Detransition - Der Weg zurück -
Detransition - Der Weg zurück - - # 4

Lebensplanung, Standorte
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ExuserIn-2020-07-10
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Re: Detransition „ Der Weg zurück „

Post 46 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-07-10 »

Hallo weiß jemand wie man hier Bilder einfügt? Ich bin beim Aufräumen meiner Fotos auf Bilder gestoßen die ich doch gerne mal zeigen möchte. Natürlich nur für Mitglieder des Forums und nicht öffentlich.
Phi
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Re: Detransition „ Der Weg zurück „

Post 47 im Thema

Beitrag von Phi »

Hallo,

im vollständigen Editor gibts unten ein kleines Reiterchen "Dateianhänge" - dort kannst Du die Bilder hochladen (ggf. noch vorher verkleinern). Alternativ einfach das Bild ins Schreibfeld ziehen.

Liebe Grüße
Phi
Pascal-S
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Re: Detransition „ Der Weg zurück „

Post 48 im Thema

Beitrag von Pascal-S »

Hallo,

es gibt immer Menschen die eine Transition (bei mir MzF) für den Richtigen Weg und die alleinige Lösung sehen, genau dieses den Weg ganz zu gehen. Es ist ein riesen Schritt, der gut überlegt sein sollte und wird. Zudem unterliegt er so viele Medizinischen, Therapeutischen und gesetzlichen Hürden. Wer den weg gegangen ist hat einiges auf sich genommen. Sehr viele Menschen verloren oder Menschen dazugewonnen. Verwandte oder Eltern verloren. Es ist ein gewaltiger Sozialer Schritt.

Wenn man sich irgendwann eingesteht diesen Weg aus ganz falschen Beweggründen Gegangen zu sein . sollte es keine Schande sein das auch frei und Gedanklich aussprechen zu dürfen. Es ist ein Eingeständnis. Auch eine Art Lüge sich einzugestehen. Wusste man vor dem nicht schon warum man das alles gemacht hat oder über die Jahre verdrängt. Und ja manchmal sind es ganz andere Seelische Probleme die man hat und dies auch wusste und verdrängt hatte. Therapeuten können nicht alles aufspüren . Vielleicht möchte man das zu diesen Zeitpunkt gar nicht erst.

Darum sehe ich es auch so . Ich darf darüber reden und im Chat auch schreiben. Wenn es Menschen zu viel wird kann man dazu auch direkt etwas zu sagen. Leider merkt man doch recht schnell das es einige wenige wirklich triggert . es nicht angesprochen wird oder oder .

Leider wird über das Thema noch ein größeres Tabu gehängt als vor der eigentliche Transition!

Es ist wieder ein riesen Schritt. Es ist aber ein ganz anderer. Sollte es nicht darum gehen Lebens Qualität (was für ein Wort) zu gewinnen und nicht über Jahre hinweg zu verlieren.

Den Bezug zu sich selber den Bezug zur Umwelt gar zu dem Leben. Ein falscher Weg kann extrem zerstörerisch sein . Einen seelisch kaputt machen.

Darum gehe ich den Weg zurück. Ich habe einige Erfolge. Aber das ganze steht unter den Argument nicht mehr unter seiner Entscheidung zu Leiden. Das kann man aushalten aber nicht lange und immer.

Ich bin nun angenommen und versuche mich selbst wieder anzunehmen. Bin weider unter Hormon Versorgung (Testo) und bald hofft lich bald wieder in guter Therapie.

Ich merke unter diesen Einfluss das sich nach langer langer Zeit Mein Leben wieder zu guten wendet. Körperlich und Seelisch.

Wir sollten beide Seiten respektieren. Es gibt viel zu wenige die den Weg zurück gehen. Viele gehen den Weg gar nicht mehr .

Alles gute

Pascal
ExuserIn-2019-12-22

Re: Detransition „ Der Weg zurück „

Post 49 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-22 »

Danke Pascal,
es freut mich für dich, dass es jetzt endlich so geklappt hat. Und wünsche dir weiterhin alles Gute!


