Habs gerade meiner Frau erzählt...
Habs gerade meiner Frau erzählt... - # 2

Intergeschlechtliche Menschen, Crossdresser, Transgender, Transidente: Diskussionen über partnerschaftliche Aspekte, Rat und Tat für PartnerInnen und Familie
Maike
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Re: Habs gerade meiner Frau erzählt...

Post 16 im Thema

Beitrag von Maike »

Hallo,

ja unsere Frauen! Bei mir/uns sieht es ähnlich aus. Nach dem Schock und dem Versuch nach Verständnis haben wir derzeit eine Phase der "Ignoranz", d.h. verdrängen und nicht darüber reden. Ich bin zwar super erleichtert, dass meine Frau jetzt darüber Bescheid weiß, aber einen gemeinsamen Umgang mit meiner weiblichen Seite gibt es leider noch (lange) nicht.

Allerdings kann ich sie auch ganz gut verstehen. Wenn ich mir vorstelle, es wäre andersherum: Meine Frau wollte auf einmal ein Mann sein, mit allem was dazu gehört (stark behaart, anderes Verhalten, männliche Kleidung,...) ... das wäre für mich doch zumindest "unangenehm" evtl. sogar undenkbar! Ich verlange es aber gerade von ihr: Ihr Mann wird zur Frau (ohne Körperhaare, sehr weibliche Kleidung ....). Das ist schon sehr sehr viel verlangt.

Auch wenn es mir schwer fällt: Ich lasse ihr erst einmal viel Zeit und versuche nach und nach mit ihr weiter darüber zu reden. Die möglichen Konsequenz - Trennung - ist für mich undenkbar. Aber ob es eine Zukunft für/mit "Maike" gibt ...?

Drücken wir uns mal gegenseitig die Daumen und hoffen auf eine Weg, der für uns und für unsere Frauen gehbar ist.

Liebe Grüße
Eure Maike
Es ist wie es ist. Aber es wird, was du daraus machst!
Kaye
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Re: Habs gerade meiner Frau erzählt...

Post 17 im Thema

Beitrag von Kaye »

"
Wenn ich mir vorstelle, es wäre andersherum: Meine Frau wollte auf einmal ein Mann sein, mit allem was dazu gehört (stark behaart, anderes Verhalten, männliche Kleidung,...)
"

Also ein bißchen (hust) Mann bin ich ja auch und ... Mann = stark behaart, anderes Verhalten, männliche Kleidung ... das ist ein Klischee. Ich bin als Mann nichts davon. Klar verhalte ich mich anders als "en femme" aber nicht betont männlich. Eher .. weiblicher als "normal".
Eine Frau die auf Schwarzenegger und Co steht bekommt man so natürlich nicht rum, aber wer will das schon ;)
Regina
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Re: Habs gerade meiner Frau erzählt...

Post 18 im Thema

Beitrag von Regina »

Hallo zusammen,

es fällt mir schon manchmal schwer die Gedanken einiger Mädels nachzuvollziehen.
Die Frauen habe sich in den letzten 30 Jahren sehr emanzipiert. Frauen können heute in diesem Land alles machen und alles werden. Sie werden dabei nicht einmal mehr schief angeschaut. Mit Recht haben sie sich aus der Rolle, die ihnen in noch weit über die Mitte des letzten Jahrhunderts zugedacht war, befreit. Sie tragen selbstverständlich Hosen, Holzfällerhemden und Boxershorts.
Kein Mann käme auch nur auf den Gedanken zu seiner Frau zu sagen: "Das da in der Hose bist Du? Wir müssen uns trennen. Ich bin doch nicht schwul." Denn das wäre politisch nicht korrekt. Dennoch bringt man uns, immer wieder genau solche Äußerungen entgegen.
Sicher hatten es die Frauen nicht leicht, als sie sich von ihren gesellschaftlichen Zwängen befreiten. Sie mussten sich bestimmt von ihren und auch von anderen Männern so einiges anhören. Aber sollte sie das nicht ein wenig empfindsamer machen? Sollten sie nicht in der Lage sein zu verstehen, dass auch wir, zumindest gelegentlich aus der uns von der Gesellschaft zugedachten Rolle ausbrechen wollen? Sie dürfen sich weiter entwickeln aber uns möchten sie bitte immer gern, im Anzug mit Krawatte als den erfolgreichen Ernährer und Beschützer vorzeigen.

Da haben viele von uns jahrelang Schiss diese harmlose Leidenschaft ihrer Frau gegenüber einzugestehen. Warum eigentlich? Was ist denn blos so schlimm daran?

Meine Damen, es tut mir Leid. So läuft das nicht.

