Untertitel "Doch nur 3 davon helfen wirklich".
Keine der fünf Ideen ist überraschend, das Fazit jedoch für mich überzeugend: Regelbasierte Restriktionen wie Gesetze oder Kosten funktionieren eher nicht. Das folgt einem schon sehr lange bekannten Grundsatz sozialer Medien, dass zwischenmenschliche Probleme sind nicht wirklich durch Technik lösen lassen.
Was für uns als Möglichkeit bleibt: Counterspeech. Gegenrede. Dazu gibt es in den Diskussionen zum Artikel ein Interview. Die Zielrichtung bei Gegenrede sind weniger die Hater selbst:
Verschenk-Link zum Artikel von mir: https://perspective-daily.de/article/660/xwxmEF9dSina Laubenstein: Im Internet wird man keinen Hater überzeugen, schon gar nicht auf 280 Zeichen. Doch die Mitlesenden kann man erreichen! Denn mitten in einer Hassdiskussion oder einem Shitstorm merken viele gar nicht, dass Hater und Haterinnen in der Minderheit sind — sie sind nur besonders laut. Ihr Ziel ist es auch, dass Menschen sich nicht anderslautend äußern oder sogar ein Stück von ihrer Meinung abrücken. Da muss man in Erinnerung rufen: Es gibt viel mehr Menschen da draußen, die das auch schlimm finden. Sobald der Erste etwas dagegen sagt oder schreibt, kommen sie dazu.
Und als Bonus aus dem angesprochenen Zusatzinterview:
5 wertvolle Tipps vom No Hate Speech Movement:
1 — Du musst nicht jeden Brand in den Sozialen Netzwerken und Kommentarspalten allein löschen. Nimm dir deshalb nur das vor, was du leisten kannst. Und suche dir Verbündete, mit denen du über deine Gegenrede sprichst.
2 — Es gibt keine -»richtige-« Form von Counterspeech. Jeder geht auf seine Weise mit dem Hass um. Solidarität ist aber in jedem Fall wichtig. Zeige jemandem, der angegriffen wird, dass er nicht alleine ist. Das hilft Betroffenen weiter.
3 — Humor kann bei Counterspeech helfen, lächerliche und unangebrachte Argumente und Diskussionen zu entlarven, etwa durch witzige Bilder. Verzichte aber auf persönliche Angriffe (etwa gegen Bildung, Rechtschreibung, Intellekt, Aussehen, Einkommen); denn die verhärten Diskussionen nur noch weiter.
4 — Ist ein Bekannter das Ziel von Hass und Hetze, frage erst bei ihm nach, welche Form von Unterstützung er möchte. Manchmal kann es eine bessere Idee sein, Hass einfach abklingen zu lassen.
5 — Triff Sicherheitsvorkehrungen für deine Social-Media-Accounts. Zeige wichtige Informationen nur deinen Freunden. Bist du selbst das Ziel von Angriffen oder Drohungen, sprich darüber und wende dich an einen Anwalt.