Ich und Tina gegen Rassismus - Bericht/Bilder unserer Vortragsteilnahme bzgl. Fremdenfeindlichkeit + IHR SEID GEFRAGT
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Laila-Sarah
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Re: Ich und Tina gegen Rassismus - Bericht/Bilder unserer Vortragsteilnahme bzgl. Fremdenfeindlichkeit + IHR SEID GEFRAGT

Post 1 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Hallo Jennifer,

als Migrantenkind mit Eltern aus verschiedenen Ländern und mit jüdischen Wurzeln. Kenne ich, obwohl ich kulturell und sonst wie völlig Integriert bin, dieses ... meh, die ist nicht wirklich eine von uns ... Haltung. Früher auf dem Schulhof und davor war es schon extremer. Da gab es schon mal Kloppe oder wüste Beleidigungen. Na gut ich vereine einige Feindbilder - und mit dem CD noch eins dazu - aber dies alles passiert obwohl ich seit Anfang deutscher bin und hier aufgewachsen bin. Quasi eigentlich dazu gehöre. Und sonst auch nichts anderes kenne. Jetzt kann ich mir vorstellen, wie es sein muss, wenn man als Flüchtling - also Persona non Grata - von den lieben Wutbürgern empfangen wird. Deshalb habe ich auch sehr viel Mitleid mit diesen Menschen obwohl sie natürlich auch Spreu wie Weizen beherbergen und mit unseren Werten und Lebensweisen am Anfang nicht wirklich klar kommen, ist doch diese Art der negativen Willkommenskultur genau jene, die die Klüfte noch größer macht, Ghettos entstehen lässt und die radikalen unter den Migranten Munition in die Hand gibt. Gerade in Plauen gab es vor nicht langer Zeit komische Märsche mit schrecklichen Uniformen etc. Es erfordert bestimmt viel Mut gerade dort als jemand die selbst als LGBTI-Minderheit gefährdet ist, sich noch für andere gefährdete Minderheiten stark zu machen. Da hast du meinen Respekt :tophat:

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rika
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Re: Ich und Tina gegen Rassismus - Bericht/Bilder unserer Vortragsteilnahme bzgl. Fremdenfeindlichkeit + IHR SEID GEFRAGT

Post 2 im Thema

Beitrag von rika »

Im Sommer 2016 wurde ich als Ortsvorsteher informiert, dass u.a. eine 10-köpfige Familie aus Afghanistan nach Braunfels kommt und in einem angemieteten Haus nicht sehr weit von mir untergebracht würde. Ich habe den Vermieter kontaktiert und die Nachbarn besucht, um sie zu informieren. Bis auf eine Reaktion - und die war heftig - alles gut. Der Vermieter absolut klasse und so kamen an einem Freitag von der Aufnahme in Herborn die neuen Nachbarn per Minicars nach Braunfels: 4 Kinder zwischen 4 und 10 mit Mama und Papa und seine Geschwister = Bruder und 4 Schwestern. Wir waren 4 oder 5 Leute und haben sie begrüßt. Nur die ca. 20jährige Marzia sprach gut Englisch.

Tausend Kleinigkeiten mussten erledigt und geregelt werden, die Ausländerbehörde war überfordert, und so halfen wir einfach, wie und wo es ging.

Aisha war 8 Jahre alt und musste in die Schule - da half meine Vernetzung als ehemaliger Elternsprecher - und Sana, ca. 4, sollte in die Kita gehen. Die war aber über 1 km weit weg und ihr Papa ging zum Deutschkurs. Also habe ich den Fahrdienst übernommen, mich als "Bringer" und "Abholer" in der Kita angemeldet (ging auch wieder, da bekannt). Die kurzen Fahrten waren herrlich: Sana lernte rasend schnell Deutsch und im Auto brachte sie mir afghanische Wörter bei. Ich war "Onkel Wagner".

Ich lud die ganze Familie zu mir nach Hause zum Grillen ein und musste lernen, dass ein Mann nicht "bedient" = Tisch deckt und Essen vorbereitet.

Marzia fand nach zwei Jahren einen Mann in Düsseldorf, aus Afghanistan aber mit Deutscher Staatsbürgerschaft. Sie heirateten und ich war eingeladen: ein phantastisches Erlebnis.

Mittlerweile wohnt nur noch der jüngere Bruder mit seiner Frau und dem kleinen Kind in Braunfels und er hat mich ziemlich enttäuscht. Ich hatte eine Stelle für ihn bei einem befreundeten Unternehmen in Wetzlar und er sollte erstmal 2 Wochen zur Probe kommen. Tag 1: viel zu spät, da es stark geregnet hatte. Tag 3: Bus verpasst, da er ca. 1,5 km laufen musste. So war es vorbei.

