individual.angel hat geschrieben:
Allerdings ist Toleranz etwas, worüber ich oft nachdenke. Tolerieren kann man nur, wenn man die Grenze des anderen kennt und der sich wiederum "bemerkbar macht" wenn sie erreicht ist. Aber was, wenn man aus Angst oder Vorsicht von vornherein seine Grenzen ignoriert und es eben mal ausprobiert, um den anderen nicht zu verärgern oder um die Harmonie in der Beziehung aufrecht zu erhalten?
Hallöchen Angel,
Grenzen ignorieren oder was Neues probieren,das liegt in der Natur des Menschen.Als Beispiel fällt mir dazu der bemannte Raumflug ein oder Formel1 Rennen,aber auch neue sexuelle Spielarten,die beiden Partnern zu mehr Lust und Leidenschaft verhelfen.Das ist nur möglich,wen wir Grenzen ignorieren oder Neues probieren.Das ist die eine Seite der Medaille.Die Kehrseite kommt dann zum Tragen,wenn durch das Überschreiten Menschen zu Schaden kommen oder Gefühle verletzt werden.Das darf nicht sein!Und dabei ist es doch völlig normal,daß einem Dinge,die einem anfangs Spaß bereiten,ihren Reiz verlieren oder sich einfach die Sichtweise darauf ändert.Der Beziehung oder Harmonie willen dann schweigen und darauf hoffen,daß die negativen Gefühle zu dem Thema wieder verschwinden,ist gelinde gesagt,naiv.Damit will ich dir,liebe Angel, keine Naivität unterstellen aber Fakt ist: Es führt kein Weg an einem offenen Gespräch vorbei,wo über die veränderten
Gegebenheiten gesprochen wird und nach Lösungen gesucht wird.
individual.angel hat geschrieben:Oftmals ist man als junger Mensch "frigide" oder "prüde", wenn einem Sachen wie Dildo-Feen-Partys, Partnertausch oder Analsex keinen Spaß machen und man dies auch deutlich macht und dazu steht.
Nein,das hat in meinen Augen nichts mit Prüderie und/oder Frigidität zu tun.Man hat die Meinung,Punkt!Wenn andere meinen,das nicht akzeptieren zu können,ist es deren Problem,nicht Deins!
Im Laufe des Lebens findet ein ständiger Reife und Entwicklungsprozess statt,was dir heute Unbehagen bereitet,kann morgen schon Wohlbefinden auslösen.Nur mal ein Beispiel dazu,paßt zufällig zum Thema Dildos: Meine letzte Freundin stand diesen Lustspendern und Masturbation im generellen,zu Beginn unserer Beziehung sehr,sehr ablehnend gegenüber.Wahrscheinlich durch die strenge
Erziehung.Zum Ende unserer Beziehung lagen drei Stück von diesen elektrischen Helferlein in der Nachtischschublade.So kann sich eine Weltanschauung innerhalb von 6 Jahren gründlich ändern.
Fazit: Ein schwieriger Spagat,der bei mir so aussehen würde: Was neues probieren-ja,solange ich mich mit der Idee identfizieren kann,wenn nicht,bleiben lassen!Das dann auch argumentativ begründen
und dazu stehen!Gibt es keine Lösung oder Kompromiß,bleibt letzten Endes nur die Trennung.Das ist zwar kurz und schmerzhaft,aber besser als jahrelang mit einem faulen Kompromiß zu leben.
Auch hiezu eine kleine Anekdote aus meiner Jugend: Ein wirklich guter Freund von mir,fand es damals cool,Joints zu rauchen,mir hatte die Aufklärung in der Schule und das Lied von Juliane Werding
"Am Tag,als Conny Cramer starb" soviel Respekt und Angst eingejagt,daß ich dankend abgelehnt habe.Die Freundschaft ging dadurch in die Brüche,da es für mich keine Alternative gab.
So -langer Text und viele Worte,ich hoffe,es hilft dir etwas.
LG Bianca