Ich stell mal eine These auf
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Intergeschlechtliche Menschen, Crossdresser, Transgender, Transidente: Diskussionen über partnerschaftliche Aspekte, Rat und Tat für PartnerInnen und Familie
Nubikalé

Ich stell mal eine These auf

Post 1 im Thema

Beitrag von Nubikalé »

Ein paar Wochen lese ich ja nun hier schon mit. Dabei ist mir aufgefallen, dass diejenigen unter euch, die mit akzeptierenden PartnerInnen/Ehefrauen/Geliebten zusammen leben ähnliche Beschreibungen abgeben. Demnach ist die Partnerin wenig interessiert an betont weiblicher Mode, oft in technischen Berufen, praktisch veranlagt und emotional geerdet. Gerade ersteres wird oft mit Bedauern publiziert, das ist aber eine anderes Thema. (smili)

Ähnliche Eigenschaften kann ich bei mir selbst konstatieren.

Einigen ForumsuserInnen scheint es schwer zu fallen längerfristige Kontakte zu knüpfen. Dabei stellt sich mir die Frage, ob die Suchenden unter Euch nicht genau auf diese Attribute achten sollten bei der Partnerwahl. Statt auf Äußerlichkeiten muss vielleicht Wert auf ein stabiles Umfeld, Familie und Selbstständigkeit der Partnerin gelegt werden denn nur ein großes Selbstvertrauen lässt zu dass auch queeres Verhalten akzeptiert und in für die Partnerschaft erfüllende normal-glückliche Bahnen gelenkt werden kann.

Verzeiht mir meine kruden Gedankengänge aber das liegt mir schon eine Weile auf der Seele. Was meint ihr dazu?
ExuserIn-2019-12-22

Re: Ich stell mal eine These auf

Post 2 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-22 »

Grüß dich Nubi,

das klingt gar nicht mal so abwegig.
Wenn wir mit uns selbst im Reinen sind, dann fällt vieles leichter.
Da hoffe ich doch, dass sich hier auch mal einige Partner blicken lassen um auch für diese Eventualität eine vage Aussage treffen zu können. :D
ExuserIn-2019-12-18
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Re: Ich stell mal eine These auf

Post 3 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-18 »

Naja,

alles schön und gut - aber in erster Linie muss ja mal Interesse an (meiner) der Person bestehen.
Da helfen Dir die Parameter auch recht wenig ...

Liebe Grüße
Vanessa
Whoopy Highfly
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Re: Ich stell mal eine These auf

Post 4 im Thema

Beitrag von Whoopy Highfly »

Wichtig ist doch zuerst sollte ich selbst wissen, was ich möchte. Aüßerdem, je älter der Mensch ist, wird er in ein soziales Gefüge eingebunden. Da bleibt nicht viel übrig um noch weitere Aktivitäten auszufüllen.
Das sollte jede mich sich selbst ausmachen.
Bin auf dem Weg. Bitte sucht mich nicht.
Melde mich demnächst wieder.

Bye
Lavendellöwin
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Re: Ich stell mal eine These auf

Post 5 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

VanessaL hat geschrieben: Do 21. Mär 2019, 11:29 Naja,

alles schön und gut - aber in erster Linie muss ja mal Interesse an (meiner) der Person bestehen.
Da helfen Dir die Parameter auch recht wenig ...

Liebe Grüße
Vanessa
Hi Nubi,

was Vanessa schreibt ist ganz bestimmt die
Voraussetzung-alles andere kommt danach..

Also ich und meine Liebste sind nie ein heteronormatives
Pärchen gewesen..jede von uns übernimmt alle
Aufgaben-im Auftreten nach aussen war und bin ich
aber die Weichere..

Hmm, was kann ich nun bestätigen...
Wäre sie nicht so geerdet wären wir längst über Kopf
gegangen.
Sie mag mal schöne Sachen, aber Interesse für Mode
geht bei ihr gegen null-alles muss praktisch sein und
vor allem schnell.
Siehe Bad-während das mein Lieblingsraum ist, braucht
sie 15 Minuten um komplett fertig zu sein.

Und was nicht...
Birgit und Technik-das ist wie Schoki mit Chilli, gut gibt
es, mögen aber nicht alle!
Handwerklich sind wir beide zu nichts zu gebrauchen..
Sonderlich praktisch veranlagt sind wir beide nicht.