Ich habe wunderbare Menschen kennen gelernt, die ich nicht missen möchte, da sie mein "Menschenbild" erneut bereichert haben. Anm: ich war selbst 2 1/2 Jahre "Ausländer" in USA und habe weitere 1 1/2 Jahre auf Geschäfts- und Privatreisen außerhalb Deutschland's verbracht.

Aber ich erlebe auch immer wieder Vorurteile selbst in der eigenen Familie, wenn es um Menschen geht, die sicher nicht zu uns gekommen sind, weil es ihnen in ihrer Heimat zu gut ging.

Zum Schluss: ich mag Menschen (manche auch nicht) und habe sooo viele phantastische, interessante, tolerante getroffen, ganz gleich wio sie herkamen oder aussahen. Mit den Intoleranten ging es nie lange.

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Magdalena
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Re: Ich und Tina gegen Rassismus - Bericht/Bilder unserer Vortragsteilnahme bzgl. Fremdenfeindlichkeit + IHR SEID GEFRAGT

Post 3 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo Jennifer,

ich habe mir Zeit gelassen, um hier auch etwas zu schreiben. Auch ich bin im Osten groß geworden. Damals vor der Wende arbeitete ich in einem großen Betrieb, in dem auch Vertragsarbeiter aus den sozialistischen Bruderländern eingesetzt waren. Und auch wenn man sie damals unsere Freunde nannte, echte Kontakte kamen nicht zu Stande. Es war nicht gewollt, so habe ich es in Erinnerung. Die bei uns eingesetzten Menschen sollten ihre Ausbildung erhalten und dann quasi als Gegenleistung in der teils maroden Produktion einige Jahre arbeiten, bevor sie wieder in ihre Heimatländer zukehren sollten. Vereinzelt gab es dann dennoch Versuche sich gegenseitig kennen zu lernen. Vor allem die vietnamesischen Menschen nutzten ihre Fähigkeiten als Schneider. Modische Kleidung war damals in der DDR Mangelware, wie vieles andere auch. Jeans oder ganze Anzüge aus Popeline waren sehr gefragt in dieser Zeit.. Die Vietnamesen hatten eine Marktlücke entdeckt, würde man heute sagen.

So kam es, da ich das erste Mal privaten Kontakt mit diesen Menschen hatte. Viele Familien teilten sich eine Wohnung, wobei damals keine Familien eigentlich gemeinsam in der DDR arbeiten sollten. Sollte doch gesichert sein, dass diese ausgebildeten Fachkräfte zurück in ihre Heimatländer gehen. Und da den Aufbau des Sozialismus voranbringen. Aber da ist dann den Genossen hier und da ein Fehler unterlaufen. Jedenfalls kam ich in eine andere Welt, damals. Es roch anders. Sie bereiteten Speisen zu, welche ich nicht kannte. Und alles in fast unmittelbarer Nachbarschaft. Und doch nahmen die wenigsten es war.
Genauso mit den sowjetischen Soldaten, sie lebten sehr abgeschottet in ihren Kasernen. Einmal war ein Besuch bei unseren Waffenbrüdern angesagt. Der Besuch wurde organisiert, ohne weiteres war ein Zutritt zu den sowjetischen Kasernen nicht möglich. Wir wurden also vorher unterrichtet, was uns erwartet. Wie wir uns zu verhalten haben. Ein richtige kennen lernen war dies nicht. Im Gegenteil, es stärkte die vorhandenen Vorurteile, die fast jeder von uns mitbrachte. auf dem Papier gab es eine Deutsch-Sowjetische Freundschaft, sogar als Organisation. Nur war sie auch nicht wirklich mit Leben erfüllt.

Dann die Wende und der Zusammenbruch vieler Betriebe im Osten. Meinen Betrieb gab es nicht mehr. Auch die ausländischen Arbeitskräfte wurden nicht mehr gebraucht. Sie tauchten jetzt mehr in der Öffentlichkeit auf. Vietnamesen verkauften an jeder Straßenecke Zigaretten. Aber waren es noch die Vietnamesen, bei denen ich mir die Jeans nähen lies? Ich fand wieder Arbeit, musste aber viel pendeln, in die alten Bundesländer. Da war anfangs für mich das Gefühl der Ausländer zu sein.

