Helgas Thesen
Helgas Thesen - # 6

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ExUserIn-2026-04-08
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Re: Helgas Thesen

Post 76 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Wally hat geschrieben: Mi 29. Sep 2021, 11:40 Keine einzige dieser Emotionen ist so sehr geschlechtsspezifisch, dass wir allein daran das "psychische Geschlecht" festmachen könnten; aber in der Summe ergeben sie dann eben doch ein geschlechtlich sehr spezifisches, unterschiedliches "Gefühlskostüm", obwohl es ein einzelnes, klar und eindeutig als männlich oder weiblich identifizierbares Gefühl m.E. gar nicht gibt.
Hi Wally,

Message angekommen. Den Gedanken finde ich faszinierend. Ich würde das wie Nicole mit "Gefühlsmosaik" beschreiben. Der einzelne Stein sagt nichts, sondern erst die Gesamtschau gibt das Bild. Das passt jedenfalls auch zu Hirnforschung, wenn man es daran festmachen will. Dort lassen sich ja auch nur einzelne Tendenzen festmachen ohne eine konkrete Aussage über männlich/weiblich zu machen. Es ist zumindest ein brauchbares Modell für mich, mit dem ich weiterdenken kann.
Viele Grüße
Vicky

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Lavendellöwin
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Re: Helgas Thesen

Post 77 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Vicky_Rose hat geschrieben: Do 30. Sep 2021, 12:03
Wally hat geschrieben: Mi 29. Sep 2021, 11:40 Keine einzige dieser Emotionen ist so sehr geschlechtsspezifisch, dass wir allein daran das "psychische Geschlecht" festmachen könnten; aber in der Summe ergeben sie dann eben doch ein geschlechtlich sehr spezifisches, unterschiedliches "Gefühlskostüm", obwohl es ein einzelnes, klar und eindeutig als männlich oder weiblich identifizierbares Gefühl m.E. gar nicht gibt.
Hi Wally,

Message angekommen. Den Gedanken finde ich faszinierend. Ich würde das wie Nicole mit "Gefühlsmosaik" beschreiben. Der einzelne Stein sagt nichts, sondern erst die Gesamtschau gibt das Bild. Das passt jedenfalls auch zu Hirnforschung, wenn man es daran festmachen will. Dort lassen sich ja auch nur einzelne Tendenzen festmachen ohne eine konkrete Aussage über männlich/weiblich zu machen. Es ist zumindest ein brauchbares Modell für mich, mit dem ich weiterdenken kann.
Oh...

da bin ich mir nicht wirklich sicher...

die Bindung zu dem Kind das du unter deinem Herzen trägst wenn du schwanger bist ist bestimmt
schon ein sehr speziell weiblicher Zustand..

Auch das Gefühl beim Sex (also eindringen und eindringen lassen) ist ein Unterschied..
das führe ich jetzt nicht aus..

lasst mich mal nachdenken..da gibt es schon noch mehr, was meinen die anderen die in beiden
Hormon"welten" gelebt haben...?

Alles Liebe Marie (flo)
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Helga
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Re: Helgas Thesen „ die Farbkleckstheorie

Post 78 im Thema

Beitrag von Helga »

