Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau
Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau - # 115

Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
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Inga
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Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Post 1711 im Thema

Beitrag von Inga »

Hallo, NAREA,

das ist ja ein doller Einstieg in die Dorfgemeinschaft!!

Hat der junge Mann noch etwas gesagt? Habt ihr euch noch verabredet, das Gespräch miteinander fortzuführen? Vielleicht werden die jungen Leute die Aufsätze mit dir rückkoppeln wollen oder erzählen wollen, wie es in der Schule angekommen ist.

Liebe Grüße
Inga
NAREA
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Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Post 1712 im Thema

Beitrag von NAREA »

Warte ab Inga.
NAREA
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Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Post 1713 im Thema

Beitrag von NAREA »

Das Gespräch mit den jungen Leuten hatte länger gedauert als sie es erwartet haben. Die Frage des Mädchens an den Jungen, ob er sich das auch trauen würde, beantwortete er mit einem Schulterzucken. Ja oder nein? Ich weiß es nicht, sagte der Junge.

Dürfen wir wiederkommen und ihnen der Ergebnis des Aufsatzes mitteilen?
Natürlich dürft ihr das. Freue mich über jeden Besuch. Ich brachte sie zur Tür. Draußen war es schon dunkel geworden. In der Diele fragte das Mädchen ihren Freund, ob er sich traut in ihrem Mantel nach Hause zu gehen. Ohne auf eine Antwort zu warten hielt sie ihm den Mantel hin. Fast genötigt zog er ihn an. Dann nahm sie seinen Anorak und zog ihn über. So marschierten sie los.

Habe ich irgendwas bewirkt? Sicher nicht. War bestimmt ein Späßchen vom Mädchen.

Heute ist Freitag. Mein Tag für einen größeren Hausputz. Doris hat Spätschicht und muss gleich los. Ich habe mich angezogen und das Frühstück gemacht. Eigentlich sah ich aus wie immer. Strumpfhosen, Rock, Bluse und Kittelschürze drüber. Als Doris in die Küche kam, schaute sie mich komisch an. Sie sah auf meine Brust. Ihr fiel sofort auf, dass sie größer war als sonst. Ich hatte mir einen Push up BH aus ihrem Schrank genommen, weil mein heutiger Kittel Abnäher hat. Ich aber wert auf guten Sitz meiner Kleidung lege, habe ich nach geholfen. Auch wenn es nur ein oller Kittel ist. Doris wäre nicht Doris, wenn nicht noch ein Kommentar gekommen wäre. Ich hätte ruhig noch meine alten Brusteinlagen unterstecken können, dann sähe es noch besser aus. Ich ließ es so stehen und wir frühstückten.
Bevor sie los fährt bekomme ich noch tausend Hinweise auf die ich achten soll.
Gruß Narea
johanna-moritz
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Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Post 1714 im Thema

Beitrag von johanna-moritz »

Schon lange lese ich dich und deine Beiträge und wünsche dir , dass du und deine Frau euer Glück findet .
Nach einer Tramtisierung "Meine Biografhie --- viewtopic.php?f=79&t=6564 "
Und einem langem einsamen Single-leben
Habe ich vor 18 Monaten entlich mein Glück gefunden ich musste erst fast 60 Jahre alt werden
um eine Frau zu finden , die bereit ist mich feminin leben zu lassen 24/7 und dann auch noch
als Domina meine Sexualität mit mir lebt .
Nur damit wir uns nicht falsch verstehen , das eine hat nichts mit dem Andern zu tun .
Ich wünsche auch euch , dass ihr zur Ruhe Kommt und eine Heimat findet glücklich mit
einander werdet und auch euere Nachbarn euch akzeptieren .
Meine Biografhie --- http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3/viewtopic.php?f=79&t=6564

Es ist nicht leicht eine Frau zu sein. Aber ich bin dankbar,so leben zukönnen .

Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit.
NAREA
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Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Post 1715 im Thema

Beitrag von NAREA »

Hallo, ich habe etwas vergessen.
Als Doris am Mittwoch, an dem die beiden jungen Leute bei mir waren, nach Hause kam, habe ich gleich davon berichtet.
Sie schaute mich nur an. Ich sah, dass sie stark überlegte. Dann fragte sie, warum ich den Kittel extra über gezogen habe. Darauf konnte ich ihr keine logische Antwort geben. Ich sagte nur, dass ich mich dadurch sicherer fühlte. Sicher vor wem? Wieder kam keine Antwort von mir. Sie würde eher eine Schürze abbinden als eine anbehalten, wenn es klingelt. Ich bin eben ein Mann, der sich eben nicht getraut hat nur in Rock und Bluse an die Tür zu gehen.
Jedenfalls finde ich es von dir ganz großartig, das du es so gemacht hast. Vielleicht erzählen die beiden ja was im Dorf. Ob es uns helfen wird werden wir dann sehen. Ich würde es schön finden, wenn du im Garten weiterhin Schürzen und Kittel tragen würdest.
Das werde ich machen. Ich habe erfahren, dass schon seit Jahren keine neuen Bewohner hier her gezogen sind.
Ich glaube Toleranz brauchen wir hier nicht erwarten. Wir werden unser Leben nach außen etwas anders gestalten müssen. Das blieb erst mal so im Raum stehen.
Ob ich denn erfahren würde, was sie in den Aufsatz schreiben. Ja, sagte ich, sie wollen es mir vorher zeigen.

Morgen wollen sie das Ergebnis zeigen. Schließlich schreiben sie über Menschen, die sie nicht kennen.
Doris fragte mich gleich, was ich anziehen werde. Besser gesagt, sie würde mir was Tolles herauslegen.
Das lehnte ich aber ab. Ich wollte nicht wieder im Rock und Kittel vor ihnen sitzen.
Das enttäuschte sie wohl etwas.
Übermorgen mehr.
Gruß Narea
NAREA
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Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Post 1716 im Thema

Beitrag von NAREA »

Heute ist noch nicht übermorgen.
Aber ich muss einfach noch was loswerden.
Kurz nach dem ich die Seite geschlossen habe, klingelte es an der Tür. Eine gut aussehende Frau stand da und erwartete Einlass.

Etwas irritiert öffnete ich die Tür. Sie stellte sich als Mutter des Mädchens vor, das mich am Mittwoch besucht hatte.
Ich bat sie herein und bot ihr Kaffee an, den sie nicht ablehnte.
Als wir dann so gemütlich da saßen, fragte ich nach ihrem Begehren. (hört sich doof an, habe ich nicht so gefragt)
Sie sagte, dass sie den Aufsatz ihrer Tochter schon gelesen hat und weiß, dass das mit mir darüber sprechen wolle.
Ihre Tochter hat da eine Situation so hautnah geschildert, dass sie sich als Mutter und auch als Einwohner dieses gottverlassenen Ortes, nicht so teilnahmslos verhalten darf.
Sie wisse auch, dass wir schon den Versuch gemacht haben, hier integriert zu werden. Aber die Veranstaltung der Feuerwehr war der falsche Tag. Sie wolle versuchen eine bessere Gelegenheit zu finden, sich besser kennen zu lernen. So wenig neuen Zuzug wie es hier gibt, haben die Leute verlernt, sich dem zu stellen.
Viele Neureiche hatte wir hier, die die alten Häuser zu Ferienbauten umwandeln wollten, weil sie billigen Grund und Boden erwerben wollten. Das konnten wir verhindern.
Bei ihnen sieht es anders aus. Sie möchten hier bleiben und auch mal dazu gehören.
Das habe ich alles aus dem Aufsatz meiner Tochter erfahren.

