Brustaufbau mit Eigenfett (Lipofilling)
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Hannah S.
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Brustaufbau mit Eigenfett (Lipofilling)

Post 1 im Thema

Beitrag von Hannah S. »

Hallo liebe alle,
Andrea aus Sachsen hat geschrieben: Di 8. Mai 2018, 22:07 .
Ich hatte vor einigen Monaten einen Vortrag von Dr. Mario Marx gehört, der sich am Elblandklinikum in Radebeul (bei Dresden) auf Brust-OPs spezialisiert hat. (Link entfernt)
Auf mich machte er einen recht guten Eindruck, sodass ich mich mit dem Gedanken trage, eventuell selbst mal dort vorzusprechen.
Seine Methode der Eigengewebeverpflanzung soll bezüglich Haltbarkeit und Verträglichkeit den gängigen Implantaten deutlich überlegen sein. Allerdings tun sich wegen des höheren Aufwandes (zwei OP-Herde) Krankenkassen oft schwer, die Kosten zu übernehmen, obwohl sich die Sache langfristig doch "rechnen" müsste.
Welche "Hürden" es darüber hinaus zu überwinden gilt, damit habe ich mich noch nicht beschäftigt.
1. Hat jemand von Euch den Brustaufbau mit Eigenfett machen lassen oder Erfahrungen dazu?

2. Zum Thema Kostenübenahme gibt es immer nur die allgemeine Aussage, dass die Kassen sich schwer tun, die Übernahme zuzusagen. Einigen Wind hat ja dieses einschlägige Urteil gemacht:https://www.queer.de/detail.php?article_id=37144 Hat jemand von Euch die Kostenübernahmezusage im einfachen Antragsverfahren von der Kasse bekommen oder ist gerade dabei?

Andrea, Du hattest ja geschrieben, dass Du erwägst für ein detailliertes Infogespräch mal zu Dr. Marx nach Radebeul zu gehen. Hast Du das weiterverfolgt?

Liebe Grüße und einen schönen Sonntag
Hannah

***
Céline
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Re: Brustaufbau mit Eigenfett (Lipofilling)

Post 2 im Thema

Beitrag von Céline »

Hi,
Ich bin gerade dabei. Mein Antrag läuft schon länger aber leider betreibt die KK genau wie bei meiner Epilation wieder die gewohnte " Verzögerungstaktik" weil sie wissen das meine Korrektur OP am 19.7 stattfindet aber sich selbst eine Frist bis zum 16.8 eingeräumt haben.
Selbst auf mehrmaligen Gespräch werde ich nur vertröstet und sie nehmen in Kauf das ich bei hoffentlicher Zusage nochmals ins Krankenhaus muss.
Ich habe mich für die Methode mit Eigenfett entschieden weil ich mich zum Thema Silikon eingelesen habe und tatsächlich sehr viele Frauen von Nebenwirkungen berichtet haben.
Und ich möchte wenn es irgendwie geht keinen Fremdkörper in mir haben. Das war schon während meiner Transition so als ich immer mehr Abneigung gegen Silikoneinlagen und sogar Perücken entwickelt habe.
Ich werde euch aber berichten wie es bei mir weitergeht. Meinen Traum jetzt endlich eine schöne Brust zu bekommen und meinen doch ziemlich männlichen Körper etwas zu kaschieren kann ich momentan leider vergessen...
Céline
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C.B.
Andrea aus Sachsen
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Re: Brustaufbau mit Eigenfett (Lipofilling)

Post 3 im Thema

Beitrag von Andrea aus Sachsen »

.
Hanna S. hat geschrieben: So 4. Jul 2021, 13:53 Andrea, Du hattest ja geschrieben, dass Du erwägst für ein detailliertes Infogespräch mal zu Dr. Marx nach Radebeul zu gehen. Hast Du das weiterverfolgt?
Hallo Hannah,
nein, ich habe die Sache nicht weiterverfolgt. Durch die Hormone hat sich bei mir ein bescheidener weiblicher Vorbau entwickelt, mit dem ich erst einmal zufrieden bin.
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
NikolaAusR
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Re: Brustaufbau mit Eigenfett (Lipofilling)

Post 4 im Thema

Beitrag von NikolaAusR »