Vielen Dank für die umfangreichen Posts!
In meinen Kopf braut sich eine Idee zusammen, die schwer in Worte zu fassen ist.
Geschlecht spielt sich auf zwei Ebenen ab. Zum einen die rein körperliche. Das ist die Ebene, auf der klassischerweise die Geschlechtszuordnung von außen stattfindet, die allen Variationen zum Trotz bei mehr als 90% aller Menschen relativ eindeutig ist.
Dann gibt es aber eine psychische Ebene. Auch auf dieser Ebene findet Geschlecht statt. Weiter vorne habe ich bereits geschrieben, dass ich den Ausdruck "Geschlechtsempfinden" eher unglücklich finde. Ich würde lieber von "geschlechtlicher Selbsteinordnung" reden. So wie andere uns anhand äußerlich wahrnehmbarer Kriterien in das binäre Geschlechtersystem einordnen, sortieren wir selbst uns dort auch ein. Die Kriterien sind teilweise die selben, teilweise sind sie aber für Andere garnicht wahrnehmbar und selbst für uns nur schwer bis garnicht zu benennen.
Wir haben in den vorangegangenen Posts viel über das Gehirn gelesen und vielleicht auch im Video gesehen. In anderen Posts war auch davon die Rede, dass ein bestimmtes Gen Transsexualität begünstigen würde. Ich verstehe durchaus, dass bei einigen der Wunsch nach einer absoluten, unumstößlichen und diagnostizierbaren Ursache besteht, die zwangsläufig zur Transsexualität führt. Die gibt es nach meiner Einschätzung aber nicht. Wenn Hormonchaos während der Schwangerschaft zur Transsexualit führt, dann müßten Zwillinge eigentlich immer cis- oder immer trans sein. Es gibt zwar einige Berichte über transgender Zwillinge, die diese These stützen würden, die relativ geringe Zahl lässt aber vermuten, dass es deutlich mehr Zwillingspaare gibt, die cis- und trans gemischt sind. Auch das Gen scheint mir nicht ganz plausibel. Gene sind vererblich. Ist TransX vererblich? Es mag Anhaltspunkte geben, aber im Zweifel wäre dies ein Gen, welches sich selbst ausrottet.
Ich vermute die Hintergründe sind wesentlich komplexer. Hormonchaos im Mutterleib mag eine Rolle spiele, Gene auch, natürchlich auch unsere Chromosomen, aber es sind noch wesentlich mehr Faktoren, die unsere geschlechtliche Selbsteinordnung bestimmen. Sozialisierung, Schlüsselerlebnisse, gespiegelte Außenwahrnehmung, körperliche Merkmale, Signale des Körpers, Identifikationsfiguren... .
Die Idee lässt sich am besten mit einem Bild beschreiben. Den Begriff "Mosaikstein" möchte ich hierfür nicht verwenden. Ein Mosaik fügt sich zusammen, was wir erleben läuft eher chaotisch ab:
Irgendwo in einer tieferen Bewusstseinsebene, tief genug, dass wir sie nicht aktiv beeinflusses können, aber nicht so tief, dass wir sie nicht ohne Tiefenpsychologie wahrnehmen könnten, gibt es eine große weiße Leinwand. Auf diese Leinwand werden (gegenstandslose) Farbkleckse geschleudert. Rote oder blaue. Sieht die Leinwand im Gesamtüberblick blau aus ist die geschlechtliche Selbstwahrnehmung männlich. Ergibt die Gesamtschau ein rotes Bild, ist die Selbstwahrnehmung weiblich.
Wenn ein Kind das Licht der Welt erblickt, ist die Leinwand zunächst weiß, es sei denn, dass Hormonchaos und Gene möglicherweise bereits pränatal die ersten Farbkleckse erzeugt haben.
Solange ein Kind noch nicht verstanden hat, dass es selbst ein Individuum ist, macht eine geschlechtliche Selbstwahrnehmung gar keinen Sinn. Wenn im Laufe des dritten Lebensjahres die "Ich- Erkenntnis" einsetzt, erfolgt in der Regel auch bald die Zuordnung zu einem der Hauptgeschlechter, wobei sich diese Zuordnung vermutlich in erster Linie auf sehr deutliche Hinweise durch Dritte stützt. (ein sehr ausführlicher Artikel, den ich nicht in jedem Punkt teile, der aber wichtige Anhaltspunkte aufführt https://www.eltern-bildung.at/expert-in ... i-kindern/). In der jetzt beginnenden Sozialisierungsphase ist das Kind darauf angewiesen immer wieser bei anderen abzuschauen und sich an diesen zu orientieren.