Was sie mir erzählte und in keinem Wort im Aufsatz steht, hat mich sehr überrascht. Ich muss gestehen, dass ich noch nie in meinem Leben, außer Karneval, einen Mann im Rock gesehen habe. So wie mir meine Tochter schilderte, hatte sie den Eindruck, dass es für sie das normalste der Welt ist. Das hat meine Neugierde geweckt und darum bin ich heute hier.
Ich arbeite als Pedagogin in Stralsund und kenne Niemanden, der den Mut hat seine Haustür zu öffnen und dabei eine Kittelschürze trägt. Bitte verziehen sie mir meine Frage, die mich im Grunde nichts angeht. Mich interessiert wie es dazu kam.
Meine Tochter erzählte mir, dass sie auch einen Rock darunter getragen haben. So vermute ich, dass es nicht nur der Schutz ihrer Kleidung beim Putzen war. Sie müssen mir nicht antworten. Es wird auch niemand erfahren. Das hat auch meine Tochter und ihr Freund mir versprochen.

Ich war, wie Ihr sicher nachvollziehen könnt, total geplättet. Dass der Aufsatz mein Erscheinungsbild ausblendet, hätte ich nicht erwartet. Wäre mir sicher peinlich geworden. Meine Achtung vor den Jugendlichen ist wahnsinnig gestiegen. Aber noch mehr die Achtung vor der Mutter. Sie versucht mich zu verstehen. In diesem Dorf kann man nicht auftreten, wie damals im Frauenclub.
Ich glaube aber, dass mit gewisser Vorsicht und etwas Zeit auch mein Outing kommen wird.

Ich habe diese Frau (wenn sie möchte auch ihre Tochter) am Wochenende zum Kaffee eingeladen. Doris wird sich freuen, kann sie mal wieder ihren Kuchen präsentieren.
Aber auch was zu unserer Geschichte beitragen. Sie ist nicht ganz unschuldig an meinem schönen Leben.
NAREA
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Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Post 1717 im Thema

Beitrag von NAREA »

Danke Franzi,
ja die Jugend vielleicht aber die ist in diesem Dörfchen die Minderheit. Die älteren Ureinwohner kennen keine Leute des männlichen Geschlechtes, die sich Frauensachen anziehen.
So ist das eben, in einem Dorf findet man das ok und im Anderen wird es verflucht.
Bleibe neugierig Franzi.
NAREA
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Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Post 1718 im Thema

Beitrag von NAREA »

Der Kaffee schmeckte Mutter und Tochter.
Der Besuch hat uns sehr gefreut. Leider nicht so die Erkenntnisse. Die Tochter hat in der Schule den Aufsatz abgegeben. Ihn aber so geschrieben als wäre eine ganz normale Familie in ihr Dorf gezogen. Sie hat sich nicht getraut etwas von ihrem Gesehenden zu Papier zu bringen.

Kann ich gut verstehen. Hätte sie mich beschrieben, dann hätte das in der Klasse sicher Gelächter ausgelöst.
Das zu verstehen, was ich mache und von meiner Frau gebilligt wird, dass muss man verstehen, begreifen und tolerieren.

Doris hat mir geraten zu dem Kaffee Nachmittag nicht mit meiner Neigung hinter dem Berg zu halten.
Ich sollte nur einen schneeweißen ärmellosen Kittel über mein rosa Oberhemd anziehen. Knielang würde sie gut finden.
So habe ich es gemacht. Ich erwartete eine Reaktion der beiden Frauen. Es kam nichts. Das kann doch nicht normal sein.
Wir wollten ihre Gedanken erfahren. Also fragte Doris einfach mal so drauf los.

Wir habe sie zu uns eingeladen und freuen uns, dass sie gekommen sind. Nun würde mich sehr interessieren, wie sie so über uns denken. Speziell, dass mein Mann hier im Kittel sitzt.
Mutter und Tochter sahen sich an. "Wir repräsentieren leider nur einen Teil der Dorfbewohner. Hier wollten schon viele herziehen. Aber der Bürgermeister hat eine Art der Auswahl, die nicht alle gut finden. Schließlich werden die Häuser privat verkauft. Er schafft es aber mit den Maklern zu engagieren, dass seine Meinung Gewicht hat. Ebenso war es auch bei ihnen. Sie sind eine ganz normale Familie ohne Auffälligkeiten, da gab es kein Problem. Künstler und Außenseiter hatten keine Chance.
Über sie wusste man nichts, also gut.
Uns tut es unendlich leid, dass dieses Dorf so konservativ ist. Es würde keiner verstehen, dass ein Mann sich in Frauensachen wohler fühlt."
Wir waren nicht überrascht, freuten uns doch sehr über die Ehrlichkeit unserer Gäste.
Das Mädchen sagte noch, dass der Junge, dem sie ihren Mantel angezogen hatte, die Sache gefallen hatte.
Mit einem Grinsen sagte sie nur, dass sie sich gewundert hätte, dass er sich nicht mehr dagegen gesträubt hätte.

