Mein Freund ist CD und ich bin maßlos überfordert - # 4
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Mary
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Re: Mein Freund ist CD und ich bin maßlos überfordert
Ich kann dazu nur sagen, genau so ist es. Ich halte mich ja durchaus nicht zurück, aber sehe hier auch oft genug, dass aufgezeigte Probleme und Fragestellungen gerne mal "plattgemacht" werden, mit so Einwürfen wie: es ist doch nur Kleidung, jeder soll doch tragen dürfen was er/sie/... will (bei CD) oder: der Mensch bleibt doch derselbe, gewinnt vielleicht noch Facetten hinzu (bei Trans). Und dann eventuell noch, dass die Partnerin doch Bitteschön den Partner nicht einschränken. Oder man hängt sich an Begrifflichkeiten auf. Das ist oft anstrengend und schwer zu diskutieren.
Auch die Frage was Weiblichkeit ausmacht, ist ein Thema. Ich persönlich halte mich da lieber zurück, weil es hier dann oft darum geht,was nach außen transportiert wird (bis zu einem gewissen Punkt verständlich, wenn die äußere Erscheinung männlich angelegt ist). Dennoch hat Weiblichkeit m.E. nichts mit Kleidung zu tun. Kleidung ist unsere Sozialisation, eine Rüschenbluse ist nur deshalb weiblich,weil wir sie dazu gemacht haben. Es geht also darum, was mir Freude macht zu tragen und ob es von der Gesellschaft akzeptiert wird. Das ist bei Transfrauen natürlich anders, aber da sehe ich hier im Forum auch,dass Transfrauen mit dem Thema Kleidung anders umgehen. Grundsätzlich sind Definitionen ein Ausdruck der Gesellschaft in der wir leben. Und weiblich oder männlich ist eine Umschreibung unserer körperlichen Merkmale (und auch hier ist nicht alles binär, klar).
Aber das größere Thema, dass die meisten Partnerinnen umtreibt, ist doch der Komplex der Heimlichkeiten und Lügen. Natürlich ist es nicht einfach, dieses Thema zu besprechen,weil unsere Sozialisation und unsere Gesellschaft sind wie sie sind. Dennoch ist es schwer zu ertragen,wenn so ein Doppelleben auffliegt und dann auch noch hier schön geredet wird. Auch wenn es viele Erklärungen dafür gibt.
Und ganz wesentlich ist der Punkt,dass wir einen Mann geheiratet haben, und diesen auch behalten wollen. Insofern zieht dieses Argument nicht, dass der Mensch doch derselbe ist, man eine weitere Facette hinzugewinnt, etc etc. Nein, das ist eine extreme Wandlung in der Beziehung, die man nicht einfach erkennen und akzeptieren und zur Tagesordnung übergehen kann. Sicher nicht, wenn die neue Frau einen größeren Raum in der Beziehung einnehmen will. Das muss besprochen werden, und ist etwas an dem beide Partner arbeiten müssen. Und an diesem Punkt kann eine Beziehung auch zerbrechen.
Wenn der Partner trans ist, kommt natürlich die Frage hinzu, ob ich mir dann als Resultat eine lesbische Beziehung vorstellen kann. Ist der Partner CD bekomme ich auf einmal ein Frauenbild transportiert, dass zumindest in der Außenwirkung sehr rückwärts gewandt ist. So ist mein Eindruck. Es wird ein extremes Frauenbild "gespielt", dass mit der Realität der meisten Frauen wenig gemein hat - halterlose Strümpfe, Miniröcke, High Heels die als Waffe durchgehen. Ich betrachte es (bei uns Zuhause) als eine Art Rollenspiel, weil mein Mann sich sehr bewusst ist, dass er nicht durch die Kleidung einfach so als sie durchgeht. Aber wenn ich Zuhause nur noch Svenja hätte, würde ich damit ein Problem haben. Da bin ich ehrlich.
So, habe fertig ...