Später fand ich wieder Arbeit in meiner Heimat in Sachsen. Da ergab es sich, nun auch mit einem ehemaligen Vertragsarbeiter zusammen zu arbeiten. Er hatte eine Sächsin zur Frau genommen. Wir verstanden und soweit ganz gut. Wir sind uns ein Stück weit näher gekommen. Ja, doch dann hat der Alkohol sich dem Mann angenommen. Leider. Versuche ihm zu helfen scheiterten. Doch gib es das ja auch in rein deutschen Familien.
Später, durch meine Arbeit vor allem, bin viel mit ausländischen Mitbürgern in Kontakt gekommen. auch mit den einstigen Freunden, Menschen aus der ehemaligen Sowjetunion. Und wie leicht es ist bei diesen Menschen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, wenn man sich ein wenig bemüht, die Begrüßung in Russisch erledigt. Das gibt auch mir ein unbeschreiblich schönes Gefühl zurück.

Jennifer, ich bin jetzt aber nicht so aktiv wie Deine Mutter Tina, es hat viele Gründe. Einiges liegt an meiner damaligen persönlichen Situation, die Arbeit und das Pendeln vor einigen Jahren. Heute ist es die Pflege meiner Eltern, die viel Zeit von mir verlangt. Aber ich denke, es sind auch die Kleinigkeiten im Alltag. Wie gehen wir miteinander und besonders mit Menschen aus einem andern Kulturkreis um.
Als die große Flüchtlingswelle Deutschland erreichte, war ich durch meine Arbeit bei einer der Flüchtlingsunterkünfte. Die Zustände da waren eigentlich Menschenunwürdig. Direkt was ändern konnte ich nicht. Viele brachten Sachen vorbei, die eigentlich niemanden nützten. Es sah eher aus, als ob viele so billig ihren Müll los wurden. Die andere Seite, wer, der nicht direkt mit dabei beschäftigt ist, wusste wie er wirklich helfen kann. Was gebraucht wurde. Dazu kommen die sprachlichen Hemmnisse.

Jetzt möchte ich noch etwas zum Thema Sprache schreiben. Da bin ich, dass gebe ich zu, zweigeteilt. Sollten die alten Bücher umgeschrieben werden oder nicht. Ich bin da eher der Meinung die alten Bücher sollten so bleiben, wie sie einst geschrieben worden. Sind sie doch so Zeugnisse einer Zeit, in der sie geschrieben worden. Erklärend sollte dann eine Anhang zugefügt werden.
Aber auch heute gibt es eben noch Menschen, welche sich bewusst verachtend äußern. Wenn dann darüber berichtet wird, sollte schon auch das so geschrieben werden. Sonst gelangen wir zu der Ansicht, was haben die alle bloß. Das ist doch ganz harmlos, was es eben nicht war.

Eine kleine Geschichte fällt mir noch ein. Ich habe sie irgendwo gelesen. Es geht um ein Lokal im Norden. Der Name des Lokals erregte bei einigen besonders auf Korrektheit bedachte Aufsehen. das Lokal wird von einem Mann, der aus Afrika stammt und schon lange in Deutschland lebt, geführt. Jedenfalls wollten die Herrschaften, welche sich an dem Namen störten, den Geschäftsführer sprechen. Sie glaubten nicht, dass der dunkelhäutige Mann der Geschäftsführer des Lokals ist. Ohne es zu wollen bekamen nun die beiden Korrekten eine Belehrung von dem Geschäftsführer.

In dieser kleinen Geschichte wurde mir klar, wie wichtig es ist, auch auf die Gefühle der zu uns Kommenden einzugehen. Sie bringen ihre eigene Geschichte, ihre Identität mit. Wie und als was sehen sie sich selber. Fühlen sie sich fremdbestimmt, wenn wir zwar mit gute Absicht, Namen und Bezeichnungen für sie festlegen.


Viele liebe Grüße Magdalena
Lebe jeden Tag.
Laila-Sarah
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Re: Ich und Tina gegen Rassismus - Bericht/Bilder unserer Vortragsteilnahme bzgl. Fremdenfeindlichkeit + IHR SEID GEFRAGT