Es war ein schöner informativer Nachmittag. Uns hat es sicher neue Verhaltensmaßregeln auferlegt.
Wie machen wir nun weiter???????????????????????????

Ich sitze hier etwas ratlos in Rock und Kittelschürze.

Schlimm, dass man immer so viel nachdenken muss.
Inga
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Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Post 1719 im Thema

Beitrag von Inga »

Hallo Narea,

lass dich von dem Konservativen im Dorf nicht entmutigen. Du bist halt ein Botschafter geworden für eine offenere Welt und ich glaube, all deine Erfahrungen der letzten Jahre haben dich darin gestärkt, mit dem Dorfbewohnern behutsam deine Botschaft nahe zu bringen. Und außerdem habt ihr ja gleich offenbar guten Kontakt zu interessierten Dorfbewohnern gefunden.

Liebe Grüße
Inga
NAREA
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Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Post 1720 im Thema

Beitrag von NAREA »

Ja Inga,
wir konnte sicher 2-3 Personen klar machen, dass wir anders leben wie sie. Aber 250 Ureinwohner davon zu Überzeugen ist sicher schwierig.
Jeder von uns muss Kompromisse eingehen. Entweder sich outen oder in der Gesellschaft hier Fußfassen.
Wir werden das Zweite wählen, denn es gefällt uns hier und noch mal umziehen kommt nicht in Frage.
Gruß Narea
NAREA
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Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Post 1721 im Thema

Beitrag von NAREA »

Heute ist Freitag. Doris arbeitet. Ich brockt und bekittelt habe unser Haus geputzt. Eigentlich habe ich kaum Staub gefunden. Würde auch alle 14 Tage reichen. Die Diskussion möchte ich nicht anfachen.

Wir waren jetzt schon ein paar mal im Dorfkrug. Wie es so ist auf den Dörfern, sind nie mehr wie 4-5 Leute hier. Also kein Kommunikationsort, um Dörfler kennen zu lernen.

Komischer weise, suchten die beiden Jugendlichen Kontakt zu uns. Sicher ist es für sie der so stinklangweilig, dass Typen wie wir besser sind als irgendwo rumzuhängen. Leider treffen sie immer nur eine Type, mich.
Ich kann aber nicht immer in Hosen rumlaufen, weil ich denke da kommt noch Jemand.
Und es kommt immer genau dann, wenn ich mich so richtig wohlfühle. Einen BH trage, der etwas Druck auf meine Brüstchen ausübt, ein enges Shirt an habe, Strumpfhosen mit 30 Den, die meine krummen Beine etwas ansehnlicher machen, einen langen Rock trage, um genau die Beine zu verbergen, manchmal ein Kopftuch trage, das ich nach dem 4 Anlauf geschafft habe um mein Haupt zu wickeln und endlich im Nacken den Knoten zu verwirklichen, DANN klingelt es an der Haustür.

