JuliaGrünheid hat geschrieben: Mo 9. Dez 2019, 17:09
Hallo,
ich möchte mich kurz zu dem Artikel am Anfang äußern. Ja es stimmt, Idea ist ein Christliches Magazin.
...
Nun komme ich zu dem Atikel. Ich habe ihn mehrfach intensiv gelesen und kann keinen Grund finden aus welchem man ihn ablehnen könnte.
Zu deiner Frage:
Es fängt schon damit an, dass die Titelzeile: "Immer mehr Menschen halten sich für transgender" bewusst reißerisch formuliert ist, und eine Tatsachenbehauptung aufstellt, die im Text nicht konkret belegt sind. Statt dessen schreibt man über allgemeine Entwicklungen und Verbesserungen im Umgang mit Transidentität, die mit weiteren Tatsachenbehauptungen vermischt werden. Weiterhin werden Zahlen zur allgemeinen Entwicklung angeführt und so dargestellt, dass sie beim unkritischen Leser den Eindruck erwecken, Beweise für die aufgestellte Tatsachenbehauptung zu sein. Und da das nicht nur einmal, sondern mehrfach im Artikel vorkommt, wage ich zu unterstellen, dass dies vorsätzlich gemacht wurde. Für keine der aufgestellten Behauptungen werden konkrete Quellenangaben geliefert. Garniert und "bestätigt" wird das Machwerk mit den Worten eines Einzelfalls. Das ist für ihn ohne jeden Zweifel sehr bedauerlich, wenn das tatsächlich so passiert sein sollte. Tatsächlich ist und bleibt dieser Patrick aber ein Einzelfall, aus dem sich genau keine generelle Aussage ableiten lässt.
Zur angeführten 19-fach erhöhten Suizid-Rate:
Die Quelle fehlt. Es wird überhaupt nicht darauf eingegangen, dass diese Menschen sehr wahrscheinlich aus unterschiedlichen Gründen Suizid begangen haben. Statt dessen folgt die im Bezug auf den Suizid sachfremde Aussage, dass sie eigentliche Ursache, aus der diese Individuen ihr biologisches Geschlecht ablehnen, nicht bearbeitet wurde. Damit wird suggeriert und implizit unterstellt, dass das Bereuen der falschen Entscheidung der Grund für den Suizid sei. Das ist Bullshit vom Feinsten.
Ich habe mal kurz im Netz gesucht ...
Die schwedische Langzeitstudie selbst habe ich nicht gefunden. Aber in ähnlichen Berichten anderer irgendwie religiös anmutender Seiten fand ich die Angabe, dass sich diese auf den Zeitraum von 1973 bis 2003 bezieht, und 324 Personen umfasst hat. Nun ist einerseits die geringe Fallahl nicht besonders aussagekräftig, und andererseits mit Blick auf den Zeitraum nicht gerade unwahrscheinlich, dass sich ein nennenswerter Teil der Betroffenen das Leben genommen hat, weil die tagtäglichen Diskriminierungen und Anfeindungen nicht mehr zu ertragen waren.
Ich will an dieser Stelle aufhören, denn ich finde, dass sollte als Einstieg genügen um zu belegen, dass es tatsächlich berechtigte Gründe gibt, den Artikel abzulehnen.
JuliaGrünheid hat geschrieben: Mo 9. Dez 2019, 17:09
Ja er spricht sich gegen die moderne Welt aus, aber in keiner Zeile spricht er sich gegen Trans* oder allem anderen dieser Richtung aus. Er legt nur offen aus was Fakt ist, es wird ja nicht mal angesprochen wie es eventuel in der Bibel stehen könnte.
Nein! Er spricht sich nicht nur gegen die moderne Welt aus, sondern auch gegen Trans*!
Freilich sind die Hardliner nicht dumm, und nachdem ihre Herzartikel in den letzten Jahren starken Gegenwind bekamen, haben sie dazu gelernt und fleißig Kreide gefressen.
Die Hetze ist nur subtiler geworden.