Ich bringe zur Erläuterung einige Beispiele aus meiner eigenen Vita:
In der Grundschule bekamen wir eine neue Klassenlehrerin. Diese ließ die Klasse eine Vorstellungsrunde machen. Als mein Tischnachbar fertig war blickte Sie mich an und sagte als Aufforderung mich vorzustellen "Nachbarin?" Sie hatte mich glatt für ein Mädchen gehalten, was mit Blick auf alte Klassenfotos und einheitliche Pilzkopffrisuren im Nachhinein durchaus verzeihlich erscheint. Dieser völlig belanglose Vorfall stellt eine der wenigen Erinnerungen an meine Grundschulzeit dar, er dürfte einen kräftigen roten Klecks auf meiner Leinwand hinterlassen haben.
Die Fußballweltmeisterschaft 1974 löste bei den heranwachsenden Jungen einen wahnsinns Hype aus. Sobald sich mehr als zwei irgendwo trafen, wurde Fußball gespielt. Keine Fensterscheibe, keine Dachpfanne, kein Aussenspiegel war vor den kleinen Seelers und Beckenbauers sicher. In jeder Pause und auch im Sportunterricht, sobald das Pflichtprogramm absolviert war, musste Fußball gespielt werden. Wer etwas auf sich hielt war selbstverständlich im Fußballverein. Ich konnte dafür wenig Interesse und noch weniger Talent aufbringen. Wenn von den Alphafussballern abwechselnd die Mannschaftsmitglieder ausgewählt wurden, kam ich regelmäßig als letzter dran. Wenn die Mannschaften anschließend nicht gleichgross waren, kam es oft genug vor, dass ich mit den Mädchen Völkerball spielen musste. Schon wieder rote Kleckse.
Weil es an der Grundschule nur einen einzigen männlichen Lehrer gab, der gleichzeitig Direktor war, aber auch zwei linke Hände hatte, gab es keinen Werkunterricht sondern Handarbeiten für alle. Für mein selbstbesticktes Nadeletui wurde ich von der Handarbeitslehrerin vor der ganzen Klasse gelobt. Ein roter Klecks.
Mit Neid lese ich hier immer wieder Erzählungen, dass mensch als Junge von Mutter/ Schwester/ Freundin zu Fasching zum Mädchen "gemacht" wurde. Ist mir leider nie widerfahren, reicht aber mit Sicherheit für einen riesigen roten Klecks.
Es gab natürlich auch blaue Kleckse. Wenn ich, weil alle Stürmer sein wollten, im Tor stand und tatsächlich mal einen Ball aufgehalten habe, wenn die Alphafussballer anerkennend mein erstes selbstgebautes Baumhaus bestaunt haben oder wenn ich, weil einfach nichts verfügbar war, was als Fussball zu gebrauchen gewesen wäre, mit ein oder zwei Klassenkameraden einfach mal ein "Jungsabenteuer" erlebt habe.
Das klingt jetzt alles sehr klischeehaft. Aber aus meiner Sicht haben wir uns in der Sozialisierungsphase an den damals gängigen Geschlechterklischees orientiert, uns dort irgendwie eingeordnet und unsere Leinwand entsprechend bestückt.
Mit der Pubertät beginnt der Körper dann sehr deutliche Farbkleckse zu erzeugen. Die erste Erektion, die erste Menstruation. Anders als in der Sozialisierungsphase ist der Mensch nicht mehr auf äußerliche Hinweise angewiesen, sondern spürt ein Geschlecht (oder zumindest etwas, was einem Geschlecht zugeschrieben wird), direkt im eigenen Körper. Testosteron oder Östrogen setzen deutliche Zeichen, auch wenn Hormonchaos gerade in dieser Phase auch nicht ausgeschlossen ist. Zwischenmenschliche Beziehungen oder die ersten sexuellen Erfahrungen geben ihr Übriges dazu.
Mein Erstkontakt mit weiblicher Kleidung mit etwa 14 Jahren hat dann wohl doch wieder deutliche Rotakzente gesetzt. Diese erste Crossdressing- Phase, war mit 16 allerdings schon wieder vorbei, als ich mich heftig in eine Mitschülerin verknallte, was für eine längere blaue Phase sorgte, der erst mit Mitte 20 und sturmfreier Bude eine heftig rote Phase folgte. Diese Phase war dann mit Ende 20 wieder vorbei, als ich meine Frau kennenlernte und sich alsbald die Kinder dazugesellten.
Es ist mir noch nicht ganz klar und vermutlich individuell unterschiedlich welche Faktoren rote Kleckse machen und welche blaue.
Was passiert mit Jungen, die einen prügelden, saufenden, als Vorbild völlig ungeeigneten Vater haben? Was passiert mit Jungen, die ohne Vater nur mit Mutter und Schwestern aufwachsen. Neigt ein Kind, das behütet und verhätschelt aufwächst zu roten Kleckes, während ein anderes, das früh auf sich allein gestellt ist, sich durchschlagen und behaupten muss eher blaue Kleckse bekommt?
Gewinnen ist gemäß Rollenklischee eine typisch männliche Zielsetzung, Nachgeben eine typisch weibliche Eigenschaft. Gibt das bunte Kleckse?
Sicher erscheint mir aber Folgendes: Wenn wir jung sind und nur wenige Kleckse auf der Leinwand haben, ist das Bild übersichtlich, eindeutig. Die Farben sind kräftig und unverwässert. Daher fällt es Kindern so leicht ohne Zweifel ihr Geschlecht zu bestimmen, auch wenn dieses mit dem Eintrag in der Geburtsurkunde vielleicht nicht übereinstimmt.
Es kommen das ganze Leben über neue Kleckse dazu, aber die Größe nimmt ab, die Farben vergrauen und verwässern. Die kräftigen Kleckse aus der Kindheit schimmern immer durch.
Bei Trägern des Y Chromosoms kommt ein Effekt dazu, der relativ wenig Beachtung findet: Der Testosteronspiegel erreicht irgendwann zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr seinen Höhepunkt und nimmt danach stetig ab. Auch Männer kommen in die Wechseljahre, ohne dies allerdings bewusst zu erleben, da dies ein langsam schleichender Prozess ist und kein abruptes Ereignis wie bei cis- Frauen. (https://www.gesundleben-apotheken.de/co ... 00811.html). Was häufig abwertend als "Midlife- Crises" bezeichnet wird, wirkt sich nicht nur auf Körper und Psyche, sondern auch auf unsere eigene Geschlechtszuordnung aus. Durch den rückläufigen Testosteron- Spiegel sendet unser Körper keine blauen Kleckse mehr aus, rückläufige Sexualaktivitäten, der Rückgang von Muskelmasse, das (unter) Bewußtsein als Partner für die Fortpflanzung nicht mehr interessant zu sein etc. führen zu einer deutlichen Zunahme der roten Kleckse und dazu, dass das Bild anfängt zu kippeln. Möglicherweise leisten auch Konflikte im Beruf oder im sozialen Umfeld hierbei einen Anteil, indem sie ein Gefühl der Überforderung erzeugen vor den Aufgaben, die nach den gängigen Geschlechterklischees noch zu erledigen sind.
Aus dem Mischmasch von blau und rot zu lila, zu grau lässt sich kein klares Ergebnis mehr ablesen. Es gibt Menschen, denen das egal ist, andere fangen an sich bewusst mit ihrem Geschlecht auseinanderzusetzen.
Das soll keineswegs bedeuten, dass Crossdressing oder Transsexualität "Midlife- Crises- Phänomene" sind. Es bedeutet vielmehr, dass diese Phase im Leben eines Menschen völlig unterschätzt wird.
Interessanterweise erfolgen gefühlte 80% der Neuanmeldungen hier im Forum im Alter von 50 +/-5 Jahren. Ich zähle mich explizit dazu.
Wenn wir jetzt mit +/- 50, seit langer Zeit mal wieder, oder sogar zum ersten Mal, weibliche Kleidung anziehen, Makeup und Perücke anlegen, uns so im Spiegel betrachten und dabei dieses unbeschreiblich gute Gefühl haben, dann gibt es nochmal einen schönen burgunderroten Klecks. Die eigene Geschlechtszuordnung schlägt deutlich nach weiblich aus.
Soweit die "Farbkleckstheorie". Es ist sicherlich noch nicht alles schlüssig und bedarf der Überprüfung, dennoch würde ich den Entwurf einfach mal zur Diskussion stellen.
Liebe Grüße
Helga
Was bin ich?- Zunächst einmal bin ich ein Mensch!
Meistens bin ich ein Mann.
Wenn mir danach ist bin ich eine Frau.
Ich muss mich nicht festlegen.
Melanie72
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Re: Helgas Thesen

Post 79 im Thema

Beitrag von Melanie72 »

Helga hat geschrieben: Mo 4. Okt 2021, 20:59 Interessanterweise erfolgen gefühlte 80% der Neuanmeldungen hier im Forum im Alter von 50 +/-5 Jahren. Ich zähle mich explizit dazu.
Wenn wir jetzt mit +/- 50, seit langer Zeit mal wieder, oder sogar zum ersten Mal, weibliche Kleidung anziehen, Makeup und Perücke anlegen, uns so im Spiegel betrachten und dabei dieses unbeschreiblich gute Gefühl haben, dann gibt es nochmal einen schönen burgunderroten Klecks. Die eigene Geschlechtszuordnung schlägt deutlich nach weiblich aus.
Hallo Helga,

ich vermute der Hauptgrund, dass sich hier so viele in dem Alter anmelden ist, dass es in der Jugend dieser Leute schlichtweg als Krank galt so zu sein. Wenn man sich die Biografien hier durchließt ist es doch irgendwie immer das selbe Muster: Als Kind heimlich damit angefangen, sich dafür geschämt, gedacht, dass man der einzige auf der Welt ist, der so komisch ist. Die Welt hat sich aber in der Zwischenzeit weitergedreht. Nur wir (die 60er/70er Generation) waren in unserem Denken gefangen. Bloß niemanden etwas sagen. Dazu kommt ja auch das damals in den 80/90 die "Chance" recht groß war, falls man wirklich gedacht hat man müsse sich outen, in eine Therapie gezwungen wurde, die einen wieder "normal" macht. Psychologen und Ärzte haben aber in der Zwischenzeit erkannt, dass das nicht möglich ist. Genauso wie es Studien gab, Trans Kinder wieder "normal" zu machen, gab es Studien, die Kinder bewusst gegengeschlechtlich erzogen haben. Das Ergebnis war: Man kann aus keinem Trans ein Cis machen und umgekehrt geht es auch nicht. Schaut mal hier: https://de.wikipedia.org/wiki/John_Money. John Money hat damals ein Experiment bei Zwillingen gemacht, das ziemlich schief gegangen ist.
Als nächstes kam das Internet und die Leute konnten sich informieren. Nicht mehr indem ich mich vor anderen outen musste, damit ich an Informationen komme, sondern Zuhause, privat, für mich in meinen vier Wänden. Ohne das jemand etwas mitbekommt. Hinzu kommt, dass die Gesellschaft den Themen gegenüber viel offener geworden ist. Als schwuler Mann oder lesbische Frau muss sich heute niemand mehr verstecken. Es ist mehr oder weniger in der Gesellschaft angekommen, dass das weder abartig noch krank ist. Ok, einige ewig gestrige gibt es immer noch. Aber der Großteil steht dem nicht mehr verschlossen gegenüber. Damit wurde in den letzten Jahren auch das Thema Transsexualität und/oder Nonbinär mehr öffentlich. Jetzt ist da unsere Generation, die vergiftet mit den alten Denkweisen, der neuen Offenheit und mit der bei gewonnenen Informationsfreiheit in Berührung kommt. Es ist ja nicht so, dass es das alles nicht schon früher gegeben hätte. Es wurde einfach nur unterdrückt, lächerlich gemacht und als krank und abartig abgestempelt. Deshalb denke ich, dass jetzt unsere Generation hier so stark vertreten ist. Ein Mann eine Frau die heute 20 ist, muss sich nicht mehr mit den Vorurteilen befassen, die wir hatten. Die Jugendlichen von heute reden ganz offen darüber. Ich weiß nicht wie alt deine Kinder sind. Bei meinen Kindern war es eigentlich ganz normal, dass ein Mädchen in der Klasse war, das eigentlich lieber ein Junge geworden wäre. Diese Offenheit hat in mir auch wieder das Interesse geweckt und ich habe angefangen mich damit zu beschäftigen. Den Rest der Geschichte kennt man ja. Ich denke es geht vielen hier so, die jetzt ihre Freiheit genießen. Egal ob als DWT, Crossdresser, Trans oder sonstiges. Es sind die alten Mauern in unseren Köpfen, die über die Jahre von uns und der Gesellschaft aufgebaut wurden, nur um uns der Gesellschaft anzupassen. Hätte ich es früher gemacht, wenn es in den 80er/90er Jahren auch schon die Offenheit der Gesellschaft und die Möglichkeit der Informationsbeschaffung gegeben hätte? Eindeutig: JA. Sorgen wir dafür, dass diese Zeit nicht wieder kommt. Schaffen wir unseren Kindern eine Welt, in der sie sein können wer sie mögen. Egal ob Mann, Frau oder irgendwas dazwischen.

Ich kann euch noch folgende Seite empfehlen: https://genderdysphoria.fyi/en. Wer es lieber in deutsch lesen will, findet hier eine Übersetzung: https://www.reddit.com/r/germantrans/co ... ria_bible/.
Ich habe teilweise geweint und teilweise war mir sogar richtig übel, weil ich mich so darin wiedergefunden habe.

Liebe Grüße 😘

Melli
„Ich glaube, dass die einzig wahre Religion darin besteht, ein gutes Herz zu haben“ - Dalai Lama
Dali
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Re: Helgas Thesen

Post 80 im Thema

Beitrag von Dali »

Hallo zusammen, Hallo Helga.

Ich gebe mal eine Frage weiter, die meine Frau gestellt hat. )))(:
Sie vermisst die Berichte, über Frauen, die sich als Männer geoutet haben. Wenn deine These stimmt, so müsste sich doch die Anzahl derer ungefähr in dem Bereich der Mann-zu-Frau Fraktion bewegen, oder?
Leider hört man über diese Gruppe vergleichsweise wenig. Reicht es vielleicht hier schon, dass Frauen und Mädchen von klein auf die Möglichkeit hatten, sich maskulin zu kleiden, ohne dass es jemanden interessiert hat? Aber das wäre dann wieder eine Reduktion auf die Kleidung.

Ich bin immer noch ein Anhänger der Wiedergeburts-Theorie, und das ich irgendetwas von meinem alten Leben als Frau mit rüber in dieses gebracht habe. Vielleicht stehe ich auch deshalb auf Oldtimer. :D

Liebe Grüße

Dali und Frau
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Re: Helgas Thesen

Post 81 im Thema

Beitrag von Nico »

Helga,
nach deiner Theorie wärst du keine Feiertagsfrau, wenn du andere Erfahrungen in deiner Kindheit und Jugend gemacht hättest. Es liest sich so, als wäre das Crossdressen aufgrund einer fehlerhaften Sozialisation entstanden, was definitiv nicht stimmt.
Zudem hinterlässt etwas typisch männliches keine blauen Flecken, die mich zum Mann machen, eher die damit verbundenen positiven Gefühle, lassen mich zu den Schluss kommen.


Dali,
das Verhältnis zwischen den Richtungen geht immer mehr Richtung 1:1 in Deutschland. Berichte gibt es viele, wenn man danach sucht z.B. Balian Buschbaum oder Elliot Page als prominente Beispiele.


Grüße Uhu
LG Nico
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Re: Helgas Thesen

Post 82 im Thema

Beitrag von Aria »

Dali hat geschrieben: Di 5. Okt 2021, 07:51 Wenn deine These stimmt, so müsste sich doch die Anzahl derer ungefähr in dem Bereich der Mann-zu-Frau Fraktion bewegen, oder?
Sie liegt mittlerweile sogar darüber 😉
Das heißt aber noch lange nicht, dass die These stimmt.
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Re: Helgas Thesen

Post 83 im Thema

Beitrag von Aria »

Uhu hat geschrieben: Di 5. Okt 2021, 09:14 Dali,
das Verhältnis zwischen den Richtungen geht immer mehr Richtung 1:1 in Deutschland.
Ich würde sogar eher von 2:1 (w/m) ausgehen....
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Re: Helgas Thesen

Post 84 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Uhu hat geschrieben: Di 5. Okt 2021, 09:14 Es liest sich so, als wäre das Crossdressen aufgrund einer fehlerhaften Sozialisation entstanden, was definitiv nicht stimmt.
Zudem hinterlässt etwas typisch männliches keine blauen Flecken, die mich zum Mann machen, eher die damit verbundenen positiven Gefühle, lassen mich zu den Schluss kommen.
!EmmiMarie! hat geschrieben: Mo 27. Sep 2021, 18:20

Mein Sein ist zum Teil die Gesamtheit aller meiner Erfahrungen, zum anderen Teil ist es nativ so.
Nur weil ich mich mit mir als Frau beschäftige werde ich aber nicht weiblicher..
mein Sein ist weiblich, was sollte sich also bei der Beschäftigung mit meiner Person daran ändern?
Ich kann nicht üben eine Frau zu sein, ich kann es nicht werden wollen, ich bin eine.

Schminken ist eine Sache die ich lernen kann, sie drückt Weiblichkeit aus (gut nicht nur, weil es auch
schön geschminkte Männer gibt), aber es ändert mein Wesen nicht.
Weiblich sein und Dinge tun die für weiblich gehalten werden sind 2 unterschiedliche Dinge.

Frau sein sitzt nicht im Gehirn, nein, tut es nicht..für mich nicht, weil es nicht meiner Vorstellung
von "Seele" entspricht, der Energie die in meinem Körper wohnt.

Deswegen liebe Helga, ich habe es schon mehrfach betont-Frau sein hat nichts mit der Kleidung zu tun
die getragen wird. Die ist nur ein der Zeit zugeordneter individueller Ausdruck des Frau seins.
Daher verstehe ich deine Tochter gut, denn ich mag Absatzschuhe auch nicht besonders, dafür mag
wie Aria auch Jumpies total gerne..das ist unser Ausdruck des Frau seins und da gibt es so viele wie
Frauen auf diesem Planeten..
was ist schade daran? Genau richtig, nichts..
In einem Rock mit Blazer würde ich mich richtig verkleidet fühlen, so wie ich mich wenn ich einen
Anzug getragen habe auch verkleidet gefühlt habe, falsch, sogar künstlich, völlig eingeschränkt
-es passt nicht zu meiner Person. Zu einer anderen Person schon...

Habt es gut...Marie
Helga hat geschrieben: Mo 4. Okt 2021, 20:59 In meinen Kopf braut sich eine Idee zusammen, die schwer in Worte zu fassen ist.
Huhu Helga...

ich finde Uhu hat es schön zusammengefasst, nämlich, das Sein bestimmt das Bewusstsein und das Bewusstsein
bestimmt das Sein..
ich habe ja selbst schon etwas ähnliches erwähnt.

Oder anders ausgedrückt der grade bestätigte rote Klecks war schon da, gefällt mir aber in dem Moment
ganz gut weil es eine Bestätigung meines Seins von aussen ist.
Der blaue Klecks reizt mich nicht, also bewirkt er auch nichts..oder wenig

deine Theorie würde nur darauf zielen das die überwiegende Entwicklung von aussen gezündet wird.
Das Aussen hat natürlich schon einen Einfluss, aber es ist gedankengemacht und konzeptionell.
Geschlechtliches Sein hat Parameter, aber keine oder wenige die im Konzept erklärbar sind.
Verstehst du was ich meine? Ich bin, das ist alles...

eine konkrete Frage, meine Liebe-suchst du mit dem Thread eine Rechtfertigung (vor dir selbst vielleicht)
so zu sein wie du bist? Mein Tipp Lass das leb lieber...

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Re: Helgas Thesen

Post 85 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

!EmmiMarie! hat geschrieben: Di 5. Okt 2021, 12:50 meine Liebe-suchst du mit dem Thread eine Rechtfertigung (vor dir selbst vielleicht)
so zu sein wie du bist?
So was ähnliches sagt meine Frau auch gelegentlich ...

Und nun ernsthaft ...
!EmmiMarie! hat geschrieben: Di 5. Okt 2021, 12:50 das Sein bestimmt das Bewusstsein und das Bewusstsein
bestimmt das Sein..
Das sehe ich nicht ganz so. Die überwiegende Ausprägung des Handeln stammt aus dem Unbewussten, dass stark in der Kindheit verankert ist. Aber ob das was mit dem Geschlechtsverständnis zu tun hat ? Und wieviel davon Prägung und wie viel angeboren ist ?Keine Ahnung. Je mehr ich nachdenke, um so mehr verschwimmt es. Gibt es so etwas wie ein unbewusstes Geschlechtsverständnis ? Denke ich bewusst an Geschlecht, bin ich sofort beim Weiblichen. Aber bekannterweise wird das Bewusste vom Unbewussten in den meisten Bereichen gesteuert.

Ob man darauf Einfluss nehmen kann, ist für mich gar nicht die entscheidende Frage, sondern will ich das überhaupt ? Und falls ja, warum ? Um Anderen gerecht zu werden ? Ich finde nein, aber ich bin auch mit meinem Umfeld verwoben.
!EmmiMarie! hat geschrieben: Di 5. Okt 2021, 12:50 Lass das leb lieber...
Ist das nicht die bessere Alternative ? Hier muss ich meinen Weg finden.
Viele Grüße
Vicky

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Re: Helgas Thesen

Post 86 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Vicky_Rose hat geschrieben: Di 5. Okt 2021, 15:00 So was ähnliches sagt meine Frau auch gelegentlich ...
(dr) ich wäre ja so gerne Mäuschen...
Vicky_Rose hat geschrieben: Di 5. Okt 2021, 15:00 Und wieviel davon Prägung und wie viel angeboren ist ?Keine Ahnung. Je mehr ich nachdenke, um so mehr verschwimmt es. Gibt es so etwas wie ein unbewusstes Geschlechtsverständnis ? Denke ich bewusst an Geschlecht, bin ich sofort beim Weiblichen. Aber bekannterweise wird das Bewusste vom Unbewussten in den meisten Bereichen gesteuert.
Vicky_Rose hat geschrieben: Di 5. Okt 2021, 15:00 Das sehe ich nicht ganz so. Die überwiegende Ausprägung des Handeln stammt aus dem Unbewussten
Mit dem Sein was ich meine, meine ich ja das Unbewusste-zum grössten Teil, da ist aber auch eine sichbar öffentliche Komponente.
Ich denke da haben wir Konsens...
Vicky_Rose hat geschrieben: Di 5. Okt 2021, 15:00 Ist das nicht die bessere Alternative ? Hier muss ich meinen Weg finden.
Ja, leben ist eine gute Alternative..viele haben mir das schon gesagt...zuletzt der Chefarzt in der psychsomatischen Klinik.
"raus ins Leben" meine er "raus ins Leben"...nicht denken, sondern machen..
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Re: Helgas Thesen

Post 87 im Thema

Beitrag von Helga »

Melanie72 hat geschrieben: Mo 4. Okt 2021, 22:03 Als nächstes kam das Internet und die Leute konnten sich informieren. Nicht mehr indem ich mich vor anderen outen musste, damit ich an Informationen komme, sondern Zuhause, privat, für mich in meinen vier Wänden.
Hallo Melanie,
das ist völlig richtig. Einfach zugängliche, objektive und wertungsfreie Informationen hätten eine Menge Leid erspart. Aber die Gegenfrage lautet: Wärst du vor 25 Jahren auf dem Entwicklungsstand wie heute gewesen, wenn du damals die Informationen gehabt hättest, über die du heute verfügst? Oder hat sich die Gender- Disphorie im Laufe der Jahre entwickelt?
Die Antihese zur Farbkleckstheorie würde lauten: Egal ob Crossdressing, Transsexualität oder sonstige Ausprägungen: Es steckt (vielleicht ausgelöst durch Hormonchaos) von Geburt an statisch im Menschen und wird durch Verdrängungs- und Unterdrückungsmechanismen soweit im Unterbewustsein gehalten, dass teilweise nicht einmal das Individuum davon etwas mitbekommt. Erst wenn die Mechanismen nicht mehr funktionieren kommt den Betroffenen die Varianz ins Bewusstsein und schließlich auch an die Oberfläche.
Diese These erscheint mir nicht wirklich schlüssig: Selbst im Bauwesen gibt es im Grunde nichts, was wirklich statisch ist. Selbst im massivsten Bauwerk ist Bewegung. Warum sollte ausgerechnet in so komplexen und teilweise fragilen Gebilden wie der menschlichen Psyche etwas statisches vorhanden sein?
Melanie72 hat geschrieben: Mo 4. Okt 2021, 22:03 Sorgen wir dafür, dass diese Zeit nicht wieder kommt. Schaffen wir unseren Kindern eine Welt, in der sie sein können wer sie mögen. Egal ob Mann, Frau oder irgendwas dazwischen.
Dem kann ich mich nur anschließen!
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Re: Helgas Thesen

Post 88 im Thema

Beitrag von Helga »

Dali hat geschrieben: Di 5. Okt 2021, 07:51 Ich gebe mal eine Frage weiter, die meine Frau gestellt hat. )))(:
Sie vermisst die Berichte, über Frauen, die sich als Männer geoutet haben. Wenn deine These stimmt, so müsste sich doch die Anzahl derer ungefähr in dem Bereich der Mann-zu-Frau Fraktion bewegen, oder?
Leider hört man über diese Gruppe vergleichsweise wenig. Reicht es vielleicht hier schon, dass Frauen und Mädchen von klein auf die Möglichkeit hatten, sich maskulin zu kleiden, ohne dass es jemanden interessiert hat? Aber das wäre dann wieder eine Reduktion auf die Kleidung.
Hallo Dali,
die These sagt eigentlich nichts darüber aus in welchem Verhältnis die Norm- Geschlechter von abweichenden Einfärbungen betroffen sind. Es ist individuell sehr stark unterschiedlich, weil von Erziehung und Erfahrung abhängig, was zu einem blauen, und was zu einem roten Klecks führt. Wenn frau sich aufgrund liberaler Erziehung nicht der "Grenzüberschreitung" bewusst ist, wird sie auch keine blauen Kleckse ernten.
Biologische Frauen haben es nicht nur bei der Kleidung leichter. Sie können auch "typisch männliche" Verhaltensmuster an den Tag legen, ohne dass daran Anstoß genommen wird. Ich möchte sogar soweit gehen, dass Frauen nach herzenslust ihre männliche Seite ausleben können ohne auch nur in den Verdacht zu kommen Trans zu sein.
Liebe Grüße
Helga
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Beitrag von Helga »

Uhu hat geschrieben: Di 5. Okt 2021, 09:14 nach deiner Theorie wärst du keine Feiertagsfrau, wenn du andere Erfahrungen in deiner Kindheit und Jugend gemacht hättest.
Hallo Uhu,
ja das wäre nach der These denkbar.
Uhu hat geschrieben: Di 5. Okt 2021, 09:14 Es liest sich so, als wäre das Crossdressen aufgrund einer fehlerhaften Sozialisation entstanden, was definitiv nicht stimmt.
Ich möchte nicht von fehlerhaft sprechen. Ein "Richtig" oder "Falsch" sehe ich hier nicht. Es sind lediglich individuelle Faktoren, die zu einer individuellen Entwicklung geführt haben.
Uhu hat geschrieben: Di 5. Okt 2021, 09:14 Zudem hinterlässt etwas typisch männliches keine blauen Flecken, die mich zum Mann machen, eher die damit verbundenen positiven Gefühle, lassen mich zu den Schluss kommen.
Das ist genau das, was ich meinte, nur der "Schluss" kommt nicht bewusst sondern unterbewusst.
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Beitrag von Helga »

!EmmiMarie! hat geschrieben: Di 5. Okt 2021, 12:50 eine konkrete Frage, meine Liebe-suchst du mit dem Thread eine Rechtfertigung (vor dir selbst vielleicht)
so zu sein wie du bist?
Hallo Marie,
die Phase der Selbstrechtfertigung habe ich zum Glück längst hinter mir gelassen.
Es ist mehr das Bedürfnis, die Dinge nicht einfach hinzunehmen, sondern ihnen auf den Grund zu gehen. Schon als kleiner Junge habe ich Radios, Rasenmähermotoren, Uhren und ähnliches auseinandergenommen, weil ich verstehen wollte wie sie funktionieren. Mit den wenig anschalichen Erklärungen von Lehrern und ähnlichen Fachmenschen wollte ich micht nicht zufrieden geben.
Ist da gerade ein blauer Klecks auf meine Leinwand gespritzt?
Liebe Grüße
Helga
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