Post 4 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Hallo Jennifer,
Lady Jennifer hat geschrieben: Sa 31. Okt 2020, 12:48 Diese Umstellung braucht Zeit, bzw. stellt sich die Frage, ob dies überhaupt möglich ist. Und ja, ich denke auch, daß einigen solch eine Umstellung gar nicht in Betracht ziehen und weiter an ihren eigenen Werten hängen. Das macht eine Integration natürlich um einiges schwieriger und stellt so manchen vor einige Hürden. Und gerade die Integration ist das A und O und muß von beiden Seiten mit offenen Augen angegangen werden: einerseits müssen die Migranten an unsere westlichen Alltagsgepflogenheiten und christlichen Werte herangeführt werden, aber gleichzeitig dürfen wir (deutschen) den Migranten ihre eigenen Tradition und Lebenswerte nicht streitbar machen und sagen, daß dies alles "verkehrt" wäre - so funktioniert Integration nicht, da ist Ärger vorprogrammiert.
Ich sehe es auch so. Ich denke es ist wie in der Marktwirtschaft: Das bessere Produkt setzt sich durch. Aber nur wenn man bei diesen Leuten keine Trotzreaktionen oder schlimmeres durch Kritik, Diskriminierung oder offene Feindlichkeit hervorruft, werden spätestens ihre Kinder oder Enkel sich für ein modernes Lebensstil in Freiheit und Toleranz entscheiden. Eben unseren Lebensstil. Natürlich werden noch einige ihre Herkunft und Traditionen nicht gänzlich vergessen. Aber das sollte kein Problem darstellen.
Laila-Sarah hat geschrieben: Mi 28. Okt 2020, 17:34 Gerade in Plauen gab es vor nicht langer Zeit komische Märsche mit schrecklichen Uniformen etc.
Lady Jennifer hat geschrieben: Sa 31. Okt 2020, 12:48 Kannst du das näher ausführen, da ich gerade nicht weiß, was du meinst.
Also dies ging durch die ganzen Medien:

https://www.tagesspiegel.de/politik/rec ... 79008.html

Davon sprach ich.
Lady Jennifer hat geschrieben: Sa 31. Okt 2020, 12:48 Es kommt mir auch so vor, als wären einige von meinem Standpunkt "Sagt nein zu Rassismus" etwas eingeschüchtert und scheuen sich ihre Meinung zu äußern, da sie vielleicht negative Erfahrungen mit Migranten oder Langezeit-Ausländern erlebt haben und fürchten als Rassist abgestempelt zu werden.
Meinst du hier im Forum oder bei deiner Öffentlichkeitsarbeit?

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Magdalena
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Re: Ich und Tina gegen Rassismus - Bericht/Bilder unserer Vortragsteilnahme bzgl. Fremdenfeindlichkeit + IHR SEID GEFRAGT

Post 5 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo,
Wir stellten uns Fragen wie "Ist das Thema fürs Forum zu unpassend?", "Ist das Thema zu heikel um offen in einem Forum darüber zu diskutieren?", oder "Interessiert die Thematik rundum Migranten/Rassismus die Leute einfach nicht?".
Ganz egal, was letztendlich der Grund dafür ist, Jennifer und ich haben unseren Standpunkt zum Thema in diesem Thread zum Ausdruck gebracht, wenn mir dazu einige Menschen erreichen konnten ist uns das schon viel Wert!
Liebe Tina, ich stelle mal das Zitat von Dir voran. Aus meiner Sicht würde ich schreiben, das Thema ist immer noch hochaktuell. Gerade auch in dem Zusammenhang der eben durch radikalisierte ausländische Täter begangenen Anschläge und Straftaten. So auch in meiner Heimatstadt Dresden, gab es einen Übergriff, an deren Ende ein Mensch sein Leben lassen musste. Nun war es ein Einzeltäter, und nicht die Mehrzahl der bei uns angekommen Migranten. Zu dem Opfer kann ich nichts genaues aussagen. Nur existiert ein Gerücht, dass es sich bei den angegriffenen Männern um ein Paar gehandelt haben sollte. Aber ich betone hier noch einmal, genau wissen tue ich es nicht. Da lässt vielleicht auch die Zurückhaltung erklären, weil hier zwei aus meiner Sicht sehr heikle Aspekte hineinspielen. Eine transphobe Straftat durchgeführt von einem radikalisierten Asylsuchenden. Es birgt da die Gefahr in sich, mit einer unvorsichtigen Äußerung alle über den gleich Kamm scheren zu wollen. Und am ende zu unrecht in eine Ecke gestellt zu werden. Ausgerechnet solche Einzeltaten bleiben im Gedächtnis der breiten Masse hängen. Weniger die Menschen, welche sich in unserer Gesellschaft integriert haben.