Hallo ihr Lieben,
ich habe lange mit meinen Antrag auf Brustaufbau gezögert und an anderer Stelle hier im Forum auch geschrieben, dass ich ohne Aufbau klarkomme. Letztendlich hat mich aber meine Bett Nachbarin bei der Korrektur- OP mit ihrem Brustaufbau so heftig getriggert, dass ich letzten Montag meinen Antrag (an die Barmer) abgeschickt hab. Ich hab, aus medizinischen Gründen, auch Lipofilling beantragt.
Ich bleibe bei Dr. Morath, bei der ich auch schon die GaOP und Korrektur hab machen lassen.
Tiefe hätte bischen mehr sein können (12 cm), mit dem Ergebnis bin ich ansonsten aber sehr zufrieden und belasse es somit dabei. GaOP ist für mich abgeschlossen.

Liebe Grüße
Nikola
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Re: Brustaufbau mit Eigenfett (Lipofilling)

Post 5 im Thema

Beitrag von NikolaAusR »

Hallo ihr Lieben,

Nach gerade einmal 8 Tagen kam die -> Ablehnung.

Begründung: keine kassenärztliche Leistung
Alternative Versorgungsmöglichkeiten wurden nicht aufgezeigt.

Ich habe mittlerweile eine Anwältin beauftragt Widerspruch einzulegen, was auch fristgerecht erfolgte.
Akteneinsicht ist beantragt.

@ Hannah S
lieben Dank für den Link.
Ich lese ja recht regelmäßig bei queer.de, der Artikel war mir aber doch 'durchgerutscht'.

Wir wollen, ich hab auch medizinische Argumente, die einer Versorgung mit Silikonimplataten entgegenstehen, versuchen, auf Basis des Urteils eine Kostenübernahme zu erreichen.

Ich werde an dieser Stelle weiter berichten.

Ich wünsche Euch eine gute Zeit
Nikola
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Re: Brustaufbau mit Eigenfett (Lipofilling)

Post 6 im Thema

Beitrag von Zoii_20 »

Hi Nikola,
Hast du von der KK gleich mit einer Zusage gerechnet?
Dass die Barmer da erst mal eine Ablehnung schickt, ist doch mehr als klar.
Ich wette sie haben in den Schreiben auch das falsche Pronomen verwendet 🙄

Ich bin am überlegen, bei den nächsten Antrag gleich den Wiederspruch zur Ablehnung mir rein zu packen um einmal das Porto zu sparen 😅

Am Ende bezahlen sie die Behandlung und die Anwaltskosten.
Aber man muss froh sein, daß in Deutschland nur ein wenig Papierkram ausgefüllt werden muss. 🤷🏼"â™€ï¸

Liebe Grüße und viel Erfolg, ich drücke dir die Daumen.
Zoii🏳️"âš§ï¸💓
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Re: Brustaufbau mit Eigenfett (Lipofilling)

Post 7 im Thema

Beitrag von NikolaAusR »

Zoii_20 hat geschrieben: Di 10. Aug 2021, 01:15Hast du von der KK gleich mit einer Zusage gerechnet?
Dass die Barmer da erst mal eine Ablehnung schickt, ist doch mehr als klar.
Hallo Zoii (has-o)

Nöö.
Mir war klar, dass wegen 'keine kassenärztliche Leistung' nix gehen wird.

Liegt aber eher an der Gesetzgebung als am Willen der Kostenträger. Die müssen sich an die Vorgaben der Sozialgesetzgebung halten. Ich werd auf jeden Fall bis zur 2. Instanz durchziehen und dann mal sehn, was wie zu erreichen war...

Ich hatte bisher bei den KÜ keine Probleme.
NadelEpi, damals noch bei der DVEE- Kosmetikerin und GaOP gingen glatt durch.

Um bei der Gesetzgebung etwas verändert zu bekommen, ist wichtig, im September die Kreuzchen an der richtigen Stelle zu machen. Mir sind bisher nur zwei Parteien bekannt, die in Sachen trans Versorgung an Entwürfen für eine adäquate Versorgung arbeiten...

Liebe Grüße
Nikola
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Re: Brustaufbau mit Eigenfett (Lipofilling)

Post 8 im Thema

Beitrag von NikolaAusR »

Hallo ihr Lieben,

der Widerspruch durch meine Anwältin ist letzte Woche raus gegangen.

