Experten betonen große Bedeutung der Medienkompetenz
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Anne-Mette
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Experten betonen große Bedeutung der Medienkompetenz
Aus dem Bundestag:
Experten betonen große Bedeutung der Medienkompetenz
Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft (Anhörung)
Medienkompetenz wird immer wichtiger, um am politischen und sozialen Leben teilnehmen zu können. In dieser Einschätzung waren sich die zu einer öffentlichen Anhörung der Enquete-Kommission "Internet und digitale Gesellschaft" am Montagnachmittag geladenen Experten einig. Um zu einem selbstbestimmten Umgang mit den neuen Medien befähigt zu werden müssten daher Kinder und Jugendliche, aber auch Eltern und Lehrer intensiv und frühzeitig geschult werden.
In den Familien würden die zentralen ersten Erfahrungen mit Medien gemacht und die Grundlagen für die künftige Mediennutzung geschaffen, sagte Mechthild Appelhoff, von der Landesmedienanstalt Nordrhein-Westfalen. Neben den Eltern müssten aber auch Pädagogen in der Schule und der Vorschule geschult werden. "Hier gibt es zentrale Defizite", sagte Appelhoff. Die Herausforderung der nächsten Jahre bestehe darin, die große Zahl der Multiplikatoren, "die selber nicht in der digitalen Welt groß geworden sind und sich vielfach selbst nicht kompetent fühlen zu qualifizieren". Es gebe dabei "größere Leerstellen zu füllen" sagte auch Kathrin Demmler, Direktorin beim Institut für Medienpädagogik München. "Diskussion und Reflexion" müsse ein Leitbild der pädagogischen Maßnahmen seien, sagte sie und verwies darauf, dass gerade bei den neueren Medien die Jugendlichen den Pädagogen oft "einen Schritt voraus sind". Sinnvoll seien etwa "Werkstattformen" in denen beide Seiten ihr Wissen einbringen könnten.
Lehrer müssten als "Navigator und Katalysator" wirken und dürften nicht belehrend wirken, forderte Jürgen Ertelt, Projektkoordinator bei Jugend online, der Fachstelle für Internationale Jugendarbeit. Seiner Ansicht nach dürfe das Internet nicht mehr als "virtuelle Welt im Vergleich zur realen Welt" gesehen werden. Vielmehr müsse es als erweiterter Lebensraum verstanden werden, in dem Bildung stattfinden könne. Dazu sollten Online-Treffpunkte der Jugendlichen als Ort von Beratung und Jugendarbeit verstanden werden. Nur so könne ein "Streetwork in Digitalien" angegangen werden. Harald Gapski vom Grimme-Institut Gesellschaft für Medien, Bildung und Kultur warnte davor, Medienkompetenz mit Medienqualifikation gleichzusetzen. Medienkompetenz bedeute, kreative Problemlösungen bei offenen Handlungssituationen zu finden und gehe über "abfragbares Bedienungs- und Handhabungswissen" hinaus. Auch Gapski befürwortete die Schaffung "zielgruppenorientierter Reflexionsanreize", so dass die Jugendlichen aus sich selbst eine Medienkompetenz aufbauen könnten.
Die Kompetenz der Jugendlichen und Erwachsenen zu stärken müsse dem Weg der Regulierungen und Verbote vorgezogen werden, forderte Professor Gerd Gigerenzer, Direktor beim Max-Planck-Institut für Bildungsforschung. Eine neue Generation, die wisse wie es zur Sucht nach neuen Technologien komme und eine kritische Beurteilung von Informationsquellen gelernt habe, biete eine bessere Chance für den Umgang mit neuen, heute noch unbekannten Technologien, sagte er. Digitale Medien würden in Deutschland im Bildungswesen noch eine zu geringe Rolle spielen, bemängelte Hannes Schwaderer von der Initiative D21, die sich für eine Partnerschaft von Politik und Wirtschaft in der Informationsgesellschaft engagiert. So müsste längst der PC als gewöhnliches Arbeitsmittel für das Lernen im 21. Jahrhundert anerkannt werden, sagte er. Viele andere "ressourcenarme" Länder hätten flächendeckende Programme begonnen, die jedem Schüler einen eigenen PC als "Lernwerkzeug in geschützten Räumen" an die Hand geben würden. In Deutschland seien hingegen weniger als ein Prozent der Schüler in einer "Notebook-Klasse". 17 Prozent der deutschen Schüler hätten noch nie einen PC im Unterricht genutzt. "Dieser Missstand muss beseitigt werden", forderte Schwaderer.
