MichiWell hat geschrieben: Mo 27. Mär 2017, 20:18
Hallo,
meine Erfahrungen dazu:
In reinen Frauenabteilungen habe ich es schon ab und zu habe erlebt, dass sich Verkäuferinnen recht auffällig verhalten haben, mich spüren ließen, dass sie mich argwönisch beobachten, wenn ich als "Mann" verkleidet auf Shoppingtour war/bin. Anscheinend haben die Verkäuferinnen dann doch gewisse Probleme. Die Steigerung sind dann 3 "ungetranste" Teilzeitfrauen. Die verlangen selbst in einer größeren Stadt wie Kassel, wo man sicher einiges gewöhnt ist, den Verkäuferinnen augenscheinlich etwas ab, und die eine oder andere von ihnen hatte schon sichtlich Mühe die Contenance zu bewahren...
...Deswegen gehe ich auch lieber dort einkaufen, wo keine so klare Trennung der Abteilungen ist, oder besser noch weiblich gekleidet,
was ohnehin das Shoppingerlebnis für mich selbst deutlich steigert.
Allerdings habe ich auch festgestellt, dass Anprobieren im Männermodus wiederum einfacher ist, weil man nicht auf Perücke, Schminke und was noch alles achten muss.
Naja, man kann eben nicht alles haben.

...
Jetzt wo ich es lese...
In großen Kaufhäusern (hier fällt mir Karstadt als Beispiel ein, aber nur weil bei mir in der Nähe) mag ich auch nicht Einkaufen, jedenfalls keine Damenwäsche.
Zum einen finde ich da nie etwas, zum anderen fühle ich mich da unwohl, ohne einen konkreten Grund zu kennen.
Ob es etwas mit den auf mich sehr arrogant und überheblich wirkenden Verkäuferinnen aus meiner Kindheit zu tun hat?
Ich weiß nicht, diese dürften ja auch ausgestorben sein.
Die "nächste Stufe" wäre für mich z.B. C&A, ein reiner Modeladen, zwar auch mit Abteilungen, aber irgendwie komm ich da schon besser zurecht.
Am liebsten sind mir aber reine Damenmodegeschäfte, hier sind für mich die besten Beispiele Ulla Popken und BonPrix, weil ich da (fast) immer was finde, aber auch bei anderen sind die Erfahrungen vergleichbar:
Eigentlich durchweg freundliche, hilfsbereite und kompetente Beratung. Ein professionelles Auftreten, das keinen Zweifel daran aufkommen lässt dass es völlig normal ist wenn ein Mann sich seine Dessous kauft.
Was ich noch erwähnen möchte: Ich bin ja niemals "en femme", meist wie ein Rock tragender Mann, selten in Hosen.
Allerdings bin ich fast immer in Begleitung von Frau und Tochter.
...Das extremste und vor vielen Jahren sah ich mich einer Verkäuferin gegenüber, die "ihre" Feinstrumpfwarenabteilung verteidigt hat, wie eine Löwin ihre Jungen. Sie hat sich mir immer wieder demonstrativ in den Weg gestellt, und mich auch regelrecht "angeknurrt", was ich "hier" suchen würde. Das war schon eine üble Sache. Aber bevor jetzt kluge Sprüche kommen ... ich weiß selber, was ich hätte machen können/sollen. Nur war ich damals eben noch sehr, sehr unsicher...
Auch sowas hab ich mal erlebt, es mag schon an die zwanzig Jahre her sein.
Damals war ich noch verheiratet. Ich ging mit meiner Frau in ein großes Kaufhaus in Köln (weiß wirklich nicht mehr welches). Während sie an einem Ständer irgendwas für sich suchte (klar, wir waren in der Damenabteilung) schlenderte ich zu dem nahegelegenen Strumpfhosenregal, nur mal schauen ob vllt. doch was in meiner Größe im Angebot ist.
Während ich da so stöberte wurde ich plötzlich von solch einem Drachen von hinten angefaucht.
Ich weiß garnicht was die gute Frau da alles gesagt hat, jedenfalls kam gleichzeitig meine Frau auf mich zu, merkte was vor sich ging und legte los.
Bevor ich überhaupt zu Wort kam hat meine Frau die Verkäuferin schon zurecht gewiesen, was ihr denn einfiele so mit Kunden zu reden und wenn sie nichts verkaufen wolle soll sie das mit ihrem Chef regeln und nicht mit den Kunden.
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
Natürlich ist das wahr, es steht doch im Internet!
Du hast ne Frage, brauchst Rat oder Hilfe?
Ohren verleih ich nicht, aber anschreiben darfst du mich jederzeit...