Liebe Grüße

Marie
ExuserIn-2020-07-10
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Re: Detransition „ Der Weg zurück „

Post 50 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-07-10 »

caju hat geschrieben: Di 4. Jun 2019, 20:22 Toni,
Ich habe mich jetzt mal einwenig in deine Postings reingelesen und finde, dass du da echt wie in einer Schleife mit dir selbst gefangen bist.
Ich habe den Eindruck, dass du den Weg damals nicht gegangen bist, weil du dich nicht im falschen Körper gefangen gefühlt hast, sondern weil du nicht ehrlich mit dir selbst warst, überidealisiert und darin die Lösung bzw. Kompensation für deine eigentlichen Probleme gesehen hast.
Ich frage mich mittlerweile immer, mache ich das jetzt für mich selbst oder mache ich das um einem vermeintlichem Ideal zu entsprechen um irgendwas dazustellen.
In über 10 Jahren Transistion kann ich sagen, dass die Ehrlichkeit mit sich selbst sooo wichtig ist, auch wenn so manche ehrliche Erkenntnis echt weh tun kann und nicht einfach ist sich dann damit auseinander zu setzen.
Ein Therapeut kann einem auf dem Weg nur begleiten, er kann nicht in einen reingucken und sagen was Sache ist, das kannst nur Du selbst.
Ich bin mittlerweile echt froh, dass ich damals nicht den Hauruckweg in kürzester Zeit bis zur OP etc. gegangen, sondern den Weg langsam über Jahre gegangen bin.
Hätte ich meine Therapeuten und Gutachter und damit auch mich selbst belogen und hätte nur das gesagt, was sie hätten hören wollten, wäre ich mit dem ganzen Prozess deutlich schneller durchgewesen, jedoch wüsste ich nicht, ob ich dann auch so im reinen und glücklich mit mir wäre, wie ich es jetzt bin.
Der Punkt ist, ich hatte keine Probleme. Mir ging es nicht schlecht vor der Transition. Ich wollte die Transition eben machen, weil ich mir die Möglichkeit seit 13 Jahren im Kopf rumschwirrte und ich nicht wüsste was ich mich sexuell verorten sollte. Außerdem wollte ich mir nicht sagen, "ach hätte ich es doch mal gemacht", sondern "cool, dass du es gemacht hast, war zwar nicht deins aber gut das du es ausprobiert hast."

Ich wusste halt davon seit ich 17 war. Dabei wollte ich es lange Zeit nicht machen. Ich wollte nicht Transsexuell sein.Allein wenn ich mir diese 0815 trans. Frauen so angeschaut habe (wobei ich die bewundere ihren Weg zu machen ohne dabei einem Schönheitsideal nach zu eifern), hab ich gedacht nein so möchtest du nicht werden. Dann kam aber 2015 immer mehr Leute auf Youtube die sich richtig gut verändert haben. Da kam dann langsam die Idee auf, warum eigentlich nicht. Denen gehts ja jetzt anscheinend mega gut und wenn die das machen, dann kann ich das auch machen.

Dann mit Ende 2015 bekam ich dann Torschlusspanik, denn ich hatte ja noch nie ne Beziehung gehabt. Also wollte ich herausfinden was mit mir los ist. Ich besuchte schwulen Bars und Seminare über Asexualität aber erst der Besuch einer Trans SHG brachte mir selbsterkenntnis. Denn aufeinmal musste ich meine Bedürfnisse nicht mehr verstecken und mit einigen trans. Frauen und ihren Geschichten konnte ich mich sehr gut identifzieren.