Liebe Grüße,
eine leicht angesäuerte
Regina
Kaye
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Re: Habs gerade meiner Frau erzählt...

Post 19 im Thema

Beitrag von Kaye »

Du wirfst da aber Dinge zusammen die nicht zusammen gehören Regina.

Emanzipation ist eine Sache, eine Frau in einer Hose bleibt aber eine Frau mit Hose. Sie klebt sich keinen Bart an und steckt sich auch kein Genital aus Silikon in die Hose.
Es ist schon ein entscheidender Unterschied ob man Dinge für sich in Anspruch nimmt die bislang dem anderen Geschlecht vorbehalten waren (Hosen, Holzfällerhemden, wählen gehen, studieren etc) oder ob man das Geschlecht "wechselt". Selbst Frauen die sich damals als Mann verkleidet haben, nur um zB eine Universität besuchen zu dürfen, gehören in eine andere Kategorie.
Dana
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Re: Habs gerade meiner Frau erzählt...

Post 20 im Thema

Beitrag von Dana »

Moin Moin

@ regina: warum denn angesäuert? Ich finde es durchaus interessant wenn andere Menschen andere Meinungen vertreten. Davon lebt der Chat doch.
Weder Du noch ich, können erwarten das Andere genauso denken wie wir.

Liebe Grüße
Dana
--- Ich bin nur verantwortlich für das was ich schreibe, nicht für das was Andere verstehen! ---

Liebe Grüße
Dana
Yasmine
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Re: Habs gerade meiner Frau erzählt...

Post 21 im Thema

Beitrag von Yasmine »

Hallo zusammen,
ich weiß jetzt nicht, ob man das hier nicht doch wieder zu sehr polarisiert.
Schließlich werden unsere Frauen mit einer Relaität konfrontriert, die sie bisher nicht einmal ahnten.
Wir selber hatten Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte Zeit, dies in uns "reifen" zu lassen und nun sollen unsere Partnerinnen das sofort akzeptieren?
Ich denke, das geht nicht. Schließlich ist plötzlich ihr gewohnter Mann ein ganz anderer. Das braucht einfach seine Zeit.
Ich für meinen Teil denke z. B. auch nicht, dass ich mit meiner Frau irgendwann einmal en-femme rausgehen werde.
Aber für mich ist das nicht schlimm. Es ist vermutlich auch ein ganz großes gesellschaftliches Hindernis, das hier dazukommt.
Ich denke, dass unsere Partnerinnen toleranter wären, wenn das Bild des Mannes nicht so einseitig gezeichnet werden würde.
Nur diese Veränderung werden wir nicht herbeirufen können, wenn wir das andere Geschlecht für diesem Mißstand verantworlich machen.
Wir selber als Männer sollten damit anfangen, uns zu verändern. Wenn man so will, die weibliche Seite rauszulassen.
Das muss ja nicht immer nur in dem Crossdressen enden. Es gibt ja noch andere Eigenschaften wie zuhören, reden, lieben, schwach sein, weinen u .v. m.,
die man uns nicht zutraut.
Da fängt für mich bereits die Veränderung an. An dieser arbeite ich seit langem und daher kann ich mich auch nicht klar unterscheiden in heute Mann, morgen Frau
oder so. Ich will das sein, was ich sein will.


In diesem Sinne
LG
Yasmine
Regina
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Re: Habs gerade meiner Frau erzählt...

Post 22 im Thema

Beitrag von Regina »

Hallo Kaye,

ich sehe das schon ein wenig anders. Die Männer wollten seinerzeit die Frauen auch nur am Herd und für die Kindererziehung. Das Essen musste auf dem Tisch stehen wenn der Herr Gemahl abends nach hause kam. Die Dame schick gekleidet und am Abend zum Sex bereit.

Die Frauen, die so herb reagieren, wollen nur den starken Mann zu hause. Den Kerl. Den erfolgreichen Ernährer der Familie. Den potenten Stecher im Bett. Den Vorzeige Mann.

Was mich maßlos ärgert ist, dass es Frauen gibt, die uns nicht erlauben aus unserer festgeschriebenen Rolle auszubrechen.
Das wird bestraft mit dem Zerschneiden und Wegwerfen unserer Sachen.
Schweigen.
Liebesentzug.

Wenn ich so etwas lese macht mich das wütend und traurig zugleich.

Aber vielleicht hast Du Recht und ich bin nur verärgert über so intolerante Damen die nicht das geringste Gespür dafür haben, dass sich da jemand ihnen gegenüber öffnet. Ihnen etwas anvertraut, was Ihn schon so lange berührt. Klar kann ich verstehen, dass dann Ängste hochkommen. Aber darüber kann man dann doch reden.