JuliaGrünheid hat geschrieben: Mo 9. Dez 2019, 17:09
Als Authismus langsam als gerechtfertige Einschränkung auf den Markt kam, ich habe hier bewusst Markt gewählt, schien auf einemal fast jeder Authismus zu haben. Auch hier haben etliche Betroffene negative Resultate daraus gezogen weil vorschnell die Diagnose stand. Und einen ähnlichen Fall haben wir auch in unserer Gruppierung. Klar gibt es einige die tatsächlich die Schritte gehen und bis an ihr Lebensende glücklich und zufrieden sind. Aber habt ihr mel ein paar Dokus angesehen? Die Ärtze sagen immer wieder dass es ein unumkehrbarer Schritt ist. Das ist sicher sehr vielen aus dem Forum bekannt. jedoch gibt es sowohl hier als auch über all anders Menschen die diesen "Hype" einfach mitmachen (ich habe mich im übrigen dazu entschieden nicht mehr bei jedem merkwürdigen Wort dazu zuschreiben das ich es bewusst gewählt habe, wer aufmerksam liest, dem fällt es schon auf).
Sorry, aber das empfinde ich einfach nur haarsträubend und widersinnig. Du versuchst, eine Tatsachenbehauptung (Trans*-Hype) mit einer weiteren Tatsachenbehauptung (Autismus-Hype) und im konkreten Kontext zusammenhangslosen Tatsachen (unumkehrbarer Schritt) zu belegen.
JuliaGrünheid hat geschrieben: Mo 9. Dez 2019, 17:09
Ich selber bin erst einmal Crossdresser mit einer tendenz zur Transindentität, weil ich mir einfach nicht genug sicher bin woher dass kommt. Wie es im Bezug auf Christliche Themen immer wieder auseinandersetztungen gibt, weil Christen sagen: es liegt an Gott, und die Wissenschaft andere Beweise vorlegt. Ich zum Beispiel behaupte dass ich mich auf Arbeit nicht Konzentrieren kann und auch teilweise echt beschissen schlafen kann und dass ich dauerhaft müde bin, weil in mir der Kampf zwischen den zwei Identitäten tobt. Aber es kann genauso daran liegen, dass ich mich einfach zu wenig bewege, zu wenig draußen bin, daher kann ich in der Nacht nicht richtig schlafen, mein Körper braucht einfach den Schlaf dann nicht(hat ja noch genügend Resourcen), dadurch bin ich dauermüde wodurch ich auf Arbeit weniger Konzentration habe. Klar kann ich die letzten Nächte besser schlafen, ich habe in meiner weiblichen Form geschlafen, dass aknn aber auch nur ein Plazeboeffekt sein. Unsere Welt ist mittlerweile richtig in Hektik wodurch immer wieder Schnelldiagnosen gestellt werden. Dann sind wir in einer Welt in der wir trotz einer riesenauswahl an Sozialen Netztwerken immer mehr vereinsamen. Und dann wundert sich die Welt wenn plötzlich sich eine neue Gruppe aufmacht und die Massen anzieht. Denkt mal darüber nach ob der Artikel wirklich so falsch liegt oder ob er vielleicht sogar genau die Wunde getroffen hat.
Und noch eine Runde Spekulationen. Aber auch die machen den Artikel, den du so vehement verteidigen möchtest, nicht richtiger.
JuliaGrünheid hat geschrieben: Mo 9. Dez 2019, 17:09
Ich finde es jedenfalls inakzeptabel etwas abzuwerten ohne darüber geschroben zu haben was man so negativ sieht, es könnte dadurch die Meinung entstehen, das der Artikel genau an euch gerichtet war und es bellen bekanntlich nur betroffenen Hunde.
Okay, ich habe ja nun darüber geschroben! Und nun?
BTW ...
Wenn du schon einen "tierischen" Vergleich wählst, wie fändest du es, wenn man deine Äußerungen im Gegenzug als "mit den Wölfen heulen" bezeichnen würde?!
JuliaGrünheid hat geschrieben: Mo 9. Dez 2019, 17:09
Allerliebste Grüße
Julia
Dies ist dein erster Beitrag hier im Forum. Du bist seit mehr als einem Jahr im Forum angemeldet, und hast dich bisher noch nicht vorgestellt.
Das muss freilich nichts bedeuten. Aber ich empfinde es schon ein wenig befremdlich.

Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.