Was sich gerade jetzt bei vielen aber auch zum bestimmenden Thema entwickelt hat, ist das blöde Coronavirus. Dem können sich wohl die wenigsten entziehen. Keiner hat es gewollt. Doch bestimmt es dieser Tage unser Leben mehr als die Arbeit mit den Migranten. Einige müssen durch Mehrarbeit dazu beitragen, das unser System am Leben bleibt. Andere werden durch Kurzarbeit zum Beispiel stark an ihre finanzielle Schmerzgrenze gedrückt. Dies belastet viele, sie machen sich Sorgen um ihre Perspektive. Ich schreibe aber nicht von denen, die alle Regeln dieser Zeit in den Wind schlagen und nur besorgt sind nicht ihren Espresso beim Italiener zu bekommen. So gesehen hat Corona die Eingliederung von zu uns Geflüchteten etwas in den Schatten gestellt. Zumindest empfinde ich es so.

Viele liebe Grüße Magdalena
Lebe jeden Tag.
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Re: Ich und Tina gegen Rassismus - Bericht/Bilder unserer Vortragsteilnahme bzgl. Fremdenfeindlichkeit + IHR SEID GEFRAGT

Post 6 im Thema

Beitrag von Frieda »

Liebe Jennifer und liebe Tina❣️

Alsooo, ich habe euren Thread jetzt zum ersten Mal und komplett gelesen!

Ich finde es zum ersten ganz toll, dass du liebe Jennifer trotz deines Erwachsenseins immer noch den Begriff "Mama" benutzt. 👍
Als zweites möchte ich mich dazu äußern, warum es evtl so wenige Reaktionen auf euer Tun hier gibt. Nun ja, es ist kein oberflächliches und nur schönes Thema, sondern ein ernstes, tiefgründiges und zudem auch noch "politisches" und dadurch vielleicht auch ungemütliches Thema. In meiner Wahrnehmung gibt es genügend Menschen auf unserem Planeten die sich nur mit den angenehmen Facetten ihres Daseins beschäftigen und umgeben möchten, egal ob das hier oder anderswo ist... leider❣️

Umso wertvoller sind Menschen wie ihr, die mitfühlend und hochengagiert sind❣️❣️❣️
Ich finde euren beständigen Einsatz toll und bewundere euch sehr dafür❣️


Ich denke man braucht euch keine extrem Anfeuerrungen zum Durchhalten und Weitermachen senden, da ihr einen eigenen inneren Antrieb für die Sache in euch tragt. 👍👍

Ich selbst kann nicht vorweisen das ich bzgl Migranten so ein Engagement an den Tag lege wie ihr. Mein Ehrenamt geht da in eine vollkommen andere Richtung.
Dennoch bin ich, bzw wir, nicht ganz ohne Kontakt zu Migranten. Die beste Freundin meiner Tochter kommt aus Syrien. Ein ganz ganz wundervolles Wesen und wir haben sie alle ins Herz geschlossen. Meine Hilfe konzentriert sich nur auf diese Familie, welche ich dann aber immer mit vollem Herz nachgehe. Oft sind es Sprachprobleme wo ich behilflich bin. Ob es der Kauf eines Autos war, oder schulisch Shabnam zu unterstützen, was auch Diskriminierung an der Schule nicht ausgeschlossen hat. Oft genug habe ich mich für Shabnam dort eingesetzt, wenn Schüler sich rassistisch oder diskriminierend geäußert oder verhalten haben.
Shabnam's Familie behandelt mich wie eine Königin 🙈, noch nie habe ich so etwas wie dort erleben dürfen. Die Essen die extra nur für mich zubereitet wurden und mir gereicht wurden, oder selbst meine Schuhe zum anziehen mir förmlich angezogen wurden, unvorstellbar war das für mich. Soooo eine Gastfreundschaft habe ich nur in dieser Familie erlebt... der Wahnsinn was für liebe Menschen das sind❣️👍
Gleiches gilt natürlich für mich, wenn Shabnam bei uns ist. Ich tue alles damit die Eltern von Shabnam beruhigt sein können. Ich respektiere ihre Wünsche, ihre Gewohnheiten und ihre Ansichten, so wie sie die unseren.
Übrigens nachdem ich mit meinen Kids zu Michi gezogen bin, wir also den Wohnort die Stadt gewechselt haben, ist seitdem Shabnam die einzige die den Kontakt zu meiner Tochter gehalten hat. Alle anderen Freundschaften sind eingeschlafen, was ich von Anfang an auch bissl geahnt hatte. Dass die Freundschaft zwischen meiner Tochter und Shabnam trotz Entfernung nix eingebüßt hat, habe ich ehrlich gesagt nicht kommen sehen. Der persönliche Kontakt ist jetzt nur durch Corona nicht möglich, aber auch das werden wir schaffen.