Eine dgti- Beratungsperson bezeichnete das Nachfolgende als "ganz schön scharf - aber gut - geschrieben"
Ich bin gespannt, wie es weitergeht.
Ihrer Auffassung, wonach eine Finanzierung der Behandlungsmethode des Lipofillings durch die gesetzlichen Krankenkassen nicht möglich sei, solange der Gemeinsame Bundesausschuss die Methode nicht anerkannt habe, kann nicht gefolgt werden.
Gemäß -§ 137 c Abs. 3 SGB V in der Fassung vom 12.12.2019 dürfen im Rahmen einer Krankenhausbehandlung auch Untersuchungs- und Behandlungsmethoden, zu denen der GBA bisher keine Entscheidung getroffen hat, angewandt und von den Versicherten beansprucht werden, wenn sie das Potential einer erforderlichen Behandlungsalternative bieten und ihre Anwendung nach den Regeln der ärztlichen Kunst erfolgt, sie also insbesondere medizinisch indiziert und notwendig ist.
Im Unterschied zur früheren Fassung gewährt -§ 137 c Abs. 3 SGB V nunmehr einen Leistungsanspruch des Versicherten.
Mit dem EIRD wurde durch den Gesetzgeber in Abs. 3 die Formulierung zur Anwendung von Methoden mit dem Potential einer erforderlichen Behandlungsalternative im Rahmen einer Krankenhausbehandlung dahingehend ergänzt, dass diese auch von den Versicherten beansprucht werden dürfen. Zudem wurde in -§ 39 Abs. 1 Satz 1 SGB V ein zweiter Halbsatz angefügt, wonach die Krankenhausbehandlung auch Untersuchungs- und Behandlungsmethoden umfasst, zu denen der GBA bisher keine Entscheidung nach -§ 137 c Abs. 3 SGB V getroffen hat und die das Potential einer erforderlichen Behandlungsalternative bieten.

Durch diese Ergänzungen sollte nach den Ausführungen im Bericht des Ausschusses für Gesundheit zum Entwurf des EIRD auch leistungsrechtlich klargestellt werden, dass Versicherte im Rahmen einer Krankenhausbehandlung Anspruch auf die Versorgung mit Methoden haben, die das Potential einer erforderlichen Behandlungsalternative bieten. Diese Klarstellung war seitens des Ausschusses ausdrücklich für erforderlich erachtet worden, da in der Rechtsprechung des ersten Senats des Bundessozialgerichts ein solcher Anspruch bisher entgegen der lntention des Gesetzgebers negiert wurde.

Die Methode des Lipofillings erfüllt die genannten Voraussetzungen.

Sie stellt eine Behandlungsalternative dar, die angesichts der bestehenden Gesundheitsstörungen bei der anderweitig in Betracht kommenden Brustprothese weniger invasiv und deutlich gesundheitsschonender ist.
Aufgrund der Versorgung unserer Mandantin mit [.....] ist der Einsatz eines lmplantats mit erheblichen Risiken
verbunden.
Zudem besteht aufgrund der körperlich schweren (Berufs-)Tätigkeit unserer Mandantin als Servicetechnikerin im technischen Außendienst die erhöhte Gefahr einer Implantatdislokation.
Die Methode des Lipofillings ist vorliegend auch medizinisch indiziert und notwendig, wie die behandelnde Chirurgin [.....] in dem lhnen bereits vorliegenden Attest vom 08.06.2021 bestätigt hat.

Auch sie sieht im Lipofilling die gesundheitsschonendste und sicherste Methode, zumal damit die vorliegend mit einer Prothese verbundenen Risiken wie Kapselfibrose, Implantatdislokation oder auch eine ALCL vermieden werden können.

