Hallo Joe,
ich erzähle dir mal wie es bei mir war (ist). Vielleicht kannst du für dich eine Erkenntnis daraus ziehen.
Als ich mal wieder
die Schnauze so richtig voll hatte vom Dicksein (das ist wichtig, sonst klappt es nicht), fasste ich wie schon so oft den Entschluss abzunehmen. Dabei gilt: Nicht terminlich irgendwann einplanen, sondern sofort (in diesem Moment) damit anfangen. Also habe ich begonnen:
1. Weniger Kalorien (max. 1500), begrenzt auf zwei Mahlzeiten. Frühstück und frühes Abendessen.
2. Kohlenhydrate so weit wie möglich reduzieren, Eiweiss verstärkt essen. Ich trinke zum Frühstück nur Kaffee und Almased, aber das ist Geschmackssache. Der Eiweissdrink macht satt und hält bei mir mindestens bis mittags das Hungergefühl fern.
3. Fünf Tage sparsam, am Wochenende normal essen.
Daraus ergibt sich ein ständiges Auf und Ab, wobei die Auf's nach dem Wochenende geringer ausfallen als die Ab's nach den fünf Tagen. Diese Taktik verhindert, dass der Körper in den Notfallmodus wechselt und mit weniger Kalorien auskommt, außerdem belohnst du dich am Wochenende für deinen Erfolg der letzten fünf Tage. Auf diese Art reduziert sich das Gewicht am Anfang der Diät sehr schnell und dann im Laufe der Zeit immer langsamer.
Am 1. Tag ist es am schwierigsten, weil der Körper ja noch nichts weiß von deinem Vorhaben. Aber die Motivation ist jetzt noch sehr hoch und deshalb hältst du das Hungergefühl gut aus. Ich bekämpfe den Hunger zwischendurch mit Wasser, Hustenbonbons oder ich ignoriere ihn einfach und denke daran, wie viele Kalorien das wieder spart. Ich versuche mich abzulenken und nach kurzer Zeit habe ich den Hunger regelrecht "vergessen".
Am Morgen des 2. Tages steigst du auf die Waage und freust dich über 1-2 kg Gewichtsverlust. Das ist nur Wasser, aber trotzdem motiviert es dich. Der 2. Tag fällt dir schon leichter als der 1. Tag.
Am Morgen des 3. Tages ...
Am Morgen des 4. Tages ...
Am Morgen des 5. Tages ...
Am Morgen des 6. Tages (Wochenende?) freust du dich über 4-8 kg Verlust (je nachdem wie eisern du warst). Nun hat der Körper zwei Tage Zeit, sich die Sachen zu holen die ihm in der Woche fehlten. Genieße das Wochenende, aber übertreibe es nicht
Am Morgen des 8. Tages hast du ein paar Kilo zugelegt, aber immer noch einen Verlust. Jetzt beginnt das Spiel wieder von vorn. Du kannst auch mal Pausen einlegen, z.B. im Urlaub. Da du dich aber über die verlorenen Pfunde freust, fällt der Wiedereinstieg nach dem Urlaub gar nicht schwer. Ich habe mich sogar teilweise richtig darauf gefreut.
Mit dieser Strategie habe ich bis heute ca. 50 kg verloren. Für
mich ist es so genau richtig. Vielleicht kannst du ja einiges davon für dich übernehmen (ich meine natürlich nicht die Urlaubsphasen

). Wichtig ist, dass du es wirklich willst. Aber genau dass ist bei mir das große Problem. Ich konnte es nicht einfach mal so entscheiden, das brachte mir bei reichlichen Versuchen gar nichts. Es braucht den wirklichen Willen (siehe oben,
die Schnauze so richtig voll hatte vom Dicksein).
Jedes Kilo, dass du verlierst steigert die Motivation. Je höher die Motivation, um so leichter fällt das Verzichten. Je beständiger du verzichtest, desto mehr Kilo verlierst du. Ich würde es einen
"negativen Teufelskreis" nennen. Schwierig ist nur der Einstieg. Wenn du erst mal drin bist, geht es fast von allein immer weiter.
Ich hoffe, dass du deinen persönlichen Einstieg findest und würde mich freuen, wenn ich ein klein wenig dazu beigetragen hätte.
Liebe Grüße von Conny-Andrea