Vielleicht stimmte es ja doch, vielleicht war ich Frau und damit öffnete sich mein Geist und ich hatte so eine krasse Erfahrung gemacht. Die Welt wurde plötzlich heller und kontrastreicher. Ich ging durch die Straße als Frau, ich redete mit anderen als Frau, ich hörte Musik als Frau. Ich durfte aufeinmal Dinge tun und DInge ablehnen die ich mir vorher nicht zugestand, weil ich ja als Mann ein gewisses Bild wahren musste. Ich durfte auf Männer stehen und musste nicht mehr auf Frauen stehen.

In dieser Zeit durchlebte ich auch meine rebellische Phase. Ich kleidete mich rockiger und war bitchiger, ich traute mich mehr.

Dann der erste Dämpfer. Meine Schwester sagte mir, aber du siehst doch weiterhin wie ein Mann aus. Du bist den Leuten als Mann begegnet und du bist als Mann durch die Straße gegangen. Da merkte ich dann, dass das alles nur in meinen Kopf war. Nicht ich hatte mein äußeres Geändert, sondern ich hatte meine innere Einstellung zu mir und meiner Welt geändert. Denn was war das für eine tolle Welt in der ich Frau sein durfte.

Meine trans Kontakte sagte mir relativ schnell, besorg dir ne Therapie damit du schnell weiter kommst. Dann kam gleich danach, "Also ich konnte nicht so lange auf die HRT warten." Ich lies mich also belabern und ging den Weg. Ich belies mich was ich wie machen musste um alles zu erreichen. Es ging mir in erster Linie um das Aussehen. Von Make-Up war ich relativ schnell enttäuscht und hoffte halt das die HRT das schon von allein regelt. Dazu kam, dass ich nicht wie ein Crossdresser rumlaufen wollte und lieber die Kleidung nach meiner körperlichen Entwicklung anpassen wollte.

Nächster Dämpfer, jedes mal nach einem Outing fühlte ich mich nicht besser sondern schlechter. Ich spürte dann immer so einen Druck, "was erwarten die jetzt, das ich im Rock rumlaufe?"

Langsam wurde meine Brust sichtbar und ich wurde darauf angesprochen. Das war mir so peinlich, dass ich mir einen Binder besorgte. Die Tage an denen ich Binder trug, fühlten sich großartig an. Toll war dann auch das Gefühl abends, dann für mich meine Brüste zu haben.

Ich fühlte mich also mit den trans. Männer immer mehr verbunden. Das rumgetusse der anderen trans. Frauen war für mich nichts. Ich hatte keinen Bock auf pinken glitzer Barbie-Lifestyle. Ich wollte so rockig aussehen wie die Butches und Dykes und so locker mit den Geschlechterausdruck umgehen wie trans. Männer. Klar war ich neidisch auf die schönen Fotos und Youtuberinnen aber ich wollte mich auch nicht verbiegen.

Nächster Dämpfer. Mit Androcur ging auf einmal alles ganz schnell. Ich hatte aufeinmal Passing und ging sogar in meinen Jungsklamotten als Frau durch. Aber die Stimme auch nach Lockopädie und Selbsttrianing würde mich halt immer wieder verraten. In dieser Zeit begann ich mich zurück zuziehen, denn ich hatte Angst vor Sexismus, Übergriffigkeit und Transphobie. Ich sah wie mich Männer nun ansahen, zu erst fand ich das ja noch lustig und spielte auch damit aber irgendwann bekam ich Angst. DIe Transition hatte mich auch körperlich schwach gemacht und ich wüsste nicht wie ich mit so einer Situation umgehen würde.

Meine Schwester sagte mir nun, "wie soll ich dich ansprechen, dein männlicher Name passt jetzt irgendwie nicht mehr."
Ich wollte es nochmal wissen und outete mich offiziell überall. 1 Woche später revidierte ich alles. Es fühlte sich nicht stimmig an. Es fühlte sich an wie ein Verrat an mir selbst. Mein altes Ich, alles was ich aufgebaut hatte, sollte einfach so meinen Trans-Ich weichen. Ich wäre jetzt nicht mehr "Ich" sondern würde in den Augen der meisten einfach immer als trans. Person gelten. Ja, vermutlich sogar darauf reduziert werden.

