Warum sind wir so wenige?
Warum sind wir so wenige?

Crossdresser, Transgender DWT... Plauderecke - was sonst nirgendwo passt
Anne-Mette
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Warum sind wir so wenige?

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

jedenfalls so wenige, die öffentlich auftauchen?

Meine Frau kam heute aus Berlin zurück (ich wäre auch gern mal wieder mitgefahren).
Sie hat angestrengt Ausschau gehalten, aber nicht einen Mann im Rock gesehen.
An den falschen stellen geguckt?

... oder gibt es wirklich nur so wenige?

Da hätte ich ja etwas dazu beitragen können, die Anzahl der Männer in Röcken etwas in die Höhe zu bringen :)

Gruß
CPG
Salmacis
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Re: Warum sind wir so wenige?

Post 2 im Thema

Beitrag von Salmacis »

Naja, is ja jetz nich so, dass Berlin ein Sammelort aller möglichen Leute ist die da den ganzen Tag auf der Straße rum rennen.
Kommt auch immer auf die Ecken an wo man sich rum treibt ;)
Anne-Mette
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Re: Warum sind wir so wenige?

Post 3 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,
Kommt auch immer auf die Ecken an wo man sich rum treibt
sie waren sehr viel unterwegs; haben viel kennengelernt.
Mein Sohn (knapp 18) war sogar mehrmals im Kudorf. Das ist aber nicht Maßstab der Unternehmungen; das hätte mich auch sehr entsetzt :)

Es ist klar, wenn ich Gegenden gezielt anlaufe, wo Leute unserer Art sich treffen, dann wird man wohl fündig. Ich dachte nur, dass vielleicht auch in freier Wildbahn jemand zu sehen ist.
Ich selbst habe außer einigen Gothics auch noch nie Männer in Röcken getroffen.
Naja, wollen wir das nicht nur an den Röcken festmachen; ich meine natürlich weibliche Kleidung allgemein.

Gruß
CPG
Mark&Suse

Re: Warum sind wir so wenige?

Post 4 im Thema

Beitrag von Mark&Suse »

Nabend.
Also ich hab vor ca.14 Tage erst in Bremen jemand getroffen. War grade dabei der Currywurst den gar aus zu machen und was maschiert da vorbei..... ein Crossdresser. Hatte ihn angesprochen und es war (wenn man ein wenig hinschaut) auch nicht zu übersehen, dass ich auch einer bin. Hab ihm mal die Addi von hier gegeben.
Ich hab auch mal beobachtet, wie andere Leute ihn beachten. Aber mal ganz erlich. Es hat niemanden Intressiert. Er hat Leggins-Jensrock und Bluse an. Die Schuhe waren nicht grade der starke Tobak.
Ich hab auch schon bei Hornbach (Baumarkt) einen Crossdresser gesehen mit seiner Frau. Also ab und an trifft man in Bremen mal einen.

Liebe Grüße Mark
Christina Sommer

Re: Warum sind wir so wenige?

Post 5 im Thema

Beitrag von Christina Sommer »

cpg hat geschrieben:Moin,
Kommt auch immer auf die Ecken an wo man sich rum treibt

Ich selbst habe außer einigen Gothics auch noch nie Männer in Röcken getroffen.
Naja, wollen wir das nicht nur an den Röcken festmachen; ich meine natürlich weibliche Kleidung allgemein.

Gruß
CPG
Wenn es nicht gerade ein Rock sein muss, ich bin in der Regel täglich Privat und im Job in Damenjeans
in diversen Schnitten unterwegs. Das ist bestimmt schon einigen aufgefallen, aber bisher hat mich noch nie jemand darauf angesprochen.
Als Oberteil T-shirt oder Pulli, wobei ich ein wenig darauf achte dass der Schnitt und das Muster nicht zu sehr Feminin sind.
Ausserdem passt natürlich ein Herrenhemd leger getragen auch super zu einer hüftigen Bootcut Jeans.

Grüsse
Tina ))):s
gondor

Re: Warum sind wir so wenige?

Post 6 im Thema

Beitrag von gondor »

Als ich Letzte Woche auf der Baustelle eine kleine Zigarettenpause machte sah ich einen Mann in einem Wadenlangen Jeansrock die Strasse überqueren. Auch er wurde von den Leuten nicht weiter beachtet. Als ich meinen Kollegen darauf ansprach meinte er nur: Solange er niemandem damit schadet ist mir egal.
Da sieht man mal wieder die reaktion eines unbeteiligten Menschen.
Salmacis
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Re: Warum sind wir so wenige?