Liebe Grüße,
Regina
Kaye
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Re: Habs gerade meiner Frau erzählt...

Post 23 im Thema

Beitrag von Kaye »

Regina cd hat geschrieben: Was mich maßlos ärgert ist, dass es Frauen gibt, die uns nicht erlauben aus unserer festgeschriebenen Rolle auszubrechen.
Das wird bestraft mit dem Zerschneiden und Wegwerfen unserer Sachen.
Schweigen.
Liebesentzug.
Solche Menschen wird es immer geben, als Frau und als Mann. Gibt ja auch genug Männer die ihren Frauen vorschreiben möchten wie sie zu sein haben.

Wenn man sich outet muss man darauf gefasst sein, dass es ggf Probleme gibt. Wenn die Frau damit überhaupt nichts anfangen kann und ein solch aggressives Verhalten zeigt, dann muss man sich wohl eingestehen dass man nicht zusammen passt.
Anne-Mette
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Re: Habs gerade meiner Frau erzählt...

Post 24 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Guten Abend,
Und trotzdem ist es auch heute für mich noch manchmal schwer, die "Seitenwechsel" hinzukriegen, mit niemandem reden zu können, mich zu fragen, wohin die Reise noch gehen mag.
Warum kann man (kannst Du) mit niemandem reden?
Ich habe machmal das Gefühl, man kann überhaupt nicht "mit jemandem reden".
Na klar, über Heizölpreise...
... vielleicht über die Kinder...
... den Weihnachtsurlaub...
... "die Politik"...
... die Arbeit... (oberflächlich)...
...die Frau/den Mann (?) (mit Maske)...
... aber so richtig "ans Eingemachte?"
Das ist kaum möglich - allerdings auch nicht zu anderen intimen Themen. Schade.
An was liegt das? Angst, sich zu offenbaren? Verabschiedung von einer "heilen Welt?"

Gruß
Anne-Mette
Marielle
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Re: Habs gerade meiner Frau erzählt...

Post 25 im Thema

Beitrag von Marielle »

Hallo, Guten Tag,

zu der Sprachlosigkeit gibt es nach meiner Meinung zwei wesentliche Gründe; Die Angst vor vor dem Zwang sich mit etwas auseinandersetzen zu müssen oder sogar davor abgelehnt zu werden. All das wovon man glaubt der Gesprächspartner hat eine ähnlich Ansicht dazu (weil er aus dem gleichen Umfeld kommt) wird ohne weiteres angesprochen. Als profanes Beispiel können die Heizöl-oder Spritpreise dienen; Oft habe ich es erlebt, das Menschen mir gegenüber lamentieren wollten, der Sprit sei zu teuer. Sobald sie merkten das ich denke er müsste noch viel teurer sein, war das (völlig belanglose, oft anonyme) Gespräch abrupt zu Ende.

Ich glaube, dass grade Männer echte Kommunikationskrüppel sind. Sie sind Rudeltiere mit Geltungsdrang oder glauben wenigstens das sein zu müssen. So einem Männchen auf dem Weg zum Alphatier kann ja nichts schlimmeres passieren als abgelehnt zu werden. Also hält es die Klappe und leidet still.

Mir hat damals eine Frau in einem Forum sehr geholfen den richtigen Weg zu finden "es" meiner Frau zu sagen. Dieser Weg führte über eine m.E. sehr "weibliche" Eigenschaft, die Fähigkeit zu reden. Die ist viel schwieriger anzunehmen als es zu lernen ist elegant auf 10cm-Absätzen zu gehen.


Regina, sicher hast du prinzipiell recht. Wenn "die" Hosen tragen, dürfen wir auch Röcke tragen. Vielleicht wird das eines Tages auch so sein; Wenn wir den "Kampf" geschafft haben, den die Frauen in Hosen schon vor Jahrzehnten gewonnen haben. Wieviel Ablehnung haben die ersten Frauen in Hosen erfahren? Wir "Alpha-Memmen" sind eben noch nicht soweit, haben uns viel zu lange vor dem "Kampf" gedrückt.


Lara, wenn das so ist wie du scheibst, dann rede mit ihr! In leisen Tönen, offen und ehrlich. Ich bin nicht sicher, ob es eine gute Idee war, ihr den Frauenbrief von Jula zu geben. Sie könnte es als, von männlicher Seite diktierte, Handlungsaufforderung verstehen, als deine Erwartung, dass sie sich genauso verhalten soll wie die Frau die den Brief schrieb. Es ist ein schöner Text der schönes beschreibt, aber er handelt von anderen Menschen als euch beiden.

