In diesem Fall einer "Beratung" kann ich jetzt glücklicherweise auf den hervorragenden Beitrag von Jaddy verweisen: https://www.crossdresser-forum.de/phpBB ... 38#p228338 )Ich hätte es nicht besser ausdrücken können, noch mal hier meinen heißen Dank an Jaddy!Michelle_Engelhardt hat geschrieben: Mo 7. Jan 2019, 13:11 ..... Es heißt natürlich auch nicht, das Du zwangsläufig TS bist, aber ein unglückliches Leben mit unterdrückten Gefühlen führt früher oder später zum großen Knall.....wie auch immer der dann aussehen mag. Ein Leben "für andere" kann schön sein, aber nur wenn man dabei nicht selbst auf der Strecke bleibt.
....
Wie heißt es dort so schön:
Ich kann leider nicht anders, aber diese oben angesprochene Art eines angeblichen Auswegs, nur weil sie eine gesellschaftlich mittlerweile halbwegs tolerierte Form des trans* Seins ist, ist nach meiner ganz persönlichen Meinung (!!!) eben für die allermeisten trans* Menschen trotzdem nicht der richtige Weg. Die "Leiden" abwägen zu wollen würde ich mir nicht zutrauen, zumal diese "Leiden" ganz bestimmte Ursachen haben die zum allergrößten Teil von Außen bestimmt sind.. wird eine nicht-binäre ID von anderen häufig gar nicht ernst genommen, sowohl von Cis-, wie von Transpersonen. "Du pickst dir nur die Rosinen raus", "hast dich nur noch nicht entschieden", "das ist jetzt aber echt männlich/weiblich" (je nach Zuschreibungsgeschlecht). Manche lehnen die Existenz von nicht-binärem Geschlechtsempfinden generell ab. "Es gibt nur männlich und weiblich". Transpersonen vermuten, dass Enbys sich "um das Leiden durch den Transprozess" drücken. Auch das eine Variante von "du machst es dir ja einfach" und "echt ist nur, wer genauso gelitten hat". Dabei verkennen sie, dass Enbys hierzulande gar keine offiziellen Möglichkeiten für irgendeine Form von Transition haben - wenn sie das denn wollen.
Es geht ja in diesem Thread vor allem um die Tolerierung des trans* Seins durch die Partnerin. Da ist es völlig egal ob TS, TV/CD oder NB. DIe Herausforderung für die Partnerschaft ist dabei völlig gleich, im schlimmsten Fall kommt es eben zur Trennung. Aber ob die nun von einem TV/CD erfolgt oder von einer TS ist dabei irrelevant. Das Problem ist das Unverständnis dafür, was Transidentität für einen Menschen bedeudet. Und das liegt an den Schranken, die von Erziehung, Kultur, Religion und was auch immer in einen Menschen eingepflanzt wurden. Da hilft selbst ein rationales Verständnis nichts, derjenige kann nur bis zu bestimmten Grenzen gehen. Wie weit man diese verschieben kann und dann Kompromisse langsam und vorsichtig aufbaut, lässt sich nur mit viel Zeit und Mühe sagen - wenn es einem das wert ist. Im anderen Fall ist Trennung das Beste, wobei man bedenken sollte, dass man dann ein anderes Leben hat. Garantiert, dass das ein besseres ist, wird das von niemandem.
Jenina