Sie ist studierte Geologin und Geographin und ich in
der IT, haben beide eine Faszination für Medizin und
Psychologie-was uns aber definitiv zusammen hält ist,
wir lassen uns sein wie wir sind, diskutieren das
trotzdem (auch manchmal lautstark) und wollen, das
jede ihr Leben lebt..

Alles Liebe Marie (flo)
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
Jaddy
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Re: Ich stell mal eine These auf

Post 6 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Die von Dir genannten Eigenschaften sind sicherlich hilfreich aber nach meinen Beobachtungen weder hinreichend, noch notwendig. Ausser der emotionalen Stabilität vielleicht.

Als Beispiel für eine -hm- "prototypisch weibliche" Partnerin bei einem späten Coming Out nach 31 Jahren Ehe ohne jegliche Hinweise gab es bei FrauTV (6.12.2018). Der Beitrag ist hier in einem anderen Thread mal erwähnt worden.

Beim Treff von crossdressing-hamburg.de sind auch diverse Paare ohne sonstigen queeren Hintergrund, jahrzehntelangen Ehen und Kindern. Ich sage mal etwas provokant: eher "krachend bürgerlich" ;)

Genauso gibt es aber jede Menge Paare ähnlicher Konstellation, bei denen schon die Erwähnung von bestimmten Accessoires oder Veränderungen der Kleidung oder Frisur zu Krisen oder irgendwann zur Trennung führen.

Wir haben hier in anderen Threads schon viele Indizien für und gegen Akzeptanz diskutiert, aber keines davon scheint mir wirklich ein Indikator zu sein, ob eine Partnerperson eine Veränderung der Genderrolle mitträgt oder nicht.
Anke
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Re: Ich stell mal eine These auf

Post 7 im Thema

Beitrag von Anke »

Hallo,

wenn das die Regel ist, dann lebe ich mit der Ausnahme.

Meine Partnerin ist Anwältin, achtet sowohl auf ihre modische Kleidung, als auch auf ihr Aussehen und ist überhaupt nicht praktisch veranlagt.

Von daher kann ich diese These nicht bestätigen.

Warum hat es bei uns geklappt? Sie hat ihre Liebe zu mir über alles andere gestellt. Dazu kommt, dass sie, genau wie ich auch, immer versucht das Beste aus dem zu machen, was das Leben ihr anbietet.

Dazu gehört auch, sich auf eine Beziehung einzulassen, die nach ganz eigenen Regeln funktioniert.

Liebe Grüße

Anke
Sentio ergo sum. - Ich fühle, also bin ich.

Les femmes sont fortes quand elles sont feminines. (Coco Chanel)

https://www.transcuisine.com

Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCQc7XaiWBuzchBQTnGRv80g
Nubikalé

Re: Ich stell mal eine These auf

Post 8 im Thema

Beitrag von Nubikalé »

VanessaL hat geschrieben: Do 21. Mär 2019, 11:29 Naja,

alles schön und gut - aber in erster Linie muss ja mal Interesse an (meiner) der Person bestehen.
Da helfen Dir die Parameter auch recht wenig ...

Liebe Grüße
Vanessa
Wohl wahr aber das Interesse soll Liebe und damit der Akzeptanz der Vorlieben weichen womit wir bei der Frage wären, wann der richtige Zeitpunkt zur Offenlage ist.
Whoopy Highfly hat geschrieben: Do 21. Mär 2019, 11:46 Wichtig ist doch zuerst sollte ich selbst wissen, was ich möchte. Aüßerdem, je älter der Mensch ist, wird er in ein soziales Gefüge eingebunden. Da bleibt nicht viel übrig um noch weitere Aktivitäten auszufüllen.
Das sollte jede mich sich selbst ausmachen.
Eingefahrene Muster machen es natürlich schwer bei der Partnersuche. Da gebe ich dir recht. Aber suche ich noch, wenn ich so autistisch bin, dass rechts und links keine Veränderung möglich ist?
!EmmiMarie! hat geschrieben: Do 21. Mär 2019, 11:54
Hi Nubi,

was Vanessa schreibt ist ganz bestimmt die
Voraussetzung-alles andere kommt danach..

Also ich und meine Liebste sind nie ein heteronormatives
Pärchen gewesen..jede von uns übernimmt alle
Aufgaben-im Auftreten nach aussen war und bin ich
aber die Weichere..

Hmm, was kann ich nun bestätigen...
Wäre sie nicht so geerdet wären wir längst über Kopf
gegangen.
Sie mag mal schöne Sachen, aber Interesse für Mode
geht bei ihr gegen null-alles muss praktisch sein und
vor allem schnell.