Nun kommt eine etwas schwierige Passage, aber vielleicht hilft sie dir; Wenn ich ehrlich bin, scheint durch deine Äusserungen hier im Chat öfter mal eine sehr männliche Haltung durch. Erwartung, Anforderung, Tat, Ergebnis. So kannst du dein Outing gegenüber deiner Frau m.E. nicht handhaben. Du hast ihr etwas zu erklären. Ob es nun ein Fetish für Damenkleidung oder eine weibliche Seite tief drinnen ist. Erst wenn du für dich klar hast WAS es ist, wenn DU darüber reden kannst, hat sie die Chance es zu verstehen. Wenn du willst, dass sie deine Freundin wird, musst du ihre Freundin sein ;)


Marielle
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
Regina
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Re: Habs gerade meiner Frau erzählt...

Post 26 im Thema

Beitrag von Regina »

Hallo zusammen,

versteht mich bitte nicht falsch. Mir ist schon bewusst hier einige Dinge in den Ring geworfen zu haben die nicht unmittelbar miteinander zu tun haben. Kaye hat das ja in Ihrem Beitrag bereits heraus gefiltert.
Kaye hat geschrieben:Es ist schon ein entscheidender Unterschied ob man Dinge für sich in Anspruch nimmt die bislang dem anderen Geschlecht vorbehalten waren (Hosen, Holzfällerhemden, wählen gehen, studieren etc) oder ob man das Geschlecht "wechselt".
Ich möchte hier auch nicht zur Wut-Transe mutieren und mir geht es auch nicht darum den Partnerinnen, die generell zu einem Gespräch bereit sind gegen das Schienbein zu treten.
Ich verbeuge mich virtuell vor allen Partnerinnen hier im Forum und allgemein, die bereit sind sich konstruktiv mit diesem Thema auseinander zusetzen. Ihr habt meine Hochachtung.

muc.muc, es ist absolut legitim wenn man sagt das man gerade nicht in Stimmung für einen Rollenwechsel ist. Genauso wie man manchmal eben auch keine Lust auf Sex hat. Kommt ja auch vor. Das ist dann zu akzeptieren.

Sicher ist es auch richtig , dass wir (Transgender, Crossdresser, ...) sehr viel mehr Zeit hatten uns mit dem Thema auseinander zu setzen als unserer Partnerinnen. Das hebe ich ja auch immer hervor wenn es darum geht. "wie sage ich es meiner Frau?" Eine Einleitung wie:
muc.muc hat geschrieben:"...ach übrigens, was ich Dir noch sagen wollte, da in der Kiste liegen meine Brüste"¦..die trage ich immer, wenn Du nicht da bist"¦.."
zeugt nun auch nicht von sehr viel Einfühlungsvermögen.

Was führt dann aber dazu, dass so viele von uns sich nicht trauen sich mitzuteilen? Dass sie lieber jahrelang ihre Partnerin hinter das Licht führen bis die Schuld so in ihnen nagt, dass sie es nicht mehr aus halten (Was sicher auch nicht die beste Voraussetzung für ein offenes und gleichberechtigtes Gespräch ist). Ich denke, es ist genau diese Angst, dass so etwas passiert wie es einige hier beschreiben.
  • Warum müssen wir aber davor Angst haben?
  • Warum wird es uns von einigen Damen nicht gestattet bzw. nicht zugestanden gelegentlich die Rolle zu wechseln?
Ich habe das Glück eine Partnerin zu haben der es Spaß macht mit mir als Frau etwas zu unternehmen. Sie freut sich für mich wenn sie sieht bzw. erlebt, wie gut es mir dabei geht wenn ich mich als Frau zurecht mache. Wir genießen es beide, an langen Winterabenden unsere kompletten Schmink Sachen auf dem Wohnzimmertisch auszubreiten und irgendwelche Schmink Techniken auszuprobieren. Dadurch, dass ich mich gern weiblich kleide, hat auch sie wieder zu mehr modebewusstem Styling gefunden. Sie weiß ja trotzdem ganz genau wer da in dem Kleidchen steckt. Ich bin doch nach wie vor ihr Partner. Den sie seit vielen Jahren kennt. Der ihr zur Seite steht. Mit dem sie bereits so viele Erlebnisse teilt. Ich wende mich doch nicht von ihr ab.

Ich finde eher das Gegenteil ist der Fall.
Ein Man der sich seiner Partnerin gegenüber öffnet, wendet sich ihr zu.
Was führt dann aber dazu, dass Sie sich abwendet anstatt zumindest zu versuchen ihn zu verstehen.

Liebe Grüße,
Regina
Lampenschirm
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Re: Habs gerade meiner Frau erzählt...