Auch Philippe Gröschel, Mitbegründer des sozialen Netzwerkes "Schüler VZ" verwies auf die hohe volkswirtschaftliche Bedeutung des richtigen Umgangs mit Medien. Deutschland als "Forschungs- und Innovationsland" müsse gewährleisten, dass alle Bürger mit den neuen Medien umgehen könnten, da diese in nahezu jedem Berufsfeld wichtig seien.
Experten betonen große Bedeutung der Medienkompetenz
Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft (Anhörung)
Medienkompetenz wird immer wichtiger, um am politischen und sozialen Leben teilnehmen zu können. In dieser Einschätzung waren sich die zu einer öffentlichen Anhörung der Enquete-Kommission "Internet und digitale Gesellschaft" am Montagnachmittag geladenen Experten einig. Um zu einem selbstbestimmten Umgang mit den neuen Medien befähigt zu werden müssten daher Kinder und Jugendliche, aber auch Eltern und Lehrer intensiv und frühzeitig geschult werden.
In den Familien würden die zentralen ersten Erfahrungen mit Medien gemacht und die Grundlagen für die künftige Mediennutzung geschaffen, sagte Mechthild Appelhoff, von der Landesmedienanstalt Nordrhein-Westfalen. Neben den Eltern müssten aber auch Pädagogen in der Schule und der Vorschule geschult werden. "Hier gibt es zentrale Defizite", sagte Appelhoff. Die Herausforderung der nächsten Jahre bestehe darin, die große Zahl der Multiplikatoren, "die selber nicht in der digitalen Welt groß geworden sind und sich vielfach selbst nicht kompetent fühlen zu qualifizieren". Es gebe dabei "größere Leerstellen zu füllen" sagte auch Kathrin Demmler, Direktorin beim Institut für Medienpädagogik München. "Diskussion und Reflexion" müsse ein Leitbild der pädagogischen Maßnahmen seien, sagte sie und verwies darauf, dass gerade bei den neueren Medien die Jugendlichen den Pädagogen oft "einen Schritt voraus sind". Sinnvoll seien etwa "Werkstattformen" in denen beide Seiten ihr Wissen einbringen könnten.
Lehrer müssten als "Navigator und Katalysator" wirken und dürften nicht belehrend wirken, forderte Jürgen Ertelt, Projektkoordinator bei Jugend online, der Fachstelle für Internationale Jugendarbeit. Seiner Ansicht nach dürfe das Internet nicht mehr als "virtuelle Welt im Vergleich zur realen Welt" gesehen werden. Vielmehr müsse es als erweiterter Lebensraum verstanden werden, in dem Bildung stattfinden könne. Dazu sollten Online-Treffpunkte der Jugendlichen als Ort von Beratung und Jugendarbeit verstanden werden. Nur so könne ein "Streetwork in Digitalien" angegangen werden. Harald Gapski vom Grimme-Institut Gesellschaft für Medien, Bildung und Kultur warnte davor, Medienkompetenz mit Medienqualifikation gleichzusetzen. Medienkompetenz bedeute, kreative Problemlösungen bei offenen Handlungssituationen zu finden und gehe über "abfragbares Bedienungs- und Handhabungswissen" hinaus. Auch Gapski befürwortete die Schaffung "zielgruppenorientierter Reflexionsanreize", so dass die Jugendlichen aus sich selbst eine Medienkompetenz aufbauen könnten.