Ich ging nun in Clubs und Bars. Ich wollte jemanden kennenlernen. Beim tanzen in Clubs merkte ich, wie mich Lesben genauso interessant fanden wie Männer. Nach einigen Treffen mit ein paar Männern, stellte ich fest, dass sie zwar das feminine an mir anzog aber sie immer noch eindeutig das männliche sehen. Ja mir wurde sogar gesagt, ich wirke auch männlich. Da merkte ich, ich war gar keine attraktive Frau, sondern schon als Mann attraktiv genug. Ich musste also gar nicht Frau sein, um begehrenswert zu sein. Damit wurden meine Zweifel an der Transition befeuert.

Zweifel hatte ich schon von Anfang an.

Ich lernte also jemanden kennen und begann meine erste Beziehung. Es war klar der Penis muss bleiben (für ihn) und die HRT war auch nicht so toll (da gesundheitsschädlich). Ich unterbrach die HRT. Aber das Thema konnte ich bis heute nicht loslassen.
Diva
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Re: Detransition „ Der Weg zurück „

Post 51 im Thema

Beitrag von Diva »

Toni Smith hat geschrieben: Mi 5. Jun 2019, 07:40 Ich hatte aufeinmal Passing und ging sogar in meinen Jungsklamotten als Frau durch.
Hi Toni,

du bist jemand, der das Internet gerne als "potentieller Verführer" darstellt, z.B. in deinem "Transtrender"-Thread. Dann sei doch bitte so konsequent und streue keine unvollständigen Informationen, die bei anderen - was du so fürchterlich kritisierst - falsche Hoffnungen wecken.
Die Geschichte vom angeblichen Super-Passing hatten wir doch schon mal. Schau hier, was wirklich dahintersteckt:
Diva hat geschrieben: Fr 17. Mai 2019, 19:56
Toni Smith hat geschrieben: Fr 17. Mai 2019, 07:59 Die HRT hat nicht das passing verbesserr. Ich vermute eher das es die Kleidung zusammen mit der Frisuer und der Brille sowie der Epilation war. Denn immer wenn ich Mütze oder Schal getragen hab wurde das passing schlagartig besser. Mein Gesicht ist eh etwas androgyn mit der neuen Brille wurde dies auf die weibliche Seite gekippt.
Danke für ein kleines Schmunzeln, das sogar mir diese Erklärung entlockt hat! Wenn ein obendrein bebrilltes Gesicht bis zur Nasenspitze durch Mütze und Schal vermummt wird, kann man dahinter so ziemlich alles vermuten - vom Insekten-Alien über Zombie bis hin zu einem Menschen jeglichen Geschlechts ... super!
Das liest sich doch schon wesentlich realistischer und wird deinen Anforderungen an eine sachliche, keine falschen Hoffnungen erweckende Berichterstattung im Internet eher gerecht.

-Diva
ExuserIn-2020-07-10
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Re: Detransition „ Der Weg zurück „

Post 52 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-07-10 »

Diva hat geschrieben: Mi 5. Jun 2019, 08:56
Toni Smith hat geschrieben: Mi 5. Jun 2019, 07:40 Ich hatte aufeinmal Passing und ging sogar in meinen Jungsklamotten als Frau durch.
Hi Toni,