Namens und im Auftrag unserer Mandantin beantragen wir daher, den Bescheid vom 01 .07 .2021 aufzuheben und die Kosten für den beidseitigen Brustaufbau mittels Lipofilling mit Eigenfett zu übernehmen.
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Re: Brustaufbau mit Eigenfett (Lipofilling)

Post 9 im Thema

Beitrag von Engelchen »

Da bleibe ich mal mit dran.
Ich denke bei meinen Gesundheitlichen Risiken wäre das eine Alternative

Lisa
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Hannah S.
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Re: Brustaufbau mit Eigenfett (Lipofilling)

Post 10 im Thema

Beitrag von Hannah S. »

Hallo,

mir ging heute die Kostenübernahmezusage meiner Kasse zu. (smili)
Ich hatte mein Beratungsgespräch in Radebeul, daraufhin das Anschreiben der Klinik zur Weiterleitung an die Kasse mit dem obligatorischen "..bitten um Zusage der Kostenübernahme..." und der Empfehlung durch den behandelnden Arzt für dieses konkrete Verfahren (Liposuktion/filling) zugesendet bekommen. Ich selbst habe die notwendige Fotodokumentation des Oberkörpers in verschiedenen Persepektiven angefertigt und zusammen mit meinem Anschreiben und eigenem Antrag an meine Kasse geschickt.
Die Unterlagen wurden an den MDK weitergeleitet. Über den Antrag wurde im Rahmen der Einzelfallentscheidung entschieden. Eine Woche vor Ablauf der Frist nun heute die Zusage.
Ich hatte ehrlich gesagt nicht damit gerechnet und mich schon auf ein Widerspruchs- und Klageverfahren eingestellt.
Ich kann über meine Kasse (drei Großbuchstaben) nicht viel schlechtes sagen.
Wirklich versagt hatte die nur bei der Ausgabe der Versichertenkarte vor der PÄ/VÄ. (Epilation habe ich nie beantragt, sondern von vorn herein selber bezahlt)

Nikola, ich wünsch Dir Erfolg und halte die Daumen!

Viele Grüße
Hannah

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NikolaAusR
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Re: Brustaufbau mit Eigenfett (Lipofilling)

Post 11 im Thema

Beitrag von NikolaAusR »

Hallo miteinander,

die Barmer hat meine Unterlagen nach dem Widerspruch am 10.09. an den MDK weitergeleitet.
Seitdem warte ich....

Engelchen hat ja mittlerweile eine KÜ von der Barmer erhalten.
Das stimmt mich vorsichtig optimistisch.

Liebe Grüße
Nikola
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Re: Brustaufbau mit Eigenfett (Lipofilling)

Post 12 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2022-03-18 »

Hallo,
Ich überlege auch schon seit längerem wegen einem Brustaufbau.
Weiß zufällig jemand wieviel Eigenfett da benötigt wird?
Weil ich wiege mit meinen 1,72m leider nur 58 Kg und kann mir irgendwie nicht vorstellen, von wo da das Fett weggenommen werden könnte :/
Silikon möchte ich nicht, weil ich keine Fremdkörper in meiner Brust haben möchte.
Aber kein Brustaufbau wär auch blöd, weil bei mir in über 4 Jahren fast nichts gewachsen ist.

LG Alexandra )))(:
ExuserIn-2022-03-18
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Re: Brustaufbau mit Eigenfett (Lipofilling)

Post 13 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2022-03-18 »

Hallo,
Ohje, das Thema ist aber weit nach hinten gerutscht :(
Ich änder das Mal :wink:

Lg, Alexandra )))(:
Cybill
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Re: Brustaufbau mit Eigenfett (Lipofilling)

Post 14 im Thema

Beitrag von Cybill »

Hier kommt die Spaßbremse!

Die KKs tun sich deshalb mit Lipofilling schwer, weil die gesundheitlichen Risiken (Fettembolie) wesentlich größer sind, als bei den konventionellen Methoden mit Implantaten. Dasselbe gilt auch für den Brazilian-Butt-Lift. Da die gesetzlichen Kassen dazu angehalten sind, die Risiken und Folgekosten von Behandlungen möglichst gering zu halten, dürfte es sehr schwer sein, diese Behandlung gezahlt zu bekommen.

Das gilt auch für den Rest des Strauß von feminisierenden Eingriff:
Wenn frau nicht ein Gesicht wie Boris Karloff (Frankensteins Monster) hat, dann ist auch die FFS nur äußerst schwer zu bekommen.
Auch die Stimmfeminisierung ist so ein Thema - lieber zahlt man jahrelange Logopädie...
...um dann festzustellen, dass eine Stimmbandstraffung doch besser ist. Aber auch hier gilt der Risikovorbehalt.