Wer von Euch wäre da nicht sauer?
Ich auch. Aber dann die Abwägung. Alles Ausziehen oder mutig zur Tür gehen?
Ihr denkt immer ich bin mutig. Manchmal. Aber in diesem Augenblick (es klingelte das zweite Mal), denkt man doch mehr an den Aufwand des Entkleidens als die ungläubigen Blicke des Vordertürstehenden.
Es waren nicht die Jugendlichen.
Es war die Mutter des Mädchens, die mich schon mal besuchte. Ihre Reaktion war sehr zurückhaltend. Ich bat sie rein. Bot Kaffee an, den sie nicht ablehnte, denn sie kam ja zu mir, um sicher etwas zu wollen.
Ich fühlte mich auch nicht so unwohl in meiner Kleiderkombination. Das Tuch wollte ich vom Kopf nehmen.
Als sie sah, dass meine Hände zum Kopf gingen, sagt sie nur kurz, dass sie auch bei der Hausarbeit immer ein Tuch um hätte. Ich war beruhigt, dass ich nicht der Einzige in diesem Dorf bin, der so was macht.
Ein zwangloses Gespräch entwickelte sich. so wie es Nachbarn machen, die mehr von den Neuen erfahren wollten. Sie war zwar keine direkte Nachbarin aber wie weit Nachbarsgrenzen gehen, das konnte ich ja nicht wissen und ist vielleicht von Dorf zu Dorf verschieden.
Mein Aufzug schien sie nicht zu interessieren. Wie klönten wie alte Bekannte. Ich erfuhr viel über dieses Dorf und die Bewohner und sie etwas mehr über uns.
Leider verquatschten wir so die Zeit, dass Doris plötzlich in der Tür stand. Sie begrüßten sich. Sie kannten sich noch nicht. In Anbetracht der fortgeschrittenen Zeit verabschiedete sich mein Gast.
Doris schaute mich an und fragte, warum ich die Frau in so einem Aufzug empfangen habe. Als ich ihr erklärte, dass ich gerade putzen wollte, grinste sie mich an und sagte, dass ich wohl sehr, sehr mutig gewesen sei. Sie wolle mir aber am nächsten Tag helfen. Meine Sachen habe ich also vergebens getragen.
Gruß Narea
Anne-Mette
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Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Post 1722 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin Narea,

schön, von Dir und euch zu hören )))(:
Eigentlich habe ich kaum Staub gefunden.
Dann müssen wir mal sammeln und Dir eine Tüte Alibi-Staub schicken :mrgreen:

Herzliche Grüße
Anne-Mette
NAREA
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Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Post 1723 im Thema

Beitrag von NAREA »

Hi Anne-Mette, kennst Du einen Haushalt in dem kein Staub gibt?

Ich lasse das Fenster etwas länger auf, da verirren sich immer ein paar Staubpartikel in die Wohnung. Ich jage jedes Einzelne. Wenn ich schon meine geliebte Kleidung nicht draußen tragen möchte, dann im Haus immer so lange wie möglich.
Wir haben schon viele Bewohner hier kennen gelernt. Von unserer Vorliebe scheint niemand was zu wissen. Haben unsere Besucher alle dicht gehalten.
Bald ist der 11.11. Mal sehen, ob hier etwas passiert. Oder vielleicht gibt es hier gar keinen Karneval. Das wäre schade. Dann muss ich mit Doris alleine feiern.
Montag waren die beiden Jugendlichen wieder kurz hier. Das Mädchen sagte, dass sie eine 1 für ihren Aufsatz bekommen hätte.
Lieber wäre ihr gewesen alles zu schreiben, was sie gesehen hat. Das wäre viel interessanter. Aber ich wollte nicht, das wir so bloß gestellt werden, weil es etwas sehr Persönliches ist.
Ich bedankte mich, weil ich das auch nicht gewollt hätte. War mir aber nicht sicher, ob nicht doch eine Andeutung auftauchen würde. Das Mädchen sagte, dass sie dann auch den Manteltausch mit ihrem Freund hätte reinschreiben müssen. Wie ich ihm davon erzählte, wurde er rot und hat gedroht, dass er sofort mit mir Schluss gemacht hätte. Wir leben hier nun mal in einem sehr altmodischen Dorf.
Aber irgendwie werde ich den Verdacht nicht los, dass den Beiden was auf der Seele brennt. Nächstes Mal werde ich sie mal über Feierlichkeiten in diesem Dorf ausfragen. Ich habe das Gefühl, dass sie wieder kommen.
Gruß Narea
johanna-moritz
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Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Post 1724 im Thema

Beitrag von johanna-moritz »