du bist jemand, der das Internet gerne als "potentieller Verführer" darstellt, z.B. in deinem "Transtrender"-Thread. Dann sei doch bitte so konsequent und streue keine unvollständigen Informationen, die bei anderen - was du so fürchterlich kritisierst - falsche Hoffnungen wecken.
Die Geschichte vom angeblichen Super-Passing hatten wir doch schon mal. Schau hier, was wirklich dahintersteckt:
Diva hat geschrieben: Fr 17. Mai 2019, 19:56
Toni Smith hat geschrieben: Fr 17. Mai 2019, 07:59 Die HRT hat nicht das passing verbesserr. Ich vermute eher das es die Kleidung zusammen mit der Frisuer und der Brille sowie der Epilation war. Denn immer wenn ich Mütze oder Schal getragen hab wurde das passing schlagartig besser. Mein Gesicht ist eh etwas androgyn mit der neuen Brille wurde dies auf die weibliche Seite gekippt.
Danke für ein kleines Schmunzeln, das sogar mir diese Erklärung entlockt hat! Wenn ein obendrein bebrilltes Gesicht bis zur Nasenspitze durch Mütze und Schal vermummt wird, kann man dahinter so ziemlich alles vermuten - vom Insekten-Alien über Zombie bis hin zu einem Menschen jeglichen Geschlechts ... super!
Das liest sich doch schon wesentlich realistischer und wird deinen Anforderungen an eine sachliche, keine falschen Hoffnungen erweckende Berichterstattung im Internet eher gerecht.

-Diva
Passing hat nichts mit Attraktivität zu tun. Ich ging zwar in manchen Situationen als Frau durch aber eben nicht als attraktive Frau. Häufig verwechselt man Passing mit Schönheit. Das sind aber zwei paar Schuhe.
ExuserIn-2020-07-10
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Re: Detransition „ Der Weg zurück „

Post 53 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-07-10 »

Wie erkennt man eigentlich ob bei einer Person Körperdysphorie oder Sozialdysphorie vorliegt?

Vielleicht helfen folgende Fragen:

Stell dir vor eine Fee kommt vorbei und belegt dich mit einem Fluch. Du musst dich für eine der folgenden Sachen entscheiden, bei Ablehnung folgt immer das andere:
Als Frau oder ore alles trans. Mann: Du wirst unwiderstehlich für andere oder dich in einen hässlichen Mann verwandeln.
Als Mann oder pre alles trans. Frau: Du wirst unwiderstehlich für andere oder in eine hässliche Frau verwandeln.

Stell dir nun vor, du bist in einer Welt wo es komplette Gleichstellung der Geschlechter gibt. Es gibt nichtmal äußerliche Unterschiede die zu erkennen sind. Frauen und Männer sehen komplett gleich aus und tragen die gleiche Kleidung, machen die gleiche Arbeit usw., man kann nicht mehr erkennen ob es eine Frau oder Mann ist. Nur wenn man sie nackt sieht, kann man einen Unterschied feststellen. Zu wen würdest du dich zählen?

Stell dir vor, du bist in einer Welt in der es Frauen und Männer gibt. Die Unterscheide sind sehr offensichtlich und durchziehen sich in alle Bereiche des Lebens, Frauen tragen Kleider und Röcke. Männer Hosen. Frauen schauen Ballet und Männer Fussball, usw. alles streng Geschlechtlich ausgeprägt. Du siehst nun eine nackte Frau vor dir und ein nackten Mann. Die Frau hat einen Penis und der Mann hat Brüste und eine Vagina. Zu wen würdest du dich zählen?
ExuserIn-2020-07-10
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Re: Detransition „ Der Weg zurück „

Post 54 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-07-10 »

Meine Antworten:

zu 1. Ich würde bleiben wie ich bin, also keine hässliche Frau. Transition kann man immer noch machen. ;)

zu 2. Da ich aussehe wie der nackte Mann, wenn ich nackt bin, zum Mann, da es sonst keine Unterschiede gibt wäre es schon schwer mit der Einordnung.

zu 3. Zur Frau, weil ich dann laut körperlicher Definition Frau in dieser Welt wäre. Außerdem könnte ich feminine Sachen machen ohne dafür Scham zu empfinden. Allerdings würde ich gerne auch dann vermutlich als männlich geltende Dinge tun und anziehen wollen.
Theresa-Annalena
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Re: Detransition „ Der Weg zurück „

Post 55 im Thema

Beitrag von Theresa-Annalena »