Mary
Auch die Frage was Weiblichkeit ausmacht, ist ein Thema. Ich persönlich halte mich da lieber zurück, weil es hier dann oft darum geht,was nach außen transportiert wird (bis zu einem gewissen Punkt verständlich, wenn die äußere Erscheinung männlich angelegt ist). Dennoch hat Weiblichkeit m.E. nichts mit Kleidung zu tun. Kleidung ist unsere Sozialisation, eine Rüschenbluse ist nur deshalb weiblich,weil wir sie dazu gemacht haben. Es geht also darum, was mir Freude macht zu tragen und ob es von der Gesellschaft akzeptiert wird. Das ist bei Transfrauen natürlich anders, aber da sehe ich hier im Forum auch,dass Transfrauen mit dem Thema Kleidung anders umgehen. Grundsätzlich sind Definitionen ein Ausdruck der Gesellschaft in der wir leben. Und weiblich oder männlich ist eine Umschreibung unserer körperlichen Merkmale (und auch hier ist nicht alles binär, klar).
Aber das größere Thema, dass die meisten Partnerinnen umtreibt, ist doch der Komplex der Heimlichkeiten und Lügen. Natürlich ist es nicht einfach, dieses Thema zu besprechen,weil unsere Sozialisation und unsere Gesellschaft sind wie sie sind. Dennoch ist es schwer zu ertragen,wenn so ein Doppelleben auffliegt und dann auch noch hier schön geredet wird. Auch wenn es viele Erklärungen dafür gibt.
Und ganz wesentlich ist der Punkt,dass wir einen Mann geheiratet haben, und diesen auch behalten wollen. Insofern zieht dieses Argument nicht, dass der Mensch doch derselbe ist, man eine weitere Facette hinzugewinnt, etc etc. Nein, das ist eine extreme Wandlung in der Beziehung, die man nicht einfach erkennen und akzeptieren und zur Tagesordnung übergehen kann. Sicher nicht, wenn die neue Frau einen größeren Raum in der Beziehung einnehmen will. Das muss besprochen werden, und ist etwas an dem beide Partner arbeiten müssen. Und an diesem Punkt kann eine Beziehung auch zerbrechen.
Wenn der Partner trans ist, kommt natürlich die Frage hinzu, ob ich mir dann als Resultat eine lesbische Beziehung vorstellen kann. Ist der Partner CD bekomme ich auf einmal ein Frauenbild transportiert, dass zumindest in der Außenwirkung sehr rückwärts gewandt ist. So ist mein Eindruck. Es wird ein extremes Frauenbild "gespielt", dass mit der Realität der meisten Frauen wenig gemein hat - halterlose Strümpfe, Miniröcke, High Heels die als Waffe durchgehen. Ich betrachte es (bei uns Zuhause) als eine Art Rollenspiel, weil mein Mann sich sehr bewusst ist, dass er nicht durch die Kleidung einfach so als sie durchgeht. Aber wenn ich Zuhause nur noch Svenja hätte, würde ich damit ein Problem haben. Da bin ich ehrlich.
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Re: Mein Freund ist CD und ich bin maßlos überfordert
Hallo Mary,Mary hat geschrieben: Fr 25. Mär 2022, 09:55 Ist der Partner CD bekomme ich auf einmal ein Frauenbild transportiert, dass zumindest in der Außenwirkung sehr rückwärts gewandt ist. So ist mein Eindruck. Es wird ein extremes Frauenbild "gespielt", dass mit der Realität der meisten Frauen wenig gemein hat - halterlose Strümpfe, Miniröcke, High Heels die als Waffe durchgehen.
vielen Dank für deine offenen und ehrlichen Worte
Auch wenn nicht jede diese Meinung teilt, ist mir das als CD auch schon aufgefallen. Bei einigen der Treffen der SHG ist dies immer wieder anzutreffen. Natürlich ist es sehr schwierig die betreffende Person darauf anzusprechen. Es wird leider immer wieder (nicht von allen) ein extrem überzogenes Frauenbild wiedergegeben. Hier im Forum wird häufig der Tipp gegeben, sich an den Frauen in "freier Wildbahn"
Liebe Grüße
Tom
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Marit
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Re: Mein Freund ist CD und ich bin maßlos überfordert
Hallo Sirenala,Sirenala hat geschrieben: Do 24. Mär 2022, 22:15 So. An die Partnerinnen, ich freu mich über Austausch, wenn ihr mir ne PN schickt freu ich mich
Ansonsten"¦
Läuft es bei uns richtig richtig gut.