Post 27 im Thema

Beitrag von Lampenschirm »

... da werfe ich doch jetzt mal ketzerisch ein, dass doch gerade ihr das "ganzer-Kerl-Image" besonders gepflegt habt, um nicht etwa als Tunte dazustehen.
(nicht böse sein, musste ich jetzt mal loswerden).
Ich denke, es gibt die einen, die früh ihren Partnerinnen gegenüber die Karten auf den Tisch legen, und die anderen, die sich mit ca. 50 Jahren entweder versehentlich selbst verraten, oder endlich trauen, sich zu erklären. Die leben dann dreißig Jahre in einer Beziehung, haben ein Image gepflegt und wundern sich jetzt, dass ihre Frauen ein Verständnisproblem haben.
Und Suffragetten waren echt nicht beliebt, als sie anfingen, Frauenrechte umzukrempeln bzw. einzufordern.
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Re: Habs gerade meiner Frau erzählt...

Post 28 im Thema

Beitrag von Kaye »

Regina cd hat geschrieben:Dass sie lieber jahrelang ihre Partnerin hinter das Licht führen bis die Schuld so in ihnen nagt, dass sie es nicht mehr aus halten
Ich sehe da kein "hinters Licht führen". Es handelt sich um ein kleines, persönliches Geheimnis, das nur mit einem selbst etwas zu tun hat. Jeder darf ein Geheimnis haben, auch Eheleute oder Partner. Solange keine dritte Person darin verwickelt ist sehe ich da gar kein Problem.
Als ich meine Frau kennengelernt habe wußte ich auch nicht alles von ihr und hab mich trotzdem in sie verliebt. Meinem Partner seine kleinen Geheimnisse zu lassen ist ein Zeichen von Respekt und Achtung. Jeder Mensch hat irgendwas von dem nur er/sie etwas weiß oder worüber er/sie nicht spricht, mal mehr mal weniger banal.

Von Schuld würde ich auch nicht sprechen. Wir brauchen uns nicht zu schämen und wir kommen auch nicht in die Hölle. (Mag sein das Menschen mit besonderen religiösen Ansichten da anderer Meinung sind.)
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Re: Habs gerade meiner Frau erzählt...

Post 29 im Thema

Beitrag von Yasmine »

Lampenschirm hat geschrieben:... da werfe ich doch jetzt mal ketzerisch ein, dass doch gerade ihr das "ganzer-Kerl-Image" besonders gepflegt habt, um nicht etwa als Tunte dazustehen.
(nicht böse sein, musste ich jetzt mal loswerden).
Ich denke, es gibt die einen, die früh ihren Partnerinnen gegenüber die Karten auf den Tisch legen, und die anderen, die sich mit ca. 50 Jahren entweder versehentlich selbst verraten, oder endlich trauen, sich zu erklären. Die leben dann dreißig Jahre in einer Beziehung, haben ein Image gepflegt und wundern sich jetzt, dass ihre Frauen ein Verständnisproblem haben.
Und Suffragetten waren echt nicht beliebt, als sie anfingen, Frauenrechte umzukrempeln bzw. einzufordern.
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Besser hätte man es nicht beschreiben können. Ich stimme dir voll und ganz zu!

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Re: Habs gerade meiner Frau erzählt...

Post 30 im Thema

Beitrag von Lina »

Lampenschirm hat geschrieben:... da werfe ich doch jetzt mal ketzerisch ein, dass doch gerade ihr das "ganzer-Kerl-Image" besonders gepflegt habt, um nicht etwa als Tunte dazustehen.
(nicht böse sein, musste ich jetzt mal loswerden).
...
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Ja, meine Lichterscheinung,

tendenziell hast du da sogar Recht, denke ich. Einige haben wirklich Angst und klammern sich an das "ganzer-Kerl-Image". Wovor auch immer sie Angst haben. Das Image lebte ich auch mal - weil man es von mir erwartete und ich noch nicht entdeckt hatte, dass es auch anders geht. Ich war sogar irgendwann im Alter von 25 sogar überrascht, dass es viel leichter war den ganzen Kerl zu geben, als ich mir vorgestellt hatte. Gleichzeitig furchtbar dämlich und unzufriedenstellend.

Warum klammern die (einige) sich dann so desperat daran, obwohl die wissen, dass sie im Inneren ganz anders sind? Wovor genau haben die Angst? Wovor hatte ich Angst, habe ich mich damals auch gefragt - ich kam aber nach und nach zum Schluss, dass es nur wenige Situationen gibt, wo ich Angst haben muss, meine weibliche Seite deutlich zu zeigen.
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