Post 7 im Thema

Beitrag von Salmacis »

ich war mal in schwerin und an diesem tag kamen mir zwei männer im rock entgegen. beide so anfang 20, höchstens
Anni
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Re: Warum sind wir so wenige?

Post 8 im Thema

Beitrag von Anni »

auch ich habe vor einigen Wochen in Hamburg ( wen wundert's ! ) eine ganze Gruppe junger CD's im Rock gesehen - leider nur kurz im Vorbeifahren - was auch beinahe schief gegangen wäre - zum vorausfahrenden PKW waren's mit einmal nur noch einige Zentimeter !
aber ich denke den Grund dafür , das so wenige zu sehen sind , bzw. auffallen , kennen wir selber nur zu gut !
Leider ist die ( auch berechtigte ) Angst vor negativem Feedback bei uns allen vorhanden und wenn ich mal nur von mir ausgehe - der Geist ist willig .... !
Habe bis jetzt es auch noch nicht geschafft mich öffentlich zu zeigen - obwohl ich mit meiner Frau schon immer so rumfrotzel - stellte ihr erst gestern die Frage - ob sie so ( enfemme ) mit mir zum Chinesen fahren würde - ihre antwort : ja warum nicht ! Will sie jetzt auch mal beim Wort nehmen !
Ich denke , das es auch vielen sehr schwer fällt , sich in der Öffentlichkeit " normal " zu bewegen und sie deshalb lieber in den eigenen vier Wänden bleiben . Auch ist sicherlich eine gehörige Portion Selbstsicherheit und Routine beim Tragen von weiblicher Kleidung nötig , um nicht billig oder überdreht rüber zu kommen .
Als Beispiel gelebten " Ich bin , wie ich bin " hier mal ein Foto , von meiner Frau gestern aufgenommen beim Kuchen backen ( nicht nur Schein - sondern auch sein ).
Der einzige Mensch, der sich vernünftig benimmt, ist mein Schneider. Er nimmt jedesmal neu Maß, wenn er mich trifft, während alle anderen immer die alten Maßstäbe anlegen in der Meinung, sie paßten auch heute noch. George Bernard Shaw
Anne-Mette
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Re: Warum sind wir so wenige?

Post 9 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

ich hoffe, der Kuchen hat geschmeckt :)
stellte ihr erst gestern die Frage - ob sie so ( enfemme ) mit mir zum Chinesen fahren würde - ihre antwort : ja warum nicht ! Will sie jetzt auch mal beim Wort nehmen !
Das haben wir schon gehabt. Zwar nicht beim Chinesen, dafür aber einmal in einem gut besuchten Ausflugslokal (an Muttertag :) ) und einmal in einem Lokal zum Abendessen auf der Terrasse.
Ich war deutlich als Mann zu erkennen in meinem seriösen Rock (hell, gerade geschnitten).

In der ersteren Lokalität setzte sich eine ältere Dame zu uns an den Tisch, die zu einer Konfirmationsgesellschaft gehörte. Ich weiß nicht, ob ihr der Rock aufgefallen ist. Gesagt hat sie dazu jedenfalls nichts; im Gegenteil - sie hat sich eine ganze Weile nett mit uns unterhalten.

Auch in der zweiten Lokalität gab es außer ein paar Blicken keine Kommentare.

Also können wir auch einmal einen Besuch bei einem Chinesen ausprobieren, obwohl mich ein Artikel bei Spiegel-Online etwas misstrauisch gemacht hat :)
Ausbeutung in Asia-Restaurants
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,643429,00.html

Gruß
CPG
spacecy
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Re: Warum sind wir so wenige?

Post 10 im Thema

Beitrag von spacecy »

hei,

es ist wirklich lustig: einerseits denke ich, dass ich meisten von uns sich einfach nicht in die öffentlichkeit trauen. anderseits kratzt es so gut wie niemand: ich war heute in magdeburg in der innenstadt zwischen 16 und 17 uhr (zwar als mann mit hose) unterwegs, aber sehr deutlich mit großem busen und damensandalen inkl. halterlosen unterwegs. habe die leute um mich herum sehr genau beobachtet, weniger als 5 haben es bemerkt, keinerlei reaktion nur mal ein augenbraun hochziehen oder lächeln, sonst nix. ALSO TRAUT EUCH, es macht einfach spaß und es ist ein tolles gefühl. ich werde als nächstes auch mit rock unterwegs sein.

lg
spacecy
Glücklich ist, wer vergißt was nicht zu ändern ist (aus "Die Fledermaus")
Holinka

Re: Warum sind wir so wenige?