Ich möchte nicht unken, aber wenn ich mir angesichts der Corona-Pandemie die Zahlen der Kassen so ansehe, da wird es schwierig werden, umfassendere Behandlungsrahmen für transidenten Personen zu verhandeln.

Cy
Scio quid nolo! - Ich weiß was ich nicht will!

Im Übrigen: Ich bin nicht hauptberuflich transsexuell!
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Re: Brustaufbau mit Eigenfett (Lipofilling)

Post 15 im Thema

Beitrag von Hannah S. »

Cybill hat geschrieben: Mo 1. Nov 2021, 14:59 Die KKs tun sich deshalb mit Lipofilling schwer, weil die gesundheitlichen Risiken (Fettembolie) wesentlich größer sind, als bei den konventionellen Methoden mit Implantaten. Dasselbe gilt auch für den Brazilian-Butt-Lift. Da die gesetzlichen Kassen dazu angehalten sind, die Risiken und Folgekosten von Behandlungen möglichst gering zu halten, dürfte es sehr schwer sein, diese Behandlung gezahlt zu bekommen.
Naja, das ist der "Stand der Technik" von vor 15 Jahren. Damals wurden z.T. ohne Sinn und Verstand in einem Rutsch Unmengen Fett eingespritzt. Das hatte dann die erwähnten Fettembolien zur Folge. Mittlerweile gibt es zur autologen Fetttransplantation eine S2-Leitlinie.

https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitl ... laufen.pdf

Somit haben sich fachlich anerkannte Behandlungsstandards etabliert und es handelt sich dabei um ein erprobtes und bewährtes Verfahren auch beim Brustaufbau nach Brustkrebs-OPs. Die Aufklärungsgespräche, wenn sie verantwortungsvoll geführt werden, beinhalten ganz klar, dass es sich beim Brustaufbau mit einzuspritzendem Eigenfett um ein mehrstufiges Verfahren mit 2-3 Anwendungen im Abstand etwa eines halben Jahres handelt, weil immer nur eine begrenzte Menge Fett verpflanzt werden kann, eben damit Embolien vermieden werden und das Fett vom umliegenden Gewebe auch aufgenommen werden kann.

Dass die Risiken bei Liposuktion/Lipofilling größer seien als bei Silikonimplantaten, ist eine bloße Behauptung, die ebensogut umgekehrt aufgestellt werden kann. Es gibt dazu meines Wissens keine brauchbaren Erhebungen, die das eine oder auch das andere belegen. Die Argumentation der Kassen mit unwägbaren Risiken (so sie denn überhaupt noch so angeführt wird) dürfte eher als Totschlagargument bei der Abwehr von Kostenübernahmeersuchen, als der Fürsorgepflicht gegenüber ihren Kundinnen geschuldet sein. In dem einzigen Urteil zur Sache hat der bearbeitende MDK der Kasse die Kostenübernahme empfohlen, weil sie nach Einschätzung des MDK einen etwaigen Prozess verlieren würde, was letztinstanzlich dann auch so eingetreten ist.

-Alexandra- hat geschrieben: Sa 30. Okt 2021, 23:31 Hallo,
Ich überlege auch schon seit längerem wegen einem Brustaufbau.
Weiß zufällig jemand wieviel Eigenfett da benötigt wird?
Weil ich wiege mit meinen 1,72m leider nur 58 Kg und kann mir irgendwie nicht vorstellen, von wo da das Fett weggenommen werden könnte :/
Silikon möchte ich nicht, weil ich keine Fremdkörper in meiner Brust haben möchte.
Aber kein Brustaufbau wär auch blöd, weil bei mir in über 4 Jahren fast nichts gewachsen ist.

LG Alexandra )))(:
Hallo Alexandra, ohne körpereigenes Fett ist meines Wissens nichts möglich. Ich hatte meinem behandelnden Arzt die Frage gestellt, ob es eigentlich so etwas wie "Spenderfett" gäbe, falls nicht genügend eigenes vorhanden wäre. Da hat er nur bedauernd den Kopf geschüttelt und gemeint, dass er sich zwar gern als Spender zur Verfügung stellen würde, das aber generell nicht möglich sei - aber vielleicht hat da hier auch jemand andere Infos?

Liebe Grüße
Hannah

*.*
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