Handwerklich sind wir beide zu nichts zu gebrauchen..
Sonderlich praktisch veranlagt sind wir beide nicht.

Sie ist studierte Geologin und Geographin und ich in
der IT, haben beide eine Faszination für Medizin und
Psychologie-was uns aber definitiv zusammen hält ist,
wir lassen uns sein wie wir sind, diskutieren das
trotzdem (auch manchmal lautstark) und wollen, das
jede ihr Leben lebt..

Alles Liebe Marie (flo)
Sehr schön geschrieben aber das bestätigt eher meine These mit kleineren Abweichungen.
Jaddy hat geschrieben: Do 21. Mär 2019, 12:07 Die von Dir genannten Eigenschaften sind sicherlich hilfreich aber nach meinen Beobachtungen weder hinreichend, noch notwendig. Ausser der emotionalen Stabilität vielleicht.

Als Beispiel für eine -hm- "prototypisch weibliche" Partnerin bei einem späten Coming Out nach 31 Jahren Ehe ohne jegliche Hinweise gab es bei FrauTV (6.12.2018). Der Beitrag ist hier in einem anderen Thread mal erwähnt worden.

Beim Treff von crossdressing-hamburg.de sind auch diverse Paare ohne sonstigen queeren Hintergrund, jahrzehntelangen Ehen und Kindern. Ich sage mal etwas provokant: eher "krachend bürgerlich" ;)

Genauso gibt es aber jede Menge Paare ähnlicher Konstellation, bei denen schon die Erwähnung von bestimmten Accessoires oder Veränderungen der Kleidung oder Frisur zu Krisen oder irgendwann zur Trennung führen.

Wir haben hier in anderen Threads schon viele Indizien für und gegen Akzeptanz diskutiert, aber keines davon scheint mir wirklich ein Indikator zu sein, ob eine Partnerperson eine Veränderung der Genderrolle mitträgt oder nicht.
Jaddy, tut mir leid wenn ich vergorene Themen wieder belebe. Vermutlich wäre ich beim tieferen eintauchen ins Forum selbst fündig geworden. Den Beitrag kenne ich, allerdings beschlich mich unter anderem das Gefühl, dass die Ehefrau bei aller Akzeptanz dennoch lieber im alten Muster geblieben wäre. Keine Unterllungen, ist eher son Bauchgefühl wenn du weißt was ich meine.
Anke hat geschrieben: Do 21. Mär 2019, 12:11 Hallo,

wenn das die Regel ist, dann lebe ich mit der Ausnahme.

Meine Partnerin ist Anwältin, achtet sowohl auf ihre modische Kleidung, als auch auf ihr Aussehen und ist überhaupt nicht praktisch veranlagt.

Von daher kann ich diese These nicht bestätigen.

Warum hat es bei uns geklappt? Sie hat ihre Liebe zu mir über alles andere gestellt. Dazu kommt, dass sie, genau wie ich auch, immer versucht das Beste aus dem zu machen, was das Leben ihr anbietet.

Dazu gehört auch, sich auf eine Beziehung einzulassen, die nach ganz eigenen Regeln funktioniert.

Liebe Grüße

Anke
Das gefällt mir Anke. Ausnahmen bestätigen die Regel. Ich könnte jetzt dagegen argumentieren, dass eine Anwältin sehr wohl praktischer Natur sein sollte :D und auf ihre Kleidung muss sie schon des Berufsstandes willen, achten.

Im Großen & Ganzen berührte mich ein Beitrag in diesem Forum zu meinen Gedanken. Da ging es um die Frage, ob zum Beispiel ein Busen offen zur Schau getragen werden sollte beim ersten Kennenlernen um die potentielle Partnerin auf keinen Fall im Dunklen stehen zu lassen. Teilweise schwang ein verzweifelter Unterton in diesem Thread mit und ließ mich bei der Frage, wie die ideale (künftige) Partnerin wohl sein muss damit das klappen kann.
Gaby Bergmann
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Re: Ich stell mal eine These auf

Post 9 im Thema

Beitrag von Gaby Bergmann »

Hallo zusammen,

ich schließe mich auch mal der "Gegenthese" an.
Meine Liebste ist sehr mode- und kosmetikaffin und verbringt viel Zeit mit ihrer Körperpflege, was auch sichtbar zum Erfolg führt.
Kurzum, sie ist (schon immer) mein größtes Vorbild, was Weiblichkeit angeht.