Die Kompetenz der Jugendlichen und Erwachsenen zu stärken müsse dem Weg der Regulierungen und Verbote vorgezogen werden, forderte Professor Gerd Gigerenzer, Direktor beim Max-Planck-Institut für Bildungsforschung. Eine neue Generation, die wisse wie es zur Sucht nach neuen Technologien komme und eine kritische Beurteilung von Informationsquellen gelernt habe, biete eine bessere Chance für den Umgang mit neuen, heute noch unbekannten Technologien, sagte er. Digitale Medien würden in Deutschland im Bildungswesen noch eine zu geringe Rolle spielen, bemängelte Hannes Schwaderer von der Initiative D21, die sich für eine Partnerschaft von Politik und Wirtschaft in der Informationsgesellschaft engagiert. So müsste längst der PC als gewöhnliches Arbeitsmittel für das Lernen im 21. Jahrhundert anerkannt werden, sagte er. Viele andere "ressourcenarme" Länder hätten flächendeckende Programme begonnen, die jedem Schüler einen eigenen PC als "Lernwerkzeug in geschützten Räumen" an die Hand geben würden. In Deutschland seien hingegen weniger als ein Prozent der Schüler in einer "Notebook-Klasse". 17 Prozent der deutschen Schüler hätten noch nie einen PC im Unterricht genutzt. "Dieser Missstand muss beseitigt werden", forderte Schwaderer.
Auch Philippe Gröschel, Mitbegründer des sozialen Netzwerkes "Schüler VZ" verwies auf die hohe volkswirtschaftliche Bedeutung des richtigen Umgangs mit Medien. Deutschland als "Forschungs- und Innovationsland" müsse gewährleisten, dass alle Bürger mit den neuen Medien umgehen könnten, da diese in nahezu jedem Berufsfeld wichtig seien.
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Cybill
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Re: Experten betonen große Bedeutung der Medienkompetenz
Von welchen Multiplikatoren reden diese Leute?
Das Problem bei der Umsetzung ist jedoch bei den dazu Beauftragten (Lehrern und Eltern) zu suchen: In den 90er Jahren, als sich die Medienlandschaft radikal zu wandeln begann, hat die Erziehungsgemeinschaft den Anschluss an die Entwicklung verloren und bis heute nicht wiedergefunden.
IT- bzw. Medienkompetenz wird von vielen Eltern immer noch darin gemessen, wie sehr sich der Nachwuchs mit Computern beschäftigt. Würde man sich ernsthaft mit der Nutzungsgewohnheiten der Kinder und Jugendlichen auseinandersetzen und die Folgen des Handelns in pseudo-anonymen Netzwerken wie *VZ, Facebook, Jappy usw... objektiv bewerten, so würde die Fragwürdigkeit dieser sogenannten sozialen Netzwerke offenbar.
Anhand der Verhaltensspuren der Nutzer dieser Portale lassen sich mittels psychologischer Verfahren umfassende Profile der jeweiligen Anwender erstellen. Was damit angefangen werden kann mag sich jeder selbst vorstellen, da eine echte Anonymität oft nicht gegeben ist.
Was die Nutzung von PCs im Unterricht angeht, so möchte ich davor warnen, da damit die "Generation Doof" nur noch besser gefördert wird, da eine sinnvolle Nutzung von Informationen und damit die Fähigkeit zur Informationskompetenz weder in Schule noch in den meisten Familien vermittelt wird.
Im Übrigen: Was hat jemand, der mit der Ausbeutung von Medieninkompetenz sein Geld verdient (*.VZ) in einer Enquete-Kommision zur Medienkompetenz verloren?
Der einzige, der einen realistischen und vernünftigen Hinweis in der Debatte gibt, ist Prof. Gigerenzer, der aber vermutlich auch um die Vergeblichkeit einer Forderung nach Beförderung der Informationskompetenz weiß.
Ich fordere ganz einfach einen echten PC-Führerschein, der einen Nachweis von Informations- und Medienkompetenz darstellt.
