Ich habe nicht das Gefühl. Eine gewisse Abhängigkeit gebe ich gerne zu. Ich habe, weil mir kein Arzt und kein Heilpraktiker helfen konnte, meine Hörprobleme zu lösen (Ursache unbekannt, eine Hypothese war Morbus Menière, ist aber auch nicht sicher) vor etwa zwei Jahren eine Geistheilerin aufgesucht, die sehr schnell Linderung verschaffen konnte. Da gibt es keine Suggestionen, sie löst lediglich mit ihren Händen Energieblockaden, und die gab es reichlich. Bei ihr habe ich gelernt, mich richtig zu entspannen, seither weiß ich aus Erfahrung, wie sich Energie anfühlt, kann meine Chakren fühlen. Nach diesem Zustand wunderbarer Entspannung bin ich auch "süchtig" und nutze ihn auch allein gegen Kopfschmerzen oder Einschlafprobleme. Die Hypnose ist auch nicht so anders, ist auch eine wunderbare Entspannung. Dazu kommt freilich die Suggestion, aber was mir da suggeriert wird, sind Dinge, die ich ohnehin fühle und will (wie eine Frau fühlen, handeln, denken, gehen, eine Frau sein, evtl. Brustwachstum, schönere Haut, seidigeres Haar). Für einen Mann, der Mann bleiben will, wäre das eine Gefährdung und erforderte professionelle Hilfe, für mich ist aber aber genau das, was ich ohnehin will. Außerdem wird mir suggeriert, dass ich als Frau glücklich sei, und ich fühle mich tatsächlich so. Allein chemisch lässt sich das nicht erklären.Cybill hat geschrieben:Was heißt hier: "soll ganz gut gegen Suchtprobleme helfen"?
Klar, weil es eben die entsprechenden Botenstoffe (Dopamin) ausschüttet oder die Wiederaufnahme von anderen Stoffen (Serotonin) hemmt. Deshalb hilft Hypnose bei der Suchttherapie.
So wie sich Nicoletta hier präsentiert, ist -aus meiner Sicht - eine Abhängigkeit gegeben, und zwar von den dadurch ausgeschütteten Botenstoffen.
Tut mir leid Nicole, aber ich werde sonst nicht so persönlich! Du benötigst offensichtlich Hilfe.
Es gibt noch ein Weiteres, wo ich freilich noch nicht sicher bin. Es geht nochmals um mein Gehör. Ich habe seit sehr langer Zeit einen Tinnitus links, dazu seit etwa 1992 starke Schwerhörigkeit links (da habe ich angefangen, den Telefonhörer an das rechte Ohr zu halten, weil ich links nicht mehr verstand), Einschränkung um 60% wurde damals diagnostiziert. Von 2000 bis 2007 trat bei mir unvorhersehbar immer wieder starker Drehschwindel mit Übelheit und Erbrechen auf. Im Falle von Morbus Menière, wo diese Symptome passen, heißt es, dass die Krankheit nach etwa sieben Jahren "ausbrennen" könne. Ich hoffe, das ist geschehen, zumindest habe ich damit seit 2007 keine Probleme mehr. 2008 kam ein Hörsturz dazu, seither habe ich einen etwas schwächeren Tinnitus auch rechts und schwächere Schwerhörigkeit rechts. Mit einem Hörgerät ist mir nicht wirklich zu helfen, weil mein Gehör sehr stark schwankt. An guten Tagen kann ich sogar Musik hören, an schlechten verstehe ich niemanden. Die Qualität des Hörens ist nach meiner Beobachtung abhängig von Luftdruck und Luftfeuchtigkeit. Wenn ein Tiefdruckgebiet heranzieht, geht mein Gehör in den Keller und die Tinnitus tosen, bei Hochdruckwetter geht es mir gut. Das kann kein Hörgerät ausgleichen. Durch die Behandlung bei der Heilerin hat sich mein Gehör in Maßen gebessert. Bei meinem ersten Besuch bei ihr hörte ich nicht einmal die Türklingel und bekam gar nicht mit, dass während der Behandlung leise Musik lief; heute habe ich die ganze Zeit die Musik gehört. Auch sind die Ohren nicht mehr so verschieden, ich kann manchmal auch über das linke Ohr telefonieren. Erstaunlich ist nun, dass nach einer Sitzung bei dieser Dame ich mich gegenüber meiner Frau outen musste (innere Drang). Ich denke, es besteht ein Zusammenhang zwischen den Hörproblemen und der jahrzehntelangen Verdrängung. Und letzten Freitag, als ich zum ersten Mal die Hypnose-CD hörte, passierte nicht nur all das mit mir, was ich hier beschrieben habe, sondern auch mein Gehör war schlagartig sehr viel besser. Im Augenblick zieht gerade ein Gewitter auf, mein linker Tinnitus tobt, das Gehör ist aber noch da. Wenn es trotz des erwarteten Regens relativ gut bleiben sollte, was abzuwarten bleibt, könnte das auch auf die Hypnose-CD zu schieben sein. Ich halte das zumindest für möglich. Die CD hat mir erlaubt, mich der Kontrolle der Ratio zu entziehen und mein wirkliches Selbst zu leben. So etwas beseitigt Stress, Energieblockaden, und damit halte ich auch eine Verbesserung meines körperlichen Befindens für möglich.