Obwohl ich schon immer wußte, dass sie Menschen mag, die "anders" sind, habe ich mich viele Jahre nicht getraut, ihr von meiner weiblichen Seite zu erzählen. Vor zwei Jahren konnte ich aber einfach nicht mehr und es mußte einfach raus. Ich wußte ja auch, wahrscheinlich geht es gut... Ging es auch. Somit sind heute nicht nur Mann und Frau, sondern auch immer wieder mal zwei Frauen zusammen sehr glücklich. Okay, wenn ich den "Weg zur Frau" dauerhaft und zu Ende gehen würde, damit hätte sie (wahrscheinlich) Schwierigkeiten. Stand heute strebe ich das ja aber auch nicht an.

Sie hat einen eher sozialen Beruf und ist durchaus praktisch veranlagt...

LG die Gaby. (moin)
* ich mach' ein glückliches Mädchen aus mir *
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Re: Ich stell mal eine These auf

Post 10 im Thema

Beitrag von Vincent »

Hallo Nubi,
Auch wenn fast alle deine eingangs erwähnten Attribute auf meine Frau zu treffen denke ich nicht dass es das wesentliche Kriterium ist .
Ich denke es ist entscheidend , will man mit einen ungewöhnlichen Partner zurecht kommen, dass man eine Beziehung auf Augenhöhe führt und nicht als Partnerin zu seinem Mann aussehen will oder muss Punkt leider kenne ich viele Beziehungen in denen das so ist und sobald der Mann nicht mehr in jedem Punkt dem entspricht Komma was man von einem tollen Mann gesellschaftlich erwartet, gibt es in der Beziehung Probleme Punkt für Extravaganzen wie Cross-Dressing ist damit erst recht kein Platz.
LG

Vincent
Nubikalé

Re: Ich stell mal eine These auf

Post 11 im Thema

Beitrag von Nubikalé »

Gaby, du schließt dich nur teilweise der "Gegenthese" an. Bis auf das Ritual des Modebewusstseins, lese ich von einer neugierigen den Menschen zugewandten und sehr geerdeten Persönlichkeit. Das passt durchaus in mein Raster. Wie schätzt du denn deine Partnerin ein, wenn du in den ersten Wochen eurer Beziehung "Farbe" bekannt hättest?

Vincent, ich formuliere mal ganz überspitzt meine Interpretation deines Einwands: du meinst also, dass ein Mann zum Deppen wird wenn er Crossdressing betreibt?
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Re: Ich stell mal eine These auf

Post 12 im Thema

Beitrag von Nicole Fritz »

Hallo Nubi,

wenn ich bei der Auswahl einer möglichen Partnerin auf spezielle Attribute achten soll, werden meine sowieso schon geringen Chancen ja noch kleiner. Jedenfalls schließe ich jetzt anders herum mit meiner Kleidung schon einmal alle Frauen aus, die einen "richtigen Mann" haben wollen. An solche bin ich früher immer geraten, da ich genau diese Rolle spielte, was immer wieder mit einer Enttäuschung endete. Jetzt weiß ich nicht, wie ich signalisieren soll, dass ich auf Frauen und nicht als schwuler Transvestit auf Männer stehe. Aber vielleicht ist dieser Gedanke auch Unsinn, da er vor allem solche Frauen betrifft, die stark in Klischee-Vorstellungen denken. Und die kommen mit einem Transvestiten bestimmt nicht klar.

Das größte Problem ist bei mir wahrscheinlich, dass ich bedingt durch meine in der Rolle als Mann erlangte Sozialphobie kaum noch Kontakte in Beruf oder Freizeit habe. Und dann gibt es ganz sicher Muster in meiner Körpersprache, die sich tief eingegraben haben und unbewusst signalisieren, dass ich nur meine Ruhe haben will. Und wenn ich mich irgendwie krampfhaft um ein Kennenlernen bemühe, dürfte das eher abschrecken.

Da gibt es jetzt eine potentielle Partnerin, die ich regelmäßig im Bus treffe. Aber mehr als eine freundliche Begrüßung und ein paar Worte über allgemeine Dinge bringen beide Seiten nicht zustande.