Lieber Toni,

ich hab nun schon einiges von Dir gelesen und glaube auch zu verstehen was Du meinst. Was Du willst - ist mir aber noch nicht wirklich klar.
Du nimmst das ALLES auch sehr differenziert auseinander - doch wofür? Ist es eine Warnung an UNS nicht irgendwann
aus der rosa Wolke zu kippen und von der bösen Realität eingeholt zu werden? Du hast vor der Transition eine Entscheidung
getroffen. Und das war gut so. Wenn Du heute erkennst, das es ein Fehler war, dann ist auch das gut.
"Wir definieren uns nicht über unsere Fehler, sondern darüber, wie wir sie wieder korrigieren" (VISUAL STATEMENTS)
Du bist Toni. Mit allen Stärken und allen Schwächen. Als Mann vor der Transition und als Frau nach der Transition.
Glaubst Du das Du ein besserer Mann sein wirst, wenn Deine Detransition abgeschlossen ist? Ich glaube nicht.

Das heutige Leben besteht aus einer Vielzahl von Illusionen von denen wir uns gerne hinreißen lassen.
Auch die schönste Transfrau aus Youtube wird irgendwann alt und runzelig. Was dann?
Entscheidend ist, das man erkennt das das Leben endlich ist und das alles seine Zeit hat.
Lebensplanung ist ein großes Wort. Und nichts wird meistens so wie man es mal wollte.
Die Realität kann grausam sein, aber es gibt eben auch die Momente in der einen das Gück ganz unverhofft
heimsucht und manchmal eine ganze Weile bei einem bleibt. Genau diese Momente musst Du für Dich bewahren.

Ich bin jetzt Mitte Vierzig und stehe in großer Verantwortung gegenüber meinem Umfeld. Ich wusste schon
immer "das was nicht stimmt" und hab mich meiner Illusion hingegeben das Alles gut wird, wenn man diesen
"Quatsch" unterdrückt. Damit habe mich und mein Umfeld belogen. Das war auch ein großer Fehler.

Du wirst sehen, Toni findet seinen Weg. Was war ist Geschichte. Du hast noch eine wunderbare Zeit vor Dir.
Berichte uns über Deine Erfahrungen, aber versuche nicht jemanden belehren zu wollen.

GLG Tessa.
Hat die Blume einen Knick, war der Schmetterling zu dick.
Wenn alle Stricke reißen, warst Du zu schwer für die Schaukel.
ExuserIn-2020-07-10
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Re: Detransition „ Der Weg zurück „

Post 56 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-07-10 »

Ich belehre nur mich und schreib darüber hier, weil das meine Art von Tagebuch ist. Natürlich suche ich auch Feedback, sonst würde ich ja hier nicht reinschreiben aber ob man sich selbst belehrt fühlt, ist nicht mein Bier.

Warum mich das Thema Transition nicht loslässt, ist klar zu formulieren. Ich suche einen Grund die HRT doch irgendwie weiter zu machen. Auch wenn ich nicht komplett transitionieren will, nicht die rechtliche Angleichung suche und auch gar nicht darauf bestehe in der Gesellschaft als Frau aufzutreten.

Aber ich hab halt starke sexuelle Triebe, die mich stören und manchmal hilft mir die HRT damit besser klar zukommen.
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Re: Detransition „ Der Weg zurück „

Post 57 im Thema

Beitrag von Jasmin_35 »

Toni Smith hat geschrieben: Fr 7. Jun 2019, 19:00 Aber ich hab halt starke sexuelle Triebe, die mich stören und manchmal hilft mir die HRT damit besser klar zukommen.
dann würde doch der logik nach eine HRT mit nur Testoblocker, z.b. gering dosiert sinn machen oder liege ich da falsch?
Liebe Grüße Jasmin
ExuserIn-2020-07-10
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Re: Detransition „ Der Weg zurück „

Post 58 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-07-10 »

Leider nein. Blocker sind sehr schädlich. Was denkst du was passiert mit einem Körper wo aufeinmal ein wichtiges Stoffwechsel Hormon fehlt?

