möglichen 'Aneignungen' kritisieren, aber nicht als Einzeltatbestand, der für eine Verurteilung ausreicht. Dazu müsste man schon ein bisschen mehr vorbringen, als nur festzustellen, dass eine Person mit schwachpigmentierter Haut Dreadlocks trägt oder dass ein Preusse eine Weißwurst isst.
Schade ist halt, dass hier manche Kritiker_innen selbst der Versuchung unterliegen, mit Pauschalisierungen Stimmung gegen das begründete Anliegen von FFF zu machen. Das ist billig.
Habt es gut
Marielle
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.