Vielleicht ist ja in England das Bekleidungsangebot vollkommen anders als hier. - Könnte ja sein, auch wenn es für mich grad schwer vorstellbar ist.
Mir ist jedenfalls bisher nicht aufgefallen, dass in DE ausschließlich derart unpraktische, unbequeme und ungeeignete Damenbekleidung im Angebot war/ist. Wenn ich so über die Garderobe meiner Feundinnen und Partnerinnen nachdenke, die mich als TV natürlich auch immer sehr interessiert hat, kann ich ebensowenig bestätigen, dass da keine praktische und bequeme Kleidung dabei gewesen sein soll.
Mir erscheinen mir die im Artikel beklagten Unterschiede und Nachteile (Taschen!) von Damenkleidung vor allem auch ein ganzes Stück weit selbst gewählt zu sein.
Vielleicht wäre es daher auch angebracht gewesen, wenn sie nicht nur darüber reflektiert hätte, dass Männerkleidung ja sooo viel besser ist, sondern auch über die von ihr bisher mehr oder weniger freiwillig bedienten Konventionen. Genau diesen Aspekt vermisse ich sehr. Es kann natürlich auch an der automatischen Übersetzung liegen, aber für mich kommt das so rüber, dass die Macher der Kleidung (-> Männer), dies alles nur machen, um Frauen zu unterdrücken, und das ist mir ehrlich gesagt zu viel Klischee, nur übliche Schwarz-Weiß-Malerei und Leugnung von Mit- und Wechselwirkungen zwischen Männern und Frauen wie auch zwischen Frauen und Frauen.
Wo kommen denn diese ungeschriebenen Stilregeln her? Ich denke, dass sich Männer in diesem speziellen Falle wohl vernünftiger verhalten, und sich selbst nicht so viele Zwänge auferlegen.
Ich selbst habe mich auch schon dabei ertappt, zu überlegen, ob ich beim letzten Stammtisch nicht schon mal das anhatte, was ich mir grad ausgesucht habe.
Aber dann sage ich mir: Scheißegal! Ich hab Bock darauf, ich zieh das jetzt an.
Liebe Grüße
Michi
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.