schade, ich bin keine Partnerin, aber sehr an dem Thema interessiert, weil ich selbst eine habe, die mir nach zwei Jahren gesagt hat, dass es für sie doch nicht so einfach ist. Daher habe ich hier mitgelesen und mich aber mit Kommentaren zurückgehalten. Deine Haltung verstehe ich, weil meine Partnerin Heimlichtuerei auch nicht leiden kann und ich versuche immer ehrlich zu sein, auch wenn es manchmal sehr schwer fällt.
Ich freue mich für euch, dass ihr einen guten Weg gefunden habt und eure Partnerschaft sozusagen neu erfindet.
Hallo Mary,Mary hat geschrieben: Fr 25. Mär 2022, 09:55 Wenn der Partner trans ist, kommt natürlich die Frage hinzu, ob ich mir dann als Resultat eine lesbische Beziehung vorstellen kann. Ist der Partner CD bekomme ich auf einmal ein Frauenbild transportiert, dass zumindest in der Außenwirkung sehr rückwärts gewandt ist. So ist mein Eindruck. Es wird ein extremes Frauenbild "gespielt", dass mit der Realität der meisten Frauen wenig gemein hat - halterlose Strümpfe, Miniröcke, High Heels die als Waffe durchgehen.
die Frage der lesbischen Beziehung hatten wir auch und keine befriedigende Antwort. Da unsere Beziehung meine Transition überdauert hat, gibt es dafür einfach keine Schublade. Und da meine Partnerin ihre sexuelle Orientierung nicht geändert hat, ist sie wohl nach wie vor nicht lesbisch, auch wenn sie nun in einer WG mit ihrer besten Freundin lebt.
Dass viele der Teilzeit-Ladies einen übertrieben weiblichen Stil an den Tag legen, hat vielleicht damit zu tun, dass die eventuell sichtbare Männlichkeit mit möglichst vielen weiblichen Symbolen überkompensiert werden soll. Je mehr mein Körper weiblich wird, desto weniger davon brauche ich. Inzwischen trage ich sogar wieder Hosen(!), einfach um nicht im Rock in Situationen aufzufallen, wo keine Frau einen Rock trägt. Das ist eben ein Lernprozess und für jede ist der Weg etwas anders. Demnächst werde ich mir endlich einmal Absatzschuhe zulegen, bisher war bei 4cm Schluss. Ich finde, als Frau muss man das irgendwann einmal probieren und ich freue mich schon drauf.
Liebe Grüße von Marit
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Mary
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Re: Mein Freund ist CD und ich bin maßlos überfordert
Marit schreibt:
"Dass viele der Teilzeit-Ladies einen übertrieben weiblichen Stil an den Tag legen, hat vielleicht damit zu tun, dass die eventuell sichtbare Männlichkeit mit möglichst vielen weiblichen Symbolen überkompensiert werden soll."
Guten Morgen Marit,
Das ist mir bewusst und ich habe es ja auch so formuliert. Dennoch fühlt es sich komisch an, die meisten cisFrauen wollen so nicht mehr (ständig) rumlaufen. Es erinnert an eine Zeit, in der Frauen für Haus und Küche zuständig waren und als hübsches Anhängsel herhielten. Und zusätzlich könnt natürlich die Frage auf, ob wir dann auch so rumlaufen sollen, um für ihn/sie attraktiv zu sein. Es brodeln eine ganze Menge Fragen hoch, die erstmal sortiert werden wollen und für die dann eine Antwort gefunden werden will ...
Liebe Grüße
Mary
"Dass viele der Teilzeit-Ladies einen übertrieben weiblichen Stil an den Tag legen, hat vielleicht damit zu tun, dass die eventuell sichtbare Männlichkeit mit möglichst vielen weiblichen Symbolen überkompensiert werden soll."