Wenn ich schon gerade dabei bin, kann ich auch gleich berichten, wie es mir heute ergangen ist. Ich war, wie erwähnt, bei meiner Heilerin in Köln. Erstmals war ich bei ihr en femme. Ich habe ihr, nachdem es durch ihre Behandlung zu meinem Outing gekommen war, natürlich erzählt, was mit mir los ist, und sie hat natürlich längst bemerkt, dass ich regelmäßig einen BH trage, hat mich auch schon in Stiefeletten und in Damenjeans gesehen, aber heute musste mehr sein. Einen Rock wollte ich ihr dann doch nicht zumuten, obwohl sie sich da sicher auch nicht gewundert hätte, aber ich trug die lilafarbene Leinenhose, graue Pumps, eine Rüschenbluse, Schmuck und -- Debut -- eine Handtasche aus roten Kunstleder, denn irgendwo musste ich ja Portemonnaie, Schlüssel, Regenschirm für alle Fälle, Lektüre für die lange Straßenbahnfahrt unterbringen. Perücke kam nicht in Frage, bei der Behandlung fasst sie mich überall an (alle Chakren) und wühlt auch in meinen Haaren. Schon die langen Ohrringe waren nicht ganz praktisch, aber es ging. Nach der Behandlung bin ich dann noch zum Neumarkt gefahren und von dort zu Fuß durch die Innenstadt zum Bahnhof in der Hoffnung, beim Schlussverkauf noch ein paar Schnäppchen machen zu können. Zwei Blusen habe ich auch abgestaubt, aber obwohl beide nominell meine Größe sind (46), muss ich für die eine noch abnehmen (ich passe rein, sieht aber unmöglich aus), für die andere besteht keine Chance. Ich hätte sie im Laden probieren sollen, aber auf der Hand sah sie passend aus. Reaktionen von Mitmenschen: fast nicht. Bei H & M haben mich zwei Schulmädchen groß angeglotzt, als wäre ich eine Schaufensterpuppe, dafür war die Kassierin besonders nett und hat mich angelächelt. Die Innenstadt war sehr voll, nur im Zickzack kam man durch die Menschenmenge. Und ich kam mir groß vor. Ich bin 176 cm, was für eine Frau ja noch durchgeht, aber die 6 cm Absatz zusätzlich gaben mir doch einen mir ungewohnten Überblick, ich habe keine Frau gesehen, die größer gewesen wäre als ich, obwohl es das natürlich gibt (die Tochter unserer Nachbarin ist größer als ich mit Absatz).
Nach meiner Rückkehr habe ich mal ein paar Fotos von mir gemacht mit Selbstauslöser. Leider sieht man, dass ich verschwitzt war. Ich finde jetzt nicht, wie ich die Bilder hier hereinkriege, ich versuche es mal über die Galerie (habe ich noch nie gemacht). Wenn es klappt, könnt Ihr Euch da ein Bild von mir machen.
Liebe Grüße,
Eure Nicole
