Medizinische Details (Subforum Detransition) - # 2
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ChristinaF
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Re: Medizinische Details (Subforum Detransition)
Ich finde, dass die Frage nicht leicht zu beantworten ist. Abgesehen von den bereits physischen Vorgängen während einer HRT (Mann zu Frau), die so oder so irreversible Tatsachen schafft, wirft sich die Frage nach den psychischen Wirkungen auf. Ich stelle es mir für eine Person, die diesen Weg einschlagen möchte, sehr sehr schwer vor. Dann weiter die Umwelt. Wie reagieren meine Mitmenschen? Und wie reagieren sie weiter, wenn die eingangs angestrebte Detransition möglicherweise wieder rückgängig gemacht werden will. Fragen über Fragen.
Liebe Grüße
Christina
Liebe Grüße
Christina
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Anne-Mette
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Re: Medizinische Details (Subforum Detransition)
Moin,
das wirft mal wieder die Frage auf, ob es dann Frau oder Mann "sein muss" oder ob Leben als nichtbinärer Mensch besser und gesünder sein kann und dadurch auch eine mögliche "vollkommene Detransition" (soweit das möglich ist) zu vermeiden ist. Es ist nämlich die Frage, wenn es nach der Detransition immer noch nicht "das Richtige" ist, was dann?
Ich weiß, das wird nicht für viele/alle Menschen zutreffen; aber ein Leben in beiden Geschlechtern oder "zwischen den Geschlechtern" oder "in meinem eigenen Geschlecht" scheint durchaus positive Aspekte zu haben.
Gerade bei sehr jungen Menschen halte ich es für problematisch, sich oder sie auf ein Geschlecht festzulegen, ohne über Optionen nachzudenken.
Gruß
Anne-Mette
das wirft mal wieder die Frage auf, ob es dann Frau oder Mann "sein muss" oder ob Leben als nichtbinärer Mensch besser und gesünder sein kann und dadurch auch eine mögliche "vollkommene Detransition" (soweit das möglich ist) zu vermeiden ist. Es ist nämlich die Frage, wenn es nach der Detransition immer noch nicht "das Richtige" ist, was dann?
Ich weiß, das wird nicht für viele/alle Menschen zutreffen; aber ein Leben in beiden Geschlechtern oder "zwischen den Geschlechtern" oder "in meinem eigenen Geschlecht" scheint durchaus positive Aspekte zu haben.
Gerade bei sehr jungen Menschen halte ich es für problematisch, sich oder sie auf ein Geschlecht festzulegen, ohne über Optionen nachzudenken.
Gruß
Anne-Mette
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Andrea aus Sachsen
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Re: Medizinische Details (Subforum Detransition)
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Ich nehme täglich 5mg, aber nur zyklisch (15 Tage Einnahme / 15 Tage Pause).
Diese Frage kann ich für mich klar mit "nein" beantworten. Wenn da die Angst vor der OP nicht wäre, hätte sich die Sache für mich wohl längst erledigt.Elizabeth hat geschrieben: Mi 23. Dez 2020, 23:45 Auf Dauer macht frau sich natürlich Gedanken: will ich die Dinger noch?
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
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Jaddy
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Re: Medizinische Details (Subforum Detransition)
Ob genau Mann oder Frau oder eher eine persönliche Mischung zwischen oder ausserhalb hängt nicht nur von der eigenen Befindlichkeit ab. Es ist wie bei bi-, pan- und polysexuellen Menschen auch: Uneindeutigkeit wird von anderen häufig als "nur noch nicht entschieden" gewertet. "Du hast eben noch nicht d richtige gefunden", "du bist ja wahllos", "das gibts doch gar nicht", "aber du musst doch eine Vorzugsrichtung haben", "also eigentlich bist du aber doch..." und immer wieder der Versuch, dieses "eigentlich" aus Indizien zu schliessen: "das ist jetzt aber besonders {"hetero", "homo", "männlich", "weiblich", ...}".
Das macht es schon manchmal schwierig, mit der eigenen Art rauszukommen, das Unwohlsein und den Wunsch nach anderem Umgang zu äussern.
Ein besonderer Knackpunkt scheint die Entkopplung von Körper und Gender zu sein. Hauptsächlich für binäre Menschen, aber unter Enbys selbst auch. Wir sind unglaublich tiefsitzend konditioniert, mit Körper und Präsentation genau zwei Gender zu verknüpfen. Nur bestimmte Features ändern zu wollen - Bart? Name? Brust? Anrede? Genital? - ohne gleich das ganze Paket zu nehmen, nicht "ganz Mann/Frau werden" zu wollen, ist für sehr viele Menschen quasi undenkbar. Wieder das Beispiel Nele und der Beitrag der butch dyke letztens, die nach der krebsbedingten Mastektomie ganz bestimmt keine Rekonstruktion haben wollte.
Einige hier kennen es als passing problem. Die bei anderen merkbare Irritation während der Transition oder wenn bestimmte Änderungen nicht so erfolgreich sind. Es ist noch einmal "anders kompliziert", wenn ein selbst mit sich zufrieden ist, nur ständig erklären muss/soll, dass das so gewollt ist und ein nicht "eigentlich" eines der binären Körper/Erscheinungsklischees anstrebt.