Guten Morgen Marit,
Das ist mir bewusst und ich habe es ja auch so formuliert. Dennoch fühlt es sich komisch an, die meisten cisFrauen wollen so nicht mehr (ständig) rumlaufen. Es erinnert an eine Zeit, in der Frauen für Haus und Küche zuständig waren und als hübsches Anhängsel herhielten. Und zusätzlich könnt natürlich die Frage auf, ob wir dann auch so rumlaufen sollen, um für ihn/sie attraktiv zu sein. Es brodeln eine ganze Menge Fragen hoch, die erstmal sortiert werden wollen und für die dann eine Antwort gefunden werden will ...
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Marit
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Re: Mein Freund ist CD und ich bin maßlos überfordert
Hallo Mary,Mary hat geschrieben: Sa 26. Mär 2022, 09:00 Dennoch fühlt es sich komisch an, die meisten cisFrauen wollen so nicht mehr (ständig) rumlaufen. Es erinnert an eine Zeit, in der Frauen für Haus und Küche zuständig waren und als hübsches Anhängsel herhielten. Und zusätzlich könnt natürlich die Frage auf, ob wir dann auch so rumlaufen sollen, um für ihn/sie attraktiv zu sein. Es brodeln eine ganze Menge Fragen hoch, die erstmal sortiert werden wollen und für die dann eine Antwort gefunden werden will ...
Ich versuche mal eine Antwort aus meiner Perspektive, eine andere habe ich nicht:
Kleidung und gesellschaftliche Rolle würde ich nicht koppeln. Aktuelles Beispiel: Frau Baerbock. Könnte von der Kleidung her die nette Ehefrau des Außenministers sein"¦
Jede sollte sich so anziehen, wie sie sich am wohlsten fühlt. Wenn es eben Jeans und T-Shirt sind, ist es OK. Als Mann hatte ich mir immer gewünscht, meine Partnerin würde sich etwas femininer kleiden, doch das ist eben nicht ihr Stil. Ich habe das akzeptiert und sie muss nun damit leben, dass ich sie in dieser Beziehung rechts überholt habe.
Ich genieße es jetzt, etwas weiblicher daherzukommen als der Durchschnitt, das ist meine Wohlfühlzone. Kleider machen Leute und verschaffen Respekt. Warum laufen wohl manche Männer so gerne im Anzug herum?
Hab noch einen schönen Tag und sei herzlich gegrüßt!
Marit
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Mary
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Re: Mein Freund ist CD und ich bin maßlos überfordert
Marit, ich persönlich habe da kein Problem mit. Ich habe das abgekoppelt von meiner persönlichen Meinung geschrieben.
Aber: Kleidung hat eine ganze Menge mit der gesellschaftlichen Rolle zu tun. Zum einen sortieren wir unbewusst sofort ein (sollte nicht, klar, wir tun es aber trotzdem) und was das überweibliche Bekleiden angeht: Glaube mir, dass die meisten Frauen da eine sehr explizite Meinung zu haben. Und das Männer ebenfalls viele Schubladen haben, in der man landen kann. Das sollte sich jede(r) bewusst machen.
Über Frau Baerbocks Kleidungsstil habe ich mir noch nie Gedanken gemacht
Auch dir einen schönen Tag und herzliche Grüße
Mary
Aber: Kleidung hat eine ganze Menge mit der gesellschaftlichen Rolle zu tun. Zum einen sortieren wir unbewusst sofort ein (sollte nicht, klar, wir tun es aber trotzdem) und was das überweibliche Bekleiden angeht: Glaube mir, dass die meisten Frauen da eine sehr explizite Meinung zu haben. Und das Männer ebenfalls viele Schubladen haben, in der man landen kann. Das sollte sich jede(r) bewusst machen.
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Michi
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Re: Mein Freund ist CD und ich bin maßlos überfordert
Hallo Mary,Mary hat geschrieben: Sa 26. Mär 2022, 09:00 Dennoch fühlt es sich komisch an, die meisten cisFrauen wollen so nicht mehr (ständig) rumlaufen. Es erinnert an eine Zeit, in der Frauen für Haus und Küche zuständig waren und als hübsches Anhängsel herhielten.
ich bin zwar keine Partnerin, und habe mich deswegen bisher zurückgehalten.