Zum Thema Unterscheidungen... Schwarz - Weiß, Dick - Dünn, Reich - Arm, Trans - "Normal", Blond - Brünett, Migrant - oder nicht Migrant, so etwas mache ich nicht. In meiner Wahrnehmung gibt es nur 2 Unterschiede guter Mensch und weniger guter Mensch egal wo er geboren wurde❣️

Namaste 🙏


PS: Achso, dass hätte ich fast vergessen.. deine geänderte Signatur finde ich ebenso Klasse, liebe Jennifer❣️👍
•Liebe & Mitgefühl sind die höchsten Formen von Intelligenz.
•Du musst selbst zu der Veränderung werden, die du in der Welt sehen willst. Mahatma Gandhi
•Irgendwo ist Jemand glücklich mit weniger als du hast!

*Wer mag, ich bin gerne da mit 💖,👂und📝*
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Re: Ich und Tina gegen Rassismus - Bericht/Bilder unserer Vortragsteilnahme bzgl. Fremdenfeindlichkeit + IHR SEID GEFRAGT

Post 7 im Thema

Beitrag von triona »

Lady Jennifer hat geschrieben: Mo 2. Nov 2020, 13:22
Anne hat geschrieben: So 1. Nov 2020, 23:13 Ich hätte allerdings eine Frage. Du sprichst immer von der afroamerikanischen Famile aus Nigeria. Kommmt diese Famile aus den USA? Afroamerikaner sind nämlich amerikanische Bürger mit afrikanischen Wurzeln.
Hallo Anne,

die Familie kommt aus Nigeria. Dein Satz "Afroamerikaner sind nämlich amerikanische Bürger mit afrikanischen Wurzeln." ist schon richtig und bekommt besondere "Bedeutung", da zumeist über Schwarze in Amerika berichtet wird und dabei der korrekte Name "Afroamerikaner" ist. Ich habe den für mich einfach mal so übernommen, da sich das bei mir so über die Jahre "eingebürgert" hat. Natürlich kann man auch weiterhin von "Schwarzen" oder "Farbigen" Menschen sprechen.

Oder ganz einfach: Menschen, die aus Afrika kommen, sind Afrikaner.


liebe grüße
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Re: Ich und Tina gegen Rassismus - Bericht/Bilder unserer Vortragsteilnahme bzgl. Fremdenfeindlichkeit + IHR SEID GEFRAGT

Post 8 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Yvette hat geschrieben: Mi 16. Dez 2020, 22:52 ...Die Tabuisierung bestimmter Begriffe wie z. B. Neger ist ein beredtes Beispiel dafür....
Hallo,

Würdest du es gut finden, wenn die Leute dich Transe, Schwuchtel im Fummel, Hinterlader oder Arschbraut nennen? Sollen diese Wörter nicht tabuisiert werden? Weil früher nannte man uns ja so. Wie man auch früher den Schwarzen Neger nannte. Aber so gesehen sind ja alles auch nur Wörter und jeder sollte alles sagen können. Wäre das OK für dich? Wenn nein gilt es auch für den Afrikaner. Unter dem Motto 1+1 = 2;)

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Re: Ich und Tina gegen Rassismus - Bericht/Bilder unserer Vortragsteilnahme bzgl. Fremdenfeindlichkeit + IHR SEID GEFRAGT

Post 9 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Yvette hat geschrieben: Do 17. Dez 2020, 20:54 Tut mir leid, Laila, aber dein Beitrag offenbart mir, haarscharf an dem, was gemeinhin als Semantik bezeichnet wird, vorbeigeschrammt zu sein! Ich dachte, klar genug gemacht zu haben, die Tabuisierung ursprünglicher n e u t r a l e r Begriffe idiotisch zu finden. Was du an Beispielen aufzähltest, sind vom Ursprung her Pejorative: Schimpf- bzw. beleidigende Wörter.
Wenn sich ein Text nicht beim ersten Lesen erschließt, hilft es vielleicht, einen zweiten Versuch zu starten. Überhaupt ist Wiederholungslesen nie verkehrt, ebenso wenig Nachdenken vor dem Antworten. Und noch eine Bitte: erspare mir doch bitte zukünftig Unterstellungen unterhalb jeder intellektuellen Gürtellinie, Stichwort: "Wäre das OK für dich?" (siehe den Text davor).
Grüßle,
Yvette
Yvette ich muss mich wirklich entschuldigen deine intellektuelle Gürtellinie verfehlt zu haben. Bei intellektuellen Menschen wird mir immer sehr mulmig beim Schreiben. Deshalb erfordern die folgenden Zeilen besonderen Mut. Man was habe ich mir wieder eingebrockt. Aber da du mir ja Wiederholungslesen und Nachdenken erlaubst und empfiehlst, habe ich vielleicht sogar eine Chance mit einem blauen Auge wegzukommen. Aber ich bin dumm und arrogant, Wiederholungslesen und Nachdenken liegt mir nicht. Ich versuche es mal wieder mit dem altbewährten "mehr Glück als Verstand" Ansatz.