Eigentlich... kann ich das Enby-sein nicht empfehlen. Wenn du binär gelesen wirst, gehst du unter, wirst misgendert und nicht wahr- oder ernst genommen. Wenn du uneindeutig gelesen wirst, bist du Freak, fällst immer auf, bietest die maximale Zielscheibe, bist quasi immer die eigene Mini-Demo und unter ständiger Beobachtung. Aber es ist eben wie bei jeder Form von trans-ness: Ab einem gewissen Punkt geht es nicht anders.
Folgerung: Nicht trans sein ist das Problem, sondern der Konflikt mit der cis Welt. Enbys haben nur das zusätzliche Problem, wie bisexuelle in queer spaces, sich auch innerhalb der trans Community gegen die binären Erwartungen wehren zu müssen.
Das macht es schon manchmal schwierig, mit der eigenen Art rauszukommen, das Unwohlsein und den Wunsch nach anderem Umgang zu äussern.
Ein besonderer Knackpunkt scheint die Entkopplung von Körper und Gender zu sein. Hauptsächlich für binäre Menschen, aber unter Enbys selbst auch. Wir sind unglaublich tiefsitzend konditioniert, mit Körper und Präsentation genau zwei Gender zu verknüpfen. Nur bestimmte Features ändern zu wollen - Bart? Name? Brust? Anrede? Genital? - ohne gleich das ganze Paket zu nehmen, nicht "ganz Mann/Frau werden" zu wollen, ist für sehr viele Menschen quasi undenkbar. Wieder das Beispiel Nele und der Beitrag der butch dyke letztens, die nach der krebsbedingten Mastektomie ganz bestimmt keine Rekonstruktion haben wollte.
Einige hier kennen es als passing problem. Die bei anderen merkbare Irritation während der Transition oder wenn bestimmte Änderungen nicht so erfolgreich sind. Es ist noch einmal "anders kompliziert", wenn ein selbst mit sich zufrieden ist, nur ständig erklären muss/soll, dass das so gewollt ist und ein nicht "eigentlich" eines der binären Körper/Erscheinungsklischees anstrebt.
Eigentlich... kann ich das Enby-sein nicht empfehlen. Wenn du binär gelesen wirst, gehst du unter, wirst misgendert und nicht wahr- oder ernst genommen. Wenn du uneindeutig gelesen wirst, bist du Freak, fällst immer auf, bietest die maximale Zielscheibe, bist quasi immer die eigene Mini-Demo und unter ständiger Beobachtung. Aber es ist eben wie bei jeder Form von trans-ness: Ab einem gewissen Punkt geht es nicht anders.
Folgerung: Nicht trans sein ist das Problem, sondern der Konflikt mit der cis Welt. Enbys haben nur das zusätzliche Problem, wie bisexuelle in queer spaces, sich auch innerhalb der trans Community gegen die binären Erwartungen wehren zu müssen.
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ExuserIn-2022-03-18
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Re: Medizinische Details (Subforum Detransition)
Hallo Andrea, du kannst auch erstmal nur die Orchiektomie machen lassen. Das ist im Vergleich zur GaOP ein vergleichsweise sehr kleiner Eingriff.Andrea aus Sachsen hat geschrieben: Do 24. Dez 2020, 11:45 Diese Frage kann ich für mich klar mit "nein" beantworten. Wenn da die Angst vor der OP nicht wäre, hätte sich die Sache für mich wohl längst erledigt.
Ich hab mir die Dinger 2018 beim Dr. Liedl wegmachen.
War nur eine Nacht im Krankenhaus. Aber wenn du sehr schmerzempfindlich bist, ist es auch nicht sooo ohne
Nur die Skrotumhaut solltest du auf jeden Falldran lassen für eine eventuelle spätere große GaOP, da du ansonsten Hauttransplantationen brauchst, da ja zum Teil die Schamlippen draus gemacht werden.
Vom Aussehem her ändert sich zwar nicht allzuviel, aber war ein besseres Körpergefühl und hat mir die Entscheidung erleichtert, ein Jahr später dann doch die große OP machen zu lassen.
Aber das ist nur meine persönliche Geschichte dazu.
LG Alexandra
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ExuserIn-2021-11-20
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Re: Medizinische Details (Subforum Detransition)
Hallo Alexandra, mich würde an dieser Stelle interessieren wie es Dir mit der Orchiektomie heute geht gerne auch als PN. Testosteron ist ja nicht nur als sexual Hormon aktiv sondern, soweit ich weiß, hat es auch mit der Regeneration und dem Imunsystem Verbindungen, kannst Du da was zu berichten?-Alexandra- hat geschrieben: Fr 1. Jan 2021, 18:09 ch hab mir die Dinger 2018 beim Dr. Liedl wegmachen.
Wär ganz lieb von Dir
Grüsse
Stefanie
[Beitrag editiert: Autorin des Zitates korrigiert]
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