Über das Kleiderthema habe ich auch schon mit meiner liebsten Frieda gesprochen, und wir sind uns da auch nicht immer 100% einig. Ihrer Meinung nach trage ich als Frau zu wenig schwarz. Optimal wäre für sie schwarz in Kombination mit einer Variation von schwarz.
Aber Spaß beiseite .. ich sehe das Problem, dass nicht alle deine Fragen von Partnerinnen beantwortbar sein werden .. z.B. das Kleiderthema.
Ich könnte es mir ganz einfach machen, und sagen, dass doch gerade die sehr beliebten Miniröcke ein Symbol der Freiheit und Unabhängigkeit der Frau vom Mann sind, also das Gegenteil dessen, an was du dich erinnert fühlst. Wobei du doch deutlich jünger bist, und nicht mit diesem 1950er-Jahre-Klischee sozialisiert wurdest.
Aber dieses "einfach-machen" liegt mir nicht, und meiner Frieda habe ich das so zu erklären versucht:
Ich als Teilzeitfrau habe 1 bis höchstens 2 Mal im Monat (in den letzten 2 Jahren sogar deutlich weniger) die Gelegenheit. Warum sollte ich mir bei diesen selten Gelegenheiten, in denen ich den sonst unterdrückten Teil von mir mal auslebe, wieder dieselben Beschränkungen auferlegen, mit denen ich schon in der ganzen übrigen Zeit lebe? Habe ich nicht das Recht dazu, mich mal bissel aufzubrezeln? Cis-Frauen machen das doch genau so, wenn ihnen danach ist, und sich die Möglichkeit bietet.
Als Teilzeitfrau beobachte ich selbstverständlich die Frauen. Und da sehe ich nicht nur Hosen, im Gegenteil beobachte ich, dass der Anteil an Röcken und Kleidern in den letzten Jahren wieder leicht zugenommen hat. Meine Kolleginnen tragen vorwiegend im Sommer Röcke und Kleider. Eine kommt aber auch im Winter 2-3 Mal im Monat im Mini+Strumpfhose und Schaftstiefeln (im Sommer zumeist Maxiröcke und -kleider), und selbst die eine jüngere Kollegin, die das für sich noch vor 2-3 Jahren strikt abgelehnt hat, sah ich letzten Sommer wiederholt im Rock.
Würde ich Vollzeit als Frau leben, wäre das bei mir sicherlich genau so, dass ich nicht andauernd Röcke tragen würde.
Wo also soll der Unterschied sein?
Ich denke, der kommt daher, dass man mich als Teilzeitfrau in zwei getrennte Personen aufspaltet, die völlig isoliert betrachtet werden. Da ist der Mann, der sowieso nichts anderes anzuziehen hat, und dann die Frau, die in der wenigen Zeit ihrer Sichtbarkeit dahingehend bewertet wird, dass sie sich nicht dem Diktat der Mehrheit unterwerfen mag, in dieser wenigen Zeit zu 98% Hosen "tragen zu müssen", um als "richtige Frau" durchzugehen.
Liebe Grüße
Michi
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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Blossom
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Re: Mein Freund ist CD und ich bin maßlos überfordert
Deine Frau hat Ahnung, denn ich weiß aus eigener Erfahrung, dass Schwarz nicht gleich Schwarz ist. Du ahnst gar nicht, wie viele Nuancen es da gibt ... hihiMichiWell hat geschrieben: Sa 26. Mär 2022, 15:06 Ihrer Meinung nach trage ich als Frau zu wenig schwarz. Optimal wäre für sie schwarz in Kombination mit einer Variation von schwarz.![]()
Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
Billie Jean King (*1943)
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Re: Mein Freund ist CD und ich bin maßlos überfordert
Doch .. da hab ich schon eine Vorstellung davon. Ich kombiniere sie nur lieber mit etwas anderem als mit schwarz.Blossom hat geschrieben: Sa 26. Mär 2022, 15:09 Du ahnst gar nicht, wie viele Nuancen es da gibt ... hihi
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Re: Mein Freund ist CD und ich bin maßlos überfordert
Hi Michi,..alles was du schreibst, habe ich keineswegs bestritten und ja selbst auch in die Richtung beschrieben. Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, was Partnerinnen bewegt, die unerwartet mit den Vorlieben ihrer Männer konfrontiert werden. Und natürlich verstehe ich als Mary, dass das Weiblichsein voll ausgekostet werden will. Aber dort entsteht ja exakt das "Problem".
