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Ich antworte, um den Kurzfilm noch mal zur Diskussion zu stellen.
Ich weiß, dass viele von Euch "allergisch" reagieren, wenn ich meine Erfahrungen nach dem Coming out als männerbegehrend/ schwuler Mann hier einbringe. Sei es drum.
Meine Mutter hat mir auch immer gesagt, dass es die Angst davor wäre, dass ich Ablehnung und Agression von der Umwelt bekomme es sei, die sie meine "Homosexualität" ablehnen lasse...
Sie hat später auch sehr offen und kämpferisch auf dumme Sprüche aus der Nachbarschaft reagiert. Aber letztendlich blieb sie in ihrer unbewusst religiös fundierten Welt gefangen.
Was ich sehe, dass die meisten unserer Beurteilungen immer in einem Spannungsfeld von positiven und negativen Wertungen stehen, die wir auch aus der Gesellschaft übernehmen.
Als jetzt heterosexuelle transidente Frau habe ich noch einmal ähnliche Kämpfe, die mich aber aufgrund der Vorerfahrung weniger umhauen, zu durchleben und erlebe genau so heftige Ablehnung wie als der"Arschlochversilberer" und der junge Schwule, den Hitler um 1980 vergessen hatte zu vergasen. Das waren die Äußerungen, die ich in meiner Unistadt Münster von wohlanständigen Bürgern und Mitstudenten zu hören bekam.
Marlene
Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon
Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.