Man kann Blocker dazu anwenden, denn dafür wurden sie gemacht aber sie wurden auch für Personen erstellt, wo es die Medizin nicht interessiert was mit ihnen passiert. Sexualstraftätern.

Was besser wäre, wäre ein Androgynes Hormon aber das gibts leider nicht.

Die gesündere Lösung ist es dann halt auf Gegenhormone zu setzen. Gerade Estradiol regelt den Hormonkreislauf im Körper und kann dadurch Testosteron senken. Auch eine Zuführung von Testosteron senkt Testosteron, darum machen Bodybuilder sogenannte Kuren (Testo nur für ein paar Wochen nehmen).

Wenn der Körper verstärkt Testosteron produziert wird daraus Estradiol und nach 3 Wochen Abstinenz sinkt der Testosteron gehalt stark ab. Aber man muss erstmal dahin kommen.

Die Höhe der Estradiolzufuhr die zum Absenken des Testosteron dient, ist aber bei jeder Person unterschiedlich.

Nur weil das absenken des Testosteron einem von der Libido befreit macht es einem nicht aktiver, im Gegenteil, sorgt es eher für pasivität.

Daher ist es sinnvoller die Einstellung zu ändern und dazu reichen schon homöopathische Mengen als psychische Hilfe.
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Re: Detransition „ Der Weg zurück „

Post 59 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Blocker sind meines Wissens nicht per se sehr schädlich. Es gibt ja verschiedene und die (Neben-)wirkungen sind recht individuell. Das heisst: Antesten mit den verschiedenen Substanzen und Dosierungen und sowohl die messbaren, wie die subjektiven Wirkungen beobachten.

Ich hatte zu Beginn ja auch gedacht, irgendwie homonell "in der Mitte" landen zu können. Inzwischen habe ich etliche Informationen von Menschen, die ohne deutliche Hormonlevel reichlich Probleme haben. Auch beim Übergang von der einen zur anderen Seite, solange die Dosierung noch nicht richtig eingestellt war.

Arbeitshypothese: Hormonell kannst du dir aussuchen, auf welcher Seite du leben möchtest und vermutlich auch häufiger wechseln (dazu keine Infos), aber wenn bei dir weder Östrogene, noch Testosteron (etc.) richtig wirken, kriegst du körperliche (Knochen, Muskeln, Stoffwechsel) und seelische (depressive Schübe, Antriebslosigkeit) Probleme.
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Re: Detransition „ Der Weg zurück „

Post 60 im Thema

Beitrag von Pascal-S »

Hallo,

ich sehe den Thread hier auch als extrem wichtig.

Als ich kanpp vor einen Jahr nach den begriff "Detransition" suchte war das Internet kaum Hilfreich. Es gab kaum Informationen und Berichte von Betroffen.

Ich hatte glück das in der Suche nach Informationen gerade ein Artikel erscheinen ist. Der ist hier auch immer noch nachzulesen. Ich merke also schnell das ich mit dem was ich durch mache " Den Weg zurück" doch sehr alleine da stehe. Es ist nämlich eine komplett andere Ausgangs Situation.

Darum er halte ich es auch für wichtig. Das menschen . Alleine wenn Sie das Wort eingeben nun Infos finden. Oder jedenfalls diesen Thread wo man sofort sieht. Ah mit den Thema bin ich nicht alleine. Ich kann da mit jemanden drüber reden.

Die deutsche Wiki zu diesen Thema wurde dieses Jahr erstellt. und leider auch wieder zusammen geschrumpft. Gründe will ich keine nennen.

Ich denke das ist bei jeder Sache so . Die Trans Leute suchen danach und finden tausend Sachen über den ersten Weg. Über den Weg zurück.

Und nochmal es geht nicht darum irgendjemanden etwas zu verbieten oder schlecht zu reden. Nur es muss auch die Gegenstimme gehört werden.



Grüße

Pascal
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