Nix für ungut und liebe Grüße
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Re: Mein Freund ist CD und ich bin maßlos überfordert
Hallo Mary,Mary hat geschrieben: Sa 26. Mär 2022, 16:04 Hi Michi,..alles was du schreibst, habe ich keineswegs bestritten und ja selbst auch in die Richtung beschrieben. Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, was Partnerinnen bewegt, die unerwartet mit den Vorlieben ihrer Männer konfrontiert werden.
vorab möchte ich noch ergänzen, dass ich zwar mit dem Zitat auf deinen Post von heute 9:00 reagiert habe, meine Antwort aber auch der von gestern 9:55 eingeschlossen hat. Sorry, dass ich versäumt habe, explizit darauf hinzuweisen.
Sorry, doch ich hatte nicht den Eindruck, dass du in die selbe Richtung wie ich geschrieben hast. Vielmehr habe ich Unverständnis wahrgenommen. Deiner Meinung nach leben die Nicht-Vollzeit lebenden Betroffenen überzogen und falsch aus. Dazu hattest du dich auch noch der Bestätigung durch die "TS-Gruppe" versichert, indem du ihnen attestiert hattest, dass sie sich TS im Gegensatz zu den anderen so wie die "richtigen" Frauen kleiden würden.
Die Aussage kann ich nicht einordnen. Bezieht sich das auf deine vorherigen Beiträge, oder auf meine Antwort?Mary hat geschrieben: Sa 26. Mär 2022, 16:04 Und natürlich verstehe ich als Mary, dass das Weiblichsein voll ausgekostet werden will. Aber dort entsteht ja exakt das "Problem".
Liebe Grüße
Michi
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Re: Mein Freund ist CD und ich bin maßlos überfordert
Hi Michi,
und ich habe hier grade den Eindruck, als wolle man mich nicht verstehen.... Es ist ein etwas mühsame Diskussion in zwei bis drei Threads.
Was ich berichte, bezieht sich darauf, was Partnerinnen wahrnehmen. Und das ist, gerade bei den Teilzeit-Frauen, also CDs, eine sehr plakative Weiblichkeit. Das ist nachvollziehbar, weil nur auf diesem Weg ein Ausleben dessen möglich ist, was man zum Ausdruck bringen möchte, nämlich weiblich gelesen werden.
Für die Partnerin ist es aber aus verschiedenen Gründen problematisch. Weil sie sich mit einem rückwärts gewandten Frauenbild konfrontiert sehen, weil sie glauben können, nicht weiblich genug für ihren Mann zu sein, weil sie Weiblichkeit nicht über Kleidung definiert haben möchten.... Das hat nichts damit zu tun, was der CD selbst beabsichtigt. Und schon gar nichts mit richtig oder falsch.
Und ich habe nur meiner Wahrnehmung nach hinzugefügt, dass dies bei Transfrauen, die offen leben, nicht mehr so ist, weil diese einfach in der Masse mitschwimmen möchten.
Ich hoffe, dass es nun deutlich ist.
Habt einen schönen Sonntag!
und ich habe hier grade den Eindruck, als wolle man mich nicht verstehen.... Es ist ein etwas mühsame Diskussion in zwei bis drei Threads.
Was ich berichte, bezieht sich darauf, was Partnerinnen wahrnehmen. Und das ist, gerade bei den Teilzeit-Frauen, also CDs, eine sehr plakative Weiblichkeit. Das ist nachvollziehbar, weil nur auf diesem Weg ein Ausleben dessen möglich ist, was man zum Ausdruck bringen möchte, nämlich weiblich gelesen werden.