Das Problem bei der Umsetzung ist jedoch bei den dazu Beauftragten (Lehrern und Eltern) zu suchen: In den 90er Jahren, als sich die Medienlandschaft radikal zu wandeln begann, hat die Erziehungsgemeinschaft den Anschluss an die Entwicklung verloren und bis heute nicht wiedergefunden.
IT- bzw. Medienkompetenz wird von vielen Eltern immer noch darin gemessen, wie sehr sich der Nachwuchs mit Computern beschäftigt. Würde man sich ernsthaft mit der Nutzungsgewohnheiten der Kinder und Jugendlichen auseinandersetzen und die Folgen des Handelns in pseudo-anonymen Netzwerken wie *VZ, Facebook, Jappy usw... objektiv bewerten, so würde die Fragwürdigkeit dieser sogenannten sozialen Netzwerke offenbar.
Anhand der Verhaltensspuren der Nutzer dieser Portale lassen sich mittels psychologischer Verfahren umfassende Profile der jeweiligen Anwender erstellen. Was damit angefangen werden kann mag sich jeder selbst vorstellen, da eine echte Anonymität oft nicht gegeben ist.
Was die Nutzung von PCs im Unterricht angeht, so möchte ich davor warnen, da damit die "Generation Doof" nur noch besser gefördert wird, da eine sinnvolle Nutzung von Informationen und damit die Fähigkeit zur Informationskompetenz weder in Schule noch in den meisten Familien vermittelt wird.
Im Übrigen: Was hat jemand, der mit der Ausbeutung von Medieninkompetenz sein Geld verdient (*.VZ) in einer Enquete-Kommision zur Medienkompetenz verloren?
Der einzige, der einen realistischen und vernünftigen Hinweis in der Debatte gibt, ist Prof. Gigerenzer, der aber vermutlich auch um die Vergeblichkeit einer Forderung nach Beförderung der Informationskompetenz weiß.
Ich fordere ganz einfach einen echten PC-Führerschein, der einen Nachweis von Informations- und Medienkompetenz darstellt.
Scio quid nolo! - Ich weiß was ich nicht will!
Im Übrigen: Ich bin nicht hauptberuflich transsexuell!
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Anne-Mette
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- Wohnort (Name): Ringsberg
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Re: Experten betonen große Bedeutung der Medienkompetenz
Moin,
das Thema wird sicherlich weiter zu diskutieren sein.
Ich habe bei unseren Kindern die Erfahrung gemacht, dass in Hinblick auf Medienkompetenz in der Schule nicht viel vermittelt worden ist.
So einigermaßen wurden die Microsoft-Officeprogramme durchgenommen; von kritischer Auseinandersetzung habe ich nichts mitbekommen. Damit wären die Lehrer wohl auch überfordert gewesen.
Auch das Thema Internet konne nicht besonders überzeugend behandelt werden. An den Hausaufgaben und Referaten habe ich gesehen, dass die Aufgabenstellenden wenig bis überhaupt keine Ahnung hatten.
Übrigens hat heise die Informationen über Bundestags-Runde zur Medienkompetenz heute auch veröffentlicht:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/ ... 52282.html
Gruß
CPG
das Thema wird sicherlich weiter zu diskutieren sein.
Ich habe bei unseren Kindern die Erfahrung gemacht, dass in Hinblick auf Medienkompetenz in der Schule nicht viel vermittelt worden ist.
So einigermaßen wurden die Microsoft-Officeprogramme durchgenommen; von kritischer Auseinandersetzung habe ich nichts mitbekommen. Damit wären die Lehrer wohl auch überfordert gewesen.
Auch das Thema Internet konne nicht besonders überzeugend behandelt werden. An den Hausaufgaben und Referaten habe ich gesehen, dass die Aufgabenstellenden wenig bis überhaupt keine Ahnung hatten.
Übrigens hat heise die Informationen über Bundestags-Runde zur Medienkompetenz heute auch veröffentlicht:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/ ... 52282.html
Gruß
CPG