Jaddy hat geschrieben: Fr 17. Nov 2017, 22:20
Anyway: Ich bin für Ausgleich, Abwägung, gegenseitige Rücksichtnahme. Mögen muss ich das ganze System getrennter Räume dennoch nicht.
Folgt man den Statistiken, würden ca 6 - 10% der Gäste in relativ unkalkulierbaren Abständen, eine extra Toilette nutzen. Mal nur aus der unternehmerischen Sicht betrachtet, wäre es zwar nobel und ehrlich eine solche Toilette anzubieten. Aber für den Unternehmer ist es mit Kosten verbunden. Sie muß gebaut, finanziert und gepflegt werden. Dafür das sie dann die meiste Zeit ungenutzt Kosten verursacht. Und das ist nicht meine Sicht, das wäre die Sicht eines Unternehmers welcher immer den Blick auf den Rotstift hat. (Gerade in der heutigen Zeit)
Das Problem welches wir haben, ist das tatsächlich geschlechtsspezifisch? Ich glaube nein. Oft aber, wie Jaddy schon bemerkte, der Rückzugsort der Bio-Frauen, welcher geöffnet wird/werden würde.
Würden wir geschlechtsunabhängig denken, wäre eine prinzipielle Nutzung "einer" Toilette für alle möglich. In so manchen Filmen, welche in der Zukunft spielen, wird davon schon geträumt/spekuliert das die Menschheit irgendwann soweit ist.
All die noblen Ideen, das der Fortschritt der Menschheit nicht mehr das Erwirtschaften von Finanzen ist sondern der Menschheit Weiterentwicklung, einhergehend mit der Aufgabe von geschlechtlicher Trennung. Ein Beispiel wie es in Kinofilmen ganz belanglos zur eher dünnen Story dargestellt wird. Als gäbe es nichts normaleres, als das weibliche und männliche Soldaten eine gemeinsame Dusche verwenden:
(Leider müßt ihr den Link über Youtube direkt öffnen, da der Tag in diesem Forum keine "URL an dieser Stelle kopieren - Funktion" von Youtube unterstützt)
https://youtu.be/50QujQSedzE?t=372
Ein wenig Bange ich habe auch in Bezug auf die Geduld und Bereitschaft in den öffentlichen Bereichen. In diesem Faden wurde ja deutlich klar, das Frauen keine Frauen sein müssen, das Passing eine wesentliche Rolle spielt, scheinbar, und das die schwimmenden Übergänge von "was bin ich - Bestimmungen" nicht klar sind. Nicht bei uns und wie soll es ein Mensch begreifen, welcher sich überhaupt nicht mit der Materie befasst? Es muss also eine Schule her die lehrt, das es schlicht nur den Menschen an sich gibt. Das könnte unter Umständen die praktikabelste Lösung sein.
In meinem Fall ist es wie Jaddy es auch sagte - ich weiss nicht auf welche Toilette ich gehöre. Zu welcher ich mich eindeutig zugehörig fühle. Denn ich kann weder meine Weiblichkeit noch meine Männlichkeit klar definieren, in diesem Bezug. Und das hat mit Passing überhaupt garnichts zutun. Passing spielt immer nur dann eine Rolle wenn ich in etwas "bestimmtes" hineinpassen möchte. Was aber machen all die vielen Menschen welche eben nicht spezifisch in irgendetwas hinein passen möchten? Sollen die einfach "draussen" bleiben? Am Leben nicht teilhaben und oder eben sich zwanghaft entscheiden? Wieder in eine Schublade gedrückt werden? Wieder anfangen sich zu verkleiden?
Ja, es ist alles nicht einfach. Was aber einfach wäre, die Bereitschaft sich nicht andauernd selbst bestätigen zu müssen und vielleicht den Blick zu öffnen um über die Grenzen hinweg zu sehen. Denn wenn ich mich wohlfühle, so wie ich eben bin, dann hat dieses Recht auch jeder andere Mensch auf diesem Planeten, hinsichtlich seines inneren fühlens.
Ziel: Human being -> Ist Dein Ziel erreicht, war es zu niedrig angesetzt -> Der Weg ist das Ziel!