Für die Partnerin ist es aber aus verschiedenen Gründen problematisch. Weil sie sich mit einem rückwärts gewandten Frauenbild konfrontiert sehen, weil sie glauben können, nicht weiblich genug für ihren Mann zu sein, weil sie Weiblichkeit nicht über Kleidung definiert haben möchten.... Das hat nichts damit zu tun, was der CD selbst beabsichtigt. Und schon gar nichts mit richtig oder falsch.
Und ich habe nur meiner Wahrnehmung nach hinzugefügt, dass dies bei Transfrauen, die offen leben, nicht mehr so ist, weil diese einfach in der Masse mitschwimmen möchten.
Ich hoffe, dass es nun deutlich ist.
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Zita
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Re: Mein Freund ist CD und ich bin maßlos überfordert
Hallo Mary,Mary hat geschrieben: So 27. Mär 2022, 07:09 [ ... ] Für die Partnerin ist es aber aus verschiedenen Gründen problematisch. Weil sie sich mit einem rückwärts gewandten Frauenbild konfrontiert sehen, weil sie glauben können, nicht weiblich genug für ihren Mann zu sein, weil sie Weiblichkeit nicht über Kleidung definiert haben möchten....
als erstes möchte ich sagen, ich verstehe sehr gut, was Du ausdrücken möchtest. Zu dem "nicht weiblich genug für ihren Mann zu sein" kann ich (natürlich nur aus meiner subjekiven Sicht) sagen, dass es bei mir genau umgekehrt war. Solange ich mir meine eigenen Trans-Eigeneschaften nicht eingestanden hatte, da hatte ich tatsächlich so ein Gefühl, dass mir meine Frau nicht "weiblich genug war". Ich sah all die Möglichkeiten, die Frauen haben sich weiblich zu präsentieren. Meine Frau ist aber mehr der burschikose Typ und konnte mit Kleidchen und High-Heels nie was anfangen. Ich spürte da dann einerseits Frust, Neid und Zorn auf meine Frau und gleichzeitig fühlte ich mich schuldig wegen genau dieser Gefühl und machte mir Selbstvorwürfe dafür, was ich doch für ein machomäßiges Arschlosch sei, das ich meine Frau so auf Äußerlichkeiten reduziere.
Ab dem Moment, wo ich mir selbst eingestand und mir erlaubte, das ICH Kleichchen und High-Heels tragen wollte, verstand ich, dass mein Zorn darüber, dass meine Frau meistens eher burschikos auftritt, eine reine Projektion eigener Wünsche war. Und damit verschwand auch all mein Frust, Neid und Zorn. Ab diesem Moment konnte ich auch erst meine Frau wirklich annehmen, als den Menschen der sie ist. Es war also nicht so, dass mein Crossdressen ausdrückt, dass mir ihre Weiblichkeit nicht genug ist. Erst durch mein Crosdressen, ist es mir möglich geworden, ihre Weiblichkeit, ihr Mensch-sein, als für mich in unserer Beziehung genau richtig wahrzunehmen.
Liebe Grüße
Zita
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Michi
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Re: Mein Freund ist CD und ich bin maßlos überfordert
Hallo Mary,Mary hat geschrieben: So 27. Mär 2022, 07:09 Hi Michi,
und ich habe hier grade den Eindruck, als wolle man mich nicht verstehen....
keine Sorge, das habe ich längst wahrgenommen, welchen Eindruck du hast. Ich möchte wirklich keine Wertung über dich abgeben und auch nicht überheblich klingen, doch um hier wenigstens den Versuch einer Klärung unternehmen zu können, muss ich dir sagen können, dass du in deiner Entwicklung wohl noch nicht so weit bist, mich verstehen zu können. Noch beschäftigt du dich zu sehr mit dem Zustand des Leidens, der Enttäuschung, Wut und der daraus resultierenden Verbitterung. Und da kann dich auch niemand heraus holen, außer du selbst. Es hilft dir auch nicht weiter, über das Leid anderer Partnerinnen zu schreiben, und so vielleicht eine Gruppe von Leidensgenossinnen aufzubauen. Höchstens die Reibung mit anderen kann dir helfen, dir selbst zu helfen, voran zu kommen. Ich spreche da aus eigener Erfahrung, und auch von meinen Beobachtungen, die ich bei anderen Partnerinnen machen konnte.