Also beim nicht so genauen Nachdenken und auf meinen Glück vertrauend ist mir folgendes Aufgefallen:

Du hast Recht, denn Neger war in der Tat eine neutrale Bezeichnung seiner Zeit. Sie war eine Bezeichnung für eine (Achtung historisch korrekte Formulierung) Rasse von Menschen, die unserer eigenen Rasse in allen Belangen unterlegen war. War also überhaupt nicht böse gemeint. Jeder sollte einen oder mehrere Neger haben und als Slaven halten und nach dem Herzenswunsch eines Herren mit ihnen umgehen. Auspeitschen, vergewaltigen. Ach einfach mal kreativ sein.

Du hast also gewonnen weil du intellektuell und intelligent bist.

Aber da sind ja diese politisch Korrekten Menschen, die sich Denker, Politiker und Wissenschaftler nennen. Dieses gemeine Pack hat es tatsächlich erdreistet dem Neger zu bescheinigen ein vollwertiger Mensch zu sein. Man stelle sich das mal vor ... so wie die weißen Herren. Ebenbürtig ... Pfui! Bestimmt nur um dir in deiner intellektuellen Weisheit einen Bein zu stellen.

Seitdem gilt Neger halt nicht mehr als neutral, weil man ja dem schwarzen Mann damit sagt, dass er ein Untermensch und Slave ist. Ich weis wir Dummen halten uns mit Details auf aber was willst du machen. Wir sind halt nicht so intellektuell überlegen, haben so wenig und müssen deshalb alles verwerten. Ich hoffe deine Antwort fällt gnädig aus und du zerdrückts mich nicht wie ein Insekt mit deiner Intellektuellen semantischen Allmacht.

Untertänigst,
Laila
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Re: Ich und Tina gegen Rassismus - Bericht/Bilder unserer Vortragsteilnahme bzgl. Fremdenfeindlichkeit + IHR SEID GEFRAGT

Post 10 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,
Yvette hat geschrieben: Fr 18. Dez 2020, 01:46 Oder hast du dich wieder einmal in deiner eigenwilligen Orthographie verloren und meintest statt historisch hysterisch?
Ich bitte darum, solche Bemerkungen zu unterlassen.
"Sich über andere Menschen zu erheben" - hat auch etwas mit Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu tun!

Gruß
Anne-Mette
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Re: Ich und Tina gegen Rassismus - Bericht/Bilder unserer Vortragsteilnahme bzgl. Fremdenfeindlichkeit + IHR SEID GEFRAGT

Post 11 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Ja ihr habt Recht. Ich werde jetzt damit aufhören um den Thread nicht weiter zu kapern. Ich war auch ein wenig beschwippst bei der letzten Antwort. Ich stehe zu dem Inhalt aber nicht zu der etwas spöttischen Form. Anne-Mette kann es auch gerne löschen um hier fokussiert zu bleiben.
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Re: Ich und Tina gegen Rassismus - Bericht/Bilder unserer Vortragsteilnahme bzgl. Fremdenfeindlichkeit + IHR SEID GEFRAGT

Post 12 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Lady Jennifer hat geschrieben: Fr 18. Dez 2020, 16:03
Laila-Sarah hat geschrieben: Mi 16. Dez 2020, 23:10 Würdest du es gut finden, wenn die Leute dich Transe ... nennen?
Ich weiß durchaus, daß dieses Wort bei uns in der Gemeinschaft immer wieder für Diskussionen sorgt und es als diskriminierend empfunden wird.
Ich frage mich dann immer, was dieses Wort per Definition so abwertend für uns (TVs, CDs, ...) darstellt? Ich habe mit diesem Wort kein Problem, da ich darin lediglich eine "blumige" Abkürzung des Wortes Transvestit herauslese.
Liebe Jennifer,

