Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 19. Okt 2018, 12:55
Bea Magdalena hat geschrieben: Fr 19. Okt 2018, 12:00
Angst vor möglichen Repressionen verhindert Straftaten.
Das ist ja gerade der Gedankenansatz. WIR nennen es STRAFtaten. Aber was passiert, wenn man das Wörtchen "STRAF" weg lässt ?
"Angst vor möglichen Repressionen verhindert Taten."
Das könnte auch ein Mafiaboss oder mein Chef im Büro sagen. Damit wird eine Stimmung geschaffen, die mir sehr unangenehm wäre. Als Menschen sind wir nur Mittelmaß, wenn wir Repressionen für Wohlverhalten brauchen. Egal, ob das gesellschaftlich begründet ist oder nicht. Uns fehlt die Einsicht, dass ein Leben ohne Repressalien für alle besser wäre. Du sprichst ja auch davon, dass es Dein "Wunschdenken" wäre.
Aber wer soll denn anfangen, das menschliche Miteinander friedvoller zu gestalten ? Wenn die Menschen sich nicht weiter entwickeln, kommt es unweigerlich auf lange Sicht zu Rückschritten. Was heute noch eine Utopie ist, könnte in einigen/vielen Generationen Standard sein. Es gab jedenfalls in der Geschichte der Menschheit andere Konzepte. Bisher hat sich das Erpressungskonzept durchgesetzt.
Muss man das hinnehmen ? Oder kann man nicht etwas ein kleines bisschen an den Schräubchen drehen, um es besser zu machen. Große Veränderungen kommen oft schleichend daher. Wenn wir hier darüber schreiben, wird schon ein kleiner Schritt für ein anderes Verständnis gemacht. Genau das machen wir ja auch im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit bei Trans. In der Kindererziehung hat sich z.B. ja auch schon einiges verändert. Kinder schlagen ist heute nicht mehr populär.
Nützlich ist nicht nur das, was uns (sic!) im hier und heute nützt. Wir profitieren von vielen Dingen, die unsere Vorfahren eingeleitet haben, aber nie selber genießen konnten. Sollen wir damit aufhören ?
Hallo Vicky,
sorry, dass ich so spät antworte. Und ich versuchs mal, obwohl ich bei weitem nicht so schreibgewandt bin, wie Du.
Also, mit dem weglassen der Silbe "Straf-" hast Du recht, die Silbe beinhaltet ja bereits die drohende Sanktion.
Uns fehlt die Einsicht, dass ein Leben ohne Repressalien besser wäre... da magst Du sicher recht haben, das funktioniert aber nur, wenn sich alle so verhalten. Ansonsten sind die Guten die Verlierer!
So denke ich halt, leider.
Deine letzten beiden Absätze, insbesondere der Vergleich mit dem Schlagen von Kindern gibt mir wieder Hoffnung. Es stimmt, vor 50 Jahren war ( zumindest bei mir am Land ) noch gang und gäbe, dass Kinder geschlagen werden. Heute ist es fast undenkbar, gottseidank! Wir dürfen die Hoffnung für eine bessere Welt nie aufgeben und uns Stückchen für Stückchen weiterbewegen, nur nicht am Status quo festkleben, dann verbessert sich unser Leben auch.
Du hast Recht mit Deiner Sichtweise, man muss nur tiefer darüber nachdenken.
Sorry, den Absatz mit Dem Chef oder dem Mafiaboss hab ich nicht verstanden, vielleicht magst Du mir das näher erklären
Dankeschön
und liebe Grüsse
Bea