Der Text ist wenig informativ und liest sich eher wie ein Werbetext für eine neu eröffnete ärztliche Praxis, der versucht so zu tun, als würde er einem journalistisch recherchierten Text entsprechen.
Einfach schlecht geschrieben. Auch wenn es der Zensi aus Erding helfen könnte, schafft es eventuell bei Franziska aus München/Pasing Verdruss, da sie sich wieder mit den endlich überwunden geglaubten Vorurteilen (Leben im falschen Körper, aus einem Mann eine Frau machen, Geschlechtsumwandlung) auseinander setzen muss.
Geschimpft wird immer viel, von allen Seiten, und gefragt, ob mensch das jetzt noch sagen dürfe, ob etwas verboten wäre oder werden sollte...
Unabhängig davon verfestigt sich bei mir der Gedanke, dass auch wenn der Artikel gut gemeint sein sollte, er auf alle Fälle nicht gut gemacht ist. Dem Phänomen der geschlechtlichen Inkongruenz oder Dysphorie nähert er sich eigentlich nicht und wollte das wahrscheinlich auch gar nicht.
Was ist also der Mehrwert für Zensi?
Dass sie weiß, dass es jetzt diese Praxis gibt?
Ich glaube, dass es möglich ist, auch respektvoll, vorurteilsfrei, aufklärend für alle zu schreiben, ohne dass sich der Text so ließt, als wäre er einem Soziologie Lehrbuch entnommen oder anders ausgedrückt ohne dreifach gesinnungsgereinigte, politisch hyperkorrekte und dreifach gegendert zu sein, aber dafür sehr wohl wohl abgewogen.
Alex