ich weis nicht was mich an Transe stört. Ist es weil ich es in der Regel so gut wie gar nicht höre, der Gesichtsausdruck von dem, der es sagt, dann wenn ich es höre, die Art wie man es sagt oder einfach nur der Zeitpunkt an den man es sagt ? Das Wort ans sich wird manchmal auch mit Travestie in Verbindung gebracht. Was ja "ins Lächerliche ziehen" bedeutet. Ich bevorzuge Trans oder Transgender oder einfach meinen Namen. Und es wird immer irgendwelche Damen und Herren geben, die "man muss es doch wohl noch sagen können" sagen werden. Aber die werden in meinem Umfeld zumindest immer weniger. Also wink es nicht einfach durch sondern schau die Leute entsprechend an wenn sie es sagen, damit sie verstehen, was du davon hältst.

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Re: Ich und Tina gegen Rassismus - Bericht/Bilder unserer Vortragsteilnahme bzgl. Fremdenfeindlichkeit + IHR SEID GEFRAGT

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Beitrag von Magdalena »

Hallo,

da ich denke, es könnte ganz gut hier aufgehoben sein, schreibe ich es hier in diesem Thread.

Ich möchte etwas berichten, wie Vorurteile sich durch Begegnungen abgebaut haben. Und ich finde, nach den Berichten und Bildern aus Afghanistan, passt es gerade jetzt ganz gut.

Es geht dabei um meine Eltern, welche beide pflegebedürftig sind. Und weil ich nicht alleine die Pflege meiner Eltern leisten kann, teilweise auch wegen fehlender Qualifikation nicht leisten darf, ist ein ambulanter Pflegedienst mit im Boot.

Eine Pflegekraft ist ein rares Gut. Darum sind die Pflegedienste froh auch Personal aus dem Ausland einstellen zu können. Auch unser Pflegedienst hat ausländische Pfleger beschäftigt. Meist kommen sie aus der nahen Grenzregion. Und mit der Verständigung, was gerade bei älteren Menschen problematisch sein kann, klappt es gut.

Doch vor einigen Wochen wurde uns ein neuer Pfleger vorgestellt. Seine Herkunft ist Pakistan. Über Syrien ist er vor einigen Jahren nach Deutschland gekommen und hat seine Chancen genutzt. Mit einer guten Ausbildung kann er jetzt im Pflegedienst arbeiten. Er hat die Deutsche Sprache erlernt.

Jetzt hatten meine Eltern Bedenken. Werden sie gut gepflegt und können sie dem Pfleger vertrauen. Viele Pressemeldungen verunsichern die Menschen. Da meist die negativen Ereignisse den Weg in die Medien finden.

Langsam traute bei meinen Eltern das Eis auf. Neugierde ist hier positiv besetzt. Neugierde auf allen Seiten. Das Problem der Verständigung, ist keins.

Und in den Biographie entdeckten meine Eltern und der Pfleger Gemeinsamkeiten. In der Kindheit meiner Eltern wurde ihr zu Hause in Schutt und Asche gelegt. So wie es in den letzten Jahren durch IS, ausländische Armeen und so weiter im Nahen und Mittleren Osten geschehen ist.

Mein Vater hat Bücher und Postkarten von Dresden vor der Zerstörung und der Nachkriegszeit gesammelt. Diese Bilder zeigt er gerne. So auch dem Pfleger aus Pakistan. Und wie sieht Dresden heute aus.

Da ist die Hoffnung bei dem Pfleger, dass vielleicht eines Tages Frieden einkehrt und die alte Schönheit in seiner alten Heimat wieder erstrahlt.

Mit freundlichen Grüßen Magdalena
Lebe jeden Tag.
Magdalena
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Re: Ich und Tina gegen Rassismus - Bericht/Bilder unserer Vortragsteilnahme bzgl. Fremdenfeindlichkeit + IHR SEID GEFRAGT

Post 14 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Liebe Jennifer,

ich kann Dir leider nicht widersprechen. Doch was bleibt vielen außer der Hoffnung. Nicht viel. Die Flucht in ein anderes Land schaffen nicht alle. Und auch da sind sie nicht immer gern gesehen. Sind sie nicht sicher.

Um nochmal auf den Pfleger zurück zu kommen.
Noch sind Teile seiner Familie in Pakistan. Und es ist nur verständlich, dass da die Gedanken bei der Familie und den Freunden sind. Die Hoffnung, alle mal gesund wieder zu sehen, gibt auch Kraft Zeiten der Entbehrungen durchzustehen. Woran sollen sie sonst noch glauben.

Viele liebe Grüße von Magdalena
Lebe jeden Tag.
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