Das magst du so empfinden. Es ist aber notwendig, weil alles in einem Thread zu diskutieren, das Ganze nur noch mühsamer machen würde.Mary hat geschrieben: So 27. Mär 2022, 07:09 Es ist ein etwas mühsame Diskussion in zwei bis drei Threads.
Das möchte ich etwas korrigieren: Was du schreibst, bezieht sich in erster Linie auf das, was du empfindest, und darauf, was einige Partnerinnen berichten, die sich hier anmelden, weil sie Probleme damit haben. Und da nimmst du vor allem wahr, was deinem Empfinden entspricht. Das mag menschlich sein, ändert aber nichts daran, dass die anderen Partnerinnen, die damit zurecht kommen, hier größtenteils gar nicht bzw. nicht mehr in Erscheinung treten. Das solltest du dir bitte bewusst machen.Mary hat geschrieben: So 27. Mär 2022, 07:09 Was ich berichte, bezieht sich darauf, was Partnerinnen wahrnehmen.
Mit dieser Aussage wirst du aus Unwissenheit heraus übergriffig. Bitte beschäftige dich erst mal mit den Begriffen, dann sprichst du vielleicht nicht mehr solche falschen Verallgemeinerungen aus. Mag sein, dass der Begriff CD zuweilen lax gebraucht wird. Er bedeutet erst einmal nur das sogenannte "Tragen gegengeschlechtlicher Kleidung", ohne eine Aussage über die dahinter steckende Motivation. Und diese Motivationen sind vielfältig, können Fetisch, Rollenspiel, Emanzipation, ... sein. Was die Motivation eures eigenen Partners ist, dass solltet ihr erst einmal in Erfahrung bringen, und versuchen, frei von Wertung verstehen zu wollen.Mary hat geschrieben: So 27. Mär 2022, 07:09 Und das ist, gerade bei den Teilzeit-Frauen, also CDs, eine sehr plakative Weiblichkeit.
Und falls du dir mal die Mühe machen möchtest, dich dafür zu interessieren, mit wem du hier gerade schreibst: Ich fühle mich nicht als Mann, kann dementsprechend kein CD sein. Dass ich so lebe, wie ich es bisher lebe, ist der Tatsache geschuldet, dass ich bisher keine Vorstellung habe, ob und was ich wie ändern will. Und anders als von den Gegnern des selbstbestimmten Geschlechtseintrags behauptet, will ich meine amtliche Geschlechtsidentität nicht nach Lust und Laune wechseln, sondern nur dann, wenn ich für mich Klarheit gefunden habe.
Richtig, es hat nichts mit dem Partner zu tun. Die Probleme machst du dir selbst, und es ist die Gesellschaft, die dir diese Sichtweise aufdrückt, dass es rückwärts gewandt sei, wenn man sich so kleidet .. alternativ nuttig, pervers und was noch alles. Dein Partner spiegelt dir also lediglich deine Denkweise.Mary hat geschrieben: So 27. Mär 2022, 07:09 Für die Partnerin ist es aber aus verschiedenen Gründen problematisch. Weil sie sich mit einem rückwärts gewandten Frauenbild konfrontiert sehen, weil sie glauben können, nicht weiblich genug für ihren Mann zu sein, weil sie Weiblichkeit nicht über Kleidung definiert haben möchten.... Das hat nichts damit zu tun, was der CD selbst beabsichtigt. Und schon gar nichts mit richtig oder falsch.
Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass du mich mit der Zeit verstehen lernst.
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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Re: Mein Freund ist CD und ich bin maßlos überfordert
Ich beende das hier, weil ich mir das nicht sagen lassen muss. Und ich bin zu gut erzogen, hier meine Meinung kund zu tun.
Wenn dir das Leben in den Hintern tritt, nutze den Schwung um vorwärts zu kommen....