Post 11 im Thema

Beitrag von Holinka »

Hier scheint mir aber einiges durcheinander zu gehen.

So wie hier im Forum von den meisten Usern Crossdressing definiert und auch betrieben wird, ist es doch gar nicht zwingend, daß man Crossdresser auf der Straße als solche erkennt.

Meines Erachtens ist ein Crossdresser ein Mann, der sich als Mann ganz oder teilweise in Frauenkleidung zeigt.

Hier im Forum sind aber mehrheitlich Männer unterwegs, die sich als Frau zeigen wollen - mit dem entsprechenden Styling von Haaren, Gesicht, etc. Bei solchen Männern hängt es doch von der Qualität des Stylings ab, ob ich sie noch als Mann oder schon als Frau wahrnehme. Die Ausgangsfrage könnte somit schon unberechtigt sein.
Holinka

Re: Warum sind wir so wenige?

Post 12 im Thema

Beitrag von Holinka »

Hallo Claudia,
ich vermute, daß sich mit der Verbreitung des Internet (Wikipedia?) die Begriffsgrenzen verschoben haben. Grundsätzlich wäre mir das auch egal. Mein Problem ist aber, daß kein Begriff mehr das abgrenzt, was ich mache - nämlich das Tragen von Damenkleidung ohne Styling als Frau. Ich werde also auf jeden Fall als Mann wahrgenommen.
Beste Grüße
Holinka.
martina

Re: Warum sind wir so wenige?

Post 13 im Thema

Beitrag von martina »

hallo holinka,
die begriffe sind eigentlich vollkommen egal. es kommt auf das gefühl an.

was deine sicht angeht, so würde da vielleicht am ehesten noch der dwt passen. ein crossdresser ist ein transgender. und da ist ein wirklich breites spektrum. ich selbst möchte sowohl mich wie auch von anderen als frau wahrgenommen werden und mich auch so fühlen, auch wenn ich keinerlei absicht zu einer geschlechtsanpassenden operation habe.

liebe grüsse
martina
Holinka

Re: Warum sind wir so wenige?

Post 14 im Thema

Beitrag von Holinka »

martina hat geschrieben:... es kommt auf das gefühl an ...
Hallo Martina,

ja, das sehe ich auch so, und es ist sogar meine Standardantwort, wenn ich für mein Outfit dumm angemacht werde: "Ich nutze ein gutes Gefühl."

Bei den DWTs bin ich nicht gut aufgehoben, denn das sind hauptsächlich Unterwäschefetischisten. Für mich sind aber eher Jeansröhre und Stiefel wichtig.

Der Begriff ist natürlich schon wichtig, um Gleichgesinnte zu treffen. Vor gut fünf Jahren war das mit dem Begriff "Crossdressing" für mich wesentlich leichter als heute, weil sich der ganze TV/TS-Bereich zunehmend als Crossdresser definiert.

Beste Grüße
Holinka.
Holinka

Re: Warum sind wir so wenige?

Post 15 im Thema

Beitrag von Holinka »

Jessica01 hat geschrieben:... Aber was ist dann die nächste Stufe - Transvestit? Nach Wikipedia ist hier die Definition "das Tragen der Bekleidung eines anderen Geschlechts als Ausdruck der eigenen Geschlechtsidentität ". Heißt das dann aber nicht, dass (in unserem Falle) ein Mann sich weiblich kleidet, um seiner eigenen weiblichen Geschlechtsidentität Ausdruck zu verleihen? Das schließt doch dann nicht diejenigen ein, die sich zwar mal weiblich zeigen wollen, um ihrer Rolle für begrenzte Zeit zu entkommen, dennoch aber eine männliche Geschlechtsidentität haben. ...
Hallo Jessica,

genau an der Stelle bin ich anderer Meinung. In dem Moment, wo sich ein Mann weiblich zeigt und auch als Frau wahrgenommen werden will, bringt er keine männliche Geschlechtsidentität mehr zum Ausdruck. Er fällt für diesen Zeitraum, in dem er sich als Frau gibt, also unter die Definition des Transvestiten - insofern scheint mir die Wikipedia-Definition richtig. Wenn er es nicht immer macht, ist er dann halt ein Hobby-Transvestit.

Ich bin ein Hobby-Crossdresser. Das Crossdressing betreibe ich nur in meiner Freizeit (na ja, fast nur in meiner Freizeit).

Beste Grüße
Holinka.
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