Liebe Grüße
Nicole
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Re: Ich stell mal eine These auf

Post 13 im Thema

Beitrag von Gaby Bergmann »

Hallo Nubi,
Nubikalé hat geschrieben: Do 21. Mär 2019, 14:04 ... lese ich von einer neugierigen den Menschen zugewandten und sehr geerdeten Persönlichkeit. Das passt durchaus in mein Raster.
ja, das ist sie in der Tat, und damit passt sie schon in das Raster, da hast Du Recht.
Wie es gelaufen wäre, wenn ich ihr "das" gleich am Anfang gesagt hätte? Schwer zu sagen... Das ist 19 Jahre her.

An unseren Gefühlen füreinander geändert hätte sich denke ich nichts. Damals war mein "Frausein" aber auch lange nicht so wie heute. Mir genügte es, ab und an für ein-zwei Stunden zu Hause was anzuziehen, wenn ich alleine war. Schminken und Haare war noch nicht, rausgehen sowieso nicht. Ich hatte drei-vier Kleidungsstücke, die sich relativ gut verstecken ließen.
Wirklich dazu gestanden habe ich damals auch nicht, mir war zwar mehr oder weniger klar, dass ich "das machen muss", aber damals hätte ich "das" am liebsten weg gehabt. Und wie es schon viele geschrieben haben, mit dem Beginn einer neuen Beziehung war auch das Verlangen danach erstmal weg. Somit gab es für mich damals auch zunächst keinen Grund, es ihr zu sagen. Wahrscheinlich hätte sie sich, wenn ich es ihr damals gesagt hätte, in irgend einer Weise "liebevoll darüber lustig gemacht", was dann vermutlich dazu geführt hätte, dass ich mich schlecht gefühlt hätte (wenngleich das zweifelsohne nicht das gewesen wäre, was sie damit hätte erreichen wollen).

Mittlerweile ist das anders, frau ist über die Jahre stolz und selbstbewußt geworden, somit fiel es mir eines Tages dann relativ leicht, mich ihr zu erklären, zumal ich für mich auch eine gewisse Zufriedenheit bezüglich der "weiblichen Erscheinung" erreicht hatte. Ich war lediglich noch etwas pummelig (ließ sich im weiteren Verlauf mittels FDH beheben), schaute aber ansonsten zufrieden in den Spiegel und dachte "ja, gefällt mir". Da fällt das Outing dann deutlich leichter, als wenn man sich selbst doof vorkommt und mehr oder weniger für etwas schämt, das man am liebsten "weg" hätte. Und heute? Wenn mir jemand eine (fiktive) Packung Tabletten geben würde und sagen "nimm die, und Du wirst nie wieder als Frau nach draussen wollen und nichts daei vermissen" - nein, die würde ich garantiert nicht nehmen. Seit meine Liebste ab und an mitmacht, sowieso nicht.

Liebe Grüße
die Gaby. (moin)
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ExuserIn-2019-12-18
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Re: Ich stell mal eine These auf

Post 14 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-18 »

Nubikalé hat geschrieben: Do 21. Mär 2019, 12:40 Wohl wahr aber das Interesse soll Liebe und damit der Akzeptanz der Vorlieben weichen womit wir bei der Frage wären, wann der richtige Zeitpunkt zur Offenlage ist.
Nun, da haben wir unterschiedliche Perspektiven! Diese Frage stellt sich für mich ja nicht, da ich Frau bin und ich meine weibliche Seite nicht mehr offenbaren muss.

Aber über den richtigen Zeitpunkt eines Outings wurde ja schon vielfach diskutiert. Da trägt jeder/ jede für sich selbst die Verantwortung und muss am Ende dafür auch "geradestehen"

Liebe Grüße
Vanessa
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Re: Ich stell mal eine These auf

Post 15 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Hallo,

ich gebe Nubi da nicht unrecht: Viele hier fühlen sich zu gewissen Teilen weiblich und strahlen das auch bewusst oder unterbewusst aus. Sie gehen aber bei der Partnersuche aber relativ typisch männlich vor mit verhalten und wünschen gegenüber der Partnerin. Partnerinnen, die darauf ansprechen würden, haben dann aber auch Erwartungen. Und zwar meist solche, die keine weibliche Seite erwarten. Es ist natürlich keine belegbare Wissenschaft aber ich hatte auch dieses Gefühl wie Nubi auch. Und Ausnahmen bestätigen die Regel. Und Partner, die sich vor dem Outing kennengelernt und lange Jahre zusammengelebt haben sind natürlich eine völlig andere Kiste.

VlG
The trick is to keep breathing

I have big dreams and a small world in between
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