Erhöhter Bürokratieaufwand, KK's erschweren Zugang zu Transitionsmaßnahmen?
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Rabea-Marie
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Erhöhter Bürokratieaufwand, KK's erschweren Zugang zu Transitionsmaßnahmen?
Hallo ihr!
Gestern war ich bei meiner Psycho-Therapeutin.
Sie war ziemlich unglücklich darüber dass ich jetzt im Vorfeld schon einige Termine für Maßnahmen wie zb Logopädie und Haarentfernung gemacht habe.
Sie meinte wir müssen alles nach und nach angehen. Es soll wohl kürzlich eine Änderung bei den Krankenkassen gegeben haben. Dadurch wurde der Bürokratieaufwand für Verordnungen erhöht und somit der Zugang zu Transitionsmaßnahmen erschwert, bzw künstlich in die Länge gezogen.
Hat jemand von euch davon gehört bzw hat genauere Infos?
LG Rabea
Gestern war ich bei meiner Psycho-Therapeutin.
Sie war ziemlich unglücklich darüber dass ich jetzt im Vorfeld schon einige Termine für Maßnahmen wie zb Logopädie und Haarentfernung gemacht habe.
Sie meinte wir müssen alles nach und nach angehen. Es soll wohl kürzlich eine Änderung bei den Krankenkassen gegeben haben. Dadurch wurde der Bürokratieaufwand für Verordnungen erhöht und somit der Zugang zu Transitionsmaßnahmen erschwert, bzw künstlich in die Länge gezogen.
Hat jemand von euch davon gehört bzw hat genauere Infos?
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heike65
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Re: Erhöhter Bürokratieaufwand, KK's erschweren Zugang zu Transitionsmaßnahmen?
Logopäde, da sollte man sich lieber eine Überweisung vom Hausarzt holen, mit einem anderen Grund wie F64.0 , die Krankenkassen zieren sich sehr bei F64.0, dein Logopäde/in wird dir sicherlich weiter helfen können.
Haarentfernung habe ich erst nach der erfolgten Pä/Nä beantragt, wenn du den Schritt hinter dir hast können sie deinen Antrag kaum ablehnen.
Viel Erfolg
Haarentfernung habe ich erst nach der erfolgten Pä/Nä beantragt, wenn du den Schritt hinter dir hast können sie deinen Antrag kaum ablehnen.
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Jasmin_35
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Re: Erhöhter Bürokratieaufwand, KK's erschweren Zugang zu Transitionsmaßnahmen?
Gegenfrage: Quellenangabe?Rabea-Marie hat geschrieben: Mi 30. Okt 2019, 12:17 Es soll wohl kürzlich eine Änderung bei den Krankenkassen gegeben haben. Dadurch wurde der Bürokratieaufwand für Verordnungen erhöht und somit der Zugang zu Transitionsmaßnahmen erschwert, bzw künstlich in die Länge gezogen.
Da ich das jetzt schon öfter gelesen hab, das es irgendwelche neuen Gesetze geben soll, die alles erschweren sollen oder irgendwelche Verordnungen, das die KK in Zukunft nicht mehr für geschlechtsangleichende Maßnahmen bezahlen müssen usw., sag ich es gleich, a) konnte mir bisher niemand dafür eine seriöse Quelle nennen, noch b) ist sowas in der Vergangenheit eher schwerer oder leichter geworden? Ich glaub die Geschichte zeigt, das es in Zukunft eher leichter werden wird, als schwerer.
Ja es gibt neue S3 Richtlinien, aber wann die KK diese Umsetzen steht noch aus und zusätzlich gibt es etliche Passagen, die die Dinge vereinfachen werden, auch wegen der neuen Erkenntnisse und insbesondere der neuen ICD 11 Klassifizierung.
Es gibt wohl wieder einige Wichtigtuer, die meinen, da es in Zukunft, wenn ICD 11 gültigkeit erlangt, Transidentität, bzw Geschlechtsinkongruenz keine Krankheit mehr ist, müssen die KK auch nicht mehr für die "heilenden" bzw "lindernden" Maßnahmen bezahlen, was in diesem Fall völliger Humbuck ist. Die Krankenkassen sind trotz dieser Änderung auch in Zukunft zur Leistung verpflichtet, das wurde bei der ICD 11 Verabschiedung nochmals deutlich gemacht.