Hallo Narea
Ich muss dir eine traurige Mitteilung machen , auch wenn du die Fenster immer
zu lassen würdest hättest du Staub in der Wohnung .
Denn wir Menschen verlieren Hautschuppen und dann kommt die
Hausstaubmilbe frisst diese und was dann hinten aus der Milbe
heraus kommt , ist der Staub , der uns in unseren Wohnungen
am meisten Ärger bereitet .
Hier ein Artikel dazu bei Wiki
https://de.wikipedia.org/wiki/Hausstaubmilben

Trotzdem dir und deiner Frau alles gute .
Meine Biografhie --- http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3/viewtopic.php?f=79&t=6564

Es ist nicht leicht eine Frau zu sein. Aber ich bin dankbar,so leben zukönnen .

Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit.
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Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Post 1725 im Thema

Beitrag von NAREA »

Danke Johanna-Moritz,
habe mich gestern aus dem STAUB gemacht. Wollte mal wieder raus. Habe mir Stralsund ausgesucht, um einfach mal zu entspannen.
Doris hat mit mir am Abend vorher ein paar Sachen herausgesucht, ich sollte ja ordentlich gekleidet der Umwelt entgegen treten. Sie fand die Idee sehr gut. Leider musste sie arbeiten. Aber so ist das eben, wenn man eine jüngere Frau heiratet.
Gestern früh habe ich mir die Sachen angezogen, die mich als Mann nicht zu sehr erkennen geben. Die diverse Unterwäsche war sowieso total weiblich. Nur die Frage ob Hose oder Rock. Ich entschied mich für Rock. Den Mut dafür nahm ich daraus, dass ich einen längeren Rock (wadenlang) anziehen wollte und mit langen Stiefeln kombinieren wollte. Da kann man doch nichts falsch machen. Obenherum reichte mir ein Wollpulli. War ja eh ein blödes Wetter. Eigentlich doch schön, da konnte ich mein Gesicht schön mit einem Tuch verkleinern.
Trotzdem hatte ich eine Perücke auf und Doris schminkte mich noch am Morgen. Sie legte mir noch ein schönes Halstuch um und gab mir ihren Trenchcoat. Der ist gefüttert und für dieses Wetter ideal.
Vor dem Spiegel gefiel ich mir und sagte, dass ich mit dem Bus fahre. Doris staunte. Gab mir einen Abschiedskuss und wünschte mir viel Glück. Ich mir auch. Es ist eine seltenen Situationen, die ich ohne weiblichen Beistand bewältigen muss. Aber ich halte es zu Hause nicht mehr aus, wenn ich immer auf andere Rücksicht nehmen muss. An der Bushaltestelle war ich alleine.
In Stralsund angekommen schlenderte ich einfach so die Einkaufsstraßen lang. Zu viele Menschen liefen hier rum. Keiner sah mich an. Ich bekam ein sicheres Gefühl, das mir gut tat. Ich habe mich mittags in ein Kaffee gesetzt. Mantel ausziehen und Tuch abnehmen. Ich glaube meine Blicke bewegten sich 360-° herum.
Aber allen hier schien es egal zu sein, ob ich mich ausziehe oder nicht. Mit heiserer Stimme bestellte ich einen Kaffee und ein Stück Kuchen. Den Kuchen sollte ich mir am Tresen aussuchen. Mir blieb auch nichts erspart.
Beim Verlassen des Lokals, ich band mir gerade das Kopftuch wieder um und griff nach meinem Mantel, da fragte mich ein Herr, ob er mir helfen darf. Ich nickte und gab ihm den Mantel, in den er mir sehr zuvorkommend hineinhalf. Ich bedankte mich und sah, dass er die Jacke seiner Frau vom Haken nahm.
Das fand ich toll.
Als ich abends nach Hause kam, war Doris noch nicht da. Ich setzte mich in den Sessel und dacht mit voller Zufriedenheit über den Tag nach.
Das Schreit nach mehr. Schade, dass Doris nicht die Zeit hat. Aber wir werden mehr an den Wochenenden machen müssen. Ich bekomme wieder Spaß am Leben.
Gruß Narea
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