Hallo Laila,
Laila schrieb:
Nein, ich persönlich denke nicht, dass du da argumentativ unrecht hast. Recht hast du 100%. Ich denke Michie denkt es auch nicht. Ich denke bei Michie geht es darum zu betonen mehr auf die anderen einzugehen bevor die harte Kante kommt. Ich war mir z.B. nicht sicher ob Sacha die ganze Zeit nicht von Antifa geredet hat (du weist schon, die Jungs & Mädels die immer: "Rotfront an jeder Ecke, Nazisch***w verrecke!" sprayen. Also die eher Militanten) und nicht zwischen der Antifa Bewegung und einem Antifaschisten (ein Mensch der keine Faschisten gut heist) differenzieren konnte.
Meine politische Haltung ist die gegen jeglichen Faschismus, Rassismus und Diskriminierung !
lieben Dank für deinen Beitrag.
Zur Erläuterung meiner Position, auch für die, die nahelegen wollen, es sei doch alles gar nicht so schlimm oder ganz anders gemeint gewesen, möchte ich darauf antworten.
Ich war mir z.B. nicht sicher ob Sacha die ganze Zeit nicht von Antifa geredet hat (du weist schon, die Jungs & Mädels die immer: "Rotfront an jeder Ecke, Nazisch***w verrecke!" sprayen. Also die eher Militanten)
Ich war und bin mir sicher, dass Sasha genau das gemeint hat. Aber es ist grade diese (grundfalsche) Pauschalisierung, mit der die Antifas als eine Horde von millitanten Gewalttäter_innen beschrieben werden, gegen die man m.E. Stellung beziehen muss.
Ich habe eine Reihe von Freund_innen unter diesen Menschen, die sich selbst sowohl als Antifas und, gleichbedeutend, auch als Antifaschist_innen bezeichnen (ich rechne mich selbst auch dazu). Diese Menschen sind in keiner Weise gewalttätig oder auch nur gewaltbereit! Es sind vielmehr die, die u.a. auf Demonstrationen, Kundgebungen und mit kreativen Aktionen, das tun, was der sogenannte 'bürgerliche' Teil der Gesellschaft überwiegend nicht fertig bringt oder gar nicht erst tun will: Sich sichtbar gegen die Faschist_innen und den Faschismus zu stellen, Flagge für Freiheit, Gleichheit und Brüder- und Schwesterlichkeit zu zeigen und dafür auch aktiv (gewaltfrei!) zu streiten. Es sind übrigens auch Menschen, unter denen 'unsereins' sich in aller Freiheit bewegen kann, was man von den Faschos ja nun nicht so direkt sagen kann.
Diese Menschen benutzen die Bezeichnung 'Antifa' (zu Recht) mit umso mehr Stolz, je mehr diese Bezeichnung durch rechts-nationale, zumindest teils auch faschistoide Kreise mit Gewalttaten assoziert und zum Schimpfwort umgedeutet wird; assistiert von der Boulevardpresse, dem Stammtisch und auch von Teilen der Justiz- und Polizeiapparate mancher Bundesländer (Suchbegriff z.B. Lothar König)
Ich war und bin der Ansicht, dass grade in einem Forum wie diesem ein gewisser Sinn für die exakte Verwendung von Begrifflichkeiten und eine erhöhte Vorsicht gegenüber Falschverwendungen von Begriffen herrschen müsste. Wer also über gewalttätige Chaoten schreiben will, soll dafür bitte den Ausdruck 'gewalttätige Chaoten'* benutzen und sich nicht, ob aus Uninformiertheit oder mit Absicht, an der Diskreditierung anständiger Menschen beteiligen. Die Antifas, die ich zu meinen Freund_innen rechne, haben jedenfalls deutlich mehr Anstand, als diejenigen Bürger_innen, die auf ihrer Couch mit ihren Schwierigkeiten kämpfen, sich vom pseudo-bürgerlichen Teil des Faschismus abzugrenzen (und dabei ständig zu verlieren drohen) .
Hab es gut
Marielle
* so nenne ich auch selbst diejenigen, die mangelnde Kreativität durch Krawall und Gewalt ersetzen; egal, welche Fahne sie dabei in der Hand haben