Sorry, aber was ist das für eine Therapeutin? Erstens mal bestimmst du die Geschwindigkeit und wenn Logopädie und Haarentfernung dir wichtig ist, damit früh zu starten (und das sollte man, da es ein längerer Prozess ist), dann ist es allein deine Entscheidung.Rabea-Marie hat geschrieben: Mi 30. Okt 2019, 12:17 Sie war ziemlich unglücklich darüber dass ich jetzt im Vorfeld schon einige Termine für Maßnahmen wie zb Logopädie und Haarentfernung gemacht habe.
Ich bin auch zu meiner ersten Probestunde mit dem Therapeuten gegangen und hab gesagt, das ich definitiv die Haarentfernung durchziehen werde und auch schon begonnen hab. Er war zustimmend und es ist ein Hinweis, das man es ernst meint und nicht wie einige denken, das es nur eine "Phase" ist.
Ich finds echt schwach, das Therapeuten nur ihr Schema F abarbeiten und nicht nach links und rechts gucken wollen, ist so wie einige unbedingt auf den 12 monatigen Alltagstest bestehen, das ist einfach nur albern.
Liebe Grüße Jasmin
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Rabea-Marie
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Re: Erhöhter Bürokratieaufwand, KK's erschweren Zugang zu Transitionsmaßnahmen?
Die hätte ich ja auch gern. Meine Frage stützt sich da nur auf die Aussage meiner Therapeutin.Gegenfrage: Quellenangabe?-
Sie hat das komplett gegenteilig geäußert. Und zwar dass ein selbstständiges vorpreschen, ohne auf eine Verordnung zu warten die Antragsstellung eher erschwert... Nach dem Motto "wer nicht warten kann zahlt halt selbst"Ich bin auch zu meiner ersten Probestunde mit dem Therapeuten gegangen und hab gesagt, das ich definitiv die Haarentfernung durchziehen werde und auch schon begonnen hab. Er war zustimmend und es ist ein Hinweis, das man es ernst meint und nicht wie einige denken, das es nur eine "Phase" ist.
LG Rabea
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Jasmin_35
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Re: Erhöhter Bürokratieaufwand, KK's erschweren Zugang zu Transitionsmaßnahmen?
Ja gut, das hab ich, meine haarentfernung selbst gezahlt, weil die krankenkassen DABEI sowieso nur ärger machen und die effektivsten geräte meisten bei kosmetikern stehen. Da ist eine kostenübernahme eh kaum bis gar nicht möglich und hautärzte die lasern gibt es kaum, die auch mit der karte abrechnen.
Bei Logopädie bin ich raus, aber ich denke auch, das man dort mit einer anfrage dort und einer hausarzt und/oder hno arzt überweisung einfach unter dem radar die stunden bekommen könnte, ohne selbst zu zahlen.
Bei Logopädie bin ich raus, aber ich denke auch, das man dort mit einer anfrage dort und einer hausarzt und/oder hno arzt überweisung einfach unter dem radar die stunden bekommen könnte, ohne selbst zu zahlen.
Liebe Grüße Jasmin
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Lavendellöwin
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Re: Erhöhter Bürokratieaufwand, KK's erschweren Zugang zu Transitionsmaßnahmen?
Hi Rabea,Rabea-Marie hat geschrieben: Mi 30. Okt 2019, 13:11 Sie hat das komplett gegenteilig geäußert. Und zwar dass ein selbstständiges vorpreschen, ohne auf eine Verordnung zu warten die Antragsstellung eher erschwert... Nach dem Motto "wer nicht warten kann zahlt halt selbst"
meine Thera hatte eine extra Indikation für die Epilation geschrieben-da steht sogar ausführlich drin das ich selbst
zahlend damit begonnen habe und das auch weiter so mache, denn mit den Zeiten die die KK's bezahlen wirst ja nie
fertig...
der MDK hat alle eingereichten Unterlagen als positiv bewertet und daher hat meine Kasse auch zugestimmt.
Ich darf sogar lasern und zur Nadelepi-solange es ein Hautarzt macht, wegen dem Arztvorbehalt.
Die Krux ist, wie Jasmin schreibt, es gibt nicht viele die die Abrechnung über die Karte machen.
Tatsächlich habe ich nun eine Hautarztpraxis an der Hand die auch Nadelepi macht, mein Sachbearbeiter hat auch
geklärt das die Karte genutzt werden kann und am 11.11. schaue ich dort mal hin.
In dem Fall würde ich sagen und meine Thera auch, nehmen was die Kasse zahlt aber auch selbst parallel weiter
als Selbstzahlerin das Ganze beschleunigen.
Dazu, laut Gebührenziffern hat frau 160 min im Jahr (das ist pro "Krankheitsfall") die nutzbar sind beim lasern.
Eine Einheit Nadelepilation sind 5 min und wird als kleiner operativer Eingriff gewertet. Wie oft ich das so nutzen kann,
weiss ich wenn ich in der Praxis war-in 5 min schafft eine gute Kosmetikerin naja vielleicht 30, naja 35 Haare..
sooo..
weil du auch wegen der Logopädie gefragt hast..
grundsätzlich-zahlst du selbst, wer bekommt es mit?
Aber...
ich habe lange für mich selbst an der Stimmbildung gearbeitet und habe mich erst nach der Indikation F64.0
und naja fast 6 Monaten HRT um einen Logopädietherapieplatz gekümmert.
Letzte Woche habe ich mit der 3ten Verordnung angefangen..
meine Logopädin hat mir folgenden Weg genannt Überweisung vom Hausarzt in die Phoniatrie (sind im Grunde HNOs,
nur etwas spezieller) und von dort habe ich dann die Verordnung für die Logopädie bekommen. Und da steht
auch die F64.0 drauf als Behandlungsgrund.
Allerdings, sind auch alle meine betreuenden Ärzte in der Uniklinik angesiedelt und ich hatte auch von einer Psychologin
dort, eine 2te Indikation für die HRT bekommen. Gegenüber der KK ist das also wie aus einem Guss.
Wenn das jetzt zu wirr war, frag nochmal nach-ich weiss nicht mehr wer es mal zu mir sagte, aber und es scheint so zu sein,
wenn alles von der Uniklinik hier in die Hand genommen wird, gibt es kaum Probleme.
Ah, P.S. für die Logopädie, braucht es keinen Antrag-allerdings fand es meine Logopädin gut erst nach dem Beginn und einiger Zeit
HRT mit der Logopädie zu starten..
Alles Liebe Marie
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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Engelchen
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Re: Erhöhter Bürokratieaufwand, KK's erschweren Zugang zu Transitionsmaßnahmen?
Kann ich bisher nicht erkennen.
Logopädie läuft - gerade eine zweite Einheit von 10 Sitzungen geholt. Auch über Phoniatrie und der Diagnose F64.0
Bartepi bin ich gerade am beantragen. Mit Attest von Therapeuten und der Empfehlung über Kosmetikerin das Hautärzte das nicht anbieten.
Attest von Hautarzt das Laser nichts bringt - er also auch Nadelepi empfiehlt und Kostenvoranschlag mit Bildern von meinem Bart der Kosmetikerin.
Da muss man schauen was dabei rum kommt....
Betrifft München und Barmer
Lisa
Logopädie läuft - gerade eine zweite Einheit von 10 Sitzungen geholt. Auch über Phoniatrie und der Diagnose F64.0
Bartepi bin ich gerade am beantragen. Mit Attest von Therapeuten und der Empfehlung über Kosmetikerin das Hautärzte das nicht anbieten.
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Lavendellöwin
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Re: Erhöhter Bürokratieaufwand, KK's erschweren Zugang zu Transitionsmaßnahmen?
Ich drücke dir echt die Daumen-wir sind ja bei der gleichen Kasse.Lisa-Weber hat geschrieben: Mi 30. Okt 2019, 15:07 Mit Attest von Therapeuten und der Empfehlung über Kosmetikerin das Hautärzte das nicht anbieten.
Attest von Hautarzt das Laser nichts bringt - er also auch Nadelepi empfiehlt und Kostenvoranschlag mit Bildern von meinem Bart der Kosmetikerin.
Da muss man schauen was dabei rum kommt....
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Mein Sachbearbeiter ist nett, aber sehr standhaft, was den Arztvorbehalt angeht-trotz das ich ja
auch ein Attest habe, das Laser nun nicht mehr viel Sinn macht...
Alles Liebe Marie
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Re: Erhöhter Bürokratieaufwand, KK's erschweren Zugang zu Transitionsmaßnahmen?
In meinem Attest vom Psychiater steht eindeutig drin das Kosmetikstudio die einzige Alternative das Ärzte diese Leistung nicht erbringen!EmmiMarie! hat geschrieben: Mi 30. Okt 2019, 15:46 Mein Sachbearbeiter ist nett, aber sehr standhaft, was den Arztvorbehalt angeht-trotz das ich ja
auch ein Attest habe, das Laser nun nicht mehr viel Sinn macht...
Ich melde mich wenn ich Antwort von der Kasse bekomme
Lisa
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Marielle
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Re: Erhöhter Bürokratieaufwand, KK's erschweren Zugang zu Transitionsmaßnahmen?
Namd zusammen,
ich find's ziemlich schräg, welche Vorstellungen von Ansprüchen an ein Sozialversicherungssystem so herumschwirren.
Stellt euch bitte mal ein Ehepaar vor, das aus Gründen der Regularien und aufgrund eines Pflichtgefühls gegen Unbekannt jeden Monat rund 1350 Euro an das Krankenversicherungssystem überweist; halbwegs gerne und aus der Überzeugung heraus, das 'sozial' die einzig funktionierende Grundlage eines Gemeinwesens ist.
Euch stört der bürokratische Aufwand? Mich stört etwas ganz anderes.
Marielle
ich find's ziemlich schräg, welche Vorstellungen von Ansprüchen an ein Sozialversicherungssystem so herumschwirren.
Stellt euch bitte mal ein Ehepaar vor, das aus Gründen der Regularien und aufgrund eines Pflichtgefühls gegen Unbekannt jeden Monat rund 1350 Euro an das Krankenversicherungssystem überweist; halbwegs gerne und aus der Überzeugung heraus, das 'sozial' die einzig funktionierende Grundlage eines Gemeinwesens ist.
Euch stört der bürokratische Aufwand? Mich stört etwas ganz anderes.
Marielle
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
For the rising of the women, means the rising of the race
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ExuserIn-2019-12-22
Re: Erhöhter Bürokratieaufwand, KK's erschweren Zugang zu Transitionsmaßnahmen?
Das wir Kassenleistungen beziehen?Marielle hat geschrieben: Mi 30. Okt 2019, 23:55 Euch stört der bürokratische Aufwand? Mich stört etwas ganz anderes.
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ExuserIn-2019-12-18
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Re: Erhöhter Bürokratieaufwand, KK's erschweren Zugang zu Transitionsmaßnahmen?
Liebe Rabea,Rabea-Marie hat geschrieben: Mi 30. Okt 2019, 12:17 Hallo ihr!
Gestern war ich bei meiner Psycho-Therapeutin.
Sie war ziemlich unglücklich darüber dass ich jetzt im Vorfeld schon einige Termine für Maßnahmen wie zb Logopädie und Haarentfernung gemacht habe.
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schön, wenn fachlich versierte Personen Gerüchte in die Welt setzen. Ich glaube, Deine Therapeutin ist die richtige Ansprechperson für Aufklärung in dieser Frage.
Wenn sie so etwas erzählt bzw. andeutet, sollte sie auch fachliche Informationen dazu bereitstellen können.
Ich habe die Erfahrungen gemacht, dass es den Sachbearbeitern bei den Krankenkassen recht egal ist, ob sie einen Antrag von einer Transperson bearbeiten oder ein irgendjemand anderen. Bei der KKH gingen alle meine Schreiben zentral nach München und dort war man zum Teil überfordert und musste sich selbst erst mal "einlesen". Wir leben in einer Bürokratie und sind doch darin aufgewachsen, daher sollte man eigentlich wissen, wie auch unser Sozialsystem tickt. Natürlich sind Schritte einzuhalten, wenn man Leistungen haben möchte. Das ist völlig normal. Die Sachbearbeiter arbeiten letztendlich nur Ihre "Listen" ab. Mut zu Einzelfallentscheidungen haben die wenigsten, was ich persönlich auch verstehen kann.
Grundlage für (fast) alles ist das Indikationsschreiben und die Diagnose vom Psychologen. Ausnahme ist tatsächlich Logopädie - hier lohnt es sich einen anderen Weg zu gehen (wie ich es mitbekommen habe). Mit Umsetzung der Namens- und Personenstandsänderung wird es in der Regel unkomplizierter Maßnahmen zu beantragen. Aber auch hier gilt: erst das Indikationsschreiben -> dann die NÄ/PÄ. Die Abläufe sind eigentlich recht klar und deutlich festgeschrieben. Sicherlich kann man sich dagegen wehren und Dinge ignorieren, aber dann bleibt man eben auch auf den Kosten sitzen. Ich kann mich ja auch in Thailand oder Indien Operieren lassen, wenn ich das für richtig halte. Aber dann eben ohne Kostenübernahme.
Das Kernproblem liegt meines Erachtens an der inneren Getriebenheit, dieser unbedingte Wunsch jetzt und sofort, die Dinge haben zu wollen und umsetzen zu müssen. In Kombination mit einer psychologischen Betreuung, die sehr "formalistisch" ist, kann das zu "Fehlentscheidungen" der Transperson führen. Hinzu kommt, dass ich damals auch wirklich große Schwierigkeiten und Diskussionen hatte, herauszufinden, wie denn nun eigentlich der "richtige" Weg ist und in welche Abläufe ich mich einordnen muss. Das Lesen der Richtlinien (S-3 und die des MDK) helfen da schon einmal weiter - die Sachbearbeiter waren für diese Dokumente dankbar, wenn ich sie per Mail geschickt hatte (immer waren sie unbekannt).
Gleich danach kommt als Problem der mangelnde "Versorgung" mit Psychologen und Psychiatern und, wie oben angedeutet, deren Wissensstand, Einstellung und Arbeitsgrundlage.
Fazit: wer in Deutschland seinen Weg gehen muss/will, hat sich (zähneknirschend) selbst über die Möglichkeiten und Schritte zu informieren und muss sich wohl oder übel Gesetzen und Richtlinien unterwerfen, die nun mal da sind. (Und das sei auch mal angemerkt: diese ermöglichen eine ganze Menge; sind aber leider nicht für alle Personenkreise gleichermaßen da). Dabei wird er immer wieder auf Unwissenheit stoßen, denn oft sind "wir" der erste Fall.
Das ist meine persönliche Erfahrung und Meinung
Alles Liebe
Vanessa
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Rabea-Marie
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Re: Erhöhter Bürokratieaufwand, KK's erschweren Zugang zu Transitionsmaßnahmen?
Hallo ihr Lieben!
Vielen dank für die vielen Beiträge!
Mir ging es prinzipiell eigentlich darum ob man dazu etwas offizielles finden kann, um evtl eine Möglichkeit zu haben meine Therapeutin da irgendwie zu entlasten.
Ich bin eben davon ausgegangen dass ich mich um alles selbst kümmern muss... Aber gut, so bleibt nur abwarten.
Danke nochmals!
LG Rabea
Vielen dank für die vielen Beiträge!
Mir ging es prinzipiell eigentlich darum ob man dazu etwas offizielles finden kann, um evtl eine Möglichkeit zu haben meine Therapeutin da irgendwie zu entlasten.
Ich bin eben davon ausgegangen dass ich mich um alles selbst kümmern muss... Aber gut, so bleibt nur abwarten.
Danke nochmals!
LG Rabea