Domradio: Evangelische Kirche entschuldigt sich für Diskriminierung queerer Menschen
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Anne-Mette
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Domradio: Evangelische Kirche entschuldigt sich für Diskriminierung queerer Menschen

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

ich denke zwar, man kann um Entschuldigung bitten und sich nicht selbst "entschuldigen", aber vielleicht durch zukünftiges "Abtragen der Schuld durch anderes Verhalten" dafür sorgen, dass es dazu kommt;
aber ich will mich nicht mit Erbsenzählerei beschäftigen, sondern den Link posten: https://www.domradio.de/themen/%C3%B6ku ... iminierung

Der TAGESSPIEGEL beschreibt das so - und besser (finde ich)
"Entspringt Gottes Wille" Evangelische Kirche bittet queere Menschen in Berlin um Vergebung
https://m.tagesspiegel.de/berlin/entspr ... 49490.html


Gruß
Anne-Mette
Michi
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Re: Domradio: Evangelische Kirche entschuldigt sich für Diskriminierung queerer Menschen

Post 2 im Thema

Beitrag von Michi »

Anne-Mette hat geschrieben: Sa 24. Jul 2021, 19:47 ich denke zwar, man kann um Entschuldigung bitten und sich nicht selbst "entschuldigen"
Das sehe ich ganz genau so.
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
Annette
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Re: Domradio: Evangelische Kirche entschuldigt sich für Diskriminierung queerer Menschen

Post 3 im Thema

Beitrag von Annette »

Guten Tag,

Ist doch alles nur Propaganda. Leere Worthülsen, nichts als Phrasendrescherei. Den Worten sollten endlich mal Taten folgen. Bis dahin...

Annette
Marlene K.
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Re: Domradio: Evangelische Kirche entschuldigt sich für Diskriminierung queerer Menschen

Post 4 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Ich war am Freitag bei der multirerligiösen Andacht in der Marienkirche. Die von Landesbischof Stäblein gehaltene Predigt mitsamt der Erklärung und der bitte um Verzeihung ging weit über leeres Wortgeklingel hinaus. Er bekannte sich auch zu eigener Schuld in Tat und Haltung.
Es ist klar, dass nicht von einem Augenblick auf den anderen ein neuer und gewaltfreier Glaube entsteht. Das sieht aber auch Herr Stäblein. Aber klar zu benennen, dass, wenn Mensch dem Glauben folgt, dass Gott alle Menschen als seine Geschöpfe ansieht, es ganz klar Sünde ist Menschen aufgrund ihres Seins als nicht zu Gott gehörig ist zu bezeichnen ist eine klare und deutliche Botschaft ...die ich, obwohl selber Agnostikerin, also nicht glaubensmäßig gebunden, in ihrem Wert für die Gesellschaft weit über Kirche hinaus zu schätzen weiß.
Herr Stäblein hat auch klar benannt, dass dies erst der Beginn eines langen Weges in der Kirche ist, die ja auch in anderen Feldern Schuld auf sich geladen hat, die aufgearbeitet werden muss.

Den längsten Zuspruch in Form von Applaus bekam übrigens die beeindruckende trans Frau Erna Pachulke, die die Erklärung aus ganz persönlicher Sicht als zu spät benannte. Sie begründete dies mit dem verinnerlichten Selbsthass einer jungen Christin mit abweichender Identität. Sie habe nie Hass durch Vertreter der Kirche erfahren, sie hat(te), wie viele von uns, den Hass schon vorher verinnerlicht.

Ich war dankbar, diese Erklärung vor Ort zu hören ...und warte auf die Bitte um Verzeihung von Kreiswehresrsatzämtern, Parteien, dem Ethikrat, Meldeämtern, Verwaltungen und sonstigen prägenden Trägern von gesellschaftlichen Bewertungen von menschlichen Identitäten. Zumindest hat die Synode der Evangelischen Kirche von Berlin-Brandenburg und der schlesischen Oberlausitz mit dieser Erklärung von der Gottesbildlichkeit aller Menschen, oder säkular ausgedrückt, der nicht absprchbaren Menschenwürde und damit der Menschenrechte aller Menschen, die Menschen in Erklärungszwang gebracht die dies anders sehen. ...und das nicht nur in Bezug